Die verarbeiteten Informationen, insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg, stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht unabhängig überprüfen.
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Update vom 14. Juli, 22.57 Uhr: Die Gegenoffensive der Ukraine ist im vollen Gange, kommt aber nur schleppend voran. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitagabend persönlich über Schwierigkeiten in der Offensive gegen Russland gesprochen und die Erwartungen an schnelle Erfolge gedämpft. „Wir müssen ganz klar - so klar wie möglich - begreifen, dass die russischen Streitkräfte in unseren südlichen und östlichen Gebieten alles ihnen Mögliche tun werden, um unsere Soldaten aufzuhalten“, sagte er in seiner Videoansprache. Die Ukraine müsse für jeden Erfolg und jeden Kilometer dankbar sein, den die Truppen vorwärtskämen. Damit implizierte Selenskyj Schwierigkeiten, bei der Sommeroffensive gegen Russland gut voranzukommen.
Ukraine-Krieg: USA planen Lieferung von HAWK-Luftabwehrraketen
Update vom 14. Juli, 21.10 Uhr: Anhaltende Unterstützung im Ukraine-Krieg: Die USA planen offenbar, ein neues Waffenpaket zu schnüren. So sollen offenbar ausgemusterte HAWK-Luftabwehrraketen aus Taiwan zurückgekauft werden, um sie anschließend an die ukrainischen Streitkräfte zu liefern. Das berichtet die China Times unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die MIM-23 HAWK ist ein amerikanisches Boden-Luft-Raketensystem mit mittlerer Reichweite, wie es weiter hieß. Die Ukraine besitzt bereits welchen, die zuvor von Spanien geliefert worden sind.
Nach Wagner-Aufstand im Ukraine-Krieg: Putin deutet Aus für Prigoschin als Söldner-Boss an
Update vom 14. Juli, 20.05 Uhr: Übernimmt eine neue Führung bei der Wagner-Gruppe? Russlands Präsident Wladimir Putin soll der Privatarmee von Jewgeni Prigoschin nach dem gescheiterten Aufstand einen Kommandowechsel angedeutet haben. Das berichtet die russische Wirtschaftszeitung Kommersant unter Berufung auf ein Treffen vom Kremlchef mit den Söldnern. Dabei soll der Name von Andrej Troschew als neuer Wagner-Chef gefallen sein, ein hochdekorierter Veteran der russischen Kriege in Afghanistan und Tschetschenien. Er stammt aus Putins Heimatstadt St. Petersburg. Offiziell bestätigt wurde der Wechsel aber nicht.
Ukraine-Krieg: Wladimir Klitschko erinnert an den Tod im Ukraine-Krieg
Update vom 14. Juli, 19.18 Uhr: Mit eindringlichen Worten hat der frühere ukrainische Box-Weltmeister Wladimir Klitschko auf die Schrecken des Ukraine-Krieges hingewiesen. „Jeden Tag, jede Nacht sterben Ukrainer, nicht nur Militärs, sondern auch Zivilisten, Frauen, Kinder. Man gewöhnt sich an die Bilder (...) Man gewöhnt sich daran, den Tod zu sehen und lebt weiter“, sagte der 47-Jährige am Freitag auf einem Leserforum der Chemnitzer Freien Presse. Während in anderen Teilen Europas die Menschen in die Sommerferien fahren würden, müssten die ukrainischen Familien darauf verzichten und jeden Tag mit Explosionen leben. „Sie denken von Tag zu Tag“, sagte Klitschko.
Nach gescheitertem Aufstand: Wagner-Söldner jetzt tatsächlich in Belarus
Update vom 14. Juli, 18.01 Uhr: Söldner der russischen Privatarmee Wagner sind nach wochenlangen Spekulationen um ihren Verbleib nach Angaben aus Minsk nun in Belarus angekommen. Deren Chef Prigoschin sendet derweil ein kurioses Lebenszeichen. Die Männer hätten als Ausbilder für eine Reihe militärischer Disziplinen jetzt die Arbeit aufgenommen, teilte das belarussische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Ihr Lager befinde sich demnach in Ossipowitschi rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Minsk.
„Die Wehrpflichtigen beherrschen die Fähigkeiten, sich auf dem Schlachtfeld zu bewegen und taktisch zu schießen, und erwerben Kenntnisse in der technischen Ausbildung und der taktischen Medizin“, so das belarussische Verteidigungsministerium auf Telegramm. „Die Kämpfer des Wagner PMC fungierten als Ausbilder in einer Reihe von militärischen Disziplinen.“
Durchbruch im Ukraine-Krieg? Truppen stoßen an der Südfront weiter vor
Update vom 14. Juli, 16.25 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei ihrer Gegenoffensive weitere Geländegewinne an der Südfront erzielt. Die ukrainischen Truppen seien im Verlauf dieser Woche 1,7 Kilometer weit in Richtung Süden und Südosten vorgestoßen, teilte Oberst Mykola Urschalowitsch von der Nationalgarde am Freitag mit. In ihrem Vormarsch seien die ukrainischen Angriffsverbände von Panzern unterstützt worden. Urschalowitsch zufolge wollen die ukrainischen Einheiten in dem Gebiet ihre Gegenoffensive weiter in Richtung der Stadt Melitopol fortsetzen, die von den russischen Invasionstruppen besetzt ist.
Putin plant Türkei-Reise – laut Erdogan
Update vom 14. Juli, 15.15 Uhr: Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird der russische Machthaber Wladimir Putin im August die Türkei besuchen und Gespräche mit seinem Amtskollegen halten. Dies teilte Erdogan nach dem Freitagsgebet gegenüber Journalisten mit. „Was die Verlängerung des Getreidedeals angeht, sind wir der gleichen Meinung“, ergänzte er außerdem.
Russland zieht Truppen aus Belarus ab: Ukrainischer Grenzschutz beobachtet die Lage
Update vom 14. Juli, 13.33 Uhr: Nach ukrainischen Angaben hat Russland nahezu alle Truppen aus dem benachbarten Belarus abgezogen. „Die Situation an der Grenze zu Belarus ist unter unserer vollen Kontrolle“, teilte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, Andrii Demschenko, laut dem Portal Ukrainska Prawda mit. Zwar habe Russland dort nicht ausreichend Truppen, um einen neuen Angriff zu starten, doch da Belarus weiterhin Russland unterstütze, behalte man die Lage im Blick.
Demschenko gab an, dass die Zahl der russischen Truppen in Belarus neulich abgenommen habe. „Wir hatten dort bislang bis zu 2000 Soldaten registriert, doch jetzt gab es die nächste Rotation und fast alle russischen Truppen wurden abgezogen“, so der Sprecher. Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass Russland in Zukunft erneut und diesmal noch mehr Soldaten auf belarussisches Territorium verlegen könne.
Update vom 14. Juli, 10.50 Uhr: Das polnische Konsulat in Smolensk nahe der Grenze zu Belarus sei geschlossen worden, teilt die russische Regierung mit. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, Grund seien von Polen ergriffene anti-russische Maßnahmen. Polen hat unter anderem nach eigenen Angaben einen russischen Spionagering ausgehoben und mehrere Verdächtige festgenommen. Polen hat angekündigt, „angemessen“ auf die Schließung reagieren zu wollen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Russland greift im Ukraine-Krieg Selenskyjs Geburtsort an
Update vom 14. Juli, 10.10 Uhr: Nächtliche russische Luftangriffe haben den Geburtsort von Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Stadt Krywyj Rih im Zentrum des Landes, getroffen. Dabei sei ein 56-Jähriger verletzt worden, teilt Regional-Gouverneur Serhij Lysak über Telegram mit. Mehrere Gebäude seien durch herabstürzende Trümmer beschädigt worden.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden 16 von 17 im Iran produzierte Schahed-Drohnen über südlichen und östlichen Gebieten der Ukraine abgeschossen.
Putin äußert sich zu westlichen Panzern – „brennen wie alle anderen“
Update vom 14. Juli, 8.50 Uhr: Nach einer Einschätzung von Wladimir Putin sind die westlichen Waffen im Ukraine-Krieg nicht kriegsentscheidend. Dies äußerte der Kremlchef in einem Interview im russischen Fernsehen. Allein seit Beginn der Kiewer Gegenoffensive Anfang Juni habe das russische Militär 311 ukrainische Panzer zerstört. Davon stamme mindestens ein Drittel aus westlicher Produktion, darunter auch deutsche Leopard-Kampfpanzer.
Die ukrainischen Soldaten würden gar nicht mehr in westliche Panzer steigen wollen, weil diese zuerst abgeschossen würden. „Und sie brennen auch wie alle anderen, sogar besser als die Panzer aus sowjetischer Produktion – die bekannten T-72“, behauptete Putin.
USA: Wagner-Truppe spielt fast keine Rolle mehr in der Ukraine
Update vom 13. Juli, 22.54 Uhr: Die Wagner-Söldner sind nach US-Angaben nicht in nennenswerter Weise an militärischen Aktionen in der Ukraine beteiligt. „Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine nennenswerte Beteiligung von Wagner-Truppen an Kampfeinsätzen in der Ukraine“, sagt ein Pentagon-Sprecher.
Die Wagner-Kämpfer hatten während des russischen Einmarsches in die Ukraine einige der heftigsten und blutigsten Kämpfe ausgefochten. Doch nach dem Aufstand vom 23. und 24. Juni wurde den Söldnern die Wahl gelassen, ins Exil zu gehen, sich den regulären russischen Streitkräften anzuschließen oder nach Hause zu gehen. Am Mittwoch teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass die Wagner-Söldner die Übergabe von Waffen an die regulären Streitkräfte Russlands abgeschlossen hätten.
Putin hält Verlängerung des Getreideabkommens offen
Update vom 13. Juli, 21.10 Uhr: Die Verlängerung des Getreideabkommens mit der Ukraine ist nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin von der Erfüllung der Russland gegebenen Versprechen abhängig. „Wir denken darüber nach, wie wir vorgehen, es sind ja noch einige Tage“, sagte Putin in einem Interview des Staatsfernsehens, das der kremlnahe Berichterstatter Pawel Sarubin am Donnerstag auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichte. Er sagte, es gebe die Möglichkeit, die Beteiligung Russlands an dem Abkommen so lange auszusetzen, bis die Versprechungen, die Moskau im Rahmen der Vereinbarung gegeben worden seien, auch tatsächlich erfüllt würden.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Russland hatte nach Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine auch die Seehäfen des Nachbarlands blockiert. Da die Ukraine ein wichtiger Agrarexporteur ist, wuchs weltweit die Sorge vor steigenden Lebensmittelpreisen und Hungerkrisen in den ärmsten Ländern. Im vergangenen Sommer wurde dann unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei das sogenannte Getreideabkommen ausgehandelt, das Kiew die Kornausfuhr über den Seeweg - wenn auch in beschränktem Umfang - ermöglicht.
„Putin hat den Krieg bereits verloren“ – Biden schließt russischen Sieg aus
Update vom 13. Juli, 17.56 Uhr: US-Präsident Joe Biden hält Kremlchef Wladimir Putin schon jetzt für den Verlierer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. „Putin hat den Krieg bereits verloren. Putin hat ein echtes Problem“, sagte der 80-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Helsinki. Der russische Präsident könne den Krieg morgen beenden. „Aber es gibt keine Möglichkeit, dass er den Krieg in der Ukraine gewinnen wird“, sagte er.
Update vom 13. Juli, 15.46 Uhr: Die Bundesregierung schürt ein milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine. Die militärische Hilfe umfasst unter anderem die Ausrüstung für das Flugabwehrsystem IRIS-T SLM, Munition und die Gepard-Flugabwehrsysteme.
Kiew erhält Streumunition – „kann Lage auf Schlachtfeld radikal verändern“
Update vom 13. Juli, 14.00 Uhr: Ukrainischen Angaben zufolge hat das ukrainische Militär die ersten Lieferungen von umstrittener Streumunition aus den USA erhalten. „Wir haben sie neulich erhalten, aber noch nicht eingesetzt“, bestätigte der ukrainische Brigadegeneral Oleksandr Tarnavskyi gegenüber dem US-Sender CNN. Die Munition habe aber das Potenzial, die Lage auf dem Schlachtfeld „radikal“ zu transformieren. Auch die russischen Truppen würden dabei sehen, dass die Ukraine jetzt mit dieser Munition den Vorteil habe. Die Militärführung der Ukraine werde nun entscheiden, in welchen Gebieten man die Streumunition einsetzen werde, so Tarnavskyi.
Russland setzt in neuer Taktik auf rollende Bomben
Update vom 13. Juli, 11.50 Uhr: Nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes nutzt Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine auch improvisierte Fahrzeugbomben. Im Juni habe es Berichte gegeben, dass russische Streitkräfte veraltete, gepanzerte Fahrzeuge mit mehreren Tonnen Sprengstoff als rollende Bomben eingesetzt hätten, teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag bei Twitter mit. Die Besatzung springe wahrscheinlich nach dem Start aus dem Fahrzeug.
Die meisten russischen Fälle seien rund um Marjinka in der Nähe der ostukrainischen Stadt Donezk gemeldet worden, hieß es in dem täglichen Update des Verteidigungsministeriums. Die Briten bringen die Fälle mit Einheiten aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus zusammen. Die Fälle hätten begonnen, nachdem tschetschenische Einheiten die Region verstärkt hätten, schrieb das Ministerium. Es verwies auch darauf, dass die Kämpfer Erfahrung mit improvisierten Sprengsätzen aus den Tschetschenien-Kriegen der 1990er Jahre hätten.
Das Verteidigungsministerium in London geht davon aus, dass die meisten dieser präparierten Fahrzeuge der Russen aufgrund von Panzerabwehrminen und Beschuss „mit ziemlicher Sicherheit“ explodiert sind, bevor sie ihr Ziel erreichten. Allerdings lösten diese Sprengsätze extrem große Explosionen aus, die wahrscheinlich einen psychologischen Effekt auf die Verteidigungskräfte hätten.
20 Drohnen und zwei Marschflugkörper über Kiew abgewehrt
Update vom 13. Juli, 9.15 Uhr: Neue Details zum nächtlichen Angriff auf Kiew: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben 20 Drohnen und zwei Marschflugkörper abgewehrt. Luftwaffen-Sprecher Jurij Ignat sprach am Donnerstag von einem „erfolgreichen Einsatz der Flugabwehr“ gegen „sämtliche fliegende“ Shahed-Drohnen aus iranischer Produktion sowie zwei Geschosse des Typs Kalibr. Der Einsatz habe „hauptsächlich in der Region Kiew“ stattgefunden.
Bei den Angriffen wurde in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet, vier weitere Menschen wurden durch herabfallende Trümmerteile verletzt. Die Drohnen seien „aus verschiedenen Richtungen in die Hauptstadt eingedrungen“, teilte die Militärverwaltung von Kiew im Onlinedienst Telegram mit. In mehreren Stadtteilen gab es Explosionen. Kiew wurde nun bereits die dritte Nacht in Folge von Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in einer Mitteilung vor anhaltender Gefahr durch russische Drohnenangriffe.
Ukraine-Krieg: Drohnenangriff auf Kiew
Update vom 13. Juli, 6.15 Uhr: Bei Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zum Donnerstag mindestens ein Mensch getötet worden. Mindestens vier Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Kiew wurde die dritte Nacht in Folge von Drohnen angegriffen, bei denen es sich nach Angaben der Militärverwaltung um iranische Shahed-Drohnen handelte. In mehreren Stadtvierteln gab es Explosionen.
Die Shahed-Drohnen seien „aus verschiedenen Richtungen in die Hauptstadt eingedrungen“, teilte die Militärverwaltung von Kiew im Onlinedienst Telegram mit. Rund ein Dutzend davon seien im Luftraum über der Stadt abgeschossen worden. Aus fünf Stadtteilen seien herabfallende Trümmerteile gemeldet worden.
Ukraine-Krieg: Wagner-Armee übergibt Waffen an Verteidigungsministerium
Die Privatarmee des Söldnerchefs Jewgeni Prigoschin nach offiziellen Angaben massenhaft schwere Waffen, Militärgerät und Tausende Tonnen Munition ans russische Verteidigungsministerium übergeben. Darunter seien Panzer vom Typ T-90 und T-80, Mehrfachraketenwerfer und zahlreiche Artilleriesysteme, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch. Zudem habe die Wagner-Armee 2500 Tonnen Munition sowie 20 000 Schusswaffen abgegeben.
Die Wagner-Kämpfer hatten in Russlands seit Februar 2022 laufendem Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder Gebiete im Nachbarland erobert, darunter die Stadt Bachmut. Im vergangenen Monat zettelte Prigoschin jedoch einen Aufstand gegen Moskau an, den er erst kurz vor einer unkontrollierbaren Eskalation abbrach.
Krieg in der Ukraine: Moskau feuert an Ukrainekrieg beteiligten Armeegeneral nach Kritik
Wie Prigoschin machte auch der Oberbefehlshaber der im Süden der Ukraine stationierten russischen 58. Armee, Iwan Popow, der eigenen Militärführung schwere Vorwürfe - und wurde nach seinen Angaben deshalb entlassen. Popow wandte sich in einer am Mittwoch auf dem Telegram-Kanal des Duma-Abgeordneten Andrej Guruljow verbreiteten Sprachnachricht an die Soldaten und erklärte, er sei wegen Kritik an der ineffizienten Kriegsführung seines Postens enthoben worden. „Ich habe die Aufmerksamkeit auf die größte Tragödie des modernen Kriegs gelenkt - auf das Fehlen der Artillerieaufklärung und -bekämpfung und die vielfachen Toten und Verletzten durch die feindliche Artillerie.“ Danach habe sich das Verteidigungsministerium seiner entledigt.
Popow, dessen Armee im südukrainischen Gebiet Saporischschja kämpfte, ließ kein gutes Haar an seinen Vorgesetzten: „Die Soldaten der ukrainischen Streitkräfte konnten unsere Front nicht durchbrechen, aber von hinten hat uns der Oberbefehlshaber einen verräterischen Schlag versetzt, indem er die Armee im schwersten Moment der höchsten Anspannung enthauptet hat.“ Zuvor hatten andere Telegram-Kanäle berichtet, Generalstabschef Waleri Gerassimow habe Popow als „Panikmacher“ bezeichnet und ihn abgelöst.
Die Entlassung und Kritik Popows fügen sich in das Bild, das Militärexperten gut 16 Monate nach Beginn des von Kremlchef Putin befohlenen Angriffskriegs von der russischen Armee zeichnen. Demnach sind große Teile der Streitkräfte unzufrieden mit der eigenen Militärführung und deren geschönten Lageberichten. Auch der am Ende missglückte Aufstand der lange für Moskau kämpfenden Wagner-Armee richtete sich explizit gegen Verteidigungsminister Sergei Schoigu, dem Söldnerchef Prigoschin Korruption und Unfähigkeit vorwarf. (Mit Agentumaterial)