Die Lage im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Trump hat angeblich neues ehrgeiziges Datum für Kriegsende

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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Der Krieg jährt sich heute zum vierten Mal. Trump fasst wohl ein Datum für das Kriegsende ins Auge.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 21:03 Uhr: Kurz nach den Besuchen europäischer Spitzenpolitiker in Kiew zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die russische Luftwaffe die Region Dnipropetrowsk attackiert. Bei einer Explosion seien zwei Menschen getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit. Fünf weitere Zivilisten seien verletzt, zahlreiche Häuser durch die Bombentreffer beschädigt worden. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sich unter den Trümmern noch Opfer befanden.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

UN beschließt Resolution zur Unterstützung Kiews im Ukraine-Krieg

Update, 20:11 Uhr: Die UN-Vollversammlung hat am vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Kriegs eine Resolution zur Unterstützung Kiews verabschiedet. 107 Länder stimmten in New York für den Text, der das Recht der Ukraine auf „Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen“ bekräftigt. Zwölf Staaten sprachen sich gegen die Resolution aus; 51 enthielten sich – darunter die USA.

Die USA hatten ein separates Votum über einzelne Bestandteile der Resolution gefordert. So wollte Washington, dass die Passage zur territorialen Integrität der Ukraine und ein Absatz, in dem ein „allgemeiner, gerechter und dauerhafter“ sowie völkerrechtskonformer Frieden gefordert wird, gesondert zur Abstimmung gestellt werden. Zwar unterstütze Washington die Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei der UN, Tammy Bruce. Die Resolution enthalte in ihrer Gesamtheit jedoch Passagen, „die die laufenden Verhandlungen stören könnten, anstatt alle diplomatischen Kanäle zur Eröffnung eines Weges zu einem dauerhaften Frieden zu unterstützen“.

Ukraine-Krieg: Merz nimmt China vor Antrittsreise in die Pflicht

Update, 18:20 Uhr: Vor seinem Antrittsbesuch in China hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Bedeutung der Regierung in Peking für ein Ende des Ukraine-Kriegs betont. „China hat eine große Möglichkeit, seinen Einfluss hier geltend zu machen und es wird ein Faktor sein“, sagte Merz vor seinem Abflug am Berliner Regierungsflughafen. „Pekings Stimme wird gehört, auch in Moskau. Darüber wollen wir und werden wir während meines Besuchs in China sprechen.“

Westliche Staaten werfen China vor, Russland im Krieg gegen die Ukraine zumindest indirekt zu unterstützen. So verkaufe Peking Güter an Russland, die sowohl für zivile als auch militärische Produkte verwendet werden könnten. Zudem wird auf Chinas Rolle als weltweit größter Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe verwiesen, die eine wichtige Einnahmequelle für Moskau zur Finanzierung des Krieges sind. Peking weist eine Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg regelmäßig zurück.

G7-Staaten bekräftigen Ukraine-Unterstützung

Update, 17:35 Uhr: Am vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben Deutschland und die weiteren G7-Staaten ihre anhaltende Unterstützung für die Ukraine bekräftigt – unter ihnen auch die USA. Die führenden Industriestaaten sagten Kiew am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung Hilfe bei „der Verteidigung ihrer territorialen Integrität und ihres Existenzrechts sowie ihrer Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit“ zu.

Die G7-Länder erklärten zudem, den von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Friedensprozess und die Bemühungen um direkte Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien weiter zu unterstützen. Der EU und ihren Partnern komme dabei eine „führende Rolle“ zu, heißt es in dem Text. Doch „nur die Ukraine und Russland“ könnten nach direkten Verhandlungen miteinander ein Friedensabkommen schließen, betonten die Unterzeichner.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine-Krieg aktuell: Orbán blockiert weiter EU-Finanzhilfen für Kiew

Update, 16:14 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bekräftigt die Blockade wichtiger EU-Finanzhilfen für Kiew, solange sein Land kein russisches Öl über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline bekommt. In einem Brief an den EU-Ratspräsidenten António Costa, den Orbán auch in den sozialen Medien veröffentlichte, schrieb er: „Fakten sind Fakten: Es gibt keine technischen Hindernisse für einen Neustart der Öl-Lieferungen an Ungarn über die Druschba-Pipeline. Dazu ist nur eine politische Entscheidung der Ukraine notwendig.“

Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr über die Pipeline aus Russland nach Ungarn. Nach ukrainischer Darstellung liegt dies daran, dass diese Leitung durch russische Angriffe beschädigt sei. Hingegen behauptete Ungarns Regierung mehrfach, dass die Pipeline intakt sei, Kiew aber den Öl-Durchfluss blockiere.

Update, 13:35 Uhr: Die USA mit Präsident Donald Trump haben sich angeblich zum Ziel gesetzt, den Ukraine-Krieg bis zum 4. Juli zu beenden. Bloomberg berichtete unter Berufung auf NATO-Verbündete von entsprechenden amerikanischen Bemühungen, ein Friedensabkommen bis zum Unabhängigkeitstag zu erreichen.

NATO-Partner zeigen sich jedoch skeptisch gegenüber diesem ehrgeizigen Zeitrahmen. Die Nachrichtenagentur gab keine Details über ihre Quellen preis, wie die europäische Ukrajinska Prawda berichtete. Ob die Trump-Administration dieses Ziel tatsächlich erreichen kann, bleibt fraglich.

Update, 12:38 Uhr: Die Ukraine hat trotz der Drohungen aus der Slowakei weiterhin Stromimporte aus allen EU-Nachbarländern erhalten. Der ukrainische Netzbetreiber Ukrenergo bestätigte heute (24. Februar), dass der Strom entsprechend der Kapazitätsauktionen aus allen angrenzenden EU-Staaten sowie der Republik Moldau fließe. Nach Einschätzung ⁠der Beratungsfirma ExPro sind die Importe ‌aus der Slowakei und Ungarn für die Ukraine jedoch essenziell: Sie machen rund 70 Prozent der gesamten Energieeinfuhren aus.

Hintergrund ist ein Streit um russische Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline, die seit dem 27. Januar unterbrochen sind. Ministerpräsident Robert Fico hatte angekündigt, die Slowakei werde keinen Notstrom mehr exportieren, solange kein Öl fließe. Ukrenergo bezeichnete den slowakischen Schritt als „praktisch bedeutungslos“, da kommerzielle Stromlieferungen weiterliefen. Laut dem slowakischen Wirtschaftsministerium soll der Öltransit am 25. Februar wieder aufgenommen werden, wie Reuters berichtet.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml sieht Konflikt mit Westen ausgeweitet

Update, 11:59 Uhr: Der Kreml hat das Eingreifen westlicher Staaten in den Ukraine-Konflikt als Ausweitung zu einer deutlich breiteren Konfrontation gewertet. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte vor der Presse, es handele sich nun um einen Konflikt mit Nationen, die Russland vernichten wollten.

Moskau bleibe jedoch offen dafür, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen, so Peskow laut Reuters. Er könne allerdings noch nicht sagen, wann und wo die nächste Runde der Friedensgespräche stattfinden werde.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj bekräftigt Widerstand – „Putin hat Krieg nicht gewonnen“

Update, 10:30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs den Widerstand seines Landes bekräftigt und vor faulen Kompromissen bei Friedensverhandlungen gewarnt. „Putin hat seine Ziele nicht erreicht. Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat diesen Krieg nicht gewonnen“, sagte Selenskyj laut Reuters in einer Ansprache.

Mit Blick auf laufende Gespräche mit Russland mahnte der Staatschef, die Opfer des Volkes dürften nicht umsonst gewesen sein. „Macht all diese Jahre nicht zunichte, entwertet nicht den ganzen Kampf, den Mut, die Würde, alles, was die Ukraine durchgemacht hat“, habe er den ukrainischen Unterhändlern gesagt. Die Ukraine strebe einen „starken, würdigen und dauerhaften Frieden“ an.

Vier Jahre Ukraine-Krieg: Verteidigungsminister Pistorius (SPD) rügt Russland-Nähe von Trump

Update, 24. Februar, 9:22 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert und ihm eine Kumpanei mit Kremlchef Wladimir Putin vorgeworfen. Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine warf der SPD-Politiker Trump vor, Putin beim Gipfeltreffen in Alaska „wie einen Kumpel“ auf dem roten Teppich begrüßt zu haben.

Ukraine-Krieg aktuell: Pistorius wirft Trump „Kumpanei“ mit Putin vor

Gleichzeitig habe sich Trump komplett aus der militärischen Unterstützung der Ukraine zurückgezogen, kritisierte Pistorius im Deutschlandfunk. Besonders bedauerte der Minister, dass der amerikanische Präsident eine mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine „ohne Not“ vom Verhandlungstisch genommen habe – „das wäre ja ein Pfund gewesen, mit dem man auch hätte verhandeln können“.

Ukraine-Krieg aktuell: Erschreckende Vorher-Nachher-Montage von Selenskyj zum Jahrestag

Erstmeldung: Kiew – Seit nunmehr vier Jahren tobt Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa sind deshalb zum traurigen Jahrestag des Ukraine-Kriegsbeginns nach Kiew gereist. Beide nehmen an der zentralen Gedenkzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt teil und treffen Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland hat weiterhin etwa 20 Prozent des Geländes besetzt

Geplant ist auch der Besuch einer von russischen Angriffen beschädigten Energieanlage. Vier Jahre nach dem russischen Einmarsch am 24. Februar 2022 hält Moskau etwa 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt – hunderttausende Soldaten und zehntausende Zivilisten wurden getötet.

Ukraine-Krieg aktuell: Foto zeigt Selenskyjs dramatischen Wandel

Am Vortag hatte der Pressedienst des ukrainischen Präsidentenamtes ein Foto in Umlauf gebracht, das ins Auge sticht. Es zeigt die physische und politische Transformation Selenskyjs über die Jahre des Ukraine-Krieges hinweg. Das Foto links zeigt Selenskyj noch als „Friedenspräsidenten“. Zu diesem Zeitpunkt trug er meist Anzug und Krawatte; sein Fokus lag auf innenpolitischen Reformen, während der Konflikt im Donbas noch lokal begrenzt schien.

Das aktuelle Bild aus Kiew zeigt Selenskyj in seinem mittlerweile charakteristischem olivgrünem T-Shirt und die Spuren der Erschöpfung können als Symbol für den ukrainischen Widerstand gewertet werden.

Ukraine-Krieg aktuell: Orbán verhindert neue EU-Sanktionen gegen Moskau

Deutsche Europapolitiker haben den Entzug der Stimmrechte Ungarns im Europäischen Rat gefordert. Die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), und der EU-Abgeordnete Daniel Freund (Grüne) plädierten im Spiegel für die drastische Maßnahme gegen Ministerpräsident Viktor Orbán.

Ungarn hatte am Montag bei einem EU-Außenministertreffen in Brüssel die geplante Verschärfung von Russland-Sanktionen blockiert und bekräftigte sein Veto gegen ein milliardenschweres EU-Darlehen für Kiew. „Ungarn unter Orbán gefährdet mit seiner Blockadepolitik nicht nur die Solidarität mit der Ukraine, sondern die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit ganz Europas“, sagte Strack-Zimmermann der Zeitschrift.

Die Slowakei hat unterdessen die Stromhilfe für die Ukraine eingestellt. Ministerpräsident Robert Fico machte die Wiederaufnahme der Unterstützung von der Reparatur der Druschba-Pipeline abhängig, durch die russisches Öl in sein Land fließt. „Die ukrainische Seite“ werde fortan keine Hilfe mehr bei der Stabilisierung des Stromnetzes erhalten, erklärte Fico in einem Facebook-Video.

Ukraine-Krieg aktuell: Druschba-Pipeline laut Kiew durch russische Angriffe beschädigt

Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben am 27. Januar durch russische Angriffe beschädigt worden. Fico droht mit „weiteren Gegenmaßnahmen“ und will sogar die slowakische Haltung zur EU-Mitgliedschaft der Ukraine überdenken. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ukraine Presidency via Bestimage

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