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USA machen klar: Ende des Ukraine-Krieges hängt von Russland ab

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News zum Ukraine-Krieg: Die Gespräche über ein Kriegsende gehen weiter. Zwischenfall in Frankreich. Geheimdienste mit düsterer Prognose. Der Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 6:40 Uhr: Die USA und die Ukraine sind sich nach US-Angaben einig, dass ein Ende des Ukraine-Krieges von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt. „Echte Fortschritte hin zu einer Einigung“ beruhten darauf, ob Moskau „ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden“ zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Außenministerium mit. Dazu zählten auch „Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen.“ Die USA und die Ukraine wollen heute ihre Gespräche über den Friedensplan fortsetzen.

Russische Soldaten feuern auf ukrainische Stellungen im Sektor Krasnoarmeysk (Pokrowsk).

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 6. Dezember, 6:00 Uhr: Das Gespräch zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umjerow war nach Angaben des US-Außenministeriums konstruktiv. Umjerow habe betont, dass der Ukraine an einer Einigung liege, die ihre Unabhängigkeit und ihre Souveränität schützt. Die Vertreter der USA und der Ukraine hätten sich auf einen Rahmen für Sicherheitsvereinbarungen geeinigt. Zudem seien notwendige Abschreckungsfähigkeiten erörtert worden. Wirkliche Fortschritte seien aber von Russland abhängig, das ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden zeigen müsse.

Geheimdienste prognostizieren schwere Abwehrkämpfe für die Ukraine

Update, 20:18 Uhr: Estnische Geheimdienste haben für den Fall, dass es in den kommenden Monaten keine Friedenslösung für den Ukraine-Krieg gibt, schwere Abwehrkämpfe für die Ukraine prognostiziert. Ants Kiviselg, Leiter des estnischen Militärgeheimdienstes, warnte vor anhaltend schwierigen Frontverläufen, sollten Friedensverhandlungen nicht vorankommen.

Die russischen Streitkräfte hätten zuletzt kleinere Geländegewinne erzielt und das Hauptangriffsgebiet um Pokrowsk-Myrnohrad praktisch eingekesselt, wie der estnische Rundfunk ERR berichtete. „Die Versorgungslinien der ukrainischen Streitkräfte stehen unter enormem Druck“, sagte Kiviselg weiter. Verschlechternde Wetterbedingungen würden zudem die ukrainischen Drohnenoperationen einschränken und Russlands Überlegenheit bei Personal und Ausrüstung verstärken.

Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten

Zu den Scharfmachern im Ukraine-Krieg gehört auch Ramsan Kadyrow.
Zu den Scharfmachern im Ukraine-Krieg gehört auch Ramsan Kadyrow, der als Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus eigene Truppen befehligt. „Putins Bluthund“, der für seinen brutalen Führungsstil im muslimisch geprägten Tschetschenien bekannt ist, tat sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine als einer der glühendsten Kriegsbefürworter hervor. Mehrfach kritisierte er nach russischen Niederlagen die militärische Führung seines Landes scharf und forderte weitreichende Konsequenzen. © Yelena Afonina/imago
Am 2. März 2007 wählte das tschetschenische Parlament ihn auf Putins Vorschlag zum Präsidenten des Landes
Am 2. März 2007 wählte das tschetschenische Parlament ihn auf Putins Vorschlag zum Präsidenten des Landes, nachdem er das 30. Lebensjahr vollendet hatte, das Mindestalter für die Wahl des tschetschenischen Oberhaupts. Im März 2015 erhielt Kadyrow den russischen Orden der Ehre. Kadyrows diktatorische Amtsführung ist geprägt von schweren Menschenrechtsverletzungen, Korruption und einem ausufernden Personenkult. Seit Oktober 2022 ist er darüber hinaus Generaloberst der russischen Streitkräfte. © Yelena Afonina/imago
Der russische Außenminister Sergei Lawrow ist so etwas wie „Putins rechte Hand“.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow ist so etwas wie „Putins rechte Hand“. Seit März 2004 im Amt, verteidigt Lawrow seit Beginn des Ukraine-Kriegs immer wieder die Behauptung, dass Russland die Ukraine von den dort regierenden Nazis befreien zu wollen. Anfang Mai 2022 versuchte Lawrow im italienischen Fernsehen das Argument zu entkräften, als Jude könne der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kein Nazi sein: „Adolf Hitler hatte auch jüdisches Blut. Das heißt überhaupt nichts. Das weise jüdische Volk sagt, dass die eifrigsten Antisemiten in der Regel Juden sind.“ © Imago
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wiederholt Lawrow seine Vorwürfe, der Westen führe in der Ukraine Krieg gegen Russland.
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wiederholt Lawrow seine Vorwürfe, der Westen führe in der Ukraine Krieg gegen Russland. „Wenn wir über das sprechen, was in der Ukraine vorgeht, so ist das kein hybrider, sondern schon fast ein richtiger Krieg, den der Westen lange gegen Russland vorbereitet hat“, sagte Lawrow während einer Afrika-Reise im Januar 2023, die ihn u. a. auch nach Angola führte. Der Westen wolle alles Russische zerstören, von der Sprache bis zur Kultur, so Lawrow. © Imago
Als „Putins Marionette“ kann Dmitri Medwedew gelten.
Als „Putins Marionette“ kann Dmitri Medwedew gelten. Der Gefolgsmann des russischen Präsidenten war von 2008 bis 2012 Präsident Russlands und anschließend bis 2020 Ministerpräsident der Russischen Föderation. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs macht Medwedew, inzwischen Vizechef des russischen Sicherheitsrates, ein ums andere Mal mit Verschwörungserzählungen und martialischen Äußerungen über die Ukraine und den Westen auf sich aufmerksam. Unter anderem drohte er mit dem „Verschwinden der Ukraine von der Landkarte“. © Artyom Geodakyan/imago
Der promovierte Jurist, der einst als Stimme der Vernunft galt, hat sich inzwischen zu einem radikalen Hetzer entwickelt.
Der promovierte Jurist, der einst als Stimme der Vernunft galt, hat sich inzwischen zu einem radikalen Hetzer entwickelt. Gerne droht der Vizechef des russischen Sicherheitsrates den Nato-Staaten mit einem Angriff oder gar mit Atomschlägen. Im Sommer 2022 bezeichnete er die Regierung in Kiew als „vereinzelte Missgeburten, die sich selbst als ‚ukrainische Regierung‘ bezeichnen“, die US-Regierung waren für ihn „Puppenspieler jenseits des Ozeans mit deutlichen Anzeichen senilen Wahnsinns“. Ende 2022 versuchte er sich als Prophet für das Jahr 2023: In Deutschland entsteht demnach ein „Viertes Reich“, die EU zerfällt, in den USA bricht ein Bürgerkrieg aus. © Yekaterina Shtukina/imago
Seit vielen Jahren an Putins Seite ist Dimitri Peskow. Schon im Jahr 2000 wurde er stellvertretender Pressesprecher des Präsidenten. Als Putin 2008 Ministerpräsident wurde, wechselte Peskow das Büro. Vier Jahre später kehrte er dann ins Präsidialamt zurück. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs setzte die EU ihn auf die Sanktionsliste und ließ sein gesamtes Vermögen einfrieren.
Seit vielen Jahren an Putins Seite ist Dimitri Peskow. Schon im Jahr 2000 wurde er stellvertretender Pressesprecher des Präsidenten. Als Putin 2008 Ministerpräsident wurde, wechselte Peskow das Büro. Vier Jahre später kehrte er dann ins Präsidialamt zurück. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs setzte die EU ihn auf die Sanktionsliste und ließ sein gesamtes Vermögen einfrieren. © Sergei Ilnitsky/AFP
Alina Kabajewa ist wahrscheinlich so etwas wie „Putins Ballerina“.
Alina Kabajewa ist wahrscheinlich so etwas wie „Putins Ballerina“. Die frühere Spitzensportlerin galt in der Rhythmischen Sportgymnastik jahrelang als Nonplusultra. Ihre Erfolge (Olympiagold 2004 in Athen, neun WM- sowie 15 EM-Titel) sprechen für sich. Von 2007 bis 2014 war sie Abgeordnete der Russischen Staatsduma für die Partei „Einiges Russland“, seit September 2014 ist sie Vorsitzende des Verwaltungsrates der Nationalen Mediengruppe (NMG). Sie gilt Medienberichten zufolge als Geliebte des russischen Präsidenten und soll mit diesem mehrere Kinder haben, was von Kabajewa und russischen Regierungsstellen aber dementiert wird. © Imago
Schon seit Jahren gilt Kabajewa als heimliche Geliebte oder gar Ehefrau des russischen Präsidenten.
Schon seit Jahren gilt Kabajewa als heimliche Geliebte oder gar Ehefrau des russischen Präsidenten. Eine offizielle Bestätigung aus Russland hat es aber nie gegeben. Der britischen Regierung zufolge steht sie „in enger persönlicher Beziehung zu Putin“. Kabajewa soll mehrere Kinder von Putin haben, was von Kabajewa und russischen Regierungsstellen aber dementiert wird. 2015 soll sie in Lugano Zwillinge zur Welt gebracht haben, andere Quellen berichten von einer Geburt eines Jungen im Kanton Tessin und einer weiteren Geburt eines Sohnes in Moskau. Gesichert ist, dass Kabajewa nach 2015 für einige Jahre aus dem öffentlichen Rampenlicht verschwand und auch heute nur äußerst selten öffentlich auftritt. © Valery Sharifulin/imago
Wladimir Solowjow ist Putins Chefpropagandist im Ukraine-Krieg.
Wladimir Solowjow ist Putins Chefpropagandist im Ukraine-Krieg. Seine seit 2012 im Sender Rossija 1 ausgestrahlte politische Talkshow „Sonntagabend mit Wladimir Solowjow“ gilt als vielleicht wichtigste innerrussischen Propagandasendung. Im Dezember 2022 drohte er dort zahlreichen europäischen Ländern mit militärischen Interventionen, weil diese die Ukraine unterstützen würden und Teil des europäischen Nazismus seien. Auch forderte er wiederholt den Einsatz von russischen Atombomben gegen Nato-Staaten. Im April 2022 bezeichnete er die Massaker von Butscha sowie Srebrenica als inszeniert. © Sergei Karpukhin/imago
Solowjow wird in seiner Sendung oft laut
Solowjow wird in seiner Sendung oft laut, beschimpft die deutsche Regierung, streut deutsche Wörter ein und imitiert dabei eine schroffe Nazi-Aussprache. Einmal bezeichnete er Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als „Miss Ribbentrop“. Joachim von Ribbentrop war deutscher Außenminister unter Adolf Hitler, den Solowjow im Februar 2021 in seiner Sendung einmal als „sehr mutigen Menschen“ und „tapferen Soldaten“ bezeichnet hatte. Von seiner 2014 geäußerten Meinung, „Gott verbietet, dass die Krim nach Russland zurückkehrt“, hat er sich nach dem Euromaidan, der Revolution der Würde, schnell distanziert. © Artyom Geodakyan/imago
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wird von einem engen Weggefährten des Präsidenten geleitet.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wird von einem engen Weggefährten des Präsidenten geleitet. Schon in den 1970er Jahren war Alexander Bortnikow zeitgleich mit Putin in St. Petersburg für den KGB im Einsatz. Putin, der einst selbst Direktor des FSB war, ernannte ihn im Mai 2008 zum Chef des Geheimdienstes und sicherte sich so maximalen Einfluss. Es gilt als gesichert, dass Putin auch als Präsident entscheidende Befehle selbst übermittelt.  © Alexei Druzhinin/imago
Der FSB dient vor allem dazu, die Opposition gegen Putins Machtelite zu unterdrücken.
Der FSB dient vor allem dazu, die Opposition gegen Putins Machtelite zu unterdrücken. Ein Beispiel ist der Anschlag auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny, der nach Angaben des Recherchekollektivs Bellingcat zuvor monatelang von FSB-Agenten verfolgt worden war. Unter Bortnikow wurde die Macht des FSB durch mehrere Reformen immer stärker ausgeweitet. Zudem soll der FSB die prorussischen Separatisten im Osten des Landes unterstützt haben. Nach der Annexion der Halbinsel Krim ging der FSB gegen Medien und Kultur vor. © Mikhail Metzel/imago
Seit November 2012 hat der Armeegeneral Sergei Schoigu das Amt des russischen Verteidigungsministers inne.
Seit November 2012 hat der Armeegeneral Sergei Schoigu das Amt des russischen Verteidigungsministers inne. In Schoigus Amtszeit fallen zunächst die militärische Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine, die Annexion der Krim 2014 sowie das Eingreifen Russlands in den syrischen Bürgerkrieg aufseiten des Assad-Regimes. Wegen der Intervention zugunsten der Separatisten im Donbass eröffnete die Ukraine 2014 ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen ihn. Seit Februar befehligt Schoigu als Verteidigungsminister die russischen Truppen im Ukraine-Krieg. © Pavel Golovkin/dpa
Schoigus Verhältnis zu Putin gilt bisher als sehr eng.
Schoigus Verhältnis zu Putin gilt bisher als sehr eng. So verbringt er regelmäßig seinen Sommerurlaub zusammen mit dem russischen Präsidenten im südsibirischen Tuwa – Schoigus Heimatregion, wo sich die beiden, wie hier im Jahr 2017, auch schon mal ein Sonnenbad in einer Pause vom Angeln gönnen. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, ist offen. So wies das „Institute for the Study of War“ in einem Bericht im Herbst 2022 darauf hin, dass Putin Schoigu für die Fehler im Ukraine-Krieg verantwortlich macht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Putin seinen Vertrauten doch noch zum Sündenbock macht.  © Alexei Nikolsky/dpa
Russia s First Deputy Prime Minister Andrei Belousov
Schoigus Nachfolger soll der bisherige Vize-Regierungschef Andrej Beloussow werden. Die militärische Komponente im Verteidigungsministerium bleibe auch nach der Ernennung Beloussows unverändert. „Heute gewinnt auf dem Schlachtfeld derjenige, der offener für Innovationen und deren Umsetzung ist“, erklärte Kremlsprecher Peskow Putins Entscheidung für einen Zivilisten an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Beloussow sei nicht nur Zivilbeamter, sondern habe auch viele Jahre erfolgreich in der Politik gearbeitet und Putin in Wirtschaftsfragen beraten. © IMAGO/Alexander Astafyev
Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche ist heute nur noch unter seinem Namen Kirill I. bekannt.
Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche ist heute nur noch unter seinem Namen Kyrill I. bekannt. Bürgerlich heißt der Patriarch allerdings Wladimir Gundjajew – und hat eine bewegte Vergangenheit. Unter dem Decknamen „Michailow“ hat er laut dem schweizerischen Bundesarchiv in den 1970er Jahren in Genf als Agent für den früheren sowjetischen Auslandsgeheimdienst KGB gearbeitet. Diese Vergangenheit verbindet ihn mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. © Sergei Chirikov/dpa
Seit Februar 2009 ist Gunjajew als Kyrill I. Patriarch von Moskau und der ganzen Rus und damit der Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Seit Februar 2009 ist Gundjajew als Kyrill I. Patriarch von Moskau und der ganzen Rus und damit der Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche. Er gilt als enger Verbündeter Putins, dessen Regentschaft er im Zuge der Präsidentschaftswahl in Russland 2012 als „Wunder Gottes“ bezeichnete. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs fällt er zunehmend durch Hasspredigten auf. Einmal bezeichnete er die Gegner Russlands als „Kräfte des Bösen“, zudem sprach er der Ukraine ihr Existenzrecht ab. Verbal lässt Kyrill I., anders als im April 2017 in Moskau, jedenfalls keine Tauben fliegen.  © Alexander Zemlianichenko/dpa
Der rechtsnationalistische Ideologe Alexander Dugin darf getrost als „Putins Denker“ bezeichnet werden.
Der rechtsnationalistische Ideologe Alexander Dugin darf getrost als „Putins Denker“ bezeichnet werden. Dugin, der viele Bücher geschrieben hat, gilt als antiwestlicher Hassprediger und Kämpfer für die Idee einer slawischen Supermacht. In seinem Buch „Grundlagen der Geopolitik“ sprach er sich gegen die Ukraine als souveränen Staat aus. Kurz vor Beginn des Ukraine-Kriegs wurde diese Rhetorik aufgegriffen, als Putin das ukrainische Staatsgebiet in einem Aufsatz infrage stellte. © Kirill Kudryavtsev/afp
Dugin wurde 1987 Mitglied der radikal-nationalistischen und antisemitischen Gruppierung Pamjat
Dugin wurde 1987 Mitglied der radikal-nationalistischen und antisemitischen Gruppierung Pamjat. Größere Bekanntheit erlangte er in den 1990er Jahren, als er über Radio und Fernsehen seine Ideologie verbreitete. Zugleich war Dugin auch Mitglied von esoterischen und okkulten Zirkeln. Unklar ist, wie nahe Dugin dem russischen Präsidenten steht. Putins Äußerungen geben aber oft die Rhetorik Dugins wider. Als Beispiel sei das Konzept „Noworossija“ („Neurussland“) geannnt, das Russland benutzt hat, um die Krim-Annexion zu rechtfertigen. Damals gab Dugin in einem Interview auch unmissverständlich kund, wie nun vorzugehen sei: „Töten, töten, töten, das ist meine Meinung als Professor.“ © afp
Zum engsten Putin-Zirkel gehört auch Nikolai Patruschew.
Zum engsten Putin-Zirkel gehört auch Nikolai Patruschew. Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates war lange Jahre Leiter des Inlandsgeheimdienstes FSB und gilt als radikaler, europafeindlicher Hardliner. Patruschew verbindet viel mit Putin: Sie sind etwa gleich alt, beide kommen aus dem heutigen Sankt Petersburg, vor allem aber entstammen sie beide dem sowjetischen Geheimdienst KGB. Patruschew wird als engster Vertrauter Putins wahrgenommen und soll von diesem zu seinem Stellvertreter für den Fall einer zeitweiligen Verhinderung der Amtsausübung erkoren worden sein © Zubair Bairakov/imago
Patruschew wird als „Falke“ des Ostens beschrieben.
Patruschew wird als „Falke“ des Ostens beschrieben. Im Herbst 2021 bezeichnete er die Ukrainerinnen und Ukrainer als „Nicht-Menschen“. Noch Ende Januar 2022 bestritt er jede Kriegsabsicht Russlands als „komplette Absurdität“. Ende Februar 2022 beschuldigte er in einem Manifest die USA und die EU, in der Ukraine eine „Ideologie des Neonazismus“ zu unterstützen.  © Aram Nersesyan/imago
Als Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR ist Sergei Naryschkin für seine bissigen Kommentare bekannt.
Als Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR ist Sergei Naryschkin für seine bissigen Kommentare bekannt. Kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges warf er den USA und anderen westlichen Staaten vor, Russland zerstören zu wollen: „Die Masken sind gefallen. Der Westen will Russland nicht nur mit einem neuen Eisernen Vorhang umgeben“, zitierte der SWR Anfang März 2022 seinen Chef. „Wir reden über Versuche, unseren Staat zu zerstören, über seine ‚Annullierung‘, wie heutzutage in einem ‚toleranten‘ liberal-faschistischen Umfeld gesagt wird.“ Naryschkin gehörte zu jenen, die schon damals behaupteten, zwischen Russland und dem Westen tobe ein „heißer Krieg“. © Alexander Zemlianichenko/dpa
Wenige Tage vor Beginn dem russischen Einmarsch in die Ukraine war Naryschkin im Gespräch mit Wladimir Putin tüchtig ins Schlingern geraten.
Wenige Tage vor Beginn dem russischen Einmarsch in die Ukraine war Naryschkin im Gespräch mit Wladimir Putin tüchtig ins Schlingern geraten. Der SWR-Chef sprach sich damals versehentlich für eine russische Einverleibung der Volksrepubliken Luhansk und Donezk aus. Putin korrigierte ihn bei der im Staatsfernsehen übertragenen Sitzung und betonte, dass die Frage nicht gestellt sei. „Wir sprechen über die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit oder nicht“, kanzelte Putin den SWR-Chef ab. © Valery Sharifulin/imago
Zu den engsten Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zählt der russische Unternehmer Jewgeni Prigoschin.
Zu den engsten Vertrauten Wladimir Putins zählte Jewgeni Prigoschin. Russlands Präsident und der erfolgreiche Geschäftsmann kannten sich lange. Als Putin noch KGB-Offizier war und in der St. Petersburger Stadtverwaltung arbeitete, soll er in Prigoschins Restaurant eingekehrt sein. Deshalb trug der in den chaotischen 1990er Jahren in Russland zu Reichtum gekommene 61-Jährige den Beinamen „Putins Koch“. Auch wegen Raubes saß er in Haft.  © Mikhail Metzel/imago
Inzwischen ist Prigoschin vor allem als Warlord der berüchtigten Schattenarme „Wagner“ im Auftrag des Kreml international gefürchtet.
Lange war Prigoschin vor allem als Warlord der berüchtigten Schattenarme „Wagner“ im Auftrag des Kreml international gefürchtet. Putin ließ ihn lange schalten und walten, als hätte diese Schattenarmee, eine paramilitärische Organisation mit vielen verurteilten Verbrechern, längst das Zepter der Macht in der Hand. Vom 23 bis 24. Juni 2023 kam es zu einem Aufstand der Wagner-Gruppe in Russland. Danach bezeichnete ihn Putin als „Verräter“. Am 23. August 2023 kam Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. © Vyacheslav Prokofyev/imago

Ukraine-News: Mehr Verantwortung für Kushner – Kiew „positiv optimistisch“

Update, 19:29 Uhr: Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump, soll eine größere Rolle in den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erhalten. Ukrainische Offizielle reagieren laut Kyiv Independent „positiv optimistisch“ auf diese Entwicklung. „Die Tatsache, dass Trump Kushner hinzugefügt hat, ist ein gutes Zeichen“, erklärt Oleksandr Merezhko, Vorsitzender des Außenausschusses des ukrainischen Parlaments. Kushner stehe nicht „unter Putins Bann“, so Merezhko weiter.

Update, 18:39 Uhr: In Miami stehen heute neue Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA über die Beendigung des Ukraine-Kriegs an. Chefunterhändler Rustem Umerow war bereits vor Ort, wie Präsidialamtsberater Oleksander Bews der AFP bestätigte.

„Der diplomatische Prozess findet größtenteils hinter den Kulissen statt“, erklärte Präsidentenberater Michailo Podoljak auf X. Basis der Florida-Gespräche ist ein amerikanischer Friedensplan, der nach scharfer Kritik aus Kiew und Europa in wesentlichen Punkten geändert wurde. Der ursprüngliche Entwurf sah einen Nato-Verzicht der Ukraine und die Abtretung des gesamten Donbass vor.

Ukraine-News: Drohnensichtung über Frankreichs Atom-U-Boot-Stützpunkt

Update, 17:39 Uhr: Sicherheitsalarm an Frankreichs nuklearem Herzstück – unbekannte Drohnen haben den Atom-U-Boot-Stützpunkt Île Longue überflogen und Abwehrmaßnahmen ausgelöst. Die Gendarmerie bestätigte den Vorfall bei Brest, wo Frankreichs vier strategische Nuklear-U-Boote stationiert sind.

Es war bereits der zweite Drohnen-Zwischenfall binnen Wochen in der Region. Die Häufung verdächtiger Überflüge in ganz Europa alarmiert Sicherheitsexperten: 850 Fälle allein in Deutschland seit Jahresbeginn deuten auf systematische Spionage hin. Im Kontext des Ukraine-Kriegs gerät Russland als möglicher Urheber der Aufklärungsflüge in den Fokus der Ermittlungen.

Update, 16.53 Uhr: Norwegen will in Deutschland zwei weitere U-Boote kaufen. Die U-Boote seien „für die Verteidigung unseres Landes absolut unerlässlich“, erklärte Verteidigungsminister Tore O. Sandvik am Freitag. Er verwies auf „eine Zunahme der Aktivitäten der russischen Streitkräfte im Nordatlantik und in der Barentssee“.

Update, 15.21 Uhr: Die USA haben in ihrer neuen nationalen Sicherheitsstrategie eine umfassende außenpolitische Neuausrichtung angekündigt. Das spielt auch eine tragende Rolle für den Ukraine-Krieg. US-Präsident Trump beschwört im Vorwort eine stärkere Konzentration auf nationale Interessen – und weniger militärisches Engagement weltweit. 

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg heißt es in dem Dokument, es sei ein Kerninteresse der USA, „eine rasche Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Wirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern“. Die Ukraine müsse nach dem Krieg wiederaufgebaut werden und als „überlebensfähiger Staat“ erhalten bleiben.

Wie Reuters berichtet, erhebt die US-Regierung in dem Dokumente scharfe Vorwürfe gegen Deutschland. „Der Krieg in der Ukraine hat den perversen Effekt gehabt, die Abhängigkeit Europas, insbesondere Deutschlands, vom Ausland zu verstärken“, heißt es dort laut der Nachrichtenagentur. Deutsche Chemieunternehmen würden einige „der weltweit größten Verarbeitungsanlagen“ in China bauen und dabei russisches Gas nutzen, so die Anklage.

News zur Lage im Ukraine-Krieg: Ölraffinerie in Russland nach Drohnenangriff in Flammen

Update, 14:15 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben des Generalstabs eine Ölraffinerie im russischen Sysran sowie Hafenanlagen in Temrjuk am Asowschen Meer mit Drohnen bombardiert. Die Auswertung der Schäden aus den nächtlichen Angriffen laufe noch, hieß es aus Kiew.

Russische Behörden bestätigten zuvor Brände im Hafen von Temrjuk in der Region Krasnodar nach dem Drohnenangriff. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warnte unterdessen laut Tass vor einer Fortsetzung des Krieges, sollte die Ukraine Verhandlungen über ein Konfliktende ablehnen.

Ukraine-News: Putin-Armee meldet Abschuss von 60.000 Drohnen in diesem Jahr

Update, 13.01 Uhr: Russland meldet den Abschuss von 60.000 Drohnen allein in diesem Jahr: Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche 1120 Drohnen abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium auf seinem Telegram-Kanal mit. Alle offiziell vom Ministerium vermeldeten Abschüsse zusammengerechnet summieren sich seit Jahresbeginn auf mehr als 60.000 abgeschossene ukrainische Drohnen, berichtete die staatliche Moskauer Nachrichtenagentur Tass. Da das russische Militär die Zahl der seit Kriegsbeginn 2022 abgewehrten Drohnen mit gut 100.000 angibt, wurden in diesem Jahr mehr unbemannte Flugkörper abgeschossen als in all den vorherigen Kriegsjahren zusammen.

Ukraine-News: Drohnen-Alarm bei Selenskyj-Flugzeug – Vorfall während Dublin-Besuch

Update, 12.06 Uhr: Gab es in Irland einen Drohnenangriff auf das Flugzeug von Selenskyj? Drei Tage nach dem Besuch des Ukrainers in Dublin äußern sich die irischen Streitkräfte: Sie von einem „sicheren und erfolgreichen“ Besuch des ukrainischen Präsidenten gesprochen. „Einzelheiten mutmaßlicher Vorfälle“ würden nicht kommentiert, teilten die Defence Forces der Nachrichtenagentur dpa mit.

Störungsversuche durch Drohnen hatten zuletzt in Europa für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Flughäfen in Nordeuropa, darunter Kopenhagen, mussten beispielsweise den Betrieb zeitweise einstellen, weil Drohnen unbekannter Herkunft im Sicherheitsbereich aufgetaucht waren. Die dänische Regierung sprach von einem „hybriden Angriff“, der Russland zugeordnet wird.

Ukraine-News: Putin informiert Modi in Indien über Fortgang der Verhandlungen

Update, 11:13 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seinem Besuch in Neu-Delhi mit Indiens Regierungschef Narendra Modi über „Friedensbemühungen“ im Ukraine-Krieg beraten. Putin teilte Modi „zahlreiche Details über die Ereignisse in der Ukraine“ mit und informierte ihn über Moskaus Bemühungen, „zusammen mit einigen Partnern, unter ihnen die USA, eine mögliche friedliche Lösung“ zu erreichen, wie der Kremlchef zu Beginn des Treffens sagte.

Das US-Institut für Kriegsstudien stuft Aussagen Putins in einem aktuellen Interview mit India Today als scheinheilig ein. Die Militäranalysten schreiben, Putin versuche, seine Kriegsziele fälschlicherweise als geografisch ausschließlich auf die Gebiete Donezk und Luhansk beschränkt darzustellen. Er behaupte, Russland habe „keine andere Wahl“ gehabt, als die „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk anzuerkennen. Moskau habe Kiew zuvor angeblich angeboten, seine Truppen vollständig aus den beiden Gebiete abzuziehen, um Kampfhandlungen seit 2022 zu vermeiden, was Kiew laut Putin abgelehnt haben soll.

Ukraine-News: Finnland-Präsident warnt vor Russland-Kontakten bei Friedensgesprächen

Update, 10.32 Uhr: Wie viel Einfluss hatte Russland bei den jüngsten Friedensplan-Gesprächen in Florida? Finnlands Präsident Alexander Stubb hat jetzt laut einem Bericht die europäischen Staats- und Regierungschefs gewanrt, dass die US-Unterhändler während ihrer Verhandlungen mit der Ukraine-Delegaion „wahrscheinlich“ parallel Kontakt zu Russland aufnahmen.

Das berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf einem ihm vorliegenden Transkript, das ihm von einer hochrangigen diplomatischen Quelle zugespielt worden sei. Stubb teilte dies demnach während eines Gesprächs „hochrangiger europäischer Politiker“ Anfang dieser Woche mit – kurz nach den Moskau-Gesprächen mit Steve Witkoff und Jared Kushner. Stubbs Warnung scheint die wachsende Besorgnis in Europas über die Haltung der Trump-Regierung in den Ukraine-Friedensverhandlungen widerzuspiegeln, schreibt das Portal.

Ukraine-News: Drohne richtet Zerstörung in Hochhaus im Zentrum von Grosny an

Update, 5. Dezember, 10:15 Uhr: Am frühen Morgen ist laut einem Medienbericht eine ukrainische Drohne in einen Wolkenkratzer im Zentrum von Grosny gestürzt und hat eine heftige Explosion ausgelöst. Mehrere Stockwerke des Gebäudes seien zerstört worden. Das berichtet die Kyiv Post unter Berufung auf den oppositionellen tschetschenischen Telegram-Kanal NYISO. Grosny ist Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien.

Update, 9.43 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance hat das bisherige Scheitern eines Friedensabkommens im Ukraine-Kriegs als die „größte Enttäuschung seiner Amtszeit“ bezeichnet. Das sagte Vance in einem aktuellen NBC News-Interview. „Und wenn Sie behauptet hätten, Frieden im Nahen Osten sei leichter zu erreichen als Frieden in Osteuropa, hätte ich Sie für verrückt erklärt“, führte er aus.

Vance fügte jedoch hinzu, dass er weiterhin optimistisch sei: „Ich denke, es besteht Hoffnung – wir hoffen, dass es in den kommenden Wochen gute Nachrichten in diese Richtung geben wird.“ Er betonte gegenüber NBC News noch, dass „wir“ – also er und US-Präsident Donald Trump und die US-Regierung – überzeugt gewesen seien, „dass dies der am einfachsten zu lösende Krieg“ gewesen wäre.

Ukraine-News: Kreml wartet auf Reaktion von US-Präsident Donald Trump

Update, 8:45 Uhr: Die russische Regierung erwartet eigenen Angaben zufolge eine US-Reaktion zum Treffen von Präsident Wladimir Putin mit Vertretern aus den USA. „Wir warten nun auf die Reaktion der amerikanischen Kollegen auf die Gespräche vom Dienstag“, meldete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Kreml-Berater Juri Uschakow. Pläne für ein Telefonat zwischen Putin und Donald Trump gebe es jedoch ebenso wenig wie einen neuen Termin für ein Treffen mit dem US-Gesandten Steve Witkoff.

Erstmeldung: Die Ukraine hat neue Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1240 Soldaten verloren. Insgesamt hat Putins Armee laut diesen Angaben mehr als 1,17 Millionen Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Stanislav Krasilnikov

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