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Ende des Ukraine-Kriegs: Merz lobt Trumps „beachtliche neue Position“

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  • Paula Völkner
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News zum Ukraine-Krieg: Russland weist Merz‘ Forderung nach einer Waffenruhe zurück. Putins Truppen erhöhen den Druck an der Front bei Pokrowsk.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 17. Dezember, 5:40 Uhr: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat zu einem schnellen Handeln zur Beendigung des Ukraine-Krieges aufgerufen. Der enge Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin forderte diplomatische Bemühungen, solange die USA noch involviert seien.

Dies ging am Dienstag (16. Dezember) aus Auszügen eines Interviews hervor, die die staatliche belarussische Nachrichtenagentur BelTA veröffentlichte, wie Reuters berichtet. Lukaschenko hatte sein Territorium 2022 für die russische Invasion zur Verfügung gestellt.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:08 Uhr: Die Unterstützerländer der Ukraine haben laut Verteidigungsminister Denys Schmyhal Kiews Waffenproduktion in diesem Jahr mit fast fünf Milliarden US-Dollar unterstützt. Das teilte er nach einer Videoschalte der Ukraine-Kontaktgruppe, des sogenannten Ramstein-Formats, mit. Weiter hätten die Partner für rund fünf Milliarden US-Dollar (4,26 Milliarden Euro) in den USA Waffen für die Ukraine gekauft. „Beide Zahlen sind Rekordwerte, und wir wollen diese Dynamik auch im Jahr 2026 beibehalten“, schrieb Schmyhal auf Telegram. 

Er hob besonders hervor, dass Deutschland im kommenden Jahr 11,5 Milliarden Euro an Militärhilfe zur Verfügung stellen werde. Großbritannien habe im ablaufenden Jahr aus verschiedenen Quellen 600 Millionen Pfund (684 Millionen Euro) für die Luftabwehr der Ukraine aufgebracht.

Kämpfe im Ukraine-Krieg: Kiew zerschlägt Russen-Konvoi bei Pokrowsk

Update, 20:22 Uhr: Ukrainische Fallschirmjäger haben nach eigenen Angaben einen mechanisierten Konvoi russischer Truppen zerschlagen, der zu einem Angriff an der Pokrowsk-Front angesetzt hatte. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf eine Erklärung der Luftangriffstruppen der ukrainischen Streitkräfte. „Unter Ausnutzung des Nebels versuchte der Feind, die Stellungen unserer Brigade mit bis zu 10 gepanzerten Fahrzeugen und mehreren Dutzend Infanteristen anzugreifen. Die Bewegungen des Feindes wurden jedoch im Voraus entdeckt“, heißt es demnach in der Erklärung. „Dank der koordinierten Arbeit unserer Pioniere, Artilleristen und unbemannten Systeme zusammen mit benachbarten Einheiten konnte der Angriff abgewehrt werden.“

Update, 19:32 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz dämpft die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe im Ukraine-Krieg. In der ZDF-Sendung „Was nun?“ sagte der Kanzler am Dienstagabend: „Sie haben es an der Reaktion von Russland gesehen: Es wird noch kein Ende dieses Krieges bedeuten.“

Dennoch sprach Merz von „deutlichen“ Fortschritten, insbesondere mit Blick auf die Bereitschaft der USA, einen Beitrag zu Sicherheitsgarantien zu leisten. „Wir haben sogar über Artikel-5-ähnliche Sicherheitsgarantien gesprochen“, sagte der CDU-Chef und bezog sich dabei auf die Beistands-Vereinbarung im NATO-Vertrag. „Dass die Amerikaner eine solche Zusage gegeben haben, also die Ukraine für den Fall eines Waffenstillstandes so zu schützen, als ob sie NATO-Territorium wäre, das finde ich ist eine beachtliche neue Position der Vereinigten Staaten von Amerika.“

Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs: Moskau kritisiert Beteiligung der Europäer

Update, 18:52 Uhr: Der Kreml lehnt die Beteiligung der Europäer an den aktuellen Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs ab: „Im Hinblick auf die Akzeptanz“ eines Abkommens durch Moskau „verheißt das nichts Gutes“, zitierten russische Nachrichtenagenturen Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag.

News zum Ukraine-Krieg: Merz‘ Regierung spricht von „Schicksalswoche“ für Europa

Update, 17:47 Uhr: Aus Sicht der Bundesregierung steht eine „Schicksalswoche“ für Europa bevor, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen in Berlin zitiert. Hintergrund ist das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Länder in Brüssel. Am Donnerstag soll es dort vor allem um die Frage gehen, ob in der EU festgesetztes Vermögen der russischen Zentralbank zur Unterstützung der Ukraine genutzt werden kann. Es wird dabei nicht ausgeschlossen, dass sich die Verhandlungen bis in den Freitag oder sogar noch länger hinziehen. 

Merz und Trump. (Archiv)

Die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen zur weiteren Unterstützung der Ukraine sei zentral für die „Überlebensfähigkeit“ des Landes und „die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union“, schreibt die Nachrichtenagentur AFP. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte die Ukraine in eine brenzlige Situation bringen, da sie ab dem zweiten Quartal des nächsten Jahres auf frisches Geld angewiesen ist. Die erforderlichen Mittel über die EU anders zu organisieren, gilt derzeit als nicht möglich. Dafür bräuchte es eine einstimmige Entscheidung der 27 EU-Staaten – und Länder wie Ungarn und Tschechien kündigten bereits an, dies nicht mitzutragen.

Update, 16:26 Uhr: Aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Nach Angaben des ukrainischen Militärs startet Russland derzeit seine heftigsten Angriffe auf die westlichen Vororte von Pokrowsk, wie Kyiv Independent berichtet. Das ukrainische 7. Luftangriffskorps teilte demnach auf Facebook mit, dass russische Truppen versuchen, in Richtung des Dorfes Hryshyne nahe Pokrowsk vorzustoßen. Zudem heißt es: Russland versuche „in alle Richtungen gleichzeitig vorzustoßen“. Mit Drohnen- und Artillerie-Angriffen versuche die Ukraine die russischen Bemühungen zu vereiteln. Gleichzeitig würden die Truppen von Russlands Präsident Wladimir Putin, den Druck bei Myrnohrad erhöhen – einer Stadt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Pokrowsk.

EU-Truppen nach Ende des Ukraine-Kriegs: Pistorius äußert sich zurückhaltend

Update, 15:37 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zurückhaltend zu Aufgaben einer möglichen europäischen Ukraine-Truppe geäußert. Im Kern finde Pistorius den Vorschlag zwar gut, jedoch gebe es viele offene Fragen, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den SPD-Politiker in Berlin.

Das von den Europäern unterbreitete Angebot zur Friedenssicherung nach einem Ende des Ukraine-Kriegs sei ein Bekenntnis zur Mitverantwortung. „Wenn (der russische Präsident Wladimir) Putin sagt, wohin die Reise gehen soll, dann werden wir weiter sehen, woraus das im Einzelnen bestehen kann“, sagte Pistorius. Offen sei in der Frage einer deutschen Beteiligung ein mögliches Mandat des Bundestags und „unter wessen Kommando findet eigentlich was, wo und in welchem Rahmen statt“, sagte er.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von 30.000 Soldaten im Monat

Update, 15:02 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj belaufen sich Russlands Verluste im Ukraine-Krieg pro Monat auf rund 30.000 Soldaten. „Nicht 30.000 Verwundete, sondern Gefallene. Es gab einen Monat, in dem 25.000 Russen getötet wurden, in einem anderen Monat waren es 31.000“, sagte Selenskyj laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform vor dem niederländischen Parlament.

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin warf er vor, sich nicht für die Menschen zu interessieren: „Er glaubt nur an Macht und Geld.“ Weiter sagte er: „Die Russen zählen nicht ihre Toten, aber sie zählen jeden Dollar, jeden Euro, den sie verlieren“, und forderte von den Europäern die Freigabe russischer Vermögen für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland.

Update, 13:44 Uhr: Der Kreml bekräftigt nach den Ukraine-Verhandlungen seine Ablehnung eines Waffenstillstandes – damit weist Moskau einen Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz zurück. „Wir wollen Frieden, wir wollen keine Waffenruhe“, in der die Ukraine Atem schöpfen und sich auf die Fortsetzung des Kriegs vorbereiten könne, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge zur Idee einer Weihnachtswaffenruhe. Russland wolle den Ukraine-Krieg beenden und seine Ziele erreichen. 

Merz (CDU) hatte Kremlchef Wladimir Putin am Montag zu einer Waffenruhe in der Ukraine über Weihnachten aufgefordert. Russische Vertreter waren bei den Gesprächen zwischen Ukrainern, US-Amerikanern und Europäern in Berlin nicht dabei. Moskau habe den Text über Sicherheitsgarantien für die Ukraine noch nicht gesehen und werde keine Medienberichte dazu kommentieren, sagte Peskow.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russland feiert Hitler-Vergleich aus Italien

Update, 13:09 Uhr: Während in Berlin über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt wird, lobt Russland die Worte von Italiens stellvertretendem Ministerpräsident, Matteo Salvini, über einen möglichen Krieg mit Russland. „Der italienische Vizepremierminister Matteo Salvini: ‚Wenn Hitler und Napoleon es nicht geschafft haben, Moskau mit ihren Feldzügen in Russland in die Knie zu zwingen, werden Kaja Kallas, Macron, Starmer und Merz wahrscheinlich auch keinen Erfolg haben.‘ Der Vergleich ist zutreffend, die Schlussfolgerung ist unbestreitbar“, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf ihrem Telegram-Kanal.

Wie die italienische Zeitung La Repubblica berichtet, hatte Salvini in einem Interview in der Sendung „Quarta Repubblica“ seinen Standpunkt zu den aktuellen Ukraine-Verhandlungen dargelegt und erklärt, dass die Europäer nicht mit Russland im Krieg seien: „Deshalb sage ich jetzt, im Dezember 2025, dass Vorsicht geboten ist, bevor man über andere Waffen, eine europäische Armee oder eine europäische Aufrüstung spricht.“ Darauf folgte der Satz, der nicht nur bei Sacharowa, sondern auch in russischen und prorussischen Medien Anklang findet.

News zur Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Stromausfälle nach russischen Angriffe

Update, 12:45 Uhr: An der Ukraine-Front verschärfen russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur die Lage für Millionen Zivilisten. Nach den jüngsten Attacken sind in der Oblast Odessa weiterhin 288.000 Familien ohne Stromversorgung, wie die Ukrainska Pravda berichtet. Das ukrainische Energieunternehmen DTEK könne zwar bereits fast 330.000 Haushalte wieder mit Elektrizität versorgen und kritische Infrastruktur wieder anschließen, hieß es weiter. Die Reparaturarbeiten zur Behebung der Angriffsschäden würden jedoch weiterlaufen. In den vergangenen Tagen hatte Russland die Region immer wieder mit Raketenschlägen überzogen.

Ukraine-News: Russland meldet Sieg an hart umkämpfter Kupjansk-Front

Update, 11:37 Uhr: Russland beansprucht im Ukraine-Krieg aktuell die vollständige Kontrolle über Kupjansk in der Region Charkow. Die Stadt stehe „unter der Kontrolle der 6. Allgemeinen Armee“, erklärte Leonid Scharow, Sprecher der Kampfgruppe West, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Ukrainische Kräfte versuchen täglich mit kleinen Gruppen in die Stadt einzudringen, wodurch die Front umkämpft bleibt. Die ukrainische Armee bestreitet seit Tagen die russische Darstellung. Zuletzt hatte eine ukrainische Sondereinheit einen Versorgungstunnel der russischen Streitkräfte zerstört. Der Ukraine-Krieg setzt sich trotz der Friedensverhandlungen in Berlin mit unveränderter Intensität fort.

Reaktion auf Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russland lehnt Plan aktuell ab

Update, 10:08 Uhr: Die ersten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten: Russland reagiert in einer ersten Reaktion ablehnend auf den neuen Ukraine-Kompromiss. Einer Stationierung von Nato-Soldaten in der Ukraine werde Russland unter keinen Umständen zustimmen, erklärte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Der Kreml habe aber grundsätzlich noch keine offiziellen Erkenntnisse über die Vereinbarungen, die die USA mit europäischen Staaten in Berlin bei den Ukraine-Gesprächen getroffen hätten. Zuvor hatte sich schon eine Expertin skeptisch gezeigt, ob Russland die Ergebnisse der Verhandlungen akzeptieren würde.

Update, 9:13 Uhr: Die Ukraine-Verhandlungen stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Sicherheitsexpertin Claudia Major sieht die Ergebnisse zurückhaltend. „Es ist in der Tat ein Fortschritt, dass es eine konzertierte Position zwischen den Ukrainern, den Europäern und den USA gibt. Das hatten wir zuvor nicht“, erklärte die Politikwissenschaftlerin am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Bisherige Verhandlungen seien jedoch „immer an dieser russischen Bereitschaft gescheitert“, sich auf einen Waffenstillstand und Friedensprozess „überhaupt einzulassen“. US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatten die Berliner Gespräche zuvor deutlich gelobt.

Offensive im Ukraine-Krieg: Russland wird von Drohnen attackiert

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Während in Berlin über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt wird, setzen sich die Kämpfe zwischen der Ukraine und Russland fort: Moskau konnte nach eigenen Angaben in der Nacht auf Dienstag (16. Dezember) eine ukrainische Drohne abfangen, die auf die russische Hauptstadt zusteuerte. Dies teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. „Die Rettungskräfte sind an der Stelle im Einsatz, an der die Trümmer niedergingen“, schrieb Sobjanin. In der Ukraine gab es in der Nacht schwere Attacken: Russland feuerte in der Nacht eine Drohne auf ein Hochhaus in Saporischschja, durch das Feuer wurden zwei Menschen verletzt.

Moskaus Streitkräfte konnten derweil an der Front im Ukraine-Krieg weitere Geländegewinne verzeichnen. Laut der ukrainischen Zeitung Ukrainska Prawda besetzte Russland Teile der Stadt Huliaipole in der Region Saporischschja. Zusätzlich berichtete die ukrainische Militäranalysten-Gruppe DeepState, dass Putins Truppen das Dorf Tovste in der Region Donezk eingenommen haben und auch bei den Städten Jampil und Siversk Fortschritte erzielten. Das berichtet die ukrainische Zeitung Ukrainska Prawda.

Neben den ukrainischen Gebietsverlusten verzeichnet jedoch auch Russland erhebliche Verluste: 980 Soldaten seien in den vergangenen Tagen getötet oder verletzt worden, teilt der Generalstab der Ukraine am Dienstag auf Facebook mit. Darüber hinaus seien 64 Geschütze und zwei Kampfpanzer vernichtet worden.

Getötete und verletzte Soldaten1.189.470 (+980 in letzten 24 Stunden)
Panzer11.412 (+2)
Artilleriesysteme35.105 (+64)
Gepanzerte Fahrzeuge23.731 (+10)

Ungeachtet der anhaltend schweren Gefechte wächst bei den aktuellen Ukraine-Verhandlungen in Berlin die Zuversicht auf eine baldige Kampfpause: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützt den Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz für einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg mit Russland über Weihnachten.

Zustimmung bleibt allerdings ungewiss – der Kreml-Chef lehnte bislang jede Kampfpause ab, solange kein Friedensabkommen vorliegt. Putins Außenminister Lawrow unterstellt Deutschland aktuell gar, den Nationalsozialismus wiederzubeleben.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Die Berliner Verhandlungen über die Ukraine erzielten nach Angaben von Merz und Selenskyj bedeutende Durchbrüche bei potenziellen Sicherheitszusagen für Kiew. Die USA seien offenbar bereit, „Sicherheitsgarantien zu geben, die dem Artikel 5 des Nato-Vertrags entsprechen“, sagte Selenskyj am Montagabend (15. Dezember).

Ein amerikanischer Diplomat erklärte, im Fokus stehe eine „sehr starke Abschreckung“ gegenüber Russland durch Waffen der USA. Nach einer Erklärung der europäischen Staats- und Regierungschefs ist auch eine „von Europa geführte, aus Beiträgen williger Nationen bestehende ‚multinationale Truppe für die Ukraine‘“ im Raum. Diese solle von den USA „unterstützt“ werden.

Merz sagte bei der Pressekonferenz mit Selenskyj, was die USA „an rechtlichen und an materiellen Garantien auf den Tisch gelegt“ hätten, sei „wirklich beachtlich“: „Das ist ein ganz wichtiger Fortschritt“, sagte der Kanzler. Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 werde „in diesen Tagen die Möglichkeit eines Waffenstillstands vorstellbar“. US-Präsident Donald Trump äußerte sich ebenfalls erfreut über den Verlauf der Ukraine-Gespräche.

Ukraine-News: Selenskyj soll Abtretung von Gebieten an Putin weiter ablehnen

Die Problematik von Gebietsabtretungen an Moskau erweist sich jedoch weiterhin als kompliziert. Selenskyj soll ukrainischen Pressevertretern über WhatsApp mitgeteilt haben, dass er auch nach den Verhandlungen in Berlin „weder de jure noch de facto“ zu Landabtretungen an Putin bereit sei. Dies meldet die Kiew Post. Moskau erhebt Anspruch auf die komplette Donbass-Region der Ukraine – obgleich Bereiche davon auch nach vier Kriegsjahren noch nicht unter russischer Kontrolle stehen. (red mit Agenturen)

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