VonJanine Napircaschließen
Der amtierende Bundespräsident Österreichs Alexander Van der Bellen kandidiert für eine zweite Amtszeit. Er wirbt mit seinem reifen Alter.
Wien – Bundeskanzler gab es in Österreich in der letzten Zeit viele verschiedene. Der aktuelle Bundespräsident Alexander Van der Bellen aber ist seit 2017 im Amt und will es, wenn es nach ihm geht, noch eine Weile bleiben. Ausgerechnet sein Alter sei dabei ein entscheidender Faktor. „Ich bin alt genug für dieses Amt“, sagte der 78-Jährige am Montag (23. Mai) in Wien laut dpa und stichelt damit gegen den Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz. In Zeiten von Corona und Krieg sei gerade Lebenserfahrung wichtig. Van der Bellen fühle sich einem Bericht von Der Standard zufolge reifer für das Amt „als noch vor fünf Jahren, als ich vergleichsweise ein junger Hupfer war“.
Van der Bellen: „Hüten Sie sich vor allen Menschen, die einfache Rezepte haben“
Van der Bellen sprach laut dpa von ungeahnten Herausforderungen, vor denen Österreich stünde und nannte neben der Ibiza-Affäre die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. „Hüten Sie sich vor allen Menschen, die einfache Rezepte haben“, warnte er bei seiner Kandidatur um eine zweite Amtszeit als österreichischer Bundespräsident.
Österreich werde mit hohen Energiekosten rechnen müssen: „Unser Preis für die Demokratie“
„Der Preis der Freiheit wird zunächst vom ukrainischen Volk bezahlt. Aber auch wir bezahlen einen hohen Preis“, sagte Van der Bellen. Die Energiekosten würden demnach weiter steigen. Das seien die ökonomischen Opfer, die man aufgrund der Sanktionen gegen Russland bringe, und laut Van der Bellen „unser Preis für die Demokratie“.
Van der Bellen startet mit großen Zielen in den Wahlkampf
In die für Herbst 2022 geplante Österreich-Wahl nimmt der amtierende österreichische Bundespräsident große Ziele mit. „Für uns selbst und unsere Kinder“ müsse man laut ihm den Planeten retten, wie Der Standard ihn zitiert.
Ich wünsche mir, dass Mädchen in eine Welt hineinwachsen können, in der Gleichberechtigung selbstverständlich ist.
Aber er wünsche sich auch mehr Gleichberechtigung der Geschlechter: „Ich wünsche mir, dass Mädchen in eine Welt hineinwachsen können, in der Gleichberechtigung selbstverständlich ist. Dafür müssen wir alle gemeinsam etwas beitragen.“
Van der Bellen: Von diesen Parteien kann er Unterstützung im Wahlkampf um die Präsidentschaft erwarten
Als ehemaliger Vorsitzender der Grünen kann Van der Bellen zum einen auf die Unterstützung der Grünen bauen. Zum anderen haben laut Der Standard auch SPÖ und Neos angekündigt, den amtierenden Bundespräsidenten Österreichs – zumindest ideell – zu unterstützen. Auch die ÖVP wünsche ihm alles Gute - ohne jedoch eine Wahlempfehlung zu geben. Nur die FPÖ wolle einen eigenen Kandidaten oder eine eigene Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2022 in Österreich aufstellen. Wer gegen Van der Bellen antreten soll, ist aktuell allerdings noch nicht bekannt.
