Nicht nur als Abfangjäger einsetzbar

Umgebaute Kampfjets aus Frankreich könnten im Ukraine-Krieg für Verluste bei Putins Truppen sorgen

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Die umgerüsteten französischen Jets, die der Ukraine im Kampf gegen Russland zur Seite stehen, könnten eine größere Bedrohung für Moskau darstellen.

Cazaux – Mehr Flexibilität für die Ukraine im Luftkampf gegen Russland: Im vom Aggressor begonnenen Ukraine-Krieg werden Kiew bald französische Mirage 2000-5-Kampfjets geliefert. Diese sind eigentlich Abfangjäger, doch nach neuesten Berichten sollen einige der Flugzeuge umgerüstet werden und danach noch mehr können. Demnach werden sie so modifiziert, dass sie auch Bodenziele angreifen können.

Französische Kampfjets werden mit Luft-Boden-Raketen aufgerüstet

Das gab die französische Zeitung Sud Ouest am 18. September 2024 bekannt. Die Mirage-Kampfjets werden auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt in Cazaux dementsprechend umgebaut, heißt es in dem Bericht. Als Abfangjäger kann das Radar der Mirages 24 Luftziele gleichzeitig erfassen, von denen die Flugzeuge acht verfolgen und vier gleichzeitig angreifen können.

Obwohl keine konkreten Einzelheiten der Modernisierung bekannt gegeben wurden, ist es laut dem Portal News Ukraine wahrscheinlich, dass die Kampfjets für die Armée Air-Sol Modulaire (AASM)-Bomben angepasst werden, die bereits an Kiew geliefert wurden.

Frankreich liefert Mirage-Kampfjets mit Marschflugkörpern an die Ukraine

Am 6. Juni 2024 verkündete Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dass Mirage-Kampfjets an die Ukraine übergeben und Piloten in Frankreich ausgebildet werden sollen. Die betreffenden Flugzeuge sind mit SCALP-Marschflugkörpern ausgerüstet, die bereits im Inventar der Ukraine vorhanden sind und von Su-24M-Flugzeugen verwendet werden.

Kampfjet der französischen Luftwaffe: eine Dassault Mirage 2000-5.

Der französische Botschafter Gaël Vésier wies bereits am 15. Juli 2024 darauf hin, dass der Prozess der Flugzeuglieferung eine Ausbildung des technischen und fliegenden Personals erfordert. Er betonte, dass dieser Prozess nicht über bestimmte zeitliche Grenzen hinaus beschleunigt werden könne. Spezifische Details bezüglich des Zeitpunkts und der Anzahl der Kampfjets wurden von ihm nicht preisgegeben.

Ukraine setzt im Verteidigungskrieg gegen Russland auf den Einfluss der F-16-Kampfjets

Seit Beginn des Krieges bemüht sich die Ukraine, die russische Lufthoheit mithilfe westlicher Kampfflugzeuge wie F-16-Kampfjets zu brechen. Verschiedene Nato-Länder haben die Lieferung dieser Kampfjets zugesichert, auf die die Ukraine große Hoffnungen setzt. Die F-16-Flugzeuge, die in den USA hergestellt werden, sind für ihre Präzision, Geschwindigkeit und Reichweite bekannt. Die F-16 sind mittlerweile im Einsatz.

Russland feuert Raketen auf Kinderkrankenhaus in Kiew: Fotos zeigen erschütternde Szenen

Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen.
Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen. © Evgeniy Maloletka / dpa
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk.
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk. © Andreas Stroh / dpa
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen.
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen. Rettungskräfte und Zivilisten suchen nach möglichen Verschütteten. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew.
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew. © dpa/AP | Efrem Lukatsky
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew.
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben. © Evgeniy Maloletka / dpa
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew.
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik.
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik. © Evgeniy Maloletka / dpa
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone.
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone. © Evgeniy Maloletka / dpa
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden verletzte abtransportiert.
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden Verletzte abtransportiert. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde.
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde. © Evgeniy Maloletka / dpa
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg.
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt.
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt. © Aleksandr Gusev / dpa
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter.
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter. © IMAGO/Maxym MarusenkoNurPhoto
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden.
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden. © IMAGO/Maxym Marusenko/NurPhoto
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können.
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können. © IMAGO/Bahmut Pavlo/Ukrinform/Abaca
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben. © IMAGO/Ruslan Kaniuka/Ukrinform/ABACA
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern.
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern. © Anton Shtuka / dpa
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern.
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern. © Anton Shtuka / dpa

Um der russischen Lufthoheit Paroli bieten zu können, benötigt die Ukraine nach Aussage ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit AFP im Mai etwa 130 dieser Kampfjets. Die Nato-Verbündeten der Ukraine haben bisher die Lieferung von weniger als hundert dieser Flugzeuge zugesagt. Die Ausbildung ukrainischer Piloten an diesen Kampfjets ist bereits seit Monaten im Gange. Kiew möchte die F-16-Kampfjets unbedingt auch über russischem Territorium einsetzen, was im Westen allerdings zur Diskussion steht. (cgsc mit afp)

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