Wahlkampf im Frühstücksfernsehen

Live-Talk im ZDF-„moma“: Habeck wütet wegen Trumps Deal mit Putin – „Das ist Verrat“

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Live-Talk zur Bundestagswahl im „Moma“: Das ZDF interviewt im Morgenmagazin alle Spitzenkandidaten. Bei Wagenknecht wird es hitzig. Der Ticker.

Update, 8.56 Uhr: Im „Moma“ ist nun auch die Spitzenkandidatin der AfD, Alice Weidel, live zu Gast. Sie plädiert dafür, dass Deutschland im Ukraine-Konflikt eine neutrale Haltung einnimmt und lobt die von US-Präsident Donald Trump initiierten Gespräche zur Ukraine. Hayali entgegnet: „Trump hat sich aber auch an die Propaganda des Kremls angepasst.“ Weidel kontert provokant: „Kommt auf die Sichtweise an, wer hier Propaganda macht.“ Ihrer Meinung nach steuern die Europäer mit ihrer Ukraine-Politik „mit Vollgas in die Eskalation“.

Weidel spricht sich zudem gegen eine Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Friedensmission in der Ukraine aus. Sie argumentiert, dass die Truppe nicht ausreichend vorbereitet sei. Hayali kritisiert, dass die AfD keine Verantwortung bei einer Friedensmission übernehmen wolle, obwohl sie vehement für Friedensverhandlungen eintrete. Die aktuellen Ukraine-Gespräche würden „über die Köpfe der EU und auch der Ukraine hinweg“ geführt, meint Hayali. Dennoch wolle Weidel quasi teilnehmen. „Wollen Sie, ja? Dürfen aktuell nicht, fragt Hayali spöttisch. „Unbeding!”, beteuert Weidel.

Streit über Migration im „moma“: Kanzler Scholz bleibt im Live-Talk des ZDF vage

Update, 8.45 Uhr: Im Live-Talk zur Bundestagswahl 2025 geht es erneut hoch her. Die SPD verweigerte ihre Zustimmung zum Fünf-Punkte-Plan der Union im Bundestag, da die AfD beteiligt war. Moderatorin Hayali konfrontiert Kanzler Olaf Scholz mit der Frage: „Glauben Sie ernsthaft, dass Bürgerinnen und Bürger da einen Unterschied machen?“ Sie wirft ihm vor, dass die SPD auf kommunaler Ebene Anträge der AfD unterstütze.

Der Kanzler bestreitet diesen Vorwurf und erklärt, es gebe keine Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Er verweist auf kommunale Parlamente, „die ganz anders zusammengesetzt sind, sagt er, ohne sein Argument näher zu erläutern – und lenkt sogleich wieder auf Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz: „Wir wollen nicht verballhornen, verniedlichen, was im Bundestag passiert ist.” Doch Hayali bleibt hartnäckig und lässt sich nicht ablenken, sondern insistiert weiter auf ihrer Frage. Scholz reagiert darauf mit einem stoischen „Ablenkungsmanöver“. Der Disput endet ergebnislos.

Live-Talk im ZDF-„moma“: Kanzler Scholz ist bei AfD-Umfragewerten in Erklärungsnot

Update, 8.23 Uhr: Kanzler Olaf Scholz ist im „Morgenmagazin“ live aus Hamburg zugeschaltet. Warum haben sich die Zustimmungswerte für die AfD während seiner Ampel-Koalition verdoppelt?, lautet eine Frage an ihn. Der SPD-Kanzlerkandidat verweist auf den Rechtsruck in ganz Europa, auf Österreich, Finnland und Schweden etwa. Die Moderatoren werden bei seinen Ausführungen ungeduldig. „Aber Herr Scholz, das ist die Analyse und Beschreibung, aber was ist der Grund?“, unterbricht Hayali ihn.

„Der Grund ist ganz einfach: Weil viele unsicher sind über die Zukunft“, so Scholz’ recht philosophische Antwort. Deutschland sei immerhin unverändert die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, will er beruhigen. Mit der „Made in Germany”-Prämie zum Beispiel könne die deutsche Wirtschaft jetzt wieder wachsen, wirbt er.

Live im „Moma“: Habeck kritisiert die Ukraine-Verhandlung von Trump deutlich

Update, 7.56 Uhr: Seinen Auftritt im ZDF-Live-Talk des Morgenmagazins setzt Robert Habeck mit einem Angriff auf Donald Trump fort. Dessen Ukraine-Verhandlungen mit Russland sei „Verrat“, schimpft der Kanzlerkandidat der Grünen. Trump und Putin würden „über die Köpfe der Ukraine hinweg“ völlig willkürlich irgendwelche Grenzen ziehen. „Das ist Imperialismus“, wettert Habeck weiter und rät Deutschland und der Europäischen Union dringend dazu, eine eigene Strategie gegen dieses Treiben aufzusetzen.

Update, 7.50 Uhr: Beim Live-Talk mit Robert Habeck wird es direkt in den ersten Minuten hitzig. 14 Prozent in den Umfragen für seine Partei findet der Grünen-Kanzlerkandidat „beachtlich“, klingt dabei aber wenig überzeugt – und schiebt nach: „Klar hätte ich auch 16 genommen.“ Sein trotziges „Argument“: Bei dem von Migrationsfragen bestimmten Wahlkampf hätten die Grünen auch bei acht Prozent landen können. „Sie hätten das Thema Klima doch setzen können“, stellt Moderatorin Hayali – mit einigem Recht – fest. „Wir!“, ruft Habeck empört. „Nee, das kann ich nicht so stehen lassen.“ Seine Plakate würden zeigen, dass er auf das Klimathema setze. Aber er werde im Wahlkampf nicht danach gefragt.

Update 7.44 Uhr: Friedrich Merz zeigt sich beim Thema „Brandmauer“ zur AfD deutlich gereizt. Moderator Wunn fragt ihn, ob er sich im Notfall mit Unterstützung der AfD zum Kanzler wählen lassen würde. Ein solches Szenario könnte nach der Bundestagswahl eintreten, wenn Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen scheitern und Neuwahlen erforderlich werden. Merz jedoch lehnt dieses „Gedankenspiel“ ab und entgegnet dem Moderator: „Sie merken ja selbst, wie oft Sie im Konjunktiv reden!“

Wunn bleibt hartnäckig, doch auch Merz bleibt standhaft. Er verweist auf seine „eindeutige“ Ablehnung „jeglicher“ Zusammenarbeit mit der AfD, die er „in den vergangenen Tagen so deutlich“ betont habe. Wunn zeigt sich zufrieden und meint: „Es schadet ja nicht, das nochmal zu wiederholen.“ Merz kontert daraufhin: „Ich hätte eigentlich gedacht, dass Sie es mittlerweile mal gehört hätten.“

Update, 7.27 Uhr: Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der Union, zeigt sich im Live-Talk kämpferisch. Auf die Frage nach seiner Ablehnung der Frauenquote erklärt er, dass es notwendig sei, „die Besten“ zu haben. Wunn möchte wissen, ob es seiner Meinung nach nicht nur unqualifizierte Frauen, sondern auch Männer gebe. Merz lacht und antwortet: „Oh ja! Angefangen im Kanzleramt.“ Damit zielt er deutlich auf Kanzler Olaf Scholz ab.

Live-Talk im ZDF-„moma“: Christian Lindner liefert sich Wortgefecht mit Hayali

Update, 7.02 Uhr: Kleines Wortgefecht im ZDF-„moma“: Beim Thema Schulden zählt Lindner auf, auf welche Kernaufgaben der Staat seine Ausgaben fokussieren sollte. „Wenn ich da einmal nachfassen darf...“, hakt Moderatorin Hayali ein. „Nee! Noch nicht an der Stelle“, unterbricht Lindner sie energisch. Und fährt damit fort, Subventionen radikal einstreichen zu wollen.

Update, 7.00 Uhr: Im ZDF-Frühstücksfernsehen zeigt sich FDP-Chef Christian Lindner besonders entschlossen. „Bin fest überzeugt, wir kommen rein!“, betont er, obwohl seine Partei in den Umfragen zur Bundestagswahl konstant unter der Fünf-Prozent-Marke liegt. Er möchte unbedingt darauf hinweisen, dass Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz ohne die Liberalen im Bundestag eine „Kenia“-Koalition eingehen müsste. Die Moderatoren Hayali und Wunn zeigen jedoch wenig Interesse an Lindners hypothetischen Überlegungen.

Update, 6.28 Uhr: Wagenknechts BSW hat ebenfalls für das Zustrombegrenzungsgesetz gestimmt, will – mit Blick auf Magdeburg, Aschaffenburg, und zuletzt München – Gewalttäter abschieben. Auf die Frage, wie solche Gewalttaten in erster Linie verhindert werden können, hat Wagenknecht keine Antwort. In welchen Punkten unterscheidet sich ihre Partei in Migrationsfragen noch von der AfD?, fragt Hayali. „In vielen“, weicht Wagenknecht aus. „Natürlich wollen wir keine ‚Remigration‘!“, empört sich Wagenknecht.

Update, 6.21 Uhr: Jetzt wird es hitzig im Moma-Live-Talk: Wagenknecht wirft dem ZDF vor, mit falschen Umfragen zu operieren. Die drei Prozent, die kürzlich dem BSW attestiert worden seien, würden nicht der Realität entsprechen, sagt die Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl. „Das ist Quatsch“, fällt ihr Moderator Wunn ins Wort. „Mit Umfragen wird auch Politik gemacht“, schiebt Wagenknecht leise hinterher. Jetzt reicht es den Moderatoren. Sie wechseln das Thema.

BSW-Chefin Wagenknecht beharrt im Live-Talk vor Bundestagswahl auf „Lifestyle-Linke“

Update, 6.17 Uhr: Das Aushängeschild des BSW ist jetzt dran. Sahra Wagenknecht muss sich eine Frage zu ihren verbalen Zuspitzungen gefallen lassen. Was macht denn ihre Ex-Partei – die sie jetzt als „Lifestyle-Linke“ schmäht – aktuell besser als ihr BSW? In den Umfragen liegt das BSW hinter den Linken. Wagenknecht bleibt unversöhnlich und attestiert der Linken ein „Alleinstellungsmerkmal“, nämlich das Thema offene Grenzen. Wagenknecht behauptet, dass die Linke im Prinzip nur ein Milieu erreiche, nämlich ein großstädtisches, vermögenderes – „vermutlich“ Ex-Grüne. Ihr BSW hingegen erreiche Menschen, „die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen”, behauptet Wagenknecht.

Update, 6.11 Uhr: Beim Wahlkampf-Hauptthema Migration pocht van Aken darauf, „ein Verteidiger des Asylrechts“ zu sein. Ob ein Anspruch darauf bestehe, könne anschließend entschieden werden. Bestimmen zu wollen, wer an die Grenzen kommt, ist für ihn nur ein „Wünsch Dir was“. Hayali hakt nach: Wer an die Grenzen kommt, natürlich nicht, aber wer über die Grenzen kommt? Und die Belastungen für die Kommunen? Van Aken lässt die Geldfrage nicht gelten. Aus seiner Sicht sind die Kommunen jahrelang „systematisch“ kaputtgespart worden – und das habe nichts mit Migration zu tun.

Update, 5.56 Uhr: Van Aken spricht sich nach den jüngsten Ukraine-Gesprächen vehement gegen Nato-Soldaten in dem Kriegsgebiet aus – das wäre seiner Ansicht nach „natürlich ein kompletter Fehler“. Für denkbar hält er eine Uno-Blauhelm-Truppe, aber „alles andere wäre Wahnsinn“. Er plädiert dafür, bei der Friedenstruppe auch auf die Unterstützung von chinesischen Soldaten zu setzen. Soll Deutschland in der Nato bleiben oder austreten, lautet die Frage nach einem Dauerthema der Linken. Die Nato sei „keine Wertegemeinschaft“, weil sie auch Kriege führe, so van Akens Antwort.

Update, 5.49 Uhr: In Jeans und Sakko tritt der 63-jährige van Aken an den Gesprächstisch, und die erste Frage gilt – wie zu erwarten – den aktuellen acht Prozent für seine Linke. Liegt der „Höhenflug“ an der Inszenierung auf TikTok und Co.?, will Moderator Wunn wissen. Van Aken wiegelt ab. Seine Partei behandele Themen, „die alle interessieren“ wie Mieten oder Lebenshaltungskosten – und „viele“ seien ja gar nicht auf Social Media, meint er.

Jetzt live im „moma“: Umfragen zur Bundestagswahl erleichtern van Aken den Auftritt

Update, 5.39 Uhr: Das Moderatoren-Duo Dunja Hayali und Andreas Wunn bespricht das aktuelle ZDF-„Politbarometer“. Die Linke erreicht in der Umfrage zur Bundestagswahl acht Prozent. Werden die beiden heute einen gut gelaunten van Aken erleben?

Update vom 21. Februar, 5.32 Uhr: Das „moma vor der Bundestagswahl“ ist gestartet. Mehr als 100 Zuschauer sitzen im Live-Studio in Berlin. Den Auftakt in der Spitzenkandidatenrunde wird in den nächsten Minuten der Hamburger Jan van Aken (Die Linke) machen.

Wahlkampf im Frühstücksfernsehen: Spitzenkandidaten live im „moma“

Erstmeldung: Berlin – Das zweite Scholz-Merz-TV-Duell hat eine Topeinschaltquote erreicht. Im Schnitt 659.000 Menschen schalteten zum Schlagabtausch zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz ein. Ein Marktanteil von 2,7 Prozent. Los ging die Sendung um 20.15 Uhr. Ob solches Interesse auch bei einem Live-Talk in aller Herrgottsfrühe besteht? Am Freitag vor der Bundestagswahl wird man es wissen.

Denn nur zwei Nächte vor der Bundestagswahl lädt das „Morgenmagazin“ des ZDF-die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten zu sich ins Studio. Es wird kein Duell, kein Triell und auch kein „Quadrell“ (RTL) oder „Vierkampf“ (ARD). Stattdessen sollen die Geladenen im „Morgenmagazin“ – kurz „moma“ – einzeln für jeweils eine halbe Stunde Rede und Antwort stehen. (Alle Infos zum Stream des „moma“-Talks vor der Bundestagswahl hier.)

Befragen die Spitzenkandidaten vor der Bundestagswahl im „Morgenmagazin“ (ZDF): Andreas Wunn und Dunja Hayali
  • Friedrich Merz (CDU)
  • Olaf Scholz (SPD)
  • Alice Weidel (AfD)
  • Robert Habeck (Die Grünen)
  • Jan van Aken (Die Linke)
  • Sahra Wagenknecht (BSW)
  • Christian Lindner (FDP)

Laut ZDF-Ankündigung sind am Freitag (21. Februar) in der „moma-Wahlarena“ auch 120 Besucherinnen und Besucher live im Studio dabei. Die Hosts Dunja Hayali und Andreas Wunn wollen auch fragen, was für die Menschen in Deutschland bei dieser Wahl besonders wichtig ist.

TV-Talk im ZDF-Morgenmagazin (moma)
KandidatenFriedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD), Alice Weidel (AfD), Robert Habeck (Die Grünen), Jan van Aken (Die Linke), Sahra Wagenknecht (BSW), Christian Lindner (FDP)
Wann beginnt der Talk?Freitag (21. Februar) von 5.30 - 9 Uhr
Wo kann ich das Event verfolgen?Bei uns im Live-Ticker, im analogen Fernsehen oder in der ZDF-Mediathek
Wer moderiert den Talk?Dunja Hayali und Andreas Wunn
Wie lange wird der Talk dauern? Jedes Einzelgespräch etwa eine halbe Stunde

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

Live-Ticker zum Bundestagswahl-Talk im ZDF-Frühstücksfernsehen

Vor dieser Bundestagswahl gab es die Diskussion, ob TV-Duelle zwischen SPD und Union mit Blick auf die Umfragewerte das richtige Format seien. Die AfD steht in Umfragen auf Platz zwei und die Grünen liegen nicht weit entfernt von der SPD. RTL hatte zunächst auch ein Duell Scholz-Merz zeigen wollen, schwenkte dann aber auf eine Viererrunde um, an der auch Habeck und Weidel teilnahmen. (frs mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Screenshot: ZDF

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