VonLinus Prienschließen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach fast acht Monaten des russischen Angriffskriegs ein Interview gegeben. Unter anderem lobt er die Entwicklung von Olaf Scholz.
Kiew - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im ZDF ein Interview über die gegenwärtige Lage im eskalierten Ukraine-Konflikt gegeben. Auf die Frage hin, wie sich das Verhältnis zwischen Deutschland und der Ukraine gewandelt hätte, antwortete er: „Ich habe Deutschland immer sehr positiv bewertet, weil ich die Unterstützung der Gesellschaft von Anfang an gespürt habe. Seit dem Beginn dieser illegitimen Besatzung. Im Wesentlichen hat die Gesellschaft uns geschlossen unterstützt.“
Die deutsche Bevölkerung hätte die Ukraine unterstützt, ihre eigene Freiheit zu verteidigen. Selenskyjs lobende Worte über die deutsche Unterstützung folgten mehreren Demonstrationen in Deutschland, bei denen unter anderem das Ende der Sanktionen gegen Russland gefordert wurden.
Ukraine-Krieg: Selenskyj lobt Bundeskanzler Olaf Scholz
Bezüglich Bundeskanzler Olaf Scholz beschrieb Selenskyj auch eine Verbesserung in ihrer Beziehung zueinander: „Ich denke, unsere Beziehung hat sich gegenseitig geändert. Und ich würde mir wünschen, dass dieser positive Trend auch erhalten bleibt.“ Der ukrainische Präsident lobte den Bundeskanzler für sein wachsendes Engagement: „Ich bin überzeugt, dass der Kanzler seit seinem Amtsantritt das Thema gut, immer besser, beherrscht, selbstverständlich war er ein Fachmann in der Wirtschaft, im Bankenwesen, in der Politik. Allerdings ist ein Krieg etwas ganz anderes. Er hat die Folgen dieses Krieges in den Vordergrund gestellt. Letztendlich hat er feststellen müssen, dass der russische Präsident das eine behauptet und etwas anderes tut.“
Ukraine-Krieg: „Wir haben es mit nicht ganz normalen Menschen zu tun“
Die Entwicklung, die es bei Olaf Scholz gegeben habe, beschrieb der ukrainische Präsident folgendermaßen: „Ich denke, das ist eine Frage des Vertrauens, Herr Bundeskanzler hat gesehen, und das ist meine persönliche Meinung, dass man dem russischen Präsidenten nicht vertrauen kann und dass die Ukraine vollkommen im Recht ist. Wir haben lange an den deutschen Türen und Fenstern geklopft, damit wir gehört werden. Wir haben immer wieder betont, dass wir es mit nicht ganz normalen Menschen zu tun haben.“
„Es ist sehr schwierig, etwas zu verhandeln, mit diesen nicht ganz normalen Menschen. Jeden Tag ändern sie ihre Ziele. Deswegen, denke ich, hat der Kanzler sich mir in das Thema eingearbeitet. Das beeinflusst auch die Aktivitäten der Regierung und die Hilfe an die Ukraine.“ Selenskyj betonte letztlich zum wiederholte Male: „Letzten Endes kämpfen wir im Interesse Deutschlands.“ Darüber hinaus äußert sich der Staatschef über „Kanonenfutter“ auf russischer Seite. (lp)
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