Klimawandel

Nach der Klimakonferenz: Der wackelige Ausstieg aus den fossilen Energien

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Die Abkehr von Öl, Kohle und Gas wird zum ersten Mal in der Erklärung eines Klimagipfels gefordert. Doch was helfen vorsichtig verhandelte Worte ohne konkrete Ziele?

Bonn – So richtig zufrieden ist Simon Stiell mit dem Paragrafen zu Fossilem in der Abschlusserklärung des Klimagipfels COP 28 nicht. Denn der bedeute noch längst nicht das Ende des fossilen Zeitalters, so der Chef des UN-Klimasekretariats. Er sei jedoch zumindest ein „Anfang vom Ende“. Nachdem die Staaten lange um die Formulierung für das Ziel gerungen hatten, konnten sie sich kurz vor Schluss der Konferenz auf folgende Formel im Englisch der Verhandlungen einigen: „transitioning away from fossil fuels in energy systems“. Alle Länder werden also zu einer Abkehr von fossilen Brennstoffen im Energiesystem angehalten.

In Deutschland genutzte fossile Energie kommt etwa aus dieser Raffinerie in Schwedt.

COP28 ließ Hintertür für fossile Energien offen

Zuvor wurden verschiedene Formulierungen für den Passus diskutiert: Sollte darin von einem „Ausstieg“ oder einer „Reduzierung“ der fossilen Energien die Rede sein? Oder würde eine Variante akzeptiert, die lediglich die Abkehr von „unverminderter“ Nutzung aller Fossilen oder nur der Kohle beschreibt, und damit etwa eine Hintertür offen ließe für die weitere Verbrennung bei Einsatz von CO2-Abscheidungs- und Speichertechnologien (CCS).

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Kohle, Öl und Gas sind für drei Viertel aller Treibhausgase verantwortlich. Dennoch wurden sie in keinem Abschlussdokument der 27 vorherigen Klimagipfel namentlich erwähnt. Nur Kohle schaffte es schon zwei Jahre zuvor in die Erklärung von Glasgow mit der vorsichtigen Formulierung: Länder sollen die „unverminderte“ Verstromung von Kohle ohne CCS verringern.

Klimakonferenz-Erklärung „wissenschaftlich gesehen nicht ausreichend“

„Rein politisch gesehen ist die Erklärung angesichts der enormen Widerstände ein Fortschritt. Wissenschaftlich gesehen reicht sie aber natürlich in keiner Weise aus“, sagt Wolfgang Lucht, einer der Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Das Dokument beschreibe die Dringlichkeit der Sachlage sehr klar, ziehe aber recht unverbindliche Schlussfolgerungen.

All die Formulierungen – phase-out, phase-down, transitioning – hätten ohne feste Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel Zwischenziele, kaum Aussagekraft. Ebenso unscharf ist der Begriff „unvermindert“. Auch in der Erklärung von Dubai findet sich die Formulierung von Glasgow damit zur Kohle wieder.

Doch was heißt das? Müssen die gesamten Emissionen bei der Verbrennung abgeschieden und gespeichert werden? Das ist nach heutigem Technikstand nicht möglich. In der Regel landen mindestens zehn Prozent der Emissionen in der Atmosphäre. Darf es schon als „unvermindert“ gelten, wenn nur zwanzig, zehn, fünf Prozent der Emissionen abgefangen werden?

COP-Präsident Al Jaber leugnete wissenschaftliche Erkenntnisse – oder doch nicht?

Diese fehlende Genauigkeit der Definitionen in den Beschlüssen und Beratungen sorgt auch innerhalb der Wissenschaft für Verwirrung. Das zeigen jüngste Reaktionen auf Äußerungen des COP28-Präsidenten Sultan Al Jaber. Dieser hatte einige Tage vor Beginn des Klimagipfels behauptet, es gebe keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte dafür, dass der Ausstieg aus den fossilen Energien für das 1,5-Grad-Ziel notwendig ist.

Die Rolle von Al Jaber als COP-Präsident ist umstritten.

Zahlreiche Wissenschaftler:innen widersprachen. Darunter auch Joeri Rogelj, Professor für Klimawissenschaften am Imperial College London. Rogelj erklärte, dass jedes Szenario des Weltklimarates IPCC im Einklang mit 1,5 Grad einen „De-facto-Ausstieg aus den fossilen Energien“ bis 2050 vorsehe. Völlig gegenteilig liest sich die Reaktion von Myles Allen, Professor für Geosystemwissenschaften in Oxford. Allen rügte die vorschnelle Verurteilung von Al Jabers Aussage und erklärte: „Alle 1,5-Grad-Szenarien, die CO2-Speichertechnologien zulassen, erlauben die Nutzung fossiler Energien auch nach dem Jahr 2100.“

Am Ende widersprechen sich diese beiden Aussagen aber nur durch den Interpretationsspielraum, den sie zulassen. Es gibt einen breiten wissenschaftlichen Konsens, dass fossile Restenergien in manchen Sektoren noch lange existieren werden. Gleichzeitig ist klar, dass die Produktion und der Verbrauch fossiler Brennstoffe bis Mitte dieses Jahrhunderts drastisch reduziert werden müssen.

Weltklimarat IPCC verlangt schnelleren Ausstieg aus fossilen Energien

Während einer Pressekonferenz in Dubai machte der Klimaforscher und Direktor des Potsdam-Instituts Johan Rockström deutlich: „Die IPCC-Szenarien im Einklang mit 1,5 Grad gehen von einem rapiden Ausstieg aus fossilen Energien aus und beinhalten zusätzlich sehr optimistische Annahmen über den Ausbau von CO2-Entnahme- und Speichertechnologien. Diese Technologien können also kein Argument für einen verzögerten fossilen Ausstieg sein.“

Im aktuellen IPCC-Bericht, dem „Goldstandard“ der weltweiten Klimaforschung, heißt es zu den besagten Szenarien, dass zur Einhaltung des 1,5-Grad-Limits die globale Nutzung von Kohle, Öl und Gas bis 2050 um 95, 60 und 45 Prozent reduziert werden muss. Ist das nun ein ‚phase-out‘, ein ‚phase-down‘ oder ein ‚transitioning away‘ von fossilen Energien?

Klimaaktivistinnen in Dubai.

Allerdings sind auch diese IPCC-Szenarien nicht unumstritten. Ab 2050 müssten gemäß den mit 1,5 Grad kompatiblen Szenarien weltweit etwa zehn Milliarden Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden – und das jedes Jahr. Das ist mehr, als gegenwärtig alle Wälder der Erde aufnehmen. Die IPCC-Szenarien basieren auf klimaökonomischen Rechenmodellen, die den wirtschaftlich günstigsten Pfad beschreiben. Diese Modelle beruhen aber auf zahlreichen Annahmen, etwa über künftige Entwicklungen bei Kosten und Technologien.

CO2 in Vegetation binden „ökologisch nur in sehr begrenzten Ausmaß vertretbar“

CO2 kann zum Beispiel direkt aus der Luft entfernt werden – aber nur mit Technologien, die enorm teuer und energieintensiv sind. Das Treibhausgas könne zudem auch durch das Vegetationswachstum in weltweit angelegten Plantagen gebunden werden, so die Annahme in den Modellen weiter. Aber: „Das ist ökologisch nur in einem sehr begrenzten Ausmaß vertretbar“, kritisiert Wolfgang Lucht. „Man kann dieses Problem nicht nur ökonomisch betrachten.“

Die G20: Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in einer Gruppe

19 Staaten und die Europäische Union bilden die G20. Sie repräsentieren mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, erwirtschaften über 85 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und sind für 80 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Diese Staaten gehören dazu:
19 Staaten und die Europäische Union bilden die G20. Sie repräsentieren mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, erwirtschaften über 85 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und sind für 80 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Diese Staaten gehören dazu: © Lars Berg/dpa
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In Sachen Bevölkerung nur auf Platz Drei, doch bei der Wirtschaftsleistung ganz oben: Die Vereinigten Staaten von Amerika. © Michael Brochstein/dpa
Bill Clinton 1997
imago472024753.jpg © imago
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Das bevölkerungsreichste Land unter den G20 ist die Volksrepublik China. Regiert wird der autoritäre Staat von Präsident Xi Jinping, der seine Macht auf dem Parteitag 2022 endgültig festigte. Die 1,3 Milliarden Menschen in China sind für 15 Prozent der Wirtschaftsleistung der G20-Gruppe verantwortlich. © Jade Gao/afp
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Die Gründungskonferenz der G20 fand 1999 in Berlin statt. Bis 2008 firmierten die Gipfel unter der Bezeichnung „Finanzministertreffen“. 2017 kehrte die Gruppe der G20 nach Deutschland zurück und kam in Hamburg zusammen. Der Gipfel wurde von massiven Protesten begleitet. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen von Sicherheitskräften und Demonstranten. Zentrum des Konflikts war der Stadtteil Sankt Pauli. © Michael Kappeler/dpa
Deutschland ist als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ebenfalls Mitglied der G20. 2017 fand der Gipfel in Hamburg statt - und wurde begleitet von massiven Protesten und einem gigantischen Polizeiaufgebot.
Deutschland ist als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ebenfalls Mitglied der G20. 2017 fand der Gipfel in Hamburg statt - und wurde begleitet von massiven Protesten und einem gigantischen Polizeiaufgebot. © imago
Gastgeber des G20-Gipfels 2017 war der damalige Bürgermeister Hamburgs und spätere Bundeskanzler Deutschlands, Olaf Scholz. Er begrüßte unter anderem US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania in der Hansestadt.
Gastgeber des G20-Gipfels 2017 war der damalige Bürgermeister Hamburgs und spätere Bundeskanzler Deutschlands, Olaf Scholz. Er begrüßte unter anderem US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania in der Hansestadt. © imago
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Die viertgrößte Wirtschaftsleistung bei den G20 erzielt Japan. Der ostasiatische Staat besteht aus 6.852 Inseln. Bewohnt sind davon 425, auf denen mehr als 125 Millionen Menschen leben. Der Ballungsraum Tokio ist mit 37,3 Millionen Einwohner die größte Stadt der Welt. © Philip Fong/afp
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Großbritannien ist nach dem Brexit zwar kein Mitglied der EU mehr, dafür aber immer noch vertreten bei der G20. Staatsoberhaupt des Königreichs ist seit dem Tod von Königin Elisabeth II. ihr Sohn Charles III. Bei der G20 wird das Land aber durch die Regierung vertreten. © Aaron Chown/dpa
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Frankreich ist eines der drei EU-Länder, das auch mit einer eigenen Vertretung bei der G20 teilnimmt. Das einzige Treffen der Gruppe in der „Grande Nation“ fand im Jahr 2007 in der Hafenstadt Cannes statt. Aktivisten von Oxfam karikieren das Teilnehmerfeld: Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Barack Obama, David Cameron, usw. © Martin Bureau/afp
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Indien ist das Land unter den G20 mit der zweitgrößten Bevölkerung. Im Jahr 2002 fand in Dehli der einzige Gipfel der Gruppe in dem Land statt. Chili gilt als Grundnahrungsmittel in Indien, das offenbar auch von diesen beiden als indische Götter verkleideten Kindern geschätzt wird. © Avishek Das/dpa
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Brasilien ist das größte Land Südamerikas und eines der zwei Länder des Kontinents, die auch in der G20 vertreten sind. Das Land der Strände wie hier Ipanema in Rio de Janeiro erlebte kurz vor dem G20-Gipfel in Bali einen Regierungswechsel. Präsident Jair Bolsonaro wurde abgewählt und Lula da Silva feierte sein Comeback. © Jose Lucena/dpa
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Neben den USA ist auch der andere nordamerikanische Staat Teil der G20: Kanada. Das Land hoch im Norden wurde von 2015 bis 2025 von Premierminister Justin Trudeau regiert. Zweimal hintereinander trafen sich die Mitglieder der G20 in Kanada: Im Jahr 2000 in Montreal und im Jahr 2001 in Ottawa. Mit gerade einmal 35 Millionen Menschen stellt Kanada die drittkleinste Bevölkerung innerhalb der G20. © Chris Roussakis/dpa
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Südkorea ist neben China und Japan das dritte Land aus Ostasien, das bei der G20 dabei ist. Die Hauptstadt Seoul wurde kurz vor dem G20-Gipfel in Bali von einer Tragödie erschüttert. Mehr als 150 Menschen starben bei einer Massenpanik. Tausende kamen in den Straßen zusammen, um der Opfer zu gedenken. © Anthony Wallace/afp
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Russland ist eigentlich auch Mitglied der G20. Ob Präsident Wladimir Putin aber am G20-Gipfel in Bali teilnehmen wird, das steht noch nicht fest. Das Land ist aufgrund des Kriegs mit der Ukraine international zunehmend isoliert, hat mit Ländern wie China und Indien aber auch unter den G20-Staaten noch Verbündete. © Alexander Nemenov/afp
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Australien ist mit Blick auf die Bevölkerung das kleinste Land der G20. Der Staat „Down Under“, berühmt für das Opernhaus in Sydney, ist auch das einzige Land aus Ozeanien in der Gruppe der Zwanzig. © Bai Xuefei/dpa
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Mexiko ist wie der Nachbar im Norden, die USA, Mitglied der G20. Der mittelamerikanische Staat ist mit einer Einwohnerzahl von 127 Millionen der achtgrößte der G20. Viele Menschen in Mexiko feiern wie hier jedes Jahr den Tag der Toten, mit aufwendigen und gruseligen Kostümen. © Eduardo Verdugo/dpa
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Indonesien ist ebenfalls Mitglied der G20. Der Inselstaat beheimatet 257 Millionen Menschen und 128 Vulkane. 80 davon gelten als aktiv. Ausbrüche wie hier beim Vulkan Merapi gehören in Indonesien zum Alltag. © Slamet Riyadi/dpa
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Ein Land auf zwei Kontinenten und ebenso Mitglied der G20: die Türkei. Die Bosporus-Meerenge in Istanbul, der größten Stadt der Türkei, ist der Zugang zum Schwarzen Meer, über das wiederum Getreide für die ganze Welt aus den Häfen von Odessa und Mariupol verschifft wird. © Ozan Kose/afp
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Saudi-Arabien ist, was Wirtschaftsleistung und Bevölkerungszahl angeht, eines der kleinsten Länder der G20. Doch aufgrund der großen Rohstoff-Reserven, hauptsächlich Erdöl, kommt dem Land eine strategisch wichtige Bedeutung zu. Regiert wird das Königreich von Salman ibn Abd al-Aziz. Doch als eigentlicher Strippenzieher in dem absolutistisch regierten Land gilt Kronprinz Mohammed bin Salman (im Bild). © Uncredited/afp
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Südafrika ist das einzige afrikanische Land in der Gruppe der Zwanzig. Es hat außerdem die geringste Wirtschaftleistung aller G20-Staaten. Das Land am Kap der Guten Hoffnung gilt mit seinen Städten wie Johannesburg und Kapstadt als eine Hochburg der Mode - vom Minimalismus bis zur Haute Couture. © Kim Ludbrook/dpa
Italien ist ebenfalls Teil der G20 und wird aktuell durch Premierministerin Giorgia Meloni, hier beim Gipfel in Rio de Janeiro und im Gespräch mit dem ehemaligen Premierminister Kanadas, Justin Trudeau, vertreten.
Italien ist ebenfalls Teil der G20 und wird aktuell durch Premierministerin Giorgia Meloni, hier beim Gipfel in Rio de Janeiro und im Gespräch mit dem ehemaligen Premierminister Kanadas, Justin Trudeau, vertreten. © imago
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Eine Sonderrolle in den G20 kommt der Europäischen Union zu. Sie ist als Staatenbund mit einer eigenen Delegation bei den G20 vertreten. Die EU weist die zweitgrößte Wirtschaftsleistung und die zweitgrößte Bevölkerung in der G20 aus. Mit Deutschland, Frankreich und Italien sind drei EU-Mitgliedsländer auch als Einzelstaaten in der G20 vertreten. © Dragan Tatic/dpa
Neben der EU ist auch die Afrikanische Union beim G20-Gipfel 2025 in Südafrika mit einer Delegation vertreten.
Neben der EU ist auch die Afrikanische Union beim G20-Gipfel 2025 in Südafrika mit einer Delegation vertreten. © imago
2025 findet der G20-Gipfel in Johannesburg statt - unter massiven Sicherheitsvorkehrungen. Die Regierung Südafrika gab bekannt, mehr als 3.500 zusätzliche Polizisten einzusetzen.
2025 findet der G20-Gipfel in Johannesburg statt - unter massiven Sicherheitsvorkehrungen. Die Regierung Südafrika gab bekannt, mehr als 3.500 zusätzliche Polizisten einzusetzen. © imago

Dahinter liege eine Strategie, die fast etwas unehrlich sei, gibt Lucht zu bedenken. „In den Szenarien wird der heutigen Gesellschaft ein rascher, entschlossener Umstieg auf erneuerbare Energien nicht zugemutet. Im Gegenzug wird aber als problemlos angenommen, dass eine zusätzliche, künstliche CO2-Senke von planetarem Ausmaß in nur wenigen Jahrzehnten etabliert und betrieben wird“, so der Erdsystemwissenschaftler, der selbst an einigen IPCC-Berichten mitgewirkt hat. „Wir wälzen die Verantwortung damit zum eigenen Vorteil auf unsere Kinder ab. Man könnte sagen, wir stellen einen ungedeckten Scheck auf die Zukunft aus.“

Rubriklistenbild: © Hannes P. Albert/dpa

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