Warnung aus Moskau: Verteidigungsminister Schoigu spricht von „Eskalation“
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Über die aktuelle militärische Entwicklung berichten wir im neuen News-Ticker.
Update vom 21. August, 22.55 Uhr: Die Ukraine fordert immer wieder stärkere Waffen für ihre Gegenoffensive gegen Russlands Truppen. Nun wartet Kiew offenbar auch sehnsüchtig auf eine schwedische Haubitze.
Update vom 21. August, 20.15 Uhr: Griechenland hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angeboten, ukrainische Piloten für Kampfjets vom Typ F-16 auszubilden. Selenskyj bedankte sich am Montagabend in Athen für das Angebot, das er gerne annehme. „Wir brauchen die Unterstützung Griechenlands bei der Vorbereitung unserer Piloten für die Flieger F-16“, sagte er nach einem Gespräch mit dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis. Der größte Teil der griechischen Luftwaffe besteht aus F-16-Jets, die Piloten gelten als äußerst erfahren.
Jugendliche in Russland lernen in Schule mit Drohnen umzugehen
Update vom 21. August, 19.40 Uhr: Russische Jugendliche sollen ab dem im September beginnenden Schuljahr die Steuerung von Drohnen lernen. Wie aus einem vom Bildungsministerium veröffentlichten Lehrplan hervorgeht, sollen die Schüler lernen, wie Drohnen militärisch eingesetzt werden und die Steuerung auch selbst praktisch üben. Den Angaben zufolge soll es auch darum gehen, gegnerische Drohnen abzuwehren. Der Drohnenkurs richtet sich den Angaben zufolge an Schüler im Alter zwischen 15 und 17 Jahren.
Er ist Teil des wiedereingeführten Militärunterrichts nach sowjetischem Vorbild an russischen Schulen ab dem Schuljahr 2023/2024. Der Militärunterricht beinhaltet demnach auch ein Modul für Kalaschnikow-Gewehre und Handgranaten. Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 wurden in russischen Schulen mehrere Neuerungen eingeführt, die Patriotismus vermitteln sollen.
Ukraine-Krieg: Kiew fordert noch mehr Kampfjets
Update vom 21. August, 18:11 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Luftwaffensprechers Juri Ignat benötigt die ukrainische Luftwaffe 128 westliche Kampfjets. Dies berichtete die Agentur Unian. Nur so könne man die alte Flotte erneuern und eine tatsächliche Lufthoheit gegen Russland herstellen, hieß es demnach von Ignat.
Update vom 21. August, 15.55 Uhr: Einen Tag nach der dänischen Zusage zur Lieferung von US-Kampfjets an sein Land hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hinsichtlich des Kriegsausgangs siegesgewiss gezeigt. „Heute sind wir zuversichtlich, dass Russland diesen Krieg verlieren wird“, sagte Selenskyj am Montag bei einer Ansprache vor dem Parlamentsgebäude in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.
Er sei sicher, dass die Ukraine gewinnen werde, „weil die Wahrheit auf unserer Seite ist“. Der Sieg werde „ein gemeinsamer Sieg“ sein, sagte Selenskyj weiter. „Mit unserem Sieg, mit unserer Zusammenarbeit“ bewiesen die Ukraine und Dänemark, „dass Leben ein Wert ist“. Im Zuge dessen traf sich Präsident Selenskyj am Montagnachmittag mit der dänischen Königen Margrethe II. Auf Twitter bedankte er ein weiteres Mal für die Unterstützung: „Wir danken der dänischen Regierung, dem Parlament und allen Dänen dafür, dass sie an der Seite der Ukraine stehen.“
Experte hält F-16-Lieferung für keinen „Gamechanger“
Update vom 21. August, 14.50 Uhr: Die angekündigte Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen aus Dänemark und den Niederlanden könnte die schleppende Gegenoffensive der Ukraine in Schwung bringen. Der Sicherheitsexperte Markus Weber warnt bei n-tv jedoch vor zu großer Euphorie. Die Flugzeuge seien „sicherlich kein großer Gamechanger“. Die Kampfflugzeuge könnten sich positiv auf die Moral der Ukrainer auswirken, aber der Krieg werde nach der Lieferung „kein anderer sein“.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Dennoch wächst in Moskau der Druck auf die russische Regierung. Schon im Juni – zwei Monate vor der geplanten Lieferung –drohte Präsident Wladimir Putin dem Westen: Sollten die F-16-Kampfjets von Drittstaaten aus gestartet werden, „dann könnte Russland auch diese Drittstaaten angreifen“. Darüber berichtete Russland-Korrespondent Peter Leontjev aus Moskau.
Ukrainische Luftwaffe fordert 128 F-16-Kampfjets für Lufthoheit
Update vom 21. August, 14 Uhr: Nach der Zusage Dänemarks und der Niederlande, 61 F-16 Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern, hat sich nun der Pressesprecher der ukrainischen Luftwaffe zu Wort gemeldet. Gegenüber dem Radiosender „Radio Liberty“ sprach Luftwaffensprecher Juri Ihnat von 128 F-16 Kampfflugzeugen, die benötigt würden, um die Lufthoheit im Ukraine-Krieg zu erlangen.
„Wir brauchen wirklich mehr als 100 Flugzeuge, die wir auf verschiedenen Flugplätzen stationieren können, um auf alle möglichen Bedrohungen reagieren zu können. So können wir verschiedene Ziele angreifen, darunter sowohl [russische] Flugzeuge als auch Bodenziele hinter den feindlichen Frontlinien“, sagte Ihnat am Montag. Das für die Steuerung der Kampfflugzeuge notwendige Personal werde derzeit in Großbritannien und Schweden ausgebildet. Obwohl die Grundausbildung für westliche Flugzeuge bis zu zwei Jahre dauere, seien die ukrainischen Piloten in der Lage, „alle zu überraschen und die Ausbildung schneller abzuschließen“.
Update vom 21. August, 12.25 Uhr: Widerstand gegen die Lieferung von F-16-Kampfjägern an die Ukraine kommt aus der deutschen Politik: Der Linken-Politiker Sören Pellmann drängt die Bundesregierung, die geplante Auslieferung an die Ukraine zu verhindern. Diese „überschreitet eine weitere rote Linie“, kritisierte der Leipziger Bundestagsabgeordnete am Montag (21. August). „Die Bundesregierung muss alles unternehmen, um mit politischem Druck die Lieferung zu stoppen. Es kann nicht sein, dass einzelne Nato-Staaten für sich diese Entscheidung treffen und damit die Lage für alle eskalieren.“
F-16-Kampfjets: Russland spricht von „Eskalation des Konflikts“
Update vom 21. August, 11.05 Uhr: Russland hat die Entscheidung Dänemarks und der Niederlande, der Ukraine F-16-Kampfjets zu liefern, scharf verurteilt. In einer von der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zitierten Erklärung sagte der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin: „Die Tatsache, dass Dänemark nun beschlossen hat, der Ukraine 19 F-16-Flugzeuge zu überlassen, führt zu einer Eskalation des Konflikts.“
Jakob Ellemann-Jensen, Dänemarks Verteidigungsminister, stellte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters klar, die Ukraine dürfe die in Aussicht gestellten F-16 nur auf ihrem eigenen Territorium einsetzen. „Wir liefern Waffen unter der Bedingung, dass sie eingesetzt werden, um den Gegner aus dem Gebiet der Ukraine zu vertreiben. Und nichts weiter als das“, so Ellemann-Jensen am Montag (21. August).
F-16-Kampfjets für die Ukraine: Selenskyj dankt Dänemark
Update vom 21. August, 10.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montag (21. August) dänischen Politikern für die Unterstützung seines Landes beim Widerstand gegen die russische Invasion gedankt. Selenskyj erklärte, dass im Falle einer erfolgreichen russischen Invasion auch andere Teile Europas von der militärischen Aggression des Kremls bedroht wären.
„Wir sind heute hier, um Ihnen persönlich zu danken. Ich danke Ihnen allen, dass Sie uns in unserem schwierigen Kampf für die Freiheit helfen, für die Hilfe in diesem Krieg, den Russland in unser Land gebracht hat“, sagte Selenskyj in einer Rede im dänischen Parlament in Kopenhagen.
Im Namen aller Ukrainer wolle er Dänemark seinen Dank für die Solidarität und Unterstützung aussprechen, sagte Selenskyj, ehe er eine Reihe von dänischen Militärhilfen wie Leopard-Kampfpanzern auflistete. „Ich danke Dänemark dafür, der Ukraine zu helfen, unbesiegbar zu werden“, sagte er.
Ukraine-News Selenskyj spricht von historischem Ereignis
Erstmeldung: Kiew – Die Niederlande und Dänemark haben nach Angaben des Präsidentenamtes in Kiew die Lieferung von insgesamt 61 Kampfjets an die Ukraine zugesagt. „Sie werden frische Ergebnisse bringen für die Ukraine und den Rest Europas“, sagte Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen.
Selenskyj hat die geplanten F-16-Kampfjetlieferungen der Niederlande und Dänemarks als „historisch“ bezeichnet. „Die F-16 werden den Kämpfern und den einfachen Bürgern frisches Vertrauen und Motivation bringen“, teilte Selenskyj in der Nacht zum Montag (21. August) bei X (früher Twitter) mit. Die Kampfflugzeuge würden helfen, die ukrainischen Städte vor russischen Angriffen zu schützen.
Ukraine-News: Niederlande stellen 42 und Dänemark 19 Kampfflugzeuge des US-Typs F-16 bereit
Der ukrainische Präsident, der sich in Dänemark selbst in einen Jet setzte, dankte nach Besuchen in beiden Ländern dafür, dass die Niederlande 42 und Dänemark 19 Kampfflugzeuge des US-Typs F-16 bereitstellten. Allerdings sind von den 42 F-16-Jets der Niederlande nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums derzeit nur 24 einsatzbereit. Die Ukraine sieht sie gemeinsam mit der bereits vom Westen gelieferten Flugabwehr als Teil eines Schutzschildes gegen russische Angriffe.
Kiew hofft darauf, die Kontrolle über den eigenen Luftraum zurückzuerhalten. Die Ukraine will die Flugzeuge auch einsetzen, um russische Verteidigungslinien in den besetzten Gebieten im Osten und Süden des Landes zu durchbrechen. Dort kommen die Truppen am Boden auch wegen der verminten Felder nur schleppend bei ihrer Gegenoffensive voran.
Ukraine-News: Selenskyj sieht F-16 als Durchbruch – Russland warnte vor Eskalation
Die ersten F-16 soll die Ukraine zum Jahreswechsel erhalten - später als erhofft. Die Kampfjets sollen geliefert werden, sobald die Ausbildung der ukrainischen Piloten an den Maschinen abgeschlossen ist. Regierungschefin Frederiksen zufolge werden derzeit 70 ukrainische Piloten an F-16-Kampfflugzeugen in Dänemark ausgebildet. Selenskyj betonte in einer Mitteilung, man arbeite daran, das Training zu beschleunigen. „Wir haben heute auch über die Möglichkeit gesprochen, die Ausbildungsmission auszuweiten“, sagte er.
„Die Ukraine wird eine moderne Luftwaffe haben, unsere Piloten werden die F-16 fliegen, der Himmel wird besser geschützt sein, wir werden die Russen aus unserem Luftraum herauswerfen“, schrieb der Chef des Kiewer Präsidentenamtes, Andrji Jermak, der Selenskyj auf der Reise begleitete, im Nachrichtendienst Telegram.
Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hatte jedoch bereits zuvor mit Blick auf die Debatte im Westen um die Kampfjetlieferungen an die Ukraine vor dem Risiko einer weiteren Eskalation der Gewalt in dem Krieg gewarnt. Die Militärführung in Moskau hatte auch deutlich gemacht, sich durch die Waffenlieferungen des Westens nicht von den Kriegszielen in der Ukraine abbringen zu lassen. Dazu gehört etwa die komplette Besatzung der bisher zum Teil kontrollierten Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson. (mit Agenturen)