Drohnenprogramm erfolgreich

Neue Waffen gegen Russland: Ukraine plant „Armee der Roboter“

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Die Ukraine feiert Erfolge mit ihrem Drohnenprogramm, und will in Zukunft noch stärker auf hochmoderne Technik bauen: Die Rede ist von einer „Armee der Roboter“.

Kiew – Im kommenden Februar 2024 jährt sich der Beginn des Ukraine-Kriegs bereits zum zweiten Mal. Noch immer ist kein Ende in Sicht. Weder können die russischen Aggressoren in ihrem Angriffskrieg entscheidende Gebietsgewinne verzeichnen, noch kann die vom Westen unterstützte Ukraine Moskaus Truppen dauerhaft zurückschlagen.

Der Oberbefehlshaber der Ukraine, General Valery Zaluzhny, hatte erklärt, dass die Ukraine und Russland in eine „Pattsituation“ geraten. Nun plant Kiew den Einsatz hochmoderner Technik, um sich vielleicht endlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber Russland zu verschaffen: Eine „Armee von Robotern“.

„Armee der elektronischen Kriegsführung“ und „Armee der Roboter“

Dem erfolgreichen Drohnenprogramm sollen nun ähnliche Programme folgen. So sollen Investitionen angezogen und erforderliche Technologien entwickelt werden. Der Ukraine-Minister für digitale Transformation, Mykhailo Fedorov, kündigte am 23. November auf der Forbes Tech 2023-Konferenz im westukrainischen Lemberg die Programme „Armee der elektronischen Kriegsführung (EW)“ und „Armee der Roboter“ an. Über die Ankündigung berichtet unter anderem die Kyiv Post und Defense Express.

„Honigdachs“: Der ukrainische Kamikaze-Roboter, der gepanzerte russische Fahrzeuge stoppen soll. Er ist ein Beispiel für ukrainische Technik im Kampf gegen Moskau.

Laut Fedorow umfasst das Programm technologische und geschäftliche Entwicklungen mit Schwerpunkt auf Skalierbarkeit. Weitere Einzelheiten sollen folgen. „Wir werden uns auf unsere Ideologie verlassen – Marktöffnung, Transparenz und die maximale Chance, Unternehmer anzuziehen, die bereits verschiedene Produkte entwickelt haben und wissen, wie man Produkte skaliert“, äußerte Fedorow.

Ukrainische „Drohnenarmee“ im Kampf gegen Russland erfolgreich

Fedorows Ankündigung für die „Armee der Roboter“ ruht und folgt auf dem Erfolg der „Drohnenarmee“, einer systematischen Kampagne mit Mark Hamill als Botschafter. Hamill spielte im Sci-Fi-Epos „Star Wars“ den Jedi-Ritter Luke Skywalker. Das Programm umfasste den Kauf, die Wartung und den Einsatz von Drohnen im laufenden Krieg, wo sie mit großer Wirkung für Angriffe auf russische Stellungen eingesetzt wurden. Von einigen dieser Angriffe wurden spektakuläre Videos aufgenommen, die ihren Weg ins Internet fanden. Das neue Programm wird wahrscheinlich dem gleichen Modell folgen.

Fedorow verwies neben den Ankündigungen auch auf „Brave1“, ein ukrainisches Förderprojekt, das Verteidigungstechnologieunternehmen koordiniert und Finanzmittel vergibt. Der Minister ermutigte Unternehmen, ihre Vorschläge einzureichen. Das Projekt werde demnach bis Ende des Jahres Zuschüsse im Wert von mehr als zwei Millionen US-Dollar vergeben. Fedorow postete bei X, ehemals Twitter, ein Video mit militärischen ukrainischen Innovationen.

Die Ukraine setzt nicht nur im Krieg auf moderne Technologie. Das Land gilt als eines der wichtigsten Technologie- und Startup-Zentren in Osteuropa und hat namhafte Start-ups wie Grammarly und Preply hervorgebracht, die seitdem weltweit gewachsen sind. Der Technologiesektor trug im Jahr 2022 7,35 Milliarden US-Dollar, fast 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, zur ukrainischen Wirtschaft bei. (cgsc)

Rubriklistenbild: © Screenhot X@FedorovMykhailo

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