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Ukraine-Krieg aktuell: Verhandlungen über Friedensplan – „Freie Wirtschaftszone“ als Kompromiss?

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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Selenskyj legt Trump einen überarbeiteten Friedensplan vor. Der US-Präsident ist frustriert.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 8:25 Uhr: Nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul findet Europa in den Ukraine-Verhandlungen weiterhin Gehör bei der US-Regierung. „Unsere Argumente werden durchaus gehört und auch aufgenommen“, sagte Wadephul den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Zu möglichen Zugeständnissen bei Gebietsabtretungen der Ukraine blieb Wadephul vage. „Die Frage betrifft das Selbstverständnis der Ukraine. Ihr müssen wir als souveräner Staat die Entscheidung überlassen. Es hat doch keinen Zweck, dass ich als deutscher Außenminister jetzt hier Vorschläge mache“, sagte er.

Die drei Präsidenten Trump, Selenskyj und Putin (von links) verhandeln über eine Lösung im Ukraine-Krieg. (Archivbild)

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Nächste Verhandlungen am Samstag in Paris?

Update, 6:40 Uhr: Donald Trump hat als Termin für ein mögliches Treffen in Europa zur Befriedung des Ukraine-Kriegs den Samstag genannt. „Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht“, sagte Trump im Weißen Haus – ohne zu erwähnen, mit wem die Gespräche geführt würden. Er betonte, Vertreter der USA würden an einem solchen dann Treffen teilnehmen, „wenn wir glauben, dass es gute Chancen gibt“. Ansonsten wolle man keine Zeit verschwenden. Kanzler Friedrich Merz hatte zuletzt erklärt, es sei möglich, dass es nach Gesprächen am Wochenende zu Beginn der nächsten Woche ein Treffen in Berlin geben werde. Ob die US-Regierung daran teilnehme oder nicht, sei noch offen. Laut CNN soll das Treffen in Paris stattfinden.

Ukraine-Krieg aktuell: „Freie Wirtschaftszone“ als Kompromiss? Kiew ist skeptisch

Update, 12. Dezember, 5:00 Uhr: Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Einblick in den aktuellen Verhandlungsstand gegeben. So brachten die USA nach seinen Worten die Idee ins Spiel, den bisher von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass-Gebiets im Osten des Landes zur „freien Wirtschaftszone“ zu erklären. Der Kompromissvorschlag bestehe darin, dass die russische Seite nicht in dieses Gebiet vordringe, sagte Selenskyj in Kiew. In den nächsten Tagen soll es weitere Treffen und Gespräche zu dem Friedensplan geben. 

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 22:16 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erstmals ein Referendum über mögliche Gebietsabtretungen an Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ins Spiel gebracht. Der ukrainische Staatschef sagte am Donnerstag vor Journalisten, das ukrainische Volk müsse „über Wahlen oder ein Referendum“ eine Position zum Preis für den Frieden beziehen, wie RBC Ukraine berichtete.

Hintergrund sind US-Vorschläge, die laut Selenskyj eine „entmilitarisierte Zone“ vorsehen, aus der sich ukrainische Truppen zurückziehen müssten – nicht aber die russischen Besatzer. Bundeskanzler Friedrich Merz bestätigte, dass Kiew bereits einen neuen Vorschlag mit möglichen territorialen Zugeständnissen übermittelt habe. Ein internationales Treffen zur Ukraine könnte „Anfang nächster Woche“ stattfinden.

Update, 21:35 Uhr: Die Ukraine fordert in ihrer überarbeiteten Fassung des ursprünglichen US-Friedensplans eine Armee mit einer Sollstärke von 800.000 Soldaten. „Das ist die reale Stärke der heutigen Armee, das ist mit den Militärs abgestimmt“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber Journalisten in Kiew. Damit sei dieser Aspekt des derzeit 20 Punkte umfassenden Entwurfs ausreichend angepasst worden. In der im November bekannt gewordenen Version des ursprünglichen US-Plans war noch eine Begrenzung auf 600.000 Soldaten vorgesehen.

Verhandlungen über Ukraine-Friedensplan: Trump will „Taten“ sehen

Update, 20:24 Uhr: Donald Trump ist nach Angaben des Weißen Hauses zutiefst enttäuscht von den Regierungen in Kiew und Moskau wegen der bisher erfolglosen Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Der Präsident ist äußerst frustriert über beide Seiten dieses Krieges“, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. „Er will keine weiteren Gespräche mehr.“ Trump wolle „Taten“ sehen. „Er will, dass dieser Krieg zu Ende geht.“

Eine Beteiligung der US-Regierung an weiteren Gesprächen ließ Leavitt offen. „Wenn es eine echte Chance gibt, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen, wenn wir das Gefühl haben, dass diese Treffen die Zeit der Vereinigten Staaten an diesem Wochenende wert sind, dann werden wir einen Vertreter entsenden“, sagte sie.

Anschlag in der Ukraine? Nationalgardist bei Explosion in Kiew getötet

Update, 19:42 Uhr: Bei zwei aufeinanderfolgenden Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Nationalgardist getötet worden. Vier Menschen, unter ihnen zwei Polizisten, seien zudem verletzt worden, erklärte die Kiewer Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Zunächst detonierte demnach ein Sprengsatz während einer Patrouille von zwei Nationalgardisten.

Im Anschluss sei ein zweiter selbstgebauter Sprengsatz explodiert, als Polizei und Rettungskräfte vor Ort waren, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Der Vorfall werde als Anschlag eingestuft. Es seien Ermittlungen wegen eines „Terrorakts“ eingeleitet worden. Russland wird immer wieder vorgeworfen, Ziele gezielt kurz hintereinander anzugreifen, um auch die Ersthelfer zu treffen. Solch ein Angriff wäre ein Kriegsverbrechen, da er auf Zivilpersonen und Rettungskräfte zielt.

Ukraine-Verhandlungen: Lawrow behauptet, Europa übt Druck auf Kiew aus

Update, 18:42 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den europäischen Verbündeten Kiews mit Blick auf Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs vor, die USA beim Thema Sicherheitsgarantien unter Druck zu setzen. Er sagte laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Tass, die Europäer wollten die USA zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine nötigen, während russische Sicherheitsinteressen ignoriert würden. Dabei berief er sich auf Berichte über Gespräche zwischen Europäern und den USA.

Neuer US-Friedensvorschlag sieht Sonderwirtschaftszone vor

Update, 17:32 Uhr: Die USA schlagen eine entmilitarisierte Sonderwirtschaftszone in der Ostukraine vor. Dies teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. „Sie stellen sich vor, dass die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet der Region Donezk verlassen, und der vorgesehene Kompromiss besteht darin, dass russische Streitkräfte nicht in dieses Gebiet einmarschieren (…), das sie bereits als ‚freie Wirtschaftszone‘ bezeichnen“, sagte Selenskyj vor Journalisten in Kiew.

Wie Selenskyj weiter sagte, soll die russische Armee nach den Vorstellungen der USA nicht verpflichtet worden, sich aus den Regionen Donezk, Cherson und Saporischschja zurückzuziehen. Den Plänen zufolge sei aber ein russischer Truppenrückzug aus den Regionen Dnipropetrowsk, Charkiw und Sumy vorgesehen.

Update, 17:26 Uhr: Wladimir Putin und sein Generalstabschef Waleri Gerassimow haben bei einem Militärtreffen die Einnahme der ukrainischen Kleinstadt Siwersk im Gebiet Donezk verkündet. Damit seien nun auch andere erfolgreiche Angriffe in weiteren Richtungen möglich, sagte Putin bei dem im Staatsfernsehen übertragenen Treffen, das teils als Videoschalte lief. Von ukrainischer Seite wurde der angebliche Fall der Kleinstadt offiziell zunächst nicht kommentiert. Als nächstes Ziel hat das russische Militär nach eigenen Angaben die Stadt Slowjansk im Visier. 

Putin lobte die „Dynamik“ an der Front, zeigte sich für seine Verhältnisse nahezu überschwänglich, gratulierte immer wieder den „Prachtkerlen“. „Ich umarme euch fest“, sagte er. Die strategische Initiative liege voll in den Händen des russischen Militärs. Die Eroberung der Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja schreite voran.

EU einigt sich auf Grundlage für Nutzung von russischem Vermögen

Update, 16:28 Uhr: Deutschland und andere EU-Staaten haben sich darauf verständigt, per Mehrheitsentscheidung eine rechtliche Grundlage zur Nutzung von russischem Staatsvermögen für die Ukraine zu schaffen. Demnach soll in einem ersten Schritt beschlossen werden, eine Rückübertragung von in der EU festgesetzten Mitteln nach Russland unbefristet zu verbieten, wie die dänische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Ukraine-Krieg aktuell: Lage an der südlichen Front weiter angespannt

Update, 15:49 Uhr: Die aktuelle Lage an der südlichen Front im Ukraine-Krieg ist nach ukrainischen Angaben weiter angespannt. Das erklärte der Sprecher der südlichen Streitkräfte, Vladyslav Voloshyn, gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform: „Die Lage ist ziemlich schwierig, und der Feind lässt in seinen Angriffen nicht nach.“ Was die Richtung der Stadt Huliaipole in der Region Saporischschja betrifft, so ist dies laut Voloshyn einer der gefährlichsten und aktivsten Abschnitte der Front, wie Ukrinform schreibt.

„Der Feind versucht, in Huliaipole einzudringen. Zunächst versucht er, die Stadt von Osten und Norden her einzukreisen. Außerdem versucht er, die Versorgungswege abzuschneiden“, so der Sprecher. „Diese Strecke von Pokrowsk in der Region Dnipropetrowsk nach Huliaipole ist einer der wichtigsten Versorgungswege.“ Bislang seien die Versuche nach ukrainischen Angaben jedoch ohne Erfolg: „Es gibt derzeit keine Feinde in Huliaipole; sie werden auf dem Weg zu dieser Siedlung vernichtet.“

Update, 14:48 Uhr: Bei einem Treffen mit Kanzler Friedrich Merz in Berlin hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte vor weiteren Zielen des russischen Präsidenten Wladimir Putin gewarnt: „Wir sind Russlands nächstes Ziel.“ Für die Nato gehe es nun darum, einen Krieg zu stoppen, bevor dieser beginne. „Dafür müssen wir uns über die Bedrohung völlig im Klaren sein“, sagte er. Man sei bereits in Gefahr. Mit Blick auf die Gefahren durch Russland sagte Rutte, das Land sei diesem Jahr sogar noch dreister, rücksichtsloser und brutaler geworden.

In diesem Jahr habe Russland mehr als 46.000 Drohnen und Raketen gegen die Ukraine abgefeuert. Zudem produziere das Land wahrscheinlich 2.900 Angriffsdrohnen pro Monat sowie eine ähnliche Zahl an Attrappen, um Luftverteidigungssysteme abzulenken. Hinzu seien 2025 rund 2.000 landgestützte Marschflugkörper und ballistische Raketen gekommen. Bezogen auf Putin und die hohen russischen Verluste im Ukraine-Krieg fragte er zudem: „Wenn er bereit ist, normale Russen in diesem Maße zu opfern – was ist er dann bereit, uns anzutun?“ 

Ukraine-Krieg aktuell: Merz äußert sich zu Selenskyjs Friedensplan-Version

Update, 13:42 Uhr: Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz geht es in dem Plan, den die Ukraine den USA übermittelt hat, auch um Vorschläge zu „territorialen Zugeständnissen“ der Ukraine. Die Antwort Kiews sei gestern am späten Nachmittag an US-Präsident Donald Trump übermittelt worden, sagte der CDU-Chef bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin. Aus Kiew heißt es laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP, der überarbeitete Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs berücksichtige „die Sichtweise der Ukraine“.

Update, 13:06 Uhr: Wie des US-Sender ABC News berichtet, legt die Ukraine den USA einen überarbeiteten Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs vor. Unter Berufung auf ukrainische Regierungsvertreter berichtet ABC, dass der Plan mit 20 Punkten „einige neue Ideen“ bezüglich der von Russland beanspruchten ukrainischen Gebiete und der Kontrolle über das Atomkraftwerk Saporischschja enthalte.

Aktuelle Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Merz stellt Treffen für nächste Woche in Aussicht

Update, 12:02 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich optimistisch, dass US-Präsident Donald Trump ein Ende des Ukraine-Kriegs mit den Europäern zusammen erreichen will. Ein Telefonat zwischen Europäern und Trump am Mittwoch sei konstruktiv gewesen, berichtete Merz laut Reuters am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin.

Der Kanzler kündigte zudem an, dass es im Laufe dieser Woche weitere Gespräche geben soll – und Anfang der kommenden Woche womöglich ein Treffen. Ob die Trump-Regierung daran teilnehmen werde, hänge vom Verlauf der weiteren Gespräche ab: „Ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass uns das gelingt“, sagte Merz. „Und ich habe aus diesem Telefongespräch mit Präsident Trump gestern den festen Eindruck mitgenommen, dass er bereit ist, diesen Weg mit uns zu gehen.“ 

Schlag gegen Putin: Ukraine greift russische Ölplattform im Kaspischen Meer an

Update vom 11. Dezember, 10:34 Uhr: Die Ukraine soll erstmals eine russische Ölplattform im Hunderte Kilometer entfernten Kaspischen Meer mit Drohnen angegriffen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Insider. Es soll sich dabei um die Ölplattform Filanowski handeln, die dem russischen Ölkonzern Lukoil gehört. Es seien mindestens vier Treffer registriert worden. Aus ukrainischen Geheimdienstkreisen heißt es demnach, dass die Öl- und Gasförderung der Anlage eingestellt worden sei.

Ukraine-Krieg aktuell: Bemühungen für ein Kriegsende – Selenskyj trifft erneut EU-Vertreter

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt und steht seit Tagen im Zeichen der Bemühungen um ein Ende des Konflikts. Um ein mögliches Ergebnis zu erreichen, will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute erneut mit Vertretern europäischer Unterstützerstaaten zusammenkommen. Diese Woche könne Neuigkeiten für alle und für ein Ende des Blutvergießens bringen, schrieb er in sozialen Medien. Zu einem Treffen in Europa am Wochenende mit Selenskyj sind nach Worten von US-Präsident Donald Trump auch die USA eingeladen. Unterdessen gehen die Angriffe aus Russland im Krieg weiter. 

Tump sagte, dass über 80 Prozent der Ukrainer eine „Einigung“ fordern, um den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden. Das sagte der US-Präsident in einer Runde mit Wirtschaftsvertretern im Weißen Haus. „Wenn man sich die Umfragen ansieht, würde ich sagen, dass 82 Prozent – es gab eine Umfrage – eine Einigung fordern.“ Um welche Umfrage es sich handelt, ließ der Republikaner offen.

Während die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg angespannt bleibt, steigen Wladimir Putins Verluste weiter. Im Verlauf des vergangenen Tages hat die russische Armee laut Angaben des ukrainischen Generalstabs der Streitkräfte 1460 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn der jüngsten Kämpfe im Februar 2022 steigen die Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.185.080 Soldaten. Zudem hat Russland 11.404 Panzer, 23.699 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.992 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Morissard/Bednyakov/AP/dpa

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