News-Ticker

Putins Krieg vernichtet kulturelles Erbe der Ukraine - Patriarch ruft zur Waffenruhe

Alle Autoren
    schließen
  • Nadja Katz
    Nadja Katz
  • Andreas Apetz
    Andreas Apetz
  • Helena Gries
    Helena Gries

Die Kämpfe im Ukraine-Krieg lassen nicht nach. Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert von der internationalen Gemeinschaft mehr Unterstützung. Der News-Ticker.

  • Osten der Ukraine: Schwere Kämpfe in der Region Donezk
  • Kampfpanzer zugesagt: Frankreich verspricht Lieferung von „leichten Kampfpanzern“.
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen aus dem Ukraine-Konflikt in unserem Newsticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

Dieser News-Ticker ist beendet. Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

+++ 14.10 Uhr: Durch die großflächigen Angriffe auf die Ukraine werden zunehmend auch Orte von kultureller und wissenschaftlicher Bedeutung in Mitleidenschaft gezogen. So zeigt sich Serhii Telizhenko, Forscher am Institut für Archäologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NASU), gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin Newsweek besorgt um das archäologische Erbe im Land. „Wenn wir über die Auswirkungen des Krieges auf das archäologische Erbe sprechen, dann kann man sie als katastrophal bezeichnen.“, so Telizhenko.

„Solche Aktionen verursachen die schlimmsten Schäden an Landschaften und damit auch an archäologischen Stätten“, sagt ein Forscher des Instituts für Archäologie der Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Als sicher betroffenen gelten archäologische Stätten in Parutino, auf der Insel Chortyzja, in Schestowyzja, Tschernihiw, Wyschgorod und zahlreiche andere in den Regionen. Einige von ihnen beherbergen zum Teil jahrhundertealte Steinskulpturen.

Statuen auf dem Mykhailivska-Platz werden mit Sandsäcken geschützt.

Seit der russischen Invasion sind unzählige wertvolle Objekte und Stätten beschädigt oder zerstört worden, weiter wurden auch Museen geplündert. Als Hauptursache für die Schäden gelten direkte Militäroperationen an der Front, zu denen Raketenangriffe, Artilleriebeschuss und Mörserfeuer gehören.

News im Ukraine-Krieg: Russischer Patriarch ruft zu Waffenruhe im Ukraine-Krieg auf

+++ 11.40 Uhr: Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet, hat Patriarch Kirill zu einer Waffenruhe und einem Weihnachtsfrieden in der Ukraine aufgerufen. In einer Erklärung, die auf der Website der Kirche veröffentlicht wurde, sagte Kirill:

„Ich, Kirill, Patriarch von Moskau und ganz Russland, appelliere an alle Parteien, die in den internen Konflikt verwickelt sind, das Feuer einzustellen und einen weihnachtlichen Waffenstillstand vom 6. Januar mittags bis zum 7. Januar um Mitternacht zu schließen, damit die orthodoxe Bevölkerung an Heiligabend und am Tag der Geburt Christi an den Gottesdiensten teilnehmen kann“.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill steht während einer Zeremonie zur Verleihung des Ordens des Heiligen Andreas des Erstberufenen im St. Katharinen-Saal des Kremls.

Der Patriarch ist wegen seiner Unterstützung der russischen Invasion in der Ukraine von außen scharf kritisiert worden. Die russisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten am 6. und 7. Januar.

News im Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe in der Region Donezk

+++ 11.05 Uhr: Ukrainische Beamte berichteten am Donnerstag von schweren Kämpfen in den östlichen Regionen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, versuchten Kiewer Streitkräfte weiter, die russischen Truppen zurückzudrängen.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

ukraine-krieg-russland-bilder-eindruecke-kiew-rakete
Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Nach Angaben des ukrainischen Militärs konzentrierten sich die Russen auf eine Offensive im Sektor Bachmut in der Region Donezk, während ihre Angriffe in den Sektoren Awdijiwka und Kupiansk erfolglos blieben. Der Gouverneur der Region Luhansk erklärte, dass die ukrainischen Truppen „Schritt für Schritt“ Gebiete zurückerobern würden. Er fügte jedoch hinzu: „Es geht nicht schnell“.

Putin schickt mit Hyperschall-Marschflugkörpern bewaffnete Fregatte in den Atlantik

+++ 9.40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine mit Hyperschall-Marschflugkörpern bewaffnete Fregatte in den Atlantik und den Indischen Ozean entsandt, um angesichts des Krieges in der Ukraine seine militärische Stärke zu demonstrieren.

Putin nahm am Mittwoch per Videokonferenz an einer Zeremonie anlässlich des Stapellaufs der „Admiral Gorshkov“ teil. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu und der Kommandant der Fregatte, Igor Krokhmal, waren ebenfalls beteiligt. Das Schiff ist mit dem neuesten Hyperschall-Raketensystem „Zircon“ ausgestattet, das „nichts Vergleichbares hat“, sagte Putin, bevor er die Fregatte in den Kampfeinsatz schickte.

News im Ukraine-Krieg: Selenskyj wiederholt Forderungen nach westlichen Kampfpanzern

+++ 08.45 Uhr: Die Debatte darüber, ob und in welchem Umfang der Westen die Ukraine mit schweren Waffen unterstützen sollte, hat wieder Fahrt aufgenommen. Nach einem Vorstoß aus Frankreich den Spähpanzer AMX-10 RC liefern zu wollen, schlossen sich auch die USA dem Vorhaben an, der Ukraine mit Panzern zu beliefern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj bedankte sich bei Frankreich für die Aussicht auf Panzerlieferungen und scheint den neuen Schwung nutzen zu wollen, um den Druck auf den Westen zu erhöhen. Eine Lieferung durch Macrons Regierung, so Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache, zeige, dass auch andere Verbündete schwerere Waffen liefern müssten. „Es gibt keinen rationalen Grund, warum die Ukraine noch nicht mit westlichen Panzern versorgt wurde“, sagte er.

News im Ukraine-Krieg: Christen in der Ukraine beklagen politische Verfolgung

+++ 08:05 Uhr: In der Ukraine werden Vorwürfe von christlichen Gemeinden gegen Präsident Selenskyj laut, dem sie politische Verfolgung vorwerfen. Die traditionell mit den russisch-orthodoxen Glaubensbrüdern und -schwestern verbundene Kirche in der Ukraine sagte sich nach Kriegsbeginn vom Moskauer Patriarchat los. Dennoch beklagen sie gewaltsame Übergriffe und vor allem erniedrigende Razzien durch den ukrainischen Geheimdienst SBU, der russische Spione jagt.

Staatschef Selenskyj sieht die Verbindungen der Kirche zu Russland als Gefahr für die Sicherheit des um seine Unabhängigkeit kämpfenden Landes. „Es gibt kein Gold auf der Welt für Kreuze oder irgendetwas anderes, das den moralischen Rost der Beziehungen zu einem terroristischen Staat verdecken könnte“, sagte er bei seinem Auftritt vor dem Parlament in Kiew zum Jahresende. Die politische Führung sieht die ukrainisch-orthodoxe Kirche, mit 12 000 Priestern die größte Glaubensgemeinschaft im Land, von Agenten Moskaus durchsetzt. 

News im Ukraine-Krieg: Ukraine erwägt Einsatz voll-autonomer Kampfdrohnen

+++ 07.20 Uhr: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP hält der ukrainische Minister für digitale Transformation, Mychailo Fedorov, einen Einsatz von autonom agierenden Drohnen für möglich. Diese wären in der Lage, selbstständig Ziele zu orten, auszuwählen und zu zerstören. Dies sei gar ein „logischer und unvermeidlicher nächsten Schritt“. Sein Land habe „eine Menge Forschung und Entwicklung in dieser Richtung betrieben“, sagte er in einem Interview. „Ich denke, dass es dafür in den nächsten sechs Monaten ein großes Potenzial gibt.“

Laut dem ukrainischen Oberstleutnant Jaroslaw Honchar, Mitbegründer der Kampfdrohneneinheit Aeroroswidka, verbiete die ukrainische Militärführung aktuell den Einsatz völlig autonomer tödlicher Waffen, was sich jedoch ändern könne.

News im Ukraine-Krieg: USA erwägen Panzerlieferung – Dobrindt stellt Forderung an Bundesregierung

Update von Donnerstag, 5. Januar, 6.20 Uhr: Nachdem am Mittwoch aus dem Élysée-Palast durchgesickert war, dass Frankreich leichte Schützenpanzer liefern will, könnten die USA nun nachziehen. US-Präsident Joe Biden hat am Mittwoch (4. Januar) die Frage eines Reporters, ob die Regierung die Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen an die Ukraine erwäge, bejaht. Er nannte keine Einzelheiten. Wie sz.de berichtet, soll es sich dabei um Bradley-Kampfpanzer handeln, ein Raupenfahrzeug, welches in der Regel mit einer Kanone, einem Maschinengewehr und panzerbrechenden Raketen ausgestattet ist.

Dies könnte auch den Druck auf Deutschland erhöhen, Kampfpanzer westlicher Bauart an die Ukraine zu liefern. Bundeskanzler Olaf Scholz hat dies bisher mit dem Hinweis abgelehnt, dass kein anderer NATO-Partner solche Panzer liefern würde. Die Opposition fordert nun, dass Deutschland die Initiative zur Lieferung von Kampfpanzern ergreift und eine europäische Abgabe erhebt. „Wir wollen, dass die Ukraine ihr Recht auf Selbstverteidigung ausüben kann. Dafür braucht sie mehr schwere Waffen - auch Leopard-2-Panzer“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur.

News im Ukraine-Krieg: Frankreich verspricht Kampfpanzer – „Minenterror“ in Donezk

+++ 22.25 Uhr: Bei der Detonation eines nicht explodierten Sprengkörpers in Isjum in der Oblast Charkiw kam ein Mitarbeiter des ukrainischen Katastrophenschutzes ums Leben. Das berichtet das Nachrichtenportal The Kyiv Independent. Der Mann war Leiter einer pyrotechnischen Einheit und zuständig für die Entfernung von Minen in dem zurückeroberten Gebiet.

Isjum und der größte Teil des Gebiets Charkiw wurden im September nach rund sechs Monaten russischer Besatzung befreit. Nach Angaben von Serhii Kruk, dem Leiter des staatlichen Katastrophenschutzes, waren Mitte November etwa 30 Prozent des ukrainischen Territoriums durch die russische Invasion vermint. 

In den befreiten Gebieten der Ukraine wurden demnach Türen, Haushaltsgegenstände und sogar Leichen gefunden, die mit Sprengfallen präpariert waren. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass dem russischen „Minenterror“ noch viele Jahre lang Widerstand geleistet werden müsse.

News im Ukraine-Krieg: Angriffe im Gebiet Donezk und Dnipropetrowsk

+++ 20.55 Uhr: Die russischen Besatzer führten laut abendlichem Generalstabsbericht der ukrainischen Streitkräfte am heutigen Tag drei Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen in der Stadt Kostiantynivka im Gebiet Donezk durch. Die Stadt Bachmut, die ebenfalls in Donezk liegt, sei mit Artillerie beschossen worden, wie die Nationalpolizei mitteilt. Zwei ältere Frauen erlitten demnach bei dem Angriff tödliche Schrapnellwunden. Die Polizei sagte, dass sich die Frauen in einem extrem gefährlichen Gebiet befunden hätten.

Auch die Stadt Nikopol im Gebiet Dnipropetrowsk stand unter russischem Beschuss mit schwerer Artillerie, wie die Staatsverwaltung des Gebiets meldet. Nach ersten Erkenntnissen wurde dabei ein 64-jähriger Mann verletzt. Er sei mit schweren Brustverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff hätten insgesamt bis zu 20 Häuser Schaden genommen, ein Privathaus sei in Brand geraten. Das Feuer habe bereits gelöscht werden können.

News aus dem Ukraine-Krieg: Putin nimmt Hyperschallrakete in Betrieb

+++ 19.35 Uhr: Vor dem Hintergrund anhaltender Probleme in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin die neue Hyperschallrakete „Zirkon“ in Dienst gestellt. „Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äußeren Drohungen zu schützen und die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern“, sagte er in einer vom Fernsehen übertragenen Videoschalte zur Inbetriebnahme der Raketen auf dem Kriegsschiff „Admiral Gorschkow“.

Die „Admiral Gorschkow“ soll auf Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um die russische Seemacht zu demonstrieren. Die Zirkon-Rakete hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit ist sie von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten. Die öffentliche Zeremonie diente offenbar auch dazu, von den Schwächen der russischen Armee im Ukrainekrieg abzulenken. Im Zuge der Übertragung versprach Putin, die russischen Streitkräfte weiter mit modernsten Waffen aufzurüsten.

News im Ukraine-Krieg: Frankreich verspricht Ukraine „leichte Kampfpanzer“

+++ 19.05 Uhr: Frankreich wird der Ukraine für ihren Krieg gegen Russland „leichte Kampfpanzer“ liefern. Das habe Staatschef Emmanuel Macron seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj zugesagt, so teilte der Élysée-Palast am heutigen Mittwoch mit. In einem Telefonat der beiden Präsidenten sei demnach die Lieferung von Spähpanzern des Typs AMX-10 RC beschlossen worden. Der Radpanzer mit Kanone wird vor allem zu Aufklärungszwecken eingesetzt. Wie viele der Panzer Frankreich der Ukraine übergeben werde und zu welchem Zeitpunkt, blieb zunächst unklar.

„Es ist das erste Mal, dass Panzer westlicher Bauart an die ukrainischen Streitkräfte geliefert werden“, zitierten französische Medienberichte den Élysée-Palast. Selenskyj dankte Macron via Twitter für die Entscheidung. Man habe zudem beschlossen, weiter gemeinsam daran zu arbeiten, die Luftabwehr der Ukraine zu stärken.

News im Ukraine-Krieg: Ukraine plant, Grauzone einzunehmen

+++ 17.38 Uhr: Alle Inseln der schwer umkämpften Oblast Cherson befinden sich in einer sogenannten Grauzone. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax Ukraine. Demnach werde dieser Bereich der Frontlinie weder von ukrainischen, noch von russischen Streitkräften kontrolliert. Nach Aussage von Yevhen Yerin, dem Leiter des Pressezentrums der ukrainischen Verteidigungskräfte an der Tavriya, sei es Ziel des ukrainischen Militärs, diese graue Zone einzunehmen. Das könne aber nur gelingen, wenn auch das gegenüberliegende Ufer – also das linke Ufer des Flusses Dnepr – unter Kontrolle gebracht werde.

Den Grundstein für diesen Teilerfolg an der Front in der Region um Cherson legte das ukrainische Militär laut dem ukrainischen Nachrichtenportal Ukrainska Pravda am 2. Januar, als die Insel Velykyi Potomkin von ihren russischen Besatzern befreit wurde.

News zum Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf mehrere ukrainische Oblaste

+++ 15.34 Uhr: Bei Luftangriffen auf mehrere ukrainische Oblaste im Osten, Süden und Norden des Landes sollen nach Angaben lokaler Behörden der Ukraine fünf Menschen getötet und mindestens 13 verletzt worden sein. Dabei soll es sich laut ukrainischen Präsidialamt ausschließlich um zivile Opfer handeln. Das vermeldete die Behörde auf Telegram.

Vier der Todesopfer seien den Berichten zufolge durch die russischen Angriffe auf Cherson getötet worden, ein weiteres Opfer starb bei Angriffen in Donezk. Auf die Region im Süden der Ukraine feuerte das russische Militär den Angaben nach binnen zwei Stunden 73 Mal Geschosse ab. Dabei seien auch eine Werft, Gasleitungen sowie Privat- und Hochhäuser beschädigt worden.

News aus dem Ukraine-Krieg: Russische Soldaten werden auf Krim beordert

+++ 13.07 Uhr: Berichten des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge hat Präsident Wladimir Putin russische Truppen in den Norden der durch Russland besetzten Krim geschickt. Auch in Teile der Oblast Cherson wurden zusätzliche Truppen beordert. Dass der Kreml seine Streitkräfte dort Stellung beziehen lässt und Soldaten mobilisiert, sei ein Zeichen dafür, dass Russland den Krieg verliere, sagte Andrii Cherniak, von der Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Ziel der russischen Streitkräfte sei es laut Cherniak unbedingt den sogenannten Landkorridor zur Krim durch die besetzten ukrainischen Gebiete im Süden des Landes aufrechtzuerhalten.

News zum Ukraine-Krieg: Risiko für den Kreml steigt

+++ 11.50 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste führt unsichere Munitionslagerung zu einem hohen Risiko für die Truppen des Kremls. London bezieht sich dabei auf den ukrainischen Angriff auf eine russische Militärunterkunft in Makijiwka im Gebiet Donezk mit 89 getöteten Soldaten in der Neujahrsnacht. Es sei angesichts des Schadensausmaßes realistisch, dass nahe der Unterkunft Munition gelagert worden sei, wodurch beim Beschuss weitere Explosionen entstanden sein könnten.

Bereits vor dem Ukraine-Krieg sei das russische Militär dafür bekannt gewesen, seine Munition unsicher zu lagern, hieß es von den Briten. Der Vorfall in Makijiwka zeige jedoch, wie „unprofessionelle Methoden“ zu einer hohen Zahl an Gefallenen beitrügen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland aktiviert Luftabwehr auf der Krim

+++ 10.40 Uhr: Unbestätigten Berichten zufolge wurde die Luftabwehr in der Region Sewastopol über Nacht zweimal aktiviert. Sewastopol liegt auf der Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektiert hat. Der Kyiv Independent berichtet unter Berufung auf den Telegram-Kanal von Radio Free Europe/Radio Liberty, dass Petro Andriuschtschenko, ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, eine entsprechende Meldung lanciert habe.

News zum Ukraine-Krieg: Russland fliegt neue Drohnenangriffe

Erstmeldung vom Dienstag, 03. Januar: Moskau/Kiew – Die russische Armee hat erneut einen gezielten Angriff auf die Energieinfrastruktur der Ukraine ausgeübt. In der Nacht zum 2. Januar starteten russische Soldaten einen Angriff mit iranischen Shahed-131/136-Kamikaze-Drohnen. Das geht aus Berichten des Nachrichtenportals Kyiv Independent hervor.

Wie der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, auf Telegram berichtet, konnten 40 Drohnen über der ukrainischen Hauptstadt ausgemacht werden. Davon seien 22 über Kiew, drei in den umliegenden Regionen und 15 in benachbarten Provinzen abgeschossen worden.

News zum Ukraine-Krieg: Massive Stromausfälle nach russischen Angriffen

Der russische Angriff habe in Kiew jedoch dennoch zu Unterbrechungen der Stromversorgung geführt. Auch in anderen Teilen der Ukraine sei der Strom erneut ausgefallen. Nach Angaben des staatlichen Netzbetreibers Ukrenergo wurden Notstromausfälle eingeführt, während die Wiederherstellungsbemühungen fortgesetzt werden.

Russische Truppen haben seit Anfang Oktober wiederholt die Energieinfrastruktur in der gesamten Ukraine angegriffen. Zahlreiche Menschen sind dabei ums Leben gekommen, es gab Strom-, Wasser- und Heizungsausfälle.

Erst in der Silvesternacht hatte Russland die Ukraine massiv mit Raketen angegriffen. Die Angriffe hatten in Kiew mehrere zivile Todesopfer zur Folge. Experten zufolge sollen Russlands Präsident Wladimir Putin jedoch langsam die Waffen ausgehen. (hg/dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Ty Oneil

Kommentare