Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Neue Sanktionen gegen Russland durch die USA und die EU. Derweil verrät Trump, dass Treffen mit Putin abgesagt zu haben. Alle News.
Update, 6.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung verteidigt, der Ukraine keine Tomahawk-Marschflugkörper zu liefern. Als Begründung nannte er die lange Ausbildungszeit für das ukrainische Militär . Trump erklärte laut RND, es würden „mindestens sechs Monate“ oder sogar ein Jahr benötigt, um die Tomahawk-Marschflugkörper effektiv einzusetzen. Dies erfordere eine „enorme Lernkurve“ der ukrainischen Streitkräfte, so der US-Präsident zur Rechtfertigung seiner Waffenlieferungs-Politik.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 23. Oktober, 5.16 Uhr: Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen die größten russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil angekündigt. Als Grund nannte Finanzminister Scott Bessent in einer Erklärung die Weigerung von Kremlchef Wladimir Putin, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Das Ministerium sei „bereit, noch weiter zu gehen, wenn dies notwendig sein sollte“, fügte Bessent laut der Erklärung hinzu.
Im Vorfeld sagte Bessent dem Sender Fox Business, es handele sich um „eine der größten Sanktionen, die wir jemals gegen die Russische Föderation verhängt haben“. Putin habe sich nicht „so ehrlich und offen“ an den Verhandlungstisch gesetzt, wie es sich die USA erhofft hatten, betonte er. US-Präsident Donald Trump sagte nach der Ankündigung Bessents, er hoffe, dass die „massiven“ Sanktionen gegen Russland von kurzer Dauer sein werden.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump will Treffen mit Putin abgesagt haben
Update, 23:46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das in Aussicht gestellte baldige Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Budapest nach eigenen Angaben abgesagt. Es hätte sich nicht danach angefühlt, als würde man dahin kommen, wo man hinkommen müsste, sagte der Republikaner bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus. In der Zukunft soll es Trump zufolge aber ein Treffen zwischen ihm und Putin geben.
Ukraine aktuell: Trump dementiert Bericht über Nutzung der Langstreckenwaffen für die Ukraine
Update, 22:36 Uhr: US-Präsident Donald Trump dementierte den Bericht im Wall Street Journal. „Der Bericht des Wall Street Journal über die Zustimmung der USA, dass die Ukraine Langstreckenraketen tief in Russland einsetzen darf, ist FAKE NEWS!“, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Weiter sagte er: „Die USA haben nichts mit diesen Raketen zu tun, egal woher sie kommen oder was die Ukraine damit macht!“
Update, 22:10 Uhr: Die Trump-Regierung hat wichtige Beschränkungen für die Ukraine aufgehoben und erlaubt Kiew nun den Einsatz westlicher Langstreckenraketen gegen Ziele in Russland. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Beamte im Weißen Haus. Die Ukraine setzte bereits am Dienstag eine britische Storm-Shadow-Rakete ein und traf erfolgreich eine russische Sprengstoff- und Raketentreibstoff-Fabrik in Brjansk. Die USA können die ukrainische Nutzung des Storm-Shadow-Marschflugkörpers einschränken, da die Rakete US-Daten zur Zielerfassung nutzt.
Die Entscheidung erfolgte, nachdem die Befugnis für solche Angriffe vom Verteidigungsminister Pete Hegseth an General Alexus Grynkewich, den obersten US-General in Europa und NATO-Kommandeur, übertragen wurde, schreibt das Wall Street Journal.
Ukraine aktuell: EU-Treffen in Brüssel – möglicher Ukraine-Kredit im Raum
Update, 18:07 Uhr: Am Donnerstag kommen die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel zusammen, um über die Unterstützung der Ukraine und die Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit zu beraten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird laut Informationen aus Kiew persönlich an den Gesprächen teilnehmen. Ratspräsident António Costa hat zudem die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele der Europäischen Union auf die Tagesordnung gesetzt.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Die Europäer möchten angesichts des unbeständigen Kurses von US-Präsident Donald Trump in den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges ein „klares Signal der Unterstützung“ für die Ukraine senden, wie aus deutschen Regierungskreisen zu hören ist. Ein zentraler Punkt ist dabei die Einigung über die Nutzung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte, die als Reparationsdarlehen an Kiew fließen sollen.
Ukraine aktuell: Neue Kampfjets für Kiew – Selenskyj will über 100 Gripen-Jets für die Ukraine
Update, 17:02 Uhr: Die Ukraine hat mit Schweden eine Absichtserklärung über den potenziellen Erwerb von über 100 Kampfflugzeugen des Rüstungskonzerns Saab geschlossen. Präsident Wolodymyr Selenskyj gab außerdem bekannt, dass eine gemeinsame Produktion von Drohnen mit dem schwedischen Unternehmen geplant sei. Ministerpräsident Ulf Kristersson äußerte, dass diese Vereinbarung beide Nationen einem tatsächlichen Export der Kampfflugzeuge näherbringe, wie Reuters berichtet. Selenskyj befindet sich derzeit in Schweden, um Gespräche zu führen, und hob das ukrainische Interesse an einer Rüstungszusammenarbeit im Kontext des Ukraine-Kriegs hervor.
Update, 15:37 Uhr: Die Ukraine hat von Norwegen ein weiteres Energiehilfepaket im Umfang von rund 150 Millionen US-Dollar erhalten. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch, dem 22. Oktober, auf Telegram mit. Nach seinen Angaben handelt es sich bereits um das dritte Hilfspaket Norwegens in diesem Jahr. In der Nacht auf Mittwoch war die ukrainische Energieinfrastruktur erneut Ziel russischer Angriffe. Mehrere Regionen des Landes sind weiterhin ganz oder teilweise ohne Strom. Selenskyj hält sich derzeit zu Gesprächen in Norwegen und Schweden auf.
Update, 10:39 Uhr: Der Ukraine-Krieg beschert Russland weiterhin herbe Verluste: Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sollen 1050 russische Soldaten an der Front gefallen sein, wie der ukrainische Generalstab laut der Ukrainska Pravda meldet. Damit steigt die Gesamtzahl von Russlands Verlusten auf 1.133.250 Kämpfer. Außerdem verlor die Armee von Kremlherrscher Wladimir Putin in den Gefechten zwei Panzer, zwölf Artilleriesystemen und 160 Drohnen innerhalb eines Tages. Seit Kriegsbeginn, so hieß es weiter, habe Russland insgesamt 11.280 Panzer, 33.914 Artilleriesysteme, 1229 Flugabwehrsysteme, 428 Flugzeuge, 346 Hubschrauber, 72.760 Drohnen, 28 Schiffe und ein U-Boot eingebüßt.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland hält am Gipfel mit Trump in Ungarn weiter fest
Update, 9:45 Uhr: Russland hat Berichte über eine Absage der Vorbereitungen für ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Machthaber Wladimir Putin dementiert. Kirill Dmitriev, Chef des russischen Direktinvestmentfonds und Mitglied des Kreml-Verhandlungsteams, erklärte, westliche Medien würden Kommentare aus dem Weißen Haus über die Aussetzung der Gipfel-Vorbereitungen in Budapest „verdrehen“, um das Treffen zu untergraben. „Die Vorbereitungen laufen weiter“, teilte Dmitriev auf X mit.
Krieg in der Ukraine aktuell: Russland erzielt Fortschritte an der Frontlinie
Update, 8:45 Uhr: Russische Truppen haben laut dem Institute for the Study of War (ISW) an mehreren Frontabschnitten in der Ukraine Geländegewinne erzielt. Die Analysten melden Eroberungen an der südlichen Grenze von Pokrowsk sowie um die Siedlung Mala Tokmatschka in der Region Saporischschja. Das ISW stützt seine Einschätzung auf geolokalisiertes Bild- und Videomaterial der vergangenen Tage. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Von ukrainischer Seite gibt es bislang keine Bestätigung.
Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Armee bombardiert Gaswerk
Update, 7:01 Uhr: Russland und die Ukraine überziehen sich in ihrem Krieg aktuell gegenseitig mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur und Wirtschaftsanlagen: Bei einer russischen Offensive auf die ostukrainische Region Poltawa sind nach Angaben des Gouverneurs Wolodymyr Kohut Öl- und Gasanlagen beschädigt worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Russland habe die Angriffe auf das ukrainische Energiesystem in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt, teilt er weiter mit. Zuvor war bekannt geworden, dass die ukrainische Armee der russischen Wirtschaft einen herben Schlag versetzt hatte.
Offensive im Ukraine-Krieg: Storm-Shadow-Raketen treffen Russlands Waffenfabrik
Update, 6:22 Uhr: Angriff auf Putins Wirtschaft: Die ukrainischen Streitkräfte haben ein Chemiewerk in der russischen Region Brjansk mit weitreichenden Storm-Shadow-Raketen beschossen. Das Werk produziert Schießpulver, Sprengstoff und Raketentreibstoff-Komponenten für die russische Rüstungsindustrie, berichtet der Kyiw Independent. Konkrete Angaben zu den entstandenen Schäden lagen zunächst nicht vor.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert Raketenhagel auf Kiew
Update, 5:43 Uhr: Russlands Armee hat in der Nacht zu Mittwoch die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen beschossen. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte den Angriff gegenüber Reuters. In mehreren Stadtbezirken entstanden Brände und Trümmerteile gingen nieder. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht. Der Angriff erfolgte trotz laufender Bemühungen um Friedensverhandlungen.
Update, 05:18 Uhr: Trump dämpft Erwartungen an Budapest-Gipfel zum Ukraine-Krieg. Der US-Präsident will erst nach Ungarn reisen, wenn ein produktives Treffen mit Putin zu erwarten sei, sagte er am Mittwochmorgen im Weißen Haus. Medienberichte über eine Verschiebung oder Vereisung des geplanten Treffens bestätigte Trump nicht direkt. Auf die Frage nach angeblichen Planänderungen und deren Einfluss auf mögliche Tomahawk-Lieferungen an die Ukraine antwortete er: „Ich möchte kein vergeudetes Treffen.“ Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen.
Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Chef Rutte reist zu Trump in die USA
Update, 22:46 Uhr: Die NATO hat überraschend ein Treffen zwischen NATO-Generalsekretär Mark Rutte und Donald Trump angekündigt. Der NATO-Chef wird bereits diesen Mittwoch (22. Oktober) in Washington erwartet, kündigte Sprecherin Alison Hart an. Das Gespräch solle am späten Nachmittag stattfinden, hieß es. Pressetermine seien nicht geplant.
Als Hintergrund des Treffens gelten die aktuellen Bemühungen Trumps um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs. Dazu hatte dieser jüngst erneut mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert und danach auch ein baldiges Treffen mit dem Kreml-Chef in Budapest in Aussicht gestellt. Am Dienstag berichteten allerdings US-Medien, dass die Planungen für das Treffen schon wieder auf Eis lägen oder sich zumindest verzögerten.
Update, 22:12 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben das russische Chemiewerk Brjansk mit dem britisch-französischen Storm-Shadow-Marschflugkörpern angegriffen. Das berichtet das ukrainische Portal Ukrainska Pravda. „Am 21. Oktober 2025 griff die Luftwaffe der Streitkräfte der Ukraine in Zusammenarbeit mit den Bodentruppen, den Seestreitkräften und anderen Komponenten der Verteidigungskräfte der Ukraine das Chemiewerk Brjansk an“, teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Die luftgestützten Storm Shadow-Raketen hätten dabei das russische Luftabwehrsystem überwunden, hieß es weiter.
Ukraine aktuell: Russland fordert in inoffiziellen Schreiben an die USA gesamte Donbass-Region
Update, 21:44 Uhr: Bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs soll Russland in einem inoffiziellen Schreiben an die USA die Kontrolle über die gesamte Donbass-Region gefordert haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Weiter soll Wladimir Putin in dem sogenannten „Non-Paper“ die Stationierung von NATO-Truppen in der Ukraine ablehnen.
Der Bericht wurde am Wochenende an die US-Regierung übertragen, wie zwei US-Regierungsvertreter bestätigten. Die russischen Forderungen stehen im Widerspruch zu Trumps Vorschlag, die aktuellen Frontlinien einzufrieren. Eine mit der Situation vertraute Person bestätigte die Übermittlung des Dokuments. Zuvor wurde bekannt, dass die US-Regierung das geplante Treffen zwischen Putin und Donald Trump abgesagt hatte.