Update, 7:00 Uhr: Russische Flugabwehreinheiten haben Agenturberichten zufolge über Nacht 36 ukrainische Drohnen zerstört. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Update, 5:40 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Balaklija in der ostukrainischen Region Charkiw sind ukrainischen Angaben zufolge drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch drei Kinder, teilte der Leiter der Militärverwaltung von Balaklija, Witali Karabanow, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 17. November, 5:00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will bei einem Besuch in Paris heute ein Abkommen über die Lieferung von Luftabwehrsystemen, Kampfflugzeugen und Raketen besiegeln. Selenskyj sprach auf der Plattform X von einem „historischen Abkommen“, das die Kampffliegerei und die Luftverteidigung seines Landes erheblich stärken werde. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte im vergangenen Monat weitere Mirage-Kampfjets und Aster-30-Raketen zugesagt. Insidern zufolge könnte es bei dem Besuch auch um eine strategische Vereinbarung über die Lieferung von Rafale-Kampfjets gehen.
Ukraine-Krieg aktuell: Wenig Hoffnung auf baldiges Ende des Kriegs
Update, 21:32 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb hat wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. Ein Waffenstillstand sei frühestens im Frühjahr zu erwarten, sagte Stubb im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Associated Press. „Ich bin nicht sehr optimistisch, was das Erreichen eines Waffenstillstands oder den Beginn von Friedensverhandlungen angeht, zumindest nicht in diesem Jahr“, erklärte der finnische Staatschef.
Bis März „etwas in Gang zu bringen“ wäre bereits gut. Russlands Präsident Wladimir Putin wolle weiterhin „die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine verweigern“. Stubb verwies auf Finnlands Erfahrungen im Winterkrieg gegen die Sowjetunion 1939-1940 und bot US-Präsident Donald Trump seine Expertise im Umgang mit Putin an.
Ukraine-Krieg: Selenskyj-Minister bittet um Geld für Drohnenproduktion
Update, 20:39 Uhr: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat internationale Unterstützer um Finanzierung für die Drohnenproduktion im Ukraine-Krieg gebeten. „Wir können im nächsten Jahr bis zu 20 Millionen Drohnen herstellen, wenn wir eine ausreichende Finanzierung erhalten“, schrieb Sybiha auf der Plattform X.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Der Minister betonte, dass Kremlchef Wladimir Putin den Krieg nur beende, wenn er „die Illusion verliere“, noch auf dem Schlachtfeld gewinnen zu können. „Das moderne Rüstungsrennen dreht sich nicht um Atomwaffen, sondern um Millionen preiswerter Drohnen“, erklärte Sybiha laut dpa. Eine konkrete Finanzierungssumme nannte er nicht.
Update, 17:45 Uhr: Die Ukraine hat ein neues System für ausländische Militärfreiwillige eingeführt. Diese können nun ihre Einsatzbrigade, das Gebiet und die spezifischen Details ihrer Stationierung selbst wählen.
Die ukrainischen Bodentruppen erklärten, dass die bisherigen Formate aus 2022 ihren Zweck in der kritischsten Phase der Landesverteidigung erfüllt hätten. „Ein neues System für den Einsatz ausländischer Militärkräfte wird eingeführt. Das Schlüsselprinzip des neuen Modells ist es, ihre Erfahrung, Motivation und beruflichen Fähigkeiten in den Einheiten am effektivsten zu nutzen, wo sie am meisten gebraucht werden“, wie die ukrainischen Streitkräfte mitteilten.
Angriffe um Ukraine-Krieg: Russland trifft erneut Energieanlage
Update, 15:59 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums von Sonntagnachmittag hat Russland erneut Energieanlagen in der Oblast Tschernihiw angegriffen. Teile der Region seien nun infolge der Angriffe ohne Strom, meldet das Ministerium – wie viele Haushalte betroffen sind, blieb in dem Bericht laut der Nachrichtenagentur ukrinform offen.
Update, 14:23 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet von jüngsten russischen Angriffen im Ukraine-Krieg: „Allein in der vergangenen Nacht feuerten die Russen über 170 Drohnen gegen die Ukraine ab, mindestens die Hälfte davon mit Todesopfern“, schreibt Selenskyj auf X. Im Laufe der Wochen habe Russland 1.000 Kampfdrohnen, rund 980 gelenkte Flugbomben und 36 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. Unter anderem in den Regionen Charkiw, Odessa und Dnipro dauern Einsätze und Bemühungen zum Wiederaufbau nach den Angriffenan, so Selenskyj.
Update, 13:26 Uhr: Der ukrainische Generalstab meldet russische Verluste: Im Ukraine-Krieg seien am Samstag 860 russische Soldaten getötet oder verwundet worden – die Zahl seit Beginn des Ukraine-Kriegs steige damit 1.158.260 Soldaten. Zudem sollen Kiews Streitkräfte innerhalb des vergangenen Tages drei russische Panzer und 26 Artilleriesysteme zerstört haben. Russlands Verluste im Überblick:
11.353 Panzer (+3)
23.591 gepanzerte Kampffahrzeuge (+3)
67.464 Fahrzeuge und Treibstofftanks (+68)
34.469 Artilleriesysteme (+26)
1.543 Mehrfachraketenwerfer (+2)
81.286 Drohnen (+409)
Baldiges Ende des Ukraine-Kriegs? Finnlands Präsident ist „nicht sehr optimistisch“
Update, 12:25 Uhr: Gibt es bald ein Ende des Ukraine-Kriegs? Wenn es nach Einschätzung des finnischen Präsidenten geht, sind die aktuellen Umstände nicht sehr vielversprechend. „Ich bin nicht sehr optimistisch, was das Erreichen eines Waffenstillstands oder den Beginn von Friedensverhandlungen angeht, zumindest nicht in diesem Jahr“, sagte Alexander Stubb laut AP. Er glaubt, dass US-Präsident Donald Trump und die europäischen Staats- und Regierungschefs maximalen Druck auf Russland und Kremlchef Wladimir Putin ausüben müssen, um die aktuelle Lage zu verändern.
Putin „will im Grunde die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine leugnen“, so Stubb. Diese Ziele haben sich seit Kriegsbeginn vor fast vier Jahren nicht geändert. Für ein Ende des Ukraine-Kriegs skizzierte der Präsident drei wichtige Punkte: Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Wiederaufbau ihrer Wirtschaft und Erreichen einer Art Einigung über die Gebietsansprüche.
Update, 11:36 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk in der russischen Oblast Samara angegriffen. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine mitteilt, wurden im Zielgebiet Explosionen und ein Brand gemeldet. Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht bekannt. Die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk verarbeitet jährlich 8,8 Millionen Tonnen Rohöl, produziert mehr als 20 verschiedene Handelsprodukte und dient der Unterstützung der russischen Streitkräfte.
Wegen Korruption in der Ukraine: Selenskyj kündigt Veränderungen an
Update, 10:20 Uhr: Inmitten der Korruptionsvorwürfe in seinem Land hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine umfassende Personalerneuerung im ukrainischen Energiesektor angekündigt. Nach einem Treffen mit Premierministerin Yuliia Svyrydenko verkündete der Staatschef einen Vier-Punkte-Plan, der die komplette Erneuerung der Führung mehrerer Schlüsselinstitutionen vorsieht. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines größeren Antikorruptionsaudits und sollen mutmaßlich Selenskyjs Entschlossenheit signalisieren, das Vertrauen internationaler Partner in die Integrität ukrainischer Institutionen wiederherzustellen.
Update, 9:33 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat neue Verträge mit europäischen Partnern über militärische Unterstützung und für die Energieversorgung im Zuge seiner Europareise in Aussicht gestellt. In Griechenland, der ersten Station seiner Tour, werde ein Vertrag über den Gasimport für den kommenden Winter unterzeichnet, sagte Selenskyj in einer in einem Zug aufgenommenen Videobotschaft. Den Vertragswert bezifferte er auf zwei Milliarden Euro.
Der Import sei nötig, um die Ausfälle der ukrainischen Produktion infolge der anhaltenden russischen Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur aufzufangen. Die Lieferungen würden auch mit europäischer Hilfe finanziert, sagte er.
Ukraine-Krieg eskaliert weiter: Russland überzieht Nachbarland mit Drohnen
Update, 8:54 Uhr: Russland eskaliert den Ukraine-Krieg weiter. In der Nacht zum Sonntag haben die Streitkräfte von Wladimir Putin mit einer ballistischen Iskander-M-Rakete und 176 Drohnen angegriffen. Nach Informationen der ukrainischen Luftwaffe soll es sich dabei bei knapp 100 Flugkörpern um Shaheds-Drohnen gehandelt haben. Gegen 9 Uhr Ortszeit informierten die ukrainischen Einheiten, dass Russland offenbar die Angriffe auf am Morgen fortsetzt. Es wurden Drohnengruppen im ukrainischen Luftraum entdeckt.
Update, 8:27 Uhr: Russische Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg in der Nacht vom 15. auf den 16. November die Energieinfrastruktur in der Oblast Odessa angegriffen und ein Solarkraftwerk beschädigt. „Der Feind greift weiterhin gezielt die zivile Infrastruktur im Süden der Oblast Odessa an“, erklärte Oleh Kiper, der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Odessa, laut Ukrainska Pravda. „Wichtige Dienste und kritische Infrastrukturen wurden auf Notstromversorgung umgeschaltet.“ Zudem seien Notunterkünfte für Menschen, die durch Stromausfälle betroffen sind, eingerichtet worden.
Kritik an Trump-Regierung wegen Umgang mit Sanktionen im Ukraine-Krieg
Update, 6:57 Uhr: Inmitten des Ukraine-Kriegs steht die Trump-Administration in der Kritik, nachdem sie überraschend den Weg für internationale Konzerne geebnet hat, Vermögenswerte des sanktionierten russischen Ölgiganten Lukoil zu erwerben. Das US-Finanzministerium erteilte mehrere Lizenzen, die Verhandlungen über Lukoils ausländische Assets im Wert von etwa 0,5% der globalen Ölproduktion ermöglichen – allerdings unter der Bedingung, dass Erlöse auf eingefrorenen Konten landen.
Während Schwergewichte wie Carlyle, Shell und KazMunayGas bereits Interesse signalisieren, werfen Kritiker der Regierung vor, die erst im Oktober verhängten Sanktionen gegen Wladimir Putin und Russland bereits wieder zu verwässern. „Manche werden diese Flut von Ausnahmen als Zeichen von mehr Gebell als Biss sehen“, warnte ein westlicher Diplomat. Der wahre Lackmustest für Washingtons Entschlossenheit steht noch bevor: Am 21. November treten sekundäre Sanktionen gegen Russlands Ölhandel in Kraft, die das globale Energie- und Versicherungsgeschäft grundlegend erschüttern könnten – oder als weiteres Zeichen amerikanischer Zurückhaltung interpretiert werden.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew greift Russlands Wirtschaft an – auch Krim im Visier
Update vom 16. November, 6:09 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf strategische Ziele in Russland und der besetzten Krim deutlich intensiviert. Bei der jüngsten Attacke im Ukraine-Krieg trafen laut Unian Drohnen und Raketen mehrere russische Regionen, wobei in Wolgograd die eigene Luftabwehr versagte und eine abgefangene Drohne in ein Wohnhaus stürzte – drei Zivilisten wurden verletzt.
Bei den gemeldeten Angriffe auf die Krim setzten die Streitkräfte Neptune-Raketen ein, die Explosionen in Sewastopol und anderen strategischen Punkten verursachten. Diese Operationen reihen sich in eine Serie erfolgreicher ukrainischer Fernschläge ein, die bereits zur vollständigen Stilllegung der Saratower Raffinerie und zu erheblichen Schäden am wichtigen Ölterminal in Noworossijsk führten und damit Russlands Wirtschaft empfindliche Schläge versetzen.
Update, 12:05 Uhr: Der Ukraine-Krieg erreicht bei Pokrowsk einen neuen Höhepunkt der Intensität – russische Truppen starteten dort 107 Angriffe binnen eines Tages. Die ukrainischen Verteidiger konnten sämtliche Vorstöße bei den Ortschaften Wolodymyriwka, Nikanoriwka und Rodynske zurückschlagen, wie der Generalstab mitteilte. Landesweit registrierten die ukrainischen Streitkräfte 265 Gefechte an allen Frontabschnitten. Besonders umkämpft waren neben Pokrowsk auch die Kostjantyniwka-Front mit 35 und die Lyman-Front mit 25 russischen Attacken.
Update, 11.00 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich überaus deutlich zur Lage im Ukraine-Krieg geäußert. Die Ukraine gehe in den vierten Kriegswinter – und Russland beantworte alle Annäherungen zu Verhandlungen und Gesprächen „mit einer erhöhten Angriffswelle mit Drohnen und Marschflugkörpern“, die mittlerweile zu fast 80 Prozent zivile Ziele treffe, sagte der SPD-Politiker am Freitag bei der Verleihung des Werner-Holzer-Preises für Auslandsjournalismus in Frankfurt. „Da schaudert es mich angesichts des Zynismus, mit dem einige in Europa unterwegs sind.“ Das sei kein Konflikt, „das ist ein Angriffskrieg“, betonte Pistorius. Eine Gefahr für den Frieden sei auch „Isolationismus“ – wie derzeit in Donald Trumps USA zu beobachten.
Update, 9:55 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht mit einem Großangriff aus drei Kinschal-Raketen und 135 Drohnen attackiert und dabei 13 Orte getroffen. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben zwei Raketen und 91 Drohnen abfangen oder durch elektronische Kampfführung außer Gefecht setzen. Bei den Angriffen wurden ein Todesopfer und ein Verletzter in Dnipro und der Oblast Dnipropetrowsk gemeldet. Etwa 80 der eingesetzten Drohnen waren vom Typ Schahed, mehrere russische Drohnen befanden sich am Morgen noch im ukrainischen Luftraum.