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Russland gehen die Waffen aus, das Land richtet sich an Nordkorea für Hilfe. US-Vizepräsidentin Harris warnt Putin und Kim Jong-un vor Konsequenzen eines Treffens. Der Machthaber sei bereits unterwegs.
Washington, D.C – Noch immer ist im Ukraine-Krieg kein Ende in Sicht. Und doch zeigt sich: Wladimir Putin gehen Waffen und Munition aus. Nun soll der russische Präsident auf Rüstungsgeschäfte mit Nordkorea hoffen. Die Einigung eines Waffendeals werde laut US-Angaben innerhalb eines Monats angestrebt. Das werde Konsequenzen haben. Berichten zufolge sei der Nordkorea-Chef bereits auf dem Weg nach Russland.
„Großer Fehler“: US-Vizepräsidentin warnt vor möglichen Russland-Nordkorea-Waffendeal
Ein Treffen von Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un wäre ein „großer Fehler“, sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris am Sonntag in einem Interview mit CBS. Es sei vorhersehbar, wo Waffenlieferungen Nordkoreas an Russland enden würden. „Ich bin auch der festen Überzeugung, dass dies sowohl für Russland als auch für Nordkorea zu einer weiteren Isolation führen wird.“ Ein Waffendeal der beiden Länder werde bereits zeitnah vermutet.
„Akt der Verzweiflung“: Waffendeal wird Konsequenzen haben
„Wir sind uns über unser Ziel der vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas einig und absolut sicher“, sagte Harris. „Aber wenn wir an die russische Aggression in der Ukraine denken – Es handelt sich um einen absoluten Verstoß gegen eines der wichtigsten Abkommen, das wir weltweit in Bezug auf internationale Regeln und Normen haben, nämlich die Bedeutung von Souveränität und territorialer Integrität.“ Die Vizepräsidentin nannte das geplante Treffen „einen Akt der Verzweiflung“ für Russland – und einen großen Fehler für Nordkorea.
Auch der Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, warnte, dass Nordkorea durch Waffendeals mit Russland in der internationalen Gemeinschaft „einen Preis dafür zahlen“ werde.
Treffen: Kim Kong-un soll bereits auf dem Weg nach Russland sein
Der Zug des nordkoreanischen Machthabers befinde sich bereits auf dem Weg nach Russland, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsvertreter am Montag (11. September). Weder Russland noch Nordkorea haben das Treffen offiziell bestätigt.
Waffendeal: Treffen von Putin und Kim Jong-un geplant
Die USA wisse noch nicht genau, wo und wann exakt das Treffen stattfinden werde, sagte ein US-Beamter der Associated Press (AP). Vermutet werde die Hafenstadt Wladiwostok wegen ihrer relativen Nähe zu Nordkorea. Dort findet vom 10. bis zum 13. September ein Wirtschaftsforum statt.
US-Beamte gehen davon aus, dass Nordkorea als Gegenleistung Russlands Nahrungsmittel- und Energielieferungen sowie den Transfer hochentwickelter Waffentechnologien wünscht. Russlands Priorität liege aktuell darin, ihre erschöpften Reserven an Waffen und Munition wieder aufzufüllen.
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