Update, 6:55 Uhr: Nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen sich mehrere Ukraine-Unterstützerstaaten Anfang Januar in Paris beraten. „Wir versammeln die Länder der Koalition der Willigen (...), um die konkrete Beteiligung jedes einzelnen festzulegen“, schrieb Macron im Onlinedienst X. Er und weitere europäische Spitzenpolitiker hatten am Sonntag mit Wolodymyr Selenksyj und Donald Trump telefoniert. Zur Koalition der Willigen zählen gut 30 überwiegend europäische Staaten.
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 5:50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und führenden europäischen Politikern für Januar angekündigt. Trump werde sie in Washington empfangen, sagte Selenskyj laut Reuters. Weitere Einzelheiten nennt er zunächst nicht.
Lage im Ukraine-Krieg: Ukraine und USA intensivieren Gespräche über Kriegsende
Update, 29. Dezember, 5:00 Uhr: Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskrieges in der kommenden Woche auf Arbeitsebene fortsetzen. Darauf habe er sich mit US-Präsident Donald Trump geeinigt, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. „Wir begrüßen die Fortschritte der vergangenen Wochen sehr.“
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 23:16 Uhr: Auf der Pressekonferenz nach dem Gespräch der beiden Staatschefs sprachen sowohl Trump als auch Selenskyj von großen Fortschritten, die erzielt worden seien. Trump sagte sogar, man sei in Sachen Sicherheitsgarantien für die Ukraine „bei 95 Prozent“ sei. Zugleich gestand er allerdings auch ein, dass die Donbass-Frage noch nicht geklärt sei. Russland hatte vor Beginn des Gesprächs noch einmal betont, dass es auf den gesamten Donbass Anspruch erhebt. Zudem lobte Trump Wladimir Putin dafür, dass dieser das Saporischja nicht bombardiere.
Konkrete Fortschritte oder nächste Verhandlungsschritte wurden auf der Pressekonferenz jedoch nicht verkündet. Auf die Frage, wann ein Friedensabkommen möglich sei, sagte Trump: „Wenn es wirklich gut läuft, vielleicht in ein paar Wochen. Und wenn es schlechter läuft, länger. Und wenn es wirklich schlecht läuft, dann wird es nicht passieren.“ Selenskyj sprach dennoch von guten Gesprächen. „Wir haben vereinbart, dass sich unsere Teams in den kommenden Wochen treffen werden, um alle besprochenen Angelegenheiten abzuschließen.“
Update, 21.26 Uhr: Die Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs befinden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in der entscheidenden Phase. „Ich denke, wir sind in der Endphase der Gespräche“, sagte Trump am Sonntag beim Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im US-Bundesstaat Florida. Sollte keine Einigung erreicht werden, würden die Kämpfe „für eine lange Zeit“ weitergehen.
Trump: Beide Konfliktparteien wollten einen Frieden
Update, 19.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump erklärt unmittelbar vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj in Florida, beide Konfliktparteien wollten einen Frieden. Die Verhandlungen befänden sich in den letzten Zügen. Er werde nach dem Gespräch mit Selenskyj erneut mit Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin telefonieren, sagt Trump weiter. Auch wolle er mit den europäischen Staats- und Regierungschefs sprechen.
Update, 19.24 Uhr: US-Präsident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin fordern nach russischen Angaben von der Ukraine eine rasche Entscheidung über den Donbass. Darauf hätten sich die beiden Staatsoberhäupter in ihrem Telefonat verständigt, sagt der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow.
Seinen Angaben zufolge sind Trump und Putin auch der Ansicht, dass ein von der EU und der Ukraine vorgeschlagener Waffenstillstand den Konflikt verlängern würde. Nach dem geplanten Treffen Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida wollten der US-Präsident und Putin erneut miteinander sprechen. Uschakow zufolge ging das Telefonat auf die Initiative Trumps zurück und dauerte etwa eine Stunde und 15 Minuten. Russland will laut früheren Angaben den Donbass komplett unter seine Kontrolle bringen.
„Gut und produktiv“ – Trump telefoniert vor Selenskyj-Treffen mit Putin
Update, 18.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. Das Telefonat sei „gut und sehr produktiv“ verlaufen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social, ohne nähere Details über Inhalte.
Update, 17.32 Uhr: Vor einem mit Spannung erwarteten Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj die westlichen Partner seines Landes aufgerufen, alle Sanktionen und den politischen Druck gegen Russland aufrechtzuerhalten. Russland zeige mit seinen täglichen Luftangriffen, dass es kein Interesse an einem Friedensschluss habe, schrieb er auf X.
Allein in dieser Woche habe Russland mehr als 2.100 Angriffsdrohnen, etwa 800 Gleitbomben und 94 Raketen abgefeuert, schrieb er. „Alles gegen unser Volk, gegen das Leben und alles, was es normal macht - vor allem gegen unsere Energieinfrastruktur.“
Selenskyj verhandelt überarbeiteten Plan mit Trump
Erstmeldung: Kiew/Palm Beach – Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist bislang noch nicht in Sicht. Seit Wochen wird um eine Lösung gerungen. Nachdem die USA im vergangenen Monat einen Ukraine-Friedensplan vorgestellt hatten, ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Mission, mit dem amerikanischen Präsidenten über einen überarbeiteten Plan zu verhandeln. Vertreter Moskaus sind aber nicht dabei, weshalb eine Einigung der Kriegsparteien heute nicht zu erwarten ist.
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg ist derweil durch gegenseitige Angriffe geprägt. Die Armeen von Selenskyj und Wladimir Putin setzen auf Attacken, die die kritische Infrastruktur des Gegners schwächen soll. Die ukrainischen Streitkräfte greifen dabei auf ihre bewährte Drohnentaktik zurück und nehmen gezielt Russlands Wirtschaft ins Visier. Russlands Soldaten zielen besonderes auf die Wärmekraftwerke des Gegners – um inmitten der kalten Jahreszeit den Druck auf Selenskyj zu erhöhen. Das Weiße Haus kündigte das bilaterale Treffen in Palm Beach im Bundesstaat Florida für 13.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MEZ) an.
Während seines Treffens mit Trump in Florida will Selenskyj dem US-Präsidenten erneut klarmachen, dass für Kiew eine Kapitulation und ein Diktatfrieden mit Moskau nicht infrage kommen. Die USA sehen sich in dem Konflikt als Vermittler. Die Ukraine verteidigt sich inzwischen seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Gegenwärtig ist noch kein Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht. Um dem Ziel näherzukommen, rief der ukrainische Präsident zu mehr Druck auf Russland auf.
Die Ukraine tue alles, um den Krieg zu beenden, „ob es aber zu Entscheidungen kommt, hängt von den Partnern ab“, teilte Selenskyj nach seiner Ankunft in den USA bei Telegram mit. „Derzeit finden einige der aktivsten diplomatischen Tage des Jahres statt, und vieles kann noch vor Neujahr entschieden werden.“
Vor dem Treffen mit Trump, bei dem es um den Ukraine-Friedensplan gehen wird, führte Selenskyj aus, dass es rote Linien „für die Ukraine und das ukrainische Volk“ gebe. Der Ukrainer hatte etwa die auch von Trump geforderten Abtretungen jener Teile im Gebiet Donezk, die Russland bisher nicht kontrolliert, stets kategorisch abgelehnt. Es gebe Kompromissvorschläge für die offenen Gebietsfragen, sagte Selenskyj. Der Punkt gehört zu den kritischsten überhaupt auf dem Weg zu einer Einigung.
Inwieweit aktuell unter diesen Bedingungen ein Ende des Ukraine-Kriegs möglich ist, bleibt fraglich. Russland greift fast täglich mit Luftangriffen an und sendet laut Selenskyj so Signale, dass es kein Interesse an einem Ukraine-Frieden habe. „Allein in dieser Woche haben sie [die Russen] mehr als 2.100 Angriffsdrohnen, etwa 800 Gleitbomben und 94 Raketen verschiedener Typen abgefeuert“, berichtete der Präsident. „Alles gegen unser Volk, gegen das Leben und alles, was es normal macht – vor allem gegen unsere Energieinfrastruktur.“
Vor dem heutigen Selenskyj-Trump-Treffen hatte der ukrainische Präsident sich Unterstützung von seinen westlichen Partnern geholt. „Die elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von Nato und der EU sicherten der Ukraine ihre volle Unterstützung zu und unterstrichen, in enger Koordination mit den USA für einen nachhaltigen und gerechten Frieden in der Ukraine einzutreten“, teilte ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin mit.
Selenskyj schrieb nach der Telefonschalte auf Telegram, er wolle das Gespräch mit den Verbündeten am Sonntag nach dem Treffen mit Präsident Trump fortsetzen. „Wir brauchen sowohl an der Front als auch in der Diplomatie eine starke Position, damit Putin nicht manipulieren und ein echtes und gerechtes Ende des Krieges verhindern kann.“
Wie Ukrainska Pravda kurz vor dem Treffen zwischen Trump und Selenskyj schreibt, konnte der britische Premierminister Keir Starmer nicht an der Unterredung mit der Ukraine teilnehmen. Laut The Telegraph nahm Jonathan Powell, der nationale Sicherheitsberater von Starmer, an dem Gespräch teil. Quellen aus der Downing Street betonten, dass Starmer regelmäßig mit Selenskyj und anderen Staats- und Regierungschefs der Welt in Kontakt stehe, aber aufgrund eines „vollen Terminkalenders“ nicht an dem Treffen am Samstag teilnehmen konnte.
Während um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, sind zuletzt Russlands Verluste weiter gestiegen. Im Verlauf des vergangenen Tages hat Putins Armee laut Informationen des ukrainischen Generalstabs der Streitkräfte 1200 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn der Kämpfe im Februar 2022 hat Russland den Angaben zufolge etwa 1.204.510 Soldaten verloren. Zu den weiteren Verlusten im Ukraine-Krieg zählen 11.469 Panzer, 23.831 gepanzerte Kampffahrzeuge und 35.557 Artilleriesysteme. (fbu mit Agenturen)