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Die Ukraine hat offenbar eine Einigung mit der Niederlande zur Lieferung von F-16-Kampfjets erzielt. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
- Russische Verluste steigen: Angeblich mehr als 400 Soldaten binnen 24 Stunden getötet
- Angeblicher Angriff auf Moskau geplant: Russland will eine Drohne der Ukraine abgeschossen haben
- Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Entwicklungen können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.
Update vom 20. August, 22.50 Uhr: Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärt, warum das ukrainische Militär bislang keine stärkere Gegenoffensive im Ukraine-Krieg gestartet hat. „Wenn ihnen gepanzerte Fahrzeuge und Panzer fehlen, dann werden sie einfach nur Menschen verlieren“, zitierte ihn die Agentur Unian aus der Pressekonferenz. Man werde zwei wenige Kilometer vorrücken, aber „tausende von Menschen“ verlieren. „Dann sterben sie einfach und wir können unser Ziel nicht erreichen“, so Selenskyj. Daher wolle man mit einer stärkeren Offensive warten, bis man die passende Ausrüstung habe. Der ukrainische Präsident machte auch die russischen Verteidigungsanlagen, die sie seit 2015 errichtet hätten, für den langsamen ukrainischen Fortschritt verantwortlich.
Update vom 20. August, 19.40 Uhr: Aus Dänemark wird die Ukraine 19 Kampfjets vom US-amerikanischen Typ F-16 erhalten. Das sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup in Dänemark. Die ersten sechs Flugzeuge sollen bereits um den Jahreswechsel geliefert werden, wie Frederiksen sagte. Der Plan sei, acht im kommenden Jahr zu liefern und fünf weitere im Jahr darauf.
Zuvor hatte sich der Ukrainer bereits in den Niederlanden bei einem Treffen mit Regierungschef Mark Rutte die Zusage für weitere F-16-Kampfjets gesichert. Er hatte dort von einem Durchbruch gesprochen. „Ich bin sehr dankbar“, entgegnete Selenskyj auf die Zusage Frederiksens. 19 Flugzeuge vom Typ F-16 seien eine sehr effektive Unterstützung. Die Sozialdemokratin würdigte Selenskyj als „einen der größten Helden unserer Zeit“.
Ukraine kriegt F-16-Kampfjets: Selenskyj nennt konkrete Zahl
Update vom 20. August, 14.40 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat der Ukraine am Sonntag offiziell die Lieferung von F-16-Kampfjets zugesagt. „Die Niederlande und Dänemark verpflichten sich, F-16 an die Ukraine zu übergeben, sobald die Bedingungen für einen derartigen Transfer erfüllt sind“, sagte Rutte bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf einem Luftwaffenstützpunkt im niederländischen Eindhoven. Selenskyj kündigte im Kurznachrichtendienst Telegram an, im Zuge der Einigung mit Rutte werde die Ukraine nach Abschluss des Trainings von Piloten 42 Stück F-16 erhalten. „Und das ist nur der Anfang“, so Selenskyj weiter.
Update vom 20. August, 13.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach einem Besuch in Schweden nun in den Niederlanden zu vorab nicht offiziell angekündigten Gesprächen mit Regierungschef Mark Rutte eingetroffen. Hauptziel der Reise sei die Lieferung von F-16-Kampfjets „zum Schutz unserer Menschen vor dem russischen Terror“, teilte Selenskyj am Sonntag auf Telegram mit. „Wir werden stärker“, meinte er.
Bei den Gesprächen gehe es auch darum, einen Friedensgipfel vorzubereiten und den Terrorstaat Russland vor Gericht zu bringen, sagte Selenskyj, der in Begleitung seiner Frau reiste. Der Strafgerichtshof in Den Haag hatte gegen Wladimir Putin, der den Überfall auf die Ukraine angeordnet hatte, Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen erlassen.
Ukraine-Krieg: Großbritannien hält Angriffe gegen Russland für strategisch sinnvoll
Update vom 20. August, 12.05 Uhr: Die Schläge der Ukraine tief auf russischem Gebiet sind nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten strategisch wichtig bei der Abwehr von Moskaus Angriffskrieg. Das geht aus dem täglichen Bericht zum Kriegsverlauf des Verteidigungsministeriums in London vom Sonntag hervor. Russlands Präsident Wladimir Putin habe seine Truppen beinahe mit Sicherheit unter der Annahme in die Ukraine einmarschieren lassen, dass dies nur geringe Auswirkungen auf die Menschen in Russland habe, so die Mitteilung. Nun werde Moskau regelmäßig von Drohnen getroffen.
„Die Führung von Russlands Luft- und Weltraumkräften ist höchstwahrscheinlich unter großem Druck, die Luftverteidigung über dem westlichen Russland zu verbessern“, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Palette der Bedrohungen auf russischem Gebiet sei breiter geworden. Neben Drohnen gebe es auch Berichte über Luftabwehrraketen sowjetischer Bauart, die als Raketen für Ziele auf dem Boden eingesetzt werden.
Neue Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert mehr als 400 Soldaten
Update vom 20. August, 10.10 Uhr: Die Ukraine hat aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Binnen 24 Stunden seien mehr als 400 weitere russische Soldaten gefallen. Außerdem habe man sechs russische Panzer zerstört. Die Angaben stammen direkt von den ukrainischen Streitkräften und lassen sich nicht unabhängig prüfen.
- Soldaten: 257.470 (+460 zum Vortag)
- Flugzeuge: 315
- Hubschrauber: 316
- Panzer: 4346 (+6)
- Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8435 (+11)
- Artilleriesysteme: 5245 (+33)
- Flugabwehrsysteme: 489 (+3)
- Mehrfachraketenwerfer: 717 (+3)
- Fahrzeuge und Tanklaster: 7680 (+15)
- Schiffe: 18
- Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4304 (+22)
Anm.: Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.
Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 20. August 2023
Ukraine-Krieg: Drohne sollte angeblich Moskau attackieren
Update vom 20. August, 9.00 Uhr: Die russische Luftabwehr hat am Sonntagmorgen offenbar eine ukrainische Drohne abgeschossen, die auf dem Weg nach Moskau gewesen sein soll. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte auf Telegram, die Drohne sei in südlicher Richtung auf die russische Hauptstadt geflogen. Die Region Moskau war in diesem Jahr bereits Ziel einer Reihe von Drohnenangriffen, erst am Freitag (18. August) kam es zu einem Angriff im Geschäftsviertel „Moskwa City“.
Ukraine-Krieg: Erneuter Drohnenangriff auf russische Stadt
Update vom 20. August, 7.40 Uhr: Die westrussische Stadt Kursk ist laut dem Gouverneur der Region, Roman Starowoit, von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Die Drohne sei vorläufigen Informationen zufolge auf das Dach eines Bahnhofsgebäudes gestürzt, berichtete der Gouverneur am frühen Sonntagmorgen bei Telegram. Das Dach habe Feuer gefangen. Bei dem Vorfall seien fünf Menschen durch Glassplitter leicht verletzt worden. Einsatzkräfte seien vor Ort. Weitere Details gab es zunächst nicht. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Kursk ist die Hauptstadt der gleichnamigen Grenzregion zur Ukraine. Die Stadt liegt gut 500 Kilometer südlich von Moskau.
Ukraine-Krieg: Selenskyj garantiert „Antwort“ auf Tschernihiw-Angriff
Update vom 20. August, 6.25 Uhr: Infolge eines russischen Raketenangriffs sind in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw offiziellen Angaben zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Weitere 144 Menschen seien durch den Beschuss im belebten Stadtzentrum verletzt worden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache in der Nacht zum Sonntag. Auch unter den Verletzten seien 15 Kinder. Der ukrainische Staatschef kündigte zudem Vergeltung an: „Unsere Soldaten werden Russland eine Antwort auf diese Terrorattacke geben“, sagte er.
Ukraine-Krieg: Ausbildung der Piloten von F-16-Jets hat schon begonnen
Update vom 19. August, 21.30 Uhr: Die geplante Lieferung westlicher F-16-Kampfflugzeuge dürfte noch Monate dauern – doch das Training ukrainischer Piloten hat Angaben aus Kiew zufolge bereits begonnen. „Die Ausbildung hat schon angefangen“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow dem Fernsehsender „24 Kanal“. Auch Ingenieure und Techniker des von Russland angegriffenen Landes erhalten demnach Schulungen. Wo genau diese stattfinden, sagte Resnikow nicht.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Ukraine greift wohl Militärflugplatz in Russland an
Update vom 19. August, 19.34 Uhr: Ein Militärflugplatz im Nordwesten Russlands ist Angaben aus Moskau zufolge von einer ukrainischen Drohne angegriffen worden. Die Luftabwehr habe versucht, den unbemannten Flugkörper über dem Gelände im Gebiet Nowgorod abzuschießen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Anschließend sei auf dem Flugplatz ein Brand ausgebrochen, wodurch eine Maschine beschädigt worden sei. Verletzt wurde demnach niemand. Unabhängig waren die Angaben zum Ausmaß der Schäden zunächst nicht zu überprüfen. Aus Kiew gab es keine offizielle Reaktion.
Update vom 19. August, 17.50 Uhr: Auf der Suche nach modernen Kampfjets zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg richtet die Ukraine ihre Blicke nun auch nach Schweden. Bei einem Treffen mit dem schwedischen Premierminister Ulf Kristersson in Stockholm forderte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj Gripen-Kampfjets von dem Regierungschef. „Die Gripens sind der Stolz des schwedischen Staates und ich bin mir sicher, dass der Premierminister diesen Stolz mit uns teilen wird“, sagte Selenskyj laut der Agentur Ukrinform. Er kündigte zudem an, ukrainische Piloten seien bereits an Testflügen beteiligt. Man werde jetzt sehen, welche Schritte man für die Zukunft unternehmen könne.
Russland nimmt wieder Zivilisten ins Visier: Attacke gegen Tschernihiw
Update vom 19. August, 16.45 Uhr: Die Zahl der Toten nach dem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Tschernihiw ist auf 7 gestiegen. Unter den Toten befindet sich auch ein 6-jähriges Mädchen. Weitere 117 Menschen wurden verletzt. Dies berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf offizielle Quellen.
Update vom 19. August, 13.00 Uhr: Infolge eines russischen Raketenangriffs sind in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw offiziellen Angaben zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Eine Rakete sei mitten ins Zentrum der Stadt, wo sich eine Universität und ein Theater befinden, eingeschlagen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. „Es ist ein ganz gewöhnlicher Samstag, den Russland in einen Tag des Schmerzes und des Verlusts verwandelt hat. Es gibt Tote und Verletzte.“ Dazu veröffentlichte Selenskyj ein kurzes Video, in dem Trümmerteile auf dem Bürgersteig zu sehen sind.
Laut dem Gouverneur des Gebiets Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, wurde die Stadt ersten Erkenntnissen zufolge von einer ballistischen Rakete getroffen. Er rief die Bevölkerung auf, zunächst weiter in Schutzräumen zu bleiben.
Ukraine-Krieg: Putin reist nach Rostow am Don
Update vom 19. August, 10.40 Uhr: Wladimir Putin ist nach Rostow am Don gereist. Dort hat der russische Präsident hochrangige Kommandeure im Hauptquartier der „militärischen Spezialoperation“, wie der Ukraine-Krieg in Russland bezeichnet wird, getroffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf offizielle Bekanntmachungen. Putin soll unter anderem Generalstabschef Waleri Gerassimow getroffen haben und sich von ihm die Lage an der Front schildern lassen.
Update vom 19. August, 6.33 Uhr: Ukrainischen Saboteuren ist es offenbar gelungen, den Fluss Dnipro zu überqueren und tief in von Russland besetztes Gebiet vorzurücken. Das geht auf Angaben der russischen Militärführung zurück. Demnach sei eine „Sabotage-Gruppe“ in der Region um Cherson untergetaucht und habe sich in der von Russland besetzten Siedlung Kozachi Laheri verschanzt. Das Dorf liegt zwischen den Städten Cherson und Melitopol und rund 20 Kilometer vom Ufer des Dnipro entfernt. Die Einheit sei mittlerweile von russischen Truppen besiegt worden, meldet die Kyiv Post und bezieht sich dabei auf eine Bekanntmachung des von Russland eingesetzten Gouverneurs der Region.
Selenskyj spricht vom diplomatischen Erfolg im Ukraine-Krieg
Update vom 18. August, 22.45 Uhr: Die ukrainische Führung sieht nach eigenen Angaben Fortschritte in ihrem Streben nach westlichen Sicherheitsgarantien vor einer künftigen Aggression Russlands. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einer Videobotschaft von einem „diplomatischen Erfolg“. Inzwischen hätten sich 18 Staaten der Erklärung der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) zu solchen Sicherheitsgarantien angeschlossen. Details nannte er nicht.
Der Leiter des Präsidentenamtes in Kiew, Andrij Jermak, teilte im Nachrichtenkanal Telegram mit, dass mit den USA und Großbritannien die Verhandlungen für Sicherheitsgarantien liefen. Beginnen sollten demnach bald auch Gespräche mit anderen G7-Staaten. Bis Jahresende sollten die ersten bilateralen Vereinbarungen unterzeichnet sein, sagte er. Es gehe darum, nach Ende der russischen Invasion keinen neuen Krieg und keine Wiederholung der Aggression Moskaus zuzulassen. Selenskyj und Jermak betonten am Freitag, dass nicht zuletzt die Arbeit an der „Friedensformel“ weitergehe.
Update vom 18. August, 19 Uhr: Angesichts der vermehrten ukrainischen Drohnenangriffe gegen die russische Hauptstadt Moskau hat der russische Militärexperte Alexander Kowalenko die russische Luftabwehr in Frage gestellt. „Die Bewohner von Moskau sollten sich fragen, warum die Luftabwehrsirenen nicht ertönen, obwohl sich Luftgeräte mit Sprengstoff ihrer Stadt nähern“, schrieb er auf Telegram. Im Gegensatz zu Russland würden in der Ukraine sofort die Sirenen ertönen, sobald auch nur eine Drohne auftauche. „Schoigu, Gerassimow, wo ist unsere Luftabwehr?“, fragte Kowalenko den Verteidigungsminister und Generalstabschef.
USA zweifeln an Angriffen auf Krim-Brücke im Ukraine-Krieg
Update vom 18. August, 17.05 Uhr: Um die russischen Versorgungslinien zu vernichten – oder zumindest zu stören – hat die Ukraine ihre Raketenangriffe auf die von Russland annektierte Krim verstärkt. Seit zwei Wochen feuert die ukrainische Armee mit Langstreckenraketen auf zwei Brücken der Halbinsel, die den von Russland besetzten Süden der Ukraine verbinden.
Die aktuelle Krim-Strategie wird in Washington aber eher mit Skepsis beobachtet, wie der Sender CNN berichtet. Laut dem US-Nachrichtensender sehen die Biden-Administration und ihre Militärberater die ukrainischen Angriffe auf die Krim als Verschwendung von militärischen Ressourcen. Bestenfalls könnten diese Offensiven als Ablenkungsmanöver betrachtet werden. Die ukrainische Strategie würde dazu führen, dass Ressourcen auf anderen Schlachtfeldern im Ukraine-Krieg fehlen.
Ein hochrangiger Beamter aus dem Verteidigungsministerium kommentierte gegenüber CNN: „Die Russen sind ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht worden, aber die aktuelle Taktik bringt nichts Entscheidendes.“ Besser fände es Washington, wenn sich die ukrainischen Truppen voll auf ihre Gegenoffensive konzentrieren würden. Die Ukraine hingegen möchte mit ihrer Strategie erreichen, dass die Krim isoliert wird und Russlands Nachschub geschwächt wird.
Ukraine hofft auf Kampfjet-Lieferung für Krieg gegen Russland
Update vom 18. August, 14.10 Uhr: Nach Angaben der Niederlande haben die USA der Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine zugestimmt. „Wir begrüßen die US-Entscheidung, den Weg für die Lieferung von F-16-Jets an die Ukraine freizumachen“, schrieb die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren auf X (ehemals Twitter). Zuvor hatten sich die Niederlande und auch Dänemark bereit erklärt, F-16 an die Ukraine zu liefern. Beide Länder wollen auch ukrainische Piloten ausbilden. Sobald das Training abgeschlossen sei, könnten die Kampfjets auch geschickt werden, sagte Ollongren. Es werde wahrscheinlich mehrere Monate dauern, bis die F-16 tatsächlich auch geliefert werden könnten. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie nicht.
Update vom 18. August, 12.25 Uhr: Das Moskauer Geschäftsviertel „Moskwa City“, welches laut russischer Darstellung schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnen war, wird geräumt. Grund sei ein anonymer Anruf, in dem vor weiteren Angriffen gewarnt wurde, wie Kyiv Post berichtet. 2000 Menschen müssen demnach ihre Arbeitsplätze verlassen. In den sozialen Medien kursieren bereits mehrere Videos aus dem Geschäftsviertel.
Ukraine-Krieg: Deutscher Frachter erreicht Istanbul
Update vom 18. August, 11.30 Uhr: Nach dem Verlassen ukrainischer Gewässer ist der deutsche Frachter „Joseph Schulte“ in Istanbul angekommen. Das Containerschiff habe am frühen Morgen den Bosporus erreicht und werde an einem Hafen bei Istanbul andocken, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag (18. Augiust). Der Containerfrachter war am Mittwoch aus dem ukrainischen Hafen Odessa ausgelaufen und hatte als erster einen von der Ukraine ausgewiesenen Seekorridor für Handelsschiffe genutzt.
Nach ukrainischen Angaben befahren zivile Schiffe den eingerichteten Korridor auf eigenes Risiko. Im Fall des deutschen Frachters unter der Flagge von Hongkong sicherte sich die Reederei in viele Richtungen ab, damit die Passage möglich wurde. Die „Joseph Schulte“ steckte seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in Odessa fest. In den fast 18 Monaten seitdem wurde das 300 Meter lange Schiff von einer ukrainischen Rumpfmannschaft gewartet.
Ukraine-Krieg: Angeblich ukrainischer Drohnenangriff im Schwarzen Meer
Update vom 18. August, 8.40 Uhr: Stunden vor dem Angriff auf Moskau vereitelte Russland einen ukrainischen Drohnenangriff auf seine Kriegsschiffe im Schwarzen Meer. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde demnach die Drohne am späten Donnerstagabend von Patrouillenschiffen der Marine 237 Kilometer südwestlich von Sewastopol – dem Stützpunkt der Schwarzmeerflotte auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim – zerstört.
Die Angriffe von beiden Seiten sind im Schwarzen Meer eskaliert, seit Russland aus einer Vereinbarung ausgestiegen ist, die den sicheren Export ukrainischen Getreides durch den Schifffahrtsknotenpunkt ermöglicht hatte.
Ukrainische Drohne über Moskau: Kreml meldet Abschuss
Update vom 18. August, 7.00 Uhr: Eine ukrainische Drohne hat nach russischen Angaben ein Gebäude im Zentrum Moskaus beschädigt. „Gegen 04.00 Uhr morgens Moskauer Zeit hat das Kiewer Regime einen weiteren Terroranschlag mit einem unbemannten Luftfahrzeug auf Objekte in Moskau und der Region Moskau verübt“, teilte das Verteidigungsministerium mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Ein Reuters-Mitarbeiter berichtete, er habe eine starke Explosion gehört. Auf Bildern ist zu sehen, wie Arbeiter und Rettungskräfte das Dach des nicht bewohnten Gebäudes untersuchen.
Den Angaben zufolge wurde die Drohne zerstört, ihre Trümmer seien auf ein Gebäude im Expo Center gefallen. Der Komplex umfasst Ausstellungspavillons sowie Mehrzweckhallen und liegt weniger als fünf Kilometer vom Kreml entfernt. Der Flugverkehr auf den vier großen Flughäfen rund um die Hauptstadt - Wnukowo, Domodedowo, Scheremetjewo und Schukowski - wurde kurzzeitig unterbrochen.
Ukraine-Krieg: Dänemark und Niederlande sollen F-16 schnell weitergeben können
Erstmeldung: Kiew – Die US-Regierung kündigte an, Dänemark und den Niederlanden eine schnelle Weitergabe von F-16-Jets an die Ukraine zu ermöglichen. Man habe den beiden Ländern formal zugesichert, dass Anträge auf Genehmigung so beschleunigt würden, dass die Kampfjets an Kiew geliefert werden könnten, sobald die Ausbildung der ukrainischen Piloten und Techniker abgeschlossen sei. Dies bestätigte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Die USA müssen die Übergabe der Militärjets an die Ukraine genehmigen, weil die Maschinen von der US-Firma Lockheed Martin gebaut werden und sensible Technologie an Bord haben. Deshalb hat Washington auch ein Mitspracherecht dabei, wer daran ausgebildet wird.
Litauen schließt zwei Grenzübergänge zu Belarus
Als Reaktion auf die Präsenz russischer Wagner-Söldner in Belarus hat Litauen zwei seiner sechs Grenzübergänge zum Nachbarland vorübergehend geschlossen. Auf Beschluss der Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes sind von Freitag an die beiden Kontrollpunkte Sumskas und Tverecius bis auf Weiteres dicht. Nach Angaben des Innenministeriums sollten dort Betonblöcke und Stacheldrahtrollen errichtet werden. Die anderen vier Grenzübergänge zum autoritär regierten Belarus sollen geöffnet bleiben. (Mit Agenturen)
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