Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update vom 24. September, 22.35 Uhr: Wolodymyr Selenskyj ist mit seiner Reise in die USA und nach Kanada zufrieden. „Es war eine produktive Woche“, sagte er in seiner abendlichen Ansprache. Der ukrainische Präsident betonte unter anderem die Bedeutung der angekündigten gemeinsamen Produktion von Waffen und Verteidigungssystemen - einschließlich der Luftverteidigung - mit den Vereinigten Staaten. Die lange von Kiew geforderten US-amerikanischen ATACMS-Raketen erwähnte Selenskyj aber nicht.
Der Kreml hat unterdessen vergiftete Worte gen Kiew gesandt. Russland „unterstütze“ die territoriale Integrität der Ukraine, erklärte Außenminister Sergej Lawrow bei einer Pressekonferenz zu UN-Generalversammlung, wie das unabhängige Portal Meduza berichtete. Voraussetzung sei die Einhaltung der Unabhängigkeitserklärung von 1991. Darin seien unter anderem Minderheitenrechte mit Blick auf die russische Sprache garantiert. Lawrow wiederholte bekannte Vorwürfe und gab der Ukraine die Schuld am Krieg: Es habe einen „Putsch“ in der Ukraine gegeben, das Land habe „Krieg gegen seine eigenen Leute“ geführt.
Update vom 24. September, 21.05 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Cherson im Osten der Ukraine sind am 24. September mindestens sechs Zivilisten verletzt worden. Das verkündete Roman Mrotschko, Leiter der Militärverwaltung des Oblast Cherson, auf Telegram, wie die Ukrainska Pravda berichtete. „Derzeit liegen Informationen über mindestens sechs Zivilisten vor, die bei den russischen Angriffen auf Cherson heute Nachmittag verletzt wurden. [...] Alle Verletzten haben die notwendige medizinische Versorgung erhalten“, so Mrotschko.
Ukraine meldet Sabotage bei Russlands Militär: Agenten bei Moskau unterwegs?
Update vom 24. September, 20.41 Uhr: Offenbar hat die Ukraine erfolgreich mehrere Sabotageakte in Russland ausgeführt. Das behauptet der ukrainische Militärgeheimdienst HUR, wie die Ukrainska Pravda berichtet. Einer ihrer Quellen zufolge steckt der HUR selbst hinter der Sabotageaktion.
In der Nacht auf Sonntag sollen demnach in den russischen Oblasten Moskau und Kaluga ein Treibstofftankwagen beziehungsweise vier Fahrzeuge mit Anhängern der russischen Armee zerstört worden sein. In der Oblast Moskau soll es das Militärlager der 2. motorisierten Division der 1. Panzerarmee und in Kaluga das Militärläger der 60. Panzerarmee getroffen haben. Fotos und Videos sollen aus Sicherheitsgründen erst später veröffentlicht werden.
Ukraine-Krieg: Großbritannien will 30.000 ukrainische Soldaten ausbilden
Update vom 24. September, 19.52 Uhr: Großbritannien will die Ukraine mit der Ausbildung von 30.000 Soldaten bis Ende 2023 unterstützen. Das sagte der britische Verteidigungsminister Grant Shapps Sky News, wie unter anderem die Zeitung Ukrainska Pravda berichtete. „Unser Ziel ist es, bis zum Ende dieses Jahres 30.000 ukrainische Soldaten auszubilden. Ich glaube also nicht, dass die britische Entschlossenheit in irgendeiner Form ins Wanken gerät. Wir werden an der Seite der Ukrainer stehen“, sagte er demnach.
Das Vereinigte Königreich werde die Hilfe für die Ukraine auch auf materieller Ebene intensivieren. „Ich habe soeben angekündigt, dass wir Zehntausende Schuss Munition zusätzlich zur Verfügung stellen werden, sodass wir nun bei insgesamt etwa 300.000 Schuss angelangt sind. Außerdem stellen wir eine große Menge an zusätzlicher Unterstützung und Ausrüstung bereit“, erklärte Shapps. Bisher sollen Großbritannien bereits 18.000 Angehörige des ukrainischen Militärs im Rahmen ausgebildet worden sein.
Von Russland installiertes Marionettenregime in Donezk verhängt Ausgangssperren und Zensur
Update vom 24. September, 19.15 Uhr: Die selbsternannte „Volksrepublik Donezk“ (DVR) führt in dem von Russland besetzten Teil der Oblast Donezk im Osten der Ukraine Militärzensur und Ausgangssperren ein. Das verkündete das von Moskau installierte „Staatsoberhaupt“ der DVR, Denis Puschilin, in einem Dekret, mit dem eine Reihe von Verboten verhängt wurde. Das berichtet die ukrainische Zeitung Ukrainska Pravda, der das Papier vorliegt. Darin werde die „die militärische Zensur von Post und Nachrichten, die über Telekommunikationssysteme übermittelt werden, sowie die Kontrolle von Telefongesprächen“ angeordnet.
Darüber hinaus verbiete das Dekret Versammlungen, Demonstrationen, Mahnwachen und andere Massenveranstaltungen und setze „ein Verbot von Streiks und anderen Mitteln zur Unterbrechung oder Beendigung der Aktivitäten von Organisationen“ in Kraft. Neu sei auch eine Ausgangssperre von Montag bis Freitag von 23.00 bis 04.00 Uhr. Den „Beamten“ und „Staatsangestellten“ der russischen Marionetten-Republik wurde auch untersagt, ohne Genehmigung in andere Länder als Russland zu reisen.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Ukraine-Krieg: Kiew führt Drohnenangriff gegen grenznahe russische Stadt Kursk aus
Update vom 24. September, 17.46 Uhr: Seit die Ukraine ihre Gegenoffensive im Ukraine-Krieg gestartet hat, haben die Drohnenangriffe auf russisches Territorium zugenommen. Eine ukrainische Drohnen-Attacke hat nun ein Verwaltungsgebäude im Zentrum der Stadt Kursk getroffen. Wie der umstrittene Gouverneur der gleichnamigen Region, Roman Starowoit, jetzt auf Telegram mitteilte, wurde das Dach des Gebäudes bei dem Angriff leicht beschädigt.
Unabhängig prüfen ließen sich die russischen Angaben zunächst nicht. Kursk ist etwa 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Zuletzt gab es fast täglich Angriffe auf russische Städte. Russland greift die Ukraine ebenfalls regelmäßig mit Drohnen an.
Ukraine vermeldet Erfolg bei Bachmut: russische Nachschubroute nun angeblich in Schussweite
Update vom 24. September, 14.55 Uhr: Die Ukraine hat eine der russischen Nachschubrouten an der Front bei Bachmut in Schussweite. Das behauptetr Illia Jewlasch, Leiter des Pressedienstes der Heeresgruppe Ost von Kiews Streitkräften, im ukrainischen Fernsehen. „Eine der Straßen, die wir bereits ins Visier nehmen können, ist die Straße Bachmut-Horliwka, die drei Kilometer von der Kontaktlinie entfernt ist - das ist die Arbeitsdistanz für unsere Mörser und UAVs“, sagte Jewlasch. Auch die übrigen Versorgungsrouten versuche man zu unterbrechen, „um die Ressourcen der russischen Gruppe an dieser Front abzuschneiden und ihr die größtmöglichen Verluste zuzufügen.“
Außerdem sagte Jewlasch, Russland habe erstmals nach einer längeren Pause versucht, die Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe von Bilohoriwka zu testen, indem es Sträflinge in den Kampf geworfen hätten. Diese seien alle getötet worden.
Ukraine-Krieg: Ukraine gelingt offenbar Durchbruch bei Werbowe nahe Robotyne
Update vom 24. September, 9.23 Uhr: Ukrainische Truppen rücken nach offiziellen Militärangaben an der Front im Süden bei dem Dorf Werbowe weiter vor. Die kleine Ortschaft liegt wenige Kilometer östlich des bereits zurückeroberten Dorfes Robotyne. Im Bericht des Generalstabs in Kiew für Sonntagmorgen hieß es: Die Truppen „verdrängen bei Werbowe im Gebiet Saporischschja den Gegner aus seinen Stellungen und setzen sich an den erreichten Positionen fest“.
Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien ISW schrieb, dass die Ukraine an dieser Stelle den am besten befestigten russischen Verteidigungsgürtel der Region durchbrochen habe. Zu diesem Gürtel gehörten Minenfelder, bemannte Schützengräben, Anti-Panzer-Gräben und Betonsperren. Der Kommandeur der ukrainischen Truppen in diesem Abschnitt, Brigadegeneral Olexander Tarnawskyj, sagte in einem Interview des US-Senders CNN, dass nahe Werbowe ein Durchbruch gelungen sei.
In der flachen Steppe sind die russischen Stellungen oft in langen Baumreihen versteckt. „Wir bewegen uns von Baumreihe zu Baumreihe vor, manchmal 50 bis 100 Meter pro Tag, manchmal 300 bis 400 Meter“, sagte ein Armeepressesprecher im ukrainischen Fernsehen.
In ihrer Gegenoffensive seit Juni versuchen ukrainische Truppen, im Süden Richtung Asowsches Meer vorzudringen. Ein Zwischenziel ist, mit Artillerie so dicht an die besetzte Stadt Tokmak heranzurücken, dass dieser russische Nachschub-Knotenpunkt beschossen werden kann.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Morawiecki warnt Selenskyj: Polen nie wieder beleidigen
Update vom 24. September, 8.21 Uhr: Im Streit um den Getreidehandel hat der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki seine Kritik an den jüngsten Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei der UN-Generaldebatte verschärft. „Ich möchte Präsident Selenskyj sagen, dass er die Polen nie wieder beleidigen darf, wie er es neulich während seines Auftritts bei den Vereinten Nationen getan hat“, sagte der nationalkonservative Politiker nach Angaben der Agentur PAP am Freitagabend in Swidnik. Die Polen würden dies niemals zulassen, warnte der 55-Jährige. Polen befindet sich derzeit in der heißen Wahlkampfphase vor der Parlamentswahl am 15. Oktober.
Die EU-Kommission hatte kürzlich beschlossen, Handelseinschränkungen für ukrainische Getreideexporte aufzuheben. Polen hält indes an einem Importverbot fest. In Anspielung darauf sagte Selenskyj bei der UN-Generaldebatte: „Es ist alarmierend zu sehen, wie einige unserer Freunde in Europa ein politisches Theater der Solidarität spielen und einen Thriller aus dem Getreide machen.“ Diese Länder würden nur scheinbar in ihren eigenen Rollen auftreten, aber die Bühne für den Schauspieler aus Moskau vorbereiten.
Selenskyj dankt bei Zwischenstopp in Polen freiwilligen Helfern
Update vom 24. September, 7.02 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat auf seinem Heimweg aus Nordamerika Zwischenstopps in Polen und Irland eingelegt. Im polnischen Lublin dankte er am Samstag der Bevölkerung des Nato- und EU-Landes für die Unterstützung des ukrainischen Abwehrkampfes gegen die russische Invasion...
Zuletzt hatte sich ein Streit zwischen Kiew und Warschau über das polnische Importverbot für ukrainisches Getreide zugespitzt - und wirkt sich nun auch auf die militärische Zusammenarbeit der Verbündeten aus. Polen will seine Waffenlieferungen an die Ukraine nun auf bereits abgeschlossene Verträge beschränken.
Update vom 23. September, 22.37 Uhr: Die USA und diverse Verbündeten befinden sich im „direkten Krieg“ mit der Russischen Föderation. Das ist zumindest die Ansicht von Russlands Außenminister Sergei Lawrow. Der 73-Jährige beantwortete am Samstag eine entsprechende Frage eines Journalisten am Rande der UN-Generalversammlung. „Sie können es nennen, wie Sie es nennen wollen, aber sie befinden sich direkt im Krieg mit uns. Wir können dies einen hybriden Krieg nennen, aber das ändert nichts an der Realität“, antwortete Lawrow.
Die USA, das Vereinigte Königreich und andere Verbündenden würden gegen Russland „Krieg führen“, führte Lawrow weiter aus. Die Formulierung ist auch deswegen beachtlich, da sich Russland nach eigenen Angaben nicht im Krieg mit der Ukraine befindet. Seit der Invasion im Februar 2022 spricht der Kreml primär von einer „militärischen Spezialoperation“.
„Kein Interesse an einem großen Krieg“: Russlands Lawrow provoziert mit mahnender UN-Rede
Update vom 23. September, 20.29 Uhr: Sergej Lawrow, der russische Außenminister, hat mit einer Äußerung am Samstag für Aufsehen gesorgt. Moskau habe kein Interesse an einem großen Krieg, erklärte der 73-Jährige. „Es liegt ganz bei uns, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, eine Abwärtsspirale in einen groß angelegten Krieg und den endgültigen Zusammenbruch der Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit zu verhindern“, sagte Lawrow am Samstag im Rahmen der UN-Generaldebatte in New York City.
Putins Außenminister erwähnte den von Russland begonnenen Ukraine-Krieg und die Sorgen vor seiner Ausweitung oder gar einer nuklearen Konfrontation in diesem Zusammenhang nicht.
„Geheimgespräche“ mit Russland – britische Regierung bestätigt Treffen
Update vom 23. September, 17.37 Uhr: Trotz des andauernden Ukraine-Krieges gibt es Medienberichten zufolge weiter diplomatische Gespräche zwischen Großbritannien und dem Kreml. Das berichtete das britische Portal Sky News mit Verweis auf die Zeitung i. Demnach habe es in den vergangenen 18 Monaten wiederholt „geheime Gespräche“ zwischen Vertretern beider Länder gegeben. Ziel der Treffen sei es gewesen, Sicherheitsbedenken, die sowohl das Vereinigte Königreich als auch die internationale Gemeinschaft betreffen und Themen wie Getreideknappheit und nukleare Sicherheit zu besprechen.
Die Zeitung zitierte einen Sprecher des britischen Außenministeriums, der die Treffen bestätigt hatte. Demnach hätten diese nur stattgefunden, wenn es „absolut notwendig“ gewesen sei. Behauptungen, wonach bei den Gesprächen auch eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs thematisiert worden sei, wies der Sprecher als „weder glaubwürdig noch zutreffend“ zurück.
Erfolge im Süden: Ukraine gelingt Durchbruch durch russische Linien
Update vom 23. September, 11.45 Uhr: Das ukrainische Militär meldet einen Erfolg an der südlichen Frontlinie. In der Oblast Saporischschja gelang in der Nähe des Dorfes Werbow ein Durchbruch durch russische Linien, so der ukrainische Brigadegeneral Oleksandr Tarnavskyi gegenüber CNN. Der für die Gegenoffensive in diesem Bereich zuständige General erwarte darüber hinaus weitere Landgewinne.
Update vom 23. September, 10.02 Uhr: Die Ukraine startet offenbar den nächsten Angriff auf die Krim-Halbinsel. Der von Russland eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol forderte die Bevölkerung am Samstagmorgen via Telegram auf, sich in Schutzräume zu begeben. Man rechne mit weiteren Raketenangriffen der Ukraine auf die Stadt und die dort befindlichen Stellungen der russischen Armee und Marine.
Update vom 23. September, 08.43 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg weiter hohe Verluste. Aktuelle Zahlen dazu liefert der Generalstab der Ukraine. Demnach sollen bereits mehr als 275.000 russische Soldaten in Kampfhandlungen gefallen sein. Die Zahl der vernichteten Panzer soll bei über 4600 liegen.
Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Russland selbst macht so gut wie keine Angaben über Verluste des eigenen Militärs im Ukraine-Krieg.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg
Soldaten: 275.460 (+510 zum Vortag)
Panzer: 4655 (+11)
Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8912 (+21)
Fahrzeuge und Tanklaster: 8716 (+26)
Flugabwehrgeschütze: 530 (+2)
Artilleriesysteme: 6210 (+33)
Mehrfachraketenwerfer: 789 (+4)
Flugzeuge: 315
Hubschrauber: 316
Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4867 (+9)
Schiffe und Boote: 20
Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 23. September 2023
Anm.:Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.
Update vom 23. September, 08.05 Uhr: Die Ukraine meldet einen russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk. Insgesamt seien zwölf Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed von der eigenen Luftabwehr abgeschossen worden. Die Trümmer der Drohnen hätten nur leichte Schäden verursacht.
Ukraine erhält ATACMS Raketen - heftige Kämpfe von der Front gemeldet
Erstmeldung vom 23. September, 6.00 Uhr: Kiew - Aus zahlreichen Teilen der Ukraine werden am Samstagmorgen Kämpfe gemeldet. Russische Raketen sollen in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk eingeschlagen sein. Mindestens ein Mensch soll getötet, weitere 31 verletzt worden sein. Unter den Verletzten sollen sich drei Kinder befinden. Das teilte der Militärgouverneur der Region Poltawa laut der Nachrichtenagentur dpa mit. Eines der Geschosse konnte die Luftverteidigung demnach abwehren, ein anderes habe ein ziviles Gebäude getroffen.
In der Nacht auf Samstag ertönten auch in Odessa die Alarmsirenen. Laut Angaben der ukrainischen Luftabwehr soll Russland mehrere Raketen auf die Hafenstadt abgefeuert haben. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda. Die Bewohner wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Über mögliche Schäden ist bislang nichts bekannt.
Selenskyj erzielt diplomatischen Erfolg im Ukraine-Krieg
Die Ukraine wiederum bestätigte den Raketenangriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der annektierten Halbinsel Krim. Laut mehreren britischen Medien sollen dabei Raketen des Typs Storm Shadow zum Einsatz gekommen sein. Der britische Sender BBC veröffentlichte ein von ihm verifiziertes Video, das die zerstörerische Wucht des Raketeneinschlags in das Flotten-Hauptquartier zeigen soll.
Einen diplomatischen Erfolg im Ukraine-Krieg erzielte derweil Wolodymyr Selenskyj. Der ukrainische Präsident befindet sich in Nordamerika, wo er US-Präsident Joe Biden und Kanadas Premierminister Justin Trudeau traf. Jetzt berichten mehrere US-Medien, dass die USA nun doch bereit seien, Kiew bald ATACMS-Raketen mit höherer Reichweite für den Einsatz im Ukraine-Krieg zur Verfügung stellen. Die US-Regierung werde das von Kiew angeforderte Waffensystem zur Verteidigung gegen den Angreifer Russland in Kürze bereitstellen, berichteten die Washington Post und der US-Sender NBC News am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Quellen.
Heftige Kämpfe um Bachmut gemeldet
Laut Washington Post handelt es sich um eine ATACMS-Variante, die mit Streumunition bestückt werden kann. NBC News berichtete, US-Präsident Joe Biden habe Selenskyj die Bereitstellung „einer kleinen Zahl“ an ATACMS bei dessen Besuch in Washington am Donnerstag in Aussicht gestellt. Die US-Regierung bestätigte die Berichte nicht. „Ich habe nichts anzukündigen“, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses beim Pressebriefing am Freitag auf Nachfrage. Aber man habe in der Vergangenheit immer deutlich gemacht, dass eine mögliche ATACMS-Lieferung nicht vom Tisch sei.
Sollte Kiew tatsächlich die neuen Raketen aus den USA erhalten, würde das die Schlagkraft der ukrainischen Truppen deutlich verstärken und die Chancen einer erfolgreichen Gegenoffensive erhöhen. Diese scheint zumindest im Osten des Landes bereits erste Erfolge zu bringen. Russland selbst meldete heftigen Artilleriebeschuss und schwere Kämpfe rund um die Stadt Bachmut. Selenskyj stellte bereits die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt in Aussicht.