- schließen
Paula Völkner
Franziska Schwarz
Felix Busjaeger
Jens Kiffmeier
Felix Durach- Simon Schröder
Bedrettin Bölükbasi
In Florida laufen Verhandlungen zwischen Washington und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Erste Details sickern durch. Der aktuelle News-Ticker.
Update, 6.08 Uhr: Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump stehen die Chancen auf ein Ukraine-Abkommen aktuell gut. „Ich denke, es gibt eine gute Chance, dass wir einen Deal machen können“, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten.
Zugleich kritisierte Trump den Korruptionsskandal um den zurückgetretenen ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak. „Die Ukraine hat ein paar schwierige, kleine Probleme“, sagte der US-Präsident. „Es herrscht Korruption, was nicht gerade hilfreich ist.“ Experten zufolge dürfte die Affäre außenpolitisch die Verhandlungsposition der Ukraine schwächen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Macron empfängt Selenskyj für Gespräche über möglichen Frieden
Update, 1. Dezember, 5.28 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt heute den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Die beiden Staatschefs unter anderem über „die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine beraten. Weitere Themen sind die Gespräche in Genf, der US-Friedensplan für die Ukraine und die „enge Abstimmung“ mit den europäischen Verbündeten der Ukraine.
Update, 22:51 Uhr: Nach den heutigen Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs soll der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Montag nach Moskau reisen und weiter verhandeln. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen US-Beamten. Witkoff werde dort voraussichtlich auch Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, heißt es in dem Bericht.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 21:12 Uhr: Die Ukraine-Verhandlungen in Florida waren nach Angaben aus dem Umfeld des Kiewer Verhandlungsteams kompliziert. „Der Prozess ist nicht einfach, da die Suche nach Formulierungen und Lösungen weitergeht“, zitiert die Nachrichtenagentur Quellen, während am Sonntag die Gespräche liefen. Die US-Unterhändler wollten „unbedingt, dass die letzten Punkte vereinbart werden, damit sie nach Moskau reisen können“, erklärte demnach eine weiterer mit dem Verhandlungsverlauf vertrauter Quelle.
Kompliziert seien einzelne Formulierungen, „insbesondere in Bezug auf Gebiete“. Die US-Unterhändler sähen sich „ausschließlich als Vermittler und nicht als Partei, die die Ukraine unterstützt“ – die US-Delegierten übten einen gewissen Druck aus. Alle versuchten aber „konstruktiv zu sein und eine Lösung zu finden“, zitiert die Nachrichtenagentur die Quelle.
US-Außenminister Marco Rubio sowie der Leiter der ukrainischen Delegation, Rustem Umerov, äußerten sich nach dem Treffen positiv. Umerov bezeichnete die Verhandlungen als „produktiv und erfolgreich“, zitiert CNN. Auch Rubio sprach von produktiven Gesprächen und „weiteren Fortschritten“. Man habe auf den Ergebnissen aus Genf aufgebaut, „aber es bleibt noch viel zu tun“.
Neue Details zu Ukraine-Verhandlungen: Gebietstausch und Ukraine-Wahlen
Update, 19:42 Uhr: Neue Details zu den Ukraine-Verhandlungen in Florida: Laut einem hochrangigen Beamten der US-Regierung wird es in den Gesprächen unter anderem um den Wahltermin in der Ukraine gehen, wie das Wall Street Journal berichtet. Zudem soll es um die Möglichkeit eines Gebietsaustauschs zwischen Russland und der Ukraine sowie weitere offene Fragen zwischen dem Weißen Haus und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen.
Aktuell verhandelt Kiew mit Washington über einen Friedensplan. Die Gespräche seien „schwierig, aber sehr konstruktiv“, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle gegenüber CNN. Demnach wurden bei dem Treffen bereits einige der heikelsten Fragen zur Beilegung des Krieges erörtert. In den nächsten Tagen werden US-Vertreter dann zu Verhandlungen in Moskau erwartet.
Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs: Trumps Team wohl mit Fokus auf zwei Punkte
Update, 18:19 Uhr: In Hallandale Beach beraten Vertreter Washingtons und Kiews über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Die USA sollen einem Axios-Bericht zufolge heute Differenzen in zwei bislang ungeklärten Punkten ausräumen wollen: Territorium und Sicherheitsgarantien. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte demnach: „Die Ukrainer wissen, was wir von ihnen erwarten.“
Der ursprüngliche 28-Punkte-Plan der USA hatte unter anderem vorgesehen, dass die Ukraine nicht nur die von Russland besetzten Gebiete im Osten des Landes abtreten soll, sondern auch noch nicht eroberte Regionen dort. Bei Gesprächen in Genf, an denen auch Vertreter europäischer Staaten beteiligt waren, wurde der Plan dann zugunsten der Ukraine überarbeitet – territoriale Fragen und Sicherheitsgarantien sollen dabei jedoch offen geblieben sein.
Vor seinem Rücktritt hatte der bisherige ukrainische Chefunterhändler Andrij Jermak gegenüber Axios erklärt, dass territoriale Zugeständnisse nur auf Präsidentenebene verhandelt werden könnten. Trump hingegen hatte erklärt, sich erst mit Selenskyj und Putin treffen zu wollen, wenn die Parteien kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Krieges stünden.
Selenskyjs Unterhändler pocht vor Ukraine-Verhandlungen auf „klare Richtlinien“
Update, 16:47 Uhr: Vor den Ukraine-Verhandlungen in Florida hat sich US-Außenminister Marco Rubio optimistisch geäußert. Rubio rechne mit Fortschritten bei den Gesprächen mit Kiews Delegation über ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Es geht nicht nur um Friedensabkommen. Es geht darum, einen Weg zu ebnen, der für die Ukraine Souveränität, Unabhängigkeit und Wohlstand bedeutet und deshalb erwarten wir, heute weitere Fortschritte zu erzielen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Rubio in Florida.
Von ukrainischer Seite heißt es unterdessen, man strebe einen echten Frieden an: „Wir haben klare Richtlinien und Prioritäten: die Wahrung ukrainischer Interessen, die Sicherstellung eines substanziellen Dialogs und das Vorankommen auf der Grundlage der in Genf erzielten Fortschritte“, schreibt Chefunterhändler Rustem Umjerow vor Beginn der Gespräche auf X.
Ukraine-Friedensplan: Selenskyj holt sich Rat von Trump-Versteher
Update, 15:33 Uhr: Während die Ukraine und die USA heute in Florida über einen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln, lässt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die konkrete Position seiner Delegation weitgehend offen. In einem Post auf der Plattform X schreibt Selenskyj ab Sonntag lediglich, sich mit dem finnischen Präsidenten, Alexander Stubb, in einem Telefonat ausgetauscht zu haben: „Wir tauschten uns über verfügbare Informationen zu verschiedenen Aspekten der russischen Position und über die Einschätzung der aktuellen diplomatischen Aussichten aus.“
Zudem habe er Stubb über die Vorbereitung der ukrainischen Delegation auf die heutigen Gespräche mit US-Vertretern unterrichtet, „sowie über die Signale, die wir von amerikanischer Seite erhalten haben“. Welche das sind, bleibt offen. Mit Blick auf weitere Verhandlungen kündigte Selenskyj an: „Diese Woche wird viel Arbeit mit unseren Partnern in Europa erfordern.“
Stubb gilt als Trump-Versteher. Auch Friedrich Merz hatte Stubb vor seinem ersten Trump-Besuch im Weißen Haus besucht.
Aktuelle Angriffe im Ukraine-Krieg: Russland empört sich über Schlag gegen Öltanker
Update, 14:09 Uhr: Die ukrainischen Angriffe auf Öltanker und die Infrastruktur des internationalen Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) im Schwarzen Meer hat in Russland Empörung ausgelöst. So verurteilte das Moskauer Außenministerium die Militärschläge als Terror, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dadurch würde die freie Schifffahrt in der Region bedroht, hieß es.
Bei den angegriffenen Anlagen handele es sich um zivile Energieinfrastrukturen, die eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der globalen Energiesicherheit spielten und noch nie internationalen Beschränkungen oder Einschränkungen unterlegen hätten. Allerdings attackiert auch Russlands Armee regelmäßig die Infrastruktur in der Ukraine. Einen Tag zuvor hatte die Kiew-Armee zurückgeschlagen und die CPC-Anlage mit Seedrohnen in Brand gesetzt.
Trump-Friedensplan: Verhandlung über das Ende vom Ukraine-Krieg
Update, 12.36 Uhr: Die Gespräche am heutigen Sonntag (30. November) in Florida sind der Auftakt für eine neue Woche intensiver diplomatischer Bemühungen im Ukraine-Krieg. Es sei ein „großer Erfolg, auch der deutschen Außenpolitik“ gewesen, dass die europäischen Regierungen den „absolut inakzeptablen“ US-Plan „erst einmal“ entschärft hätten, sagte dazu der Verteidigungsexperte Guntram Wolff der Nachrichtenagentur AFP.
Gleichzeitig zeige der Vorgang das „große strukturelle Problem“, dass Teile der Regierung von US-Präsident Donald Trump die russische Haltung für „berechtigt“ halten. Wolff arbeitet am Institut Bruegel in Brüssel. Das geplante NATO-Treffen am Mittwoch und Donnerstag bietet den USA erneut die Gelegenheit, ihr Bekenntnis zu dem Verteidigungsbündnis zu bekräftigen – allerdings wird US-Außenminister Marco Rubio daran voraussichtlich nicht teilnehmen, wie aus mit Rubios Reiseplänen vertrauten Kreisen verlautete.
Ukraine-News: Generalstab meldet 76 Pokrows-Offensiven an einem Tag
Update, 11.49 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten an der Front veröffentlicht. Demnach wurden am vergangenen 1.160 russische Soldaten in den Gefechten entweder verwundet oder getötet. Damit stieg ihre Gesamtzahl seit Kriegsbeginn auf 1.172.860. In dem Lagebericht wird auch die Region Pokrowsk erwähnt. Dort habe es binnen eines Tages 76 versuchte Angriffe der russischen Armee gegeben.
Ukraine-News: Russland rückt an Front in Saporischschja im Süden vor
Update, 10.48 Uhr: Russland ist im Süden der Ukraine in kurzer Zeit massiv vorgerückt. In der Region Saporischschja sei die Frontlinie in bestimmten Abschnitten um etwa 10 bis 12 Kilometer verschoben worden, heißt es in einer aktuellen Analyse für das ZDF. Sie stammt von zwei Experten für Sicherheitspolitik, Christian Mölling und András Rácz.
Ziel sei die befestigte Stadt Huljajpole, heißt es. Die ukrainischen Soldaten hätten einen geordneten Rückzug versucht, was aber nur teilweise gelungen sei. Sollte Huljajpole fallen, könnte das den von Moskau erhobenen Anspruch auf nicht russisch besetzte Teile der Region Saporischschja bestärken, so der ZDF-Bericht.
Update, 10.12 Uhr: Eine US-Delegation trifft heute ein ukrainisches Verhandlungsteam in Florida. Vor dem „Friedensstreit in Miami“ warnt ein Beobachter gegenüber der Kyiv Post allerdings vor einem Worst-Case-Szenario. Sollte Washington Kiew am heutigen Sonntag unter Druck setzen, und etwa einen Militärabbau oder einen Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft fordern, könnte die Ukraine die Friedensplan-Bedingungen ablehnen, sagte Yuriy Boyechko, Vorstand der humanitären Hilfsorganisation Hope For Ukraine. Die Folge, so Boyechko zu dem Blatt: Der drohende Entzug entscheidender US-Militärhilfen.
Ukraine-News: Türkei sieht bei Wladimir Putin Verhandlungsbereitschaft für Frieden
Update, 8.09 Uhr: Der türkische Außenminister Hakan Fidan sieht sowohl in Kiew als auch in Moskau eine wachsende Bereitschaft für ein Friedensabkommen. „Nach unserem Verständnis ist auch Herr Putin bereit, einem Waffenstillstand und einem umfassenden Friedensabkommen unter bestimmten Bedingungen zuzustimmen“, sagte der Fidan der Welt am Sonntag mit Blick auf den Kremlchef.
Denn dieser Krieg verursache auch Russland sehr hohe Kosten, führte Fidan aus. Es gehe zudem auch um dauerhafte „Stabilität für ganz Europa“. Noch ist unklar, welche Sicherheitsgarantien die Ukraine erhalten könnte. Putin hatte zuletzt gesagt, Russland könnte schriftlich zusichern, dass es keine europäischen Länder angreifen werde.
Update, 15.15 Uhr: Die Ukraine ist nach Angaben aus Kiewer Sicherheitskreisen für Explosionen auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer verantwortlich. „Modernisierte Marinedrohnen“ vom Typ Sea Baby hätten die beiden Schiffe „erfolgreich ins Visier genommen“, hieß es am Samstag aus dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Um den Angriff zu belegen, zeigte ein SBU-Vertreter AFP ein Video, auf dem nach seinen Angaben Marinedrohnen zu sehen waren, die in Richtung zweier Schiffe gleiteten und dort Explosionen auslösten. Auf den unter der Flagge Gambias fahrenden Schiffen „Virat“ und Kairos“ war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht.
Die „Kairos“ war demnach leer und auf den Weg in Richtung des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk. Am Samstag erklärte der ukrainische Geheimdienstvertreter, die „Virat“ sei ebenfalls leer auf dem Weg nach Noworossijsk gewesen. Demnach sollten beide Schiffe dort mit Mineralölprodukten befüllt werden.
Orban äußert sich zum Ende des Ukraine-Kriegs und spricht vom „Pufferstaat“
Update, 7:36 Uhr: Viktor Orbán hat erklärt, dass die Ukraine aus seiner Sicht nach einem Ende des Ukraine-Krieges allenfalls als „Pufferstaat“ zwischen Russland und der Nato weiter existieren sollte. „Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war“, sagte er der Welt am Sonntag.
Seit Wochen wird um Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen. Orbán erklärte nun, er halte auch Gebietsabtretungen an Russland für unumgänglich. „Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie – bis zur östlichen Nato-Grenze – bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde“, sagte er weiter. Nato und Russland würden sich nach seinen Vorstellungen überdies einigen „auf Umfang und Ausstattung der begrenzten ukrainischen Streitkräfte, die in der Pufferzone operieren dürfen“.
Ukraine-News: Selenskyjs Büroleiter tritt wegen Korruptionsermittlungen zurück
Update, 16:46 Uhr: In der Ukraine ist der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, nach Durchsuchungen von Anti-Korruptionsermittlern in seiner Wohnung zurückgetreten. Jermak habe eine Rücktrittserklärung unterzeichnet, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. (Quellen: CNN, TASS, eigene Recherche) (bb)
Rubriklistenbild: © dpa/Terry Renna






