Der US-Präsident Joe Biden verteidigt die US-Unterstützung der Ukraine mit Waffen gegen Russland.
Troy - «Denn die Geschichte hat uns gezeigt, dass Diktatoren immer wieder kommen, wenn man sich ihnen nicht entgegenstellt», sagte Biden am Dienstag beim Besuch einer Waffenfabrik in Troy im US-Bundesstaat Alabama. Ihr Machthunger werde immer größer. «Entweder unterstützen wir das ukrainische Volk bei der Verteidigung seines Landes, oder wir sehen zu, wie Russland seine Gräueltaten und Aggression fortsetzt», so Biden.
Seit Kriegsbeginn Ende Februar sagten die USA der ehemaligen Sowjetrepublik allein Waffen und Munition im Wert von mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) zu oder lieferten auch schon. Biden hat den US-Kongress außerdem um weitere Milliardensummen für Militärhilfe und humanitäre Unterstützung gebeten. «Wie ich von Anfang an gesagt habe, wird dieser Kampf nicht billig sein», so Biden.
Jeden Tag seien in den Nachrichten die Gräueltaten und Kriegsverbrechen zu sehen, die von den russischen Streitkräften in der Ukraine unter der Leitung von Russlands Präsident Wladimir Putin begangen würden, so Biden weiter. «Wir sehen die unglaubliche Tapferkeit der ukrainischen Kämpfer, die ihr Land mit allem, was sie haben, verteidigen.» Die USA würden gemeinsam mit ihren Verbündeten sicherstellen, dass die Ukraine sich gegen «Putins brutalen Krieg» verteidigen könne.
Ukraine-Krieg: Lettland unterstützt Flüchtlinge
Riga - Lettland will seine Bürger bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine finanziell unterstützen. Das baltische EU- und Nato-Land wird monatlich 100 Euro an Haushalte zahlen, die einen ukrainischen Flüchtling aufnehmen. Für jede weitere aufgenommene Person soll es 50 Euro geben, beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Die Entschädigung soll für maximal 90 Tage und bis zu einer Summe von 300 Euro pro Monat gewährt werden. Das Parlament muss der Regelung noch zustimmen.
In Lettland sind seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine nach Angaben der Behörden rund 26 000 Kriegsflüchtlinge aufgenommen worden. Innenministerin Marija Golubeva sagte auf der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung, dass etwa 10 000 Flüchtlinge staatliche und kommunale Unterstützung bei der Wohnungssuche benötigten. Die übrigen hätten selbst eine Unterbringung gefunden. (dpa)