Ukraine-Konflikt

Ukraine bespricht sich mit Polen über die Situation im Ukraine-Krieg

+
Olexij Resnikow, Verteidigungsminister der Ukraine

Mit seinem polnischen Amtskollegen Mariusz Blaszczak hat der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Dienstag in Warschau über die Situation in seinem Land nach dem russischen Angriff gesprochen.

Warschau/Vilnius - Weitere Themen des Treffens waren unter anderem Polens humanitäre Hilfe sowie Unterstützung für die ukrainische Armee, wie das Warschauer Verteidigungsministerium bei Twitter mitteilte. Dazu wurden Fotos der beiden Minister veröffentlicht. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar brachten sich Warschauer Behördenangaben zufolge mehr als 2,14 Millionen Menschen über die polnische Grenze in Sicherheit. Allein am Montag waren es rund 30 000 Menschen, wie der Grenzschutz bei Twitter schrieb. Es gibt derzeit keine offiziellen Angaben dazu, wie viele der Kriegsflüchtlinge in Polen geblieben und wie viele bereits in andere EU-Staaten weitergereist sind. Die Ukraine - flächenmäßig das größte Land in Europa - hatte vor Beginn des russischen Angriffs mehr als 44 Millionen Einwohner. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Staatsgrenze.

Litauen möchte Russland und Belarus von Unesco ausschließen

Litauens Parlament hat sich angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine dafür ausgesprochen, die Beteiligung von Russland und Belarus an den Aktivitäten der Unesco auszusetzen. Beide Länder sollten nicht mehr an Ausschüssen, zwischenstaatlichen Räten und Programmen der UN-Kulturorganisation in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Informationspolitik teilnehmen dürfen, forderten die Abgeordneten des baltischen EU- und Nato-Landes am Dienstag in Vilnius.

«Vermutlich muss niemandem gesagt werden, wie viel Schaden der Aggressor heute in der Ukraine anrichtet, indem er zivile Objekte zerstört, und welchen Schaden er am kulturellen Erbe anrichtet», sagte Vytautas Juozapaitis, Vorsitzender des Kulturausschusses, bei der Vorstellung der einstimmig angenommenen Entschließung. Darin hielt die Volksvertretung Seimas fest, dass die Zerstörung von kulturellem Erbe und von Bildungs-, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen ein Kriegsverbrechen sei.  Das litauische Parlament appellierte zudem an die Unesco, die Sitzung des Welterbekomitees Ende Juni 2022 nicht im russischen Kasan zu veranstalten. «Es ist wohl die höchste Form von Zynismus, wenn ein Angreifer, der kulturelles Erbe, Menschen, Kulturgüter und alle wissenschaftlichen Errungenschaften im wahrsten Sinne des Wortes zerstört, eine so hochrangige Konferenz in seiner Höhle organisiert», sagte Juozapaitis der Agentur BNS zufolge. (dpa)

Kommentare