Innere Sicherheit

Im Streit um Asyl-Verschärfungen droht Olaf Scholz der SPD mit Vertrauensfrage

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Im Streit um das sogenannte Sicherheitspaket gibt es in der SPD eine heftige Debatte. Abgeordnete kritisieren, dass Flüchtlinge grundsätzlich als Verdächtige behandelt werden. Wackelt das Vorhaben?

Berlin – Das könnte am Freitag noch knapp werden. Dann soll im Bundestag das sogenannte Sicherheitspaket verabschiedet werden. Die Reaktion auf die Diskussionen nach dem islamistischen Anschlag von Solingen im August sieht Verschärfungen des Waffenrechts, die Ausweitung polizeilicher Befugnisse und die Kürzung von Sozialleistungen bei Asylsuchenden vor.

Nach der Anhörung von Fachleuten sind strittige Maßnahmen zum Teil abgemildert worden. Die Union will daher nun dagegen stimmen, weil sie das Vorhaben verwässert sieht. Doch auch bei SPD und Grünen sind viele Abgeordnete unzufrieden - aus gegenteiligem Grund.

In der SPD gab es in der Fraktionssitzung am Dienstag dazu eine lange und heftige Debatte. Vor allem jüngere Abgeordnete meldeten sich dem Vernehmen nach kritisch zu Wort, nicht wenige von ihnen haben selbst einen Migrationshintergrund. Sie kritisierten vor allem, dass der islamistische Terror nun dazu verwendet wird, Flüchtlinge grundsätzlich als Verdächtige zu behandeln.

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Es ging dabei so hoch her, dass der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese am frühen Abend sogar die Teilnahme an einer Fernsehdiskussion zum gleichen Thema sausen ließ. Für ihn sprang der Abgeordnete Helge Lindh ein, der das Vorhaben vehement verteidigte. Man habe die Kürzung der Sozialleistungen spürbar abgemildert, sagte er. Das Gesetzespaket sei richtig, so Lindh, die Politik müsse nicht nur der Sicherheit, sondern auch dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung Rechnung tragen.

Die Debatte in der Fraktion geriet derweil offenbar so kontrovers, dass Bundeskanzler Olaf Scholz sogar indirekt damit drohte, die Vertrauensfrage zu stellen. Nachdem sich einige SPD-Abgeordnete gegen den Vorschlag ausgesprochen hatten, meldete sich Scholz zu Wort und erklärte, das Vorhaben müsse eine eigene Mehrheit finden, „sonst muss ich von meinen Möglichkeiten Gebrauch machen“.

Debatte um Sicherheitspaket – Minimale Sachleistungen für Asylsuchende

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, Katja Mast, bestritt dieses Zitat am Mittwochmorgen nicht. Allerdings sei das keine Drohung gewesen, sagte sie. Es habe eine Debatte um die sogenannten Dublin-Flüchtlinge gegeben, so Mast weiter. Dabei handelt es sich um Asylsuchende, die bereits in einem anderen europäischen Land Schutz beantragt haben und demnach dorthin abgeschoben werden sollen. Für diese Menschen soll es nach dem Plan der Ampel künftig nur noch minimale Sachleistungen geben, was unter den Schlagworten „Bett, Brot, Seife“ zusammengefasst wird. Es handelt sich dabei um einen Terminus, den zunächst die AfD gebrauchte. Mittlerweile benutzen ihn auch andere Parteien.

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Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
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Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
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Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

Der kommissarische Generalsekretär der SPD Matthias Miersch erklärte, dass die Worte des Kanzlers keine Drohung mit der Vertrauensfrage gewesen seien. Was diese Äußerung dann aber wirklich war, konnten weder er noch Katja Mast am nächsten Morgen schlüssig erklären. Mast dementierte nicht, dass bei der Probeabstimmung rund 20 Abgeordnete ihre Zustimmung zum Gesetzespaket verweigerten.

Einige von ihnen hätten Mast jedoch versichert, dass sie im Plenum mit der Fraktion stimmen werden.
Diese Fraktionsdisziplin ist üblich: Strittige Projekte werden in den internen Sitzungen abgestimmt. Wer unterliegt, fügt sich in den meisten Fällen im Plenum der Mehrheitsmeinung. Mast verwies darauf, dass Abgeordnete, die nicht mit der Fraktion stimmen wollten, dies mindestens 24 Stunden vorher bei der Parlamentarischen Geschäftsführung anzeigen müssen. Bis jetzt habe sich noch niemand bei ihr gemeldet, sagte sie.

Juso-Chef stärkt Zweifelnde und schwächt Ampel-Koalition

Vom Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer kam Rückendeckung für etwaige Abweichler. „Ich hoffe, dass sich niemand, der gegen das Paket stimmen will, davon einschüchtern lässt“, sagte er im Interview mit dem Stern in Bezug auf die Äußerung von Scholz: „Lasst Euch nicht unterkriegen, ihr habt die volle Unterstützung der Jusos.“ Dies sei „für Wahlkampf, Listen und Parteitage vor Ort viel wichtiger als die gute Laune des Kanzlers“.

Olaf Scholz greift bei den parteiinternen Diskussionen um das Sicherheitspaket hart durch.

Die drei Fraktionen der Ampel-Koalition haben im Bundestag zusammen 415 der insgesamt 733 Sitze inne und damit eine deutliche Mehrheit. Doch auch bei den Grünen ist der Unmut über das Sicherheitspaket verbreitet. Es kursiert ein Brief der Grünen-Basis, der dazu aufruft, gegen das Vorhaben zu stimmen. Verfangen die Aufrufe, könnte die Mehrheit am Freitag zumindest peinlich knapp ausfallen. Gut möglich, dass man sich daher auf eine namentliche Abstimmung einigt. Das lässt einzelne Abgeordnete erfahrungsgemäß noch mal eher gemäß der Fraktionsdisziplin abstimmen. Katja Mast erklärte am Mittwoch allerdings, dies sei „bis jetzt“ nicht geplant.

Rubriklistenbild: © IMAGO/

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