Militärische Entwicklung

Kampfjets für die Ukraine: Niederlande und Dänemark verpflichten sich zu F-16-Lieferungen

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Die Ukraine hat offenbar eine Einigung mit der Niederlande zur Lieferung von F-16-Kampfjets erzielt. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Russische Verluste steigen: Angeblich mehr als 400 Soldaten binnen 24 Stunden getötet
  • Angeblicher Angriff auf Moskau geplant: Russland will eine Drohne der Ukraine abgeschossen haben
  • Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Entwicklungen können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update vom 20. August, 22.50 Uhr: Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärt, warum das ukrainische Militär bislang keine stärkere Gegenoffensive im Ukraine-Krieg gestartet hat. „Wenn ihnen gepanzerte Fahrzeuge und Panzer fehlen, dann werden sie einfach nur Menschen verlieren“, zitierte ihn die Agentur Unian aus der Pressekonferenz. Man werde zwei wenige Kilometer vorrücken, aber „tausende von Menschen“ verlieren. „Dann sterben sie einfach und wir können unser Ziel nicht erreichen“, so Selenskyj. Daher wolle man mit einer stärkeren Offensive warten, bis man die passende Ausrüstung habe. Der ukrainische Präsident machte auch die russischen Verteidigungsanlagen, die sie seit 2015 errichtet hätten, für den langsamen ukrainischen Fortschritt verantwortlich.

Update vom 20. August, 19.40 Uhr: Aus Dänemark wird die Ukraine 19 Kampfjets vom US-amerikanischen Typ F-16 erhalten. Das sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup in Dänemark. Die ersten sechs Flugzeuge sollen bereits um den Jahreswechsel geliefert werden, wie Frederiksen sagte. Der Plan sei, acht im kommenden Jahr zu liefern und fünf weitere im Jahr darauf.

Zuvor hatte sich der Ukrainer bereits in den Niederlanden bei einem Treffen mit Regierungschef Mark Rutte die Zusage für weitere F-16-Kampfjets gesichert. Er hatte dort von einem Durchbruch gesprochen. „Ich bin sehr dankbar“, entgegnete Selenskyj auf die Zusage Frederiksens. 19 Flugzeuge vom Typ F-16 seien eine sehr effektive Unterstützung. Die Sozialdemokratin würdigte Selenskyj als „einen der größten Helden unserer Zeit“.

Ukraine kriegt F-16-Kampfjets: Selenskyj nennt konkrete Zahl

Update vom 20. August, 14.40 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat der Ukraine am Sonntag offiziell die Lieferung von F-16-Kampfjets zugesagt. „Die Niederlande und Dänemark verpflichten sich, F-16 an die Ukraine zu übergeben, sobald die Bedingungen für einen derartigen Transfer erfüllt sind“, sagte Rutte bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf einem Luftwaffenstützpunkt im niederländischen Eindhoven. Selenskyj kündigte im Kurznachrichtendienst Telegram an, im Zuge der Einigung mit Rutte werde die Ukraine nach Abschluss des Trainings von Piloten 42 Stück F-16 erhalten. „Und das ist nur der Anfang“, so Selenskyj weiter.

Update vom 20. August, 13.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach einem Besuch in Schweden nun in den Niederlanden zu vorab nicht offiziell angekündigten Gesprächen mit Regierungschef Mark Rutte eingetroffen. Hauptziel der Reise sei die Lieferung von F-16-Kampfjets „zum Schutz unserer Menschen vor dem russischen Terror“, teilte Selenskyj am Sonntag auf Telegram mit. „Wir werden stärker“, meinte er.

Bei den Gesprächen gehe es auch darum, einen Friedensgipfel vorzubereiten und den Terrorstaat Russland vor Gericht zu bringen, sagte Selenskyj, der in Begleitung seiner Frau reiste. Der Strafgerichtshof in Den Haag hatte gegen Wladimir Putin, der den Überfall auf die Ukraine angeordnet hatte, Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen erlassen.

Ukraine-Krieg: Großbritannien hält Angriffe gegen Russland für strategisch sinnvoll

Update vom 20. August, 12.05 Uhr: Die Schläge der Ukraine tief auf russischem Gebiet sind nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten strategisch wichtig bei der Abwehr von Moskaus Angriffskrieg. Das geht aus dem täglichen Bericht zum Kriegsverlauf des Verteidigungsministeriums in London vom Sonntag hervor. Russlands Präsident Wladimir Putin habe seine Truppen beinahe mit Sicherheit unter der Annahme in die Ukraine einmarschieren lassen, dass dies nur geringe Auswirkungen auf die Menschen in Russland habe, so die Mitteilung. Nun werde Moskau regelmäßig von Drohnen getroffen.

„Die Führung von Russlands Luft- und Weltraumkräften ist höchstwahrscheinlich unter großem Druck, die Luftverteidigung über dem westlichen Russland zu verbessern“, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Palette der Bedrohungen auf russischem Gebiet sei breiter geworden. Neben Drohnen gebe es auch Berichte über Luftabwehrraketen sowjetischer Bauart, die als Raketen für Ziele auf dem Boden eingesetzt werden.

Folgen des Krieges: Ein zerstörter Panzer vor einem zerstörten Wohnkomplex in Mariupol. (Symbolbild)

Neue Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert mehr als 400 Soldaten

Update vom 20. August, 10.10 Uhr: Die Ukraine hat aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Binnen 24 Stunden seien mehr als 400 weitere russische Soldaten gefallen. Außerdem habe man sechs russische Panzer zerstört. Die Angaben stammen direkt von den ukrainischen Streitkräften und lassen sich nicht unabhängig prüfen.

  • Soldaten: 257.470  (+460 zum Vortag)
  • Flugzeuge: 315
  • Hubschrauber: 316
  • Panzer: 4346 (+6)
  • Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8435 (+11)
  • Artilleriesysteme: 5245 (+33)
  • Flugabwehrsysteme: 489 (+3)
  • Mehrfachraketenwerfer: 717 (+3)
  • Fahrzeuge und Tanklaster: 7680 (+15)
  • Schiffe: 18
  • Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4304 (+22)

    Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.

    Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 20. August 2023

Ukraine-Krieg: Drohne sollte angeblich Moskau attackieren

Update vom 20. August, 9.00 Uhr: Die russische Luftabwehr hat am Sonntagmorgen offenbar eine ukrainische Drohne abgeschossen, die auf dem Weg nach Moskau gewesen sein soll. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte auf Telegram, die Drohne sei in südlicher Richtung auf die russische Hauptstadt geflogen. Die Region Moskau war in diesem Jahr bereits Ziel einer Reihe von Drohnenangriffen, erst am Freitag (18. August) kam es zu einem Angriff im Geschäftsviertel „Moskwa City“.

Ukraine-Krieg: Erneuter Drohnenangriff auf russische Stadt

Update vom 20. August, 7.40 Uhr: Die westrussische Stadt Kursk ist laut dem Gouverneur der Region, Roman Starowoit, von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Die Drohne sei vorläufigen Informationen zufolge auf das Dach eines Bahnhofsgebäudes gestürzt, berichtete der Gouverneur am frühen Sonntagmorgen bei Telegram. Das Dach habe Feuer gefangen. Bei dem Vorfall seien fünf Menschen durch Glassplitter leicht verletzt worden. Einsatzkräfte seien vor Ort. Weitere Details gab es zunächst nicht. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Kursk ist die Hauptstadt der gleichnamigen Grenzregion zur Ukraine. Die Stadt liegt gut 500 Kilometer südlich von Moskau.

Ukraine-Krieg: Selenskyj garantiert „Antwort“ auf Tschernihiw-Angriff

Update vom 20. August, 6.25 Uhr: Infolge eines russischen Raketenangriffs sind in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw offiziellen Angaben zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Weitere 144 Menschen seien durch den Beschuss im belebten Stadtzentrum verletzt worden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache in der Nacht zum Sonntag. Auch unter den Verletzten seien 15 Kinder. Der ukrainische Staatschef kündigte zudem Vergeltung an: „Unsere Soldaten werden Russland eine Antwort auf diese Terrorattacke geben“, sagte er.

Ukraine-Krieg: Ausbildung der Piloten von F-16-Jets hat schon begonnen

Update vom 19. August, 21.30 Uhr: Die geplante Lieferung westlicher F-16-Kampfflugzeuge dürfte noch Monate dauern – doch das Training ukrainischer Piloten hat Angaben aus Kiew zufolge bereits begonnen. „Die Ausbildung hat schon angefangen“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow dem Fernsehsender „24 Kanal“. Auch Ingenieure und Techniker des von Russland angegriffenen Landes erhalten demnach Schulungen. Wo genau diese stattfinden, sagte Resnikow nicht.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine greift wohl Militärflugplatz in Russland an

Update vom 19. August, 19.34 Uhr: Ein Militärflugplatz im Nordwesten Russlands ist Angaben aus Moskau zufolge von einer ukrainischen Drohne angegriffen worden. Die Luftabwehr habe versucht, den unbemannten Flugkörper über dem Gelände im Gebiet Nowgorod abzuschießen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Anschließend sei auf dem Flugplatz ein Brand ausgebrochen, wodurch eine Maschine beschädigt worden sei. Verletzt wurde demnach niemand. Unabhängig waren die Angaben zum Ausmaß der Schäden zunächst nicht zu überprüfen. Aus Kiew gab es keine offizielle Reaktion.

Update vom 19. August, 17.50 Uhr: Auf der Suche nach modernen Kampfjets zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg richtet die Ukraine ihre Blicke nun auch nach Schweden. Bei einem Treffen mit dem schwedischen Premierminister Ulf Kristersson in Stockholm forderte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj Gripen-Kampfjets von dem Regierungschef. „Die Gripens sind der Stolz des schwedischen Staates und ich bin mir sicher, dass der Premierminister diesen Stolz mit uns teilen wird“, sagte Selenskyj laut der Agentur Ukrinform. Er kündigte zudem an, ukrainische Piloten seien bereits an Testflügen beteiligt. Man werde jetzt sehen, welche Schritte man für die Zukunft unternehmen könne.

Russland nimmt wieder Zivilisten ins Visier: Attacke gegen Tschernihiw

Update vom 19. August, 16.45 Uhr: Die Zahl der Toten nach dem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Tschernihiw ist auf 7 gestiegen. Unter den Toten befindet sich auch ein 6-jähriges Mädchen. Weitere 117 Menschen wurden verletzt. Dies berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf offizielle Quellen.

Update vom 19. August, 13.00 Uhr: Infolge eines russischen Raketenangriffs sind in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw offiziellen Angaben zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Eine Rakete sei mitten ins Zentrum der Stadt, wo sich eine Universität und ein Theater befinden, eingeschlagen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. „Es ist ein ganz gewöhnlicher Samstag, den Russland in einen Tag des Schmerzes und des Verlusts verwandelt hat. Es gibt Tote und Verletzte.“ Dazu veröffentlichte Selenskyj ein kurzes Video, in dem Trümmerteile auf dem Bürgersteig zu sehen sind.

Laut dem Gouverneur des Gebiets Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, wurde die Stadt ersten Erkenntnissen zufolge von einer ballistischen Rakete getroffen. Er rief die Bevölkerung auf, zunächst weiter in Schutzräumen zu bleiben.

Ukraine-Krieg: Putin reist nach Rostow am Don

Update vom 19. August, 10.40 Uhr: Wladimir Putin ist nach Rostow am Don gereist. Dort hat der russische Präsident hochrangige Kommandeure im Hauptquartier der „militärischen Spezialoperation“, wie der Ukraine-Krieg in Russland bezeichnet wird, getroffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf offizielle Bekanntmachungen. Putin soll unter anderem Generalstabschef Waleri Gerassimow getroffen haben und sich von ihm die Lage an der Front schildern lassen.

Update vom 19. August, 6.33 Uhr: Ukrainischen Saboteuren ist es offenbar gelungen, den Fluss Dnipro zu überqueren und tief in von Russland besetztes Gebiet vorzurücken. Das geht auf Angaben der russischen Militärführung zurück. Demnach sei eine „Sabotage-Gruppe“ in der Region um Cherson untergetaucht und habe sich in der von Russland besetzten Siedlung Kozachi Laheri verschanzt. Das Dorf liegt zwischen den Städten Cherson und Melitopol und rund 20 Kilometer vom Ufer des Dnipro entfernt. Die Einheit sei mittlerweile von russischen Truppen besiegt worden, meldet die Kyiv Post und bezieht sich dabei auf eine Bekanntmachung des von Russland eingesetzten Gouverneurs der Region.

Selenskyj spricht vom diplomatischen Erfolg im Ukraine-Krieg

Update vom 18. August, 22.45 Uhr: Die ukrainische Führung sieht nach eigenen Angaben Fortschritte in ihrem Streben nach westlichen Sicherheitsgarantien vor einer künftigen Aggression Russlands. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einer Videobotschaft von einem „diplomatischen Erfolg“. Inzwischen hätten sich 18 Staaten der Erklärung der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) zu solchen Sicherheitsgarantien angeschlossen. Details nannte er nicht.

Der Leiter des Präsidentenamtes in Kiew, Andrij Jermak, teilte im Nachrichtenkanal Telegram mit, dass mit den USA und Großbritannien die Verhandlungen für Sicherheitsgarantien liefen. Beginnen sollten demnach bald auch Gespräche mit anderen G7-Staaten. Bis Jahresende sollten die ersten bilateralen Vereinbarungen unterzeichnet sein, sagte er. Es gehe darum, nach Ende der russischen Invasion keinen neuen Krieg und keine Wiederholung der Aggression Moskaus zuzulassen. Selenskyj und Jermak betonten am Freitag, dass nicht zuletzt die Arbeit an der „Friedensformel“ weitergehe. 

Update vom 18. August, 19 Uhr: Angesichts der vermehrten ukrainischen Drohnenangriffe gegen die russische Hauptstadt Moskau hat der russische Militärexperte Alexander Kowalenko die russische Luftabwehr in Frage gestellt. „Die Bewohner von Moskau sollten sich fragen, warum die Luftabwehrsirenen nicht ertönen, obwohl sich Luftgeräte mit Sprengstoff ihrer Stadt nähern“, schrieb er auf Telegram. Im Gegensatz zu Russland würden in der Ukraine sofort die Sirenen ertönen, sobald auch nur eine Drohne auftauche. „Schoigu, Gerassimow, wo ist unsere Luftabwehr?“, fragte Kowalenko den Verteidigungsminister und Generalstabschef.

USA zweifeln an Angriffen auf Krim-Brücke im Ukraine-Krieg

Update vom 18. August, 17.05 Uhr: Um die russischen Versorgungslinien zu vernichten – oder zumindest zu stören – hat die Ukraine ihre Raketenangriffe auf die von Russland annektierte Krim verstärkt. Seit zwei Wochen feuert die ukrainische Armee mit Langstreckenraketen auf zwei Brücken der Halbinsel, die den von Russland besetzten Süden der Ukraine verbinden.

Die aktuelle Krim-Strategie wird in Washington aber eher mit Skepsis beobachtet, wie der Sender CNN berichtet. Laut dem US-Nachrichtensender sehen die Biden-Administration und ihre Militärberater die ukrainischen Angriffe auf die Krim als Verschwendung von militärischen Ressourcen. Bestenfalls könnten diese Offensiven als Ablenkungsmanöver betrachtet werden. Die ukrainische Strategie würde dazu führen, dass Ressourcen auf anderen Schlachtfeldern im Ukraine-Krieg fehlen.

Ein hochrangiger Beamter aus dem Verteidigungsministerium kommentierte gegenüber CNN: „Die Russen sind ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht worden, aber die aktuelle Taktik bringt nichts Entscheidendes.“ Besser fände es Washington, wenn sich die ukrainischen Truppen voll auf ihre Gegenoffensive konzentrieren würden. Die Ukraine hingegen möchte mit ihrer Strategie erreichen, dass die Krim isoliert wird und Russlands Nachschub geschwächt wird.

Ukraine hofft auf Kampfjet-Lieferung für Krieg gegen Russland

Update vom 18. August, 14.10 Uhr: Nach Angaben der Niederlande haben die USA der Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine zugestimmt. „Wir begrüßen die US-Entscheidung, den Weg für die Lieferung von F-16-Jets an die Ukraine freizumachen“, schrieb die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren auf X (ehemals Twitter). Zuvor hatten sich die Niederlande und auch Dänemark bereit erklärt, F-16 an die Ukraine zu liefern. Beide Länder wollen auch ukrainische Piloten ausbilden. Sobald das Training abgeschlossen sei, könnten die Kampfjets auch geschickt werden, sagte Ollongren. Es werde wahrscheinlich mehrere Monate dauern, bis die F-16 tatsächlich auch geliefert werden könnten. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie nicht.

Update vom 18. August, 12.25 Uhr: Das Moskauer Geschäftsviertel „Moskwa City“, welches laut russischer Darstellung schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnen war, wird geräumt. Grund sei ein anonymer Anruf, in dem vor weiteren Angriffen gewarnt wurde, wie Kyiv Post berichtet. 2000 Menschen müssen demnach ihre Arbeitsplätze verlassen. In den sozialen Medien kursieren bereits mehrere Videos aus dem Geschäftsviertel.

Ukraine-Krieg: Deutscher Frachter erreicht Istanbul

Update vom 18. August, 11.30 Uhr: Nach dem Verlassen ukrainischer Gewässer ist der deutsche Frachter „Joseph Schulte“ in Istanbul angekommen. Das Containerschiff habe am frühen Morgen den Bosporus erreicht und werde an einem Hafen bei Istanbul andocken, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag (18. Augiust). Der Containerfrachter war am Mittwoch aus dem ukrainischen Hafen Odessa ausgelaufen und hatte als erster einen von der Ukraine ausgewiesenen Seekorridor für Handelsschiffe genutzt.

Nach ukrainischen Angaben befahren zivile Schiffe den eingerichteten Korridor auf eigenes Risiko. Im Fall des deutschen Frachters unter der Flagge von Hongkong sicherte sich die Reederei in viele Richtungen ab, damit die Passage möglich wurde. Die „Joseph Schulte“ steckte seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in Odessa fest. In den fast 18 Monaten seitdem wurde das 300 Meter lange Schiff von einer ukrainischen Rumpfmannschaft gewartet.

Ukraine-Krieg: Angeblich ukrainischer Drohnenangriff im Schwarzen Meer

Update vom 18. August, 8.40 Uhr: Stunden vor dem Angriff auf Moskau vereitelte Russland einen ukrainischen Drohnenangriff auf seine Kriegsschiffe im Schwarzen Meer. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde demnach die Drohne am späten Donnerstagabend von Patrouillenschiffen der Marine 237 Kilometer südwestlich von Sewastopol – dem Stützpunkt der Schwarzmeerflotte auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim – zerstört.

Die Angriffe von beiden Seiten sind im Schwarzen Meer eskaliert, seit Russland aus einer Vereinbarung ausgestiegen ist, die den sicheren Export ukrainischen Getreides durch den Schifffahrtsknotenpunkt ermöglicht hatte.

Ukrainische Drohne über Moskau: Kreml meldet Abschuss

Update vom 18. August, 7.00 Uhr: Eine ukrainische Drohne hat nach russischen Angaben ein Gebäude im Zentrum Moskaus beschädigt. „Gegen 04.00 Uhr morgens Moskauer Zeit hat das Kiewer Regime einen weiteren Terroranschlag mit einem unbemannten Luftfahrzeug auf Objekte in Moskau und der Region Moskau verübt“, teilte das Verteidigungsministerium mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Ein Reuters-Mitarbeiter berichtete, er habe eine starke Explosion gehört. Auf Bildern ist zu sehen, wie Arbeiter und Rettungskräfte das Dach des nicht bewohnten Gebäudes untersuchen.

Den Angaben zufolge wurde die Drohne zerstört, ihre Trümmer seien auf ein Gebäude im Expo Center gefallen. Der Komplex umfasst Ausstellungspavillons sowie Mehrzweckhallen und liegt weniger als fünf Kilometer vom Kreml entfernt. Der Flugverkehr auf den vier großen Flughäfen rund um die Hauptstadt - Wnukowo, Domodedowo, Scheremetjewo und Schukowski - wurde kurzzeitig unterbrochen.

Ukraine-Krieg: Dänemark und Niederlande sollen F-16 schnell weitergeben können

Erstmeldung: Kiew – Die US-Regierung kündigte an, Dänemark und den Niederlanden eine schnelle Weitergabe von F-16-Jets an die Ukraine zu ermöglichen. Man habe den beiden Ländern formal zugesichert, dass Anträge auf Genehmigung so beschleunigt würden, dass die Kampfjets an Kiew geliefert werden könnten, sobald die Ausbildung der ukrainischen Piloten und Techniker abgeschlossen sei. Dies bestätigte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Die USA müssen die Übergabe der Militärjets an die Ukraine genehmigen, weil die Maschinen von der US-Firma Lockheed Martin gebaut werden und sensible Technologie an Bord haben. Deshalb hat Washington auch ein Mitspracherecht dabei, wer daran ausgebildet wird.

Litauen schließt zwei Grenzübergänge zu Belarus

Als Reaktion auf die Präsenz russischer Wagner-Söldner in Belarus hat Litauen zwei seiner sechs Grenzübergänge zum Nachbarland vorübergehend geschlossen. Auf Beschluss der Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes sind von Freitag an die beiden Kontrollpunkte Sumskas und Tverecius bis auf Weiteres dicht. Nach Angaben des Innenministeriums sollten dort Betonblöcke und Stacheldrahtrollen errichtet werden. Die anderen vier Grenzübergänge zum autoritär regierten Belarus sollen geöffnet bleiben. (Mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Petras Malukas/AFP

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