VonStephanie Munkschließen
Christian Störschließen
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland überzieht die Ukraine in der Nacht mit neuen Angriffen, über 650 Drohnen und 50 Raketen schlugen ein. Der Ticker.
Update, 8.58 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht 77 ukrainische Drohnen abgeschossen, wie Reuters berichtet. Sie seien über sieben russischen Regionen sowie der von Russland annektierten Halbinsel Krim zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj trifft Verbündete am Montag
Update, 7:20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich am morgigen Montag wieder mit europäischen Verbündeten, um mit ihnen über die Eckdaten eines Friedensplans zu verhandeln. Der britische Premierminister Keir Starmer lädt dazu nach London ein, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werden teilnehmen. Macron bestätigte das Treffen auf der Plattform X. „Die Europäer werden notwendigerweise eine tragende Säule der gerechten und dauerhaften Lösung sein, die wir gemeinsam aufbauen“, schrieb er.
Update, 7. Dezember, 6.08 Uhr: Der drittschwerste Angriff seit Beginn des Ukraine-Kriegs ging am Wochenende von Russland aus: Nach Zählung des US-Instituts CSIS attackierte Putins Armee das Nachbarland mit 653 Drohnen und 51 Raketen und hatte es vor allem auf die zivile Infrastruktur abgesehen. Wie schon am Samstag führte Russland in der Nacht die massiven Luftangriffe auf die Ukraine fort.
Die Großstadt Krementschuk wurde nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe von Dutzenden Drohnen und Kinschal-Hyperschallraketen getroffen, meldete die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine. Explosionen waren in der Stadt zu hören. Bewohner meldeten Ausfälle bei Strom- und Heizungsversorgung. Angaben zu Opfern und Schadenausmaß lagen zunächst nicht vor. Die Informationen konnten nicht unabhängig bestätigt werden.
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Gleitbombe trifft Umspannwerk
Update, 22:45 Uhr: Durch eine Explosion ist in Teilen der grenznahen russischen Großstadt Belgorod der Strom ausgefallen. Ein Geschoss unbekannter Herkunft habe den Ausfall verursacht, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram. Ein Mann sei verletzt worden. Auch außerhalb der Stadt gebe es Probleme mit der Stromversorgung.
Ein örtlicher Telegramkanal berichtete, wahrscheinlich sei eine fehlgeleitete russische Gleitbombe an einem Umspannwerk eingeschlagen. Zur Zeit der Explosion habe in der Stadt kein Raketenalarm geherrscht. Russische Kampfjets werfen dicht an der Frontlinie, aber noch im eigenen Luftraum Fliegerbomben ab, die dann über Dutzende Kilometer hinweg gelenkt in der Ukraine einschlagen. Allerdings ist das Stromnetz in Belgorod, 35 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt, auch schon von ukrainischen Drohnen attackiert worden.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj telefoniert mit Trump-Team
Update, 19 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben telefonisch mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über den Stand des Friedensplans für sein Land beraten. Auch die ukrainischen Vertreter Rustem Umjerow und Andrij Hnatow seien beteiligt gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Die Ukrainer haben seit Donnerstag in Florida mit den Amerikanern verhandelt.
„Wir (...) sind Eckpunkte durchgegangen, die ein Ende des Blutvergießens sicherstellen können und die Gefahr einer neuen russischen Invasion eliminieren und das Risiko, dass Russland seine Versprechen nicht einhält, wie es in der Vergangenheit mehrmals passiert ist“, schrieb Selenskyj. Dies klingt nach Sicherheitsgarantien, Details nannte er aber nicht. Die Ukraine werde weiter vertrauensvoll mit der US-Seite kooperieren, die ernsthaft einen Frieden zu erreichen versuche, erklärte der ukrainische Staatschef. Er dankte US-Präsident Donald Trump für dessen Engagement. Als nächsten Schritt erwarte er Umjerow und Hnatow zum persönlichen Bericht.
Update, 18:11 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt am Montag an den Beratungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London zum weiteren Vorgehen im Ukraine-Krieg teil. Dies bestätigte Regierungssprecher Stefan Kornelius während Merz‘ Nahost-Reise.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur PA berichtet, dass Selenskyj in London erwartet wird, um mit dem britischen Premierminister Keir Starmer zu beraten. Thema soll der Stand der Verhandlungen über einen Friedensplan sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird nach eigenen Angaben an dem Treffen teilnehmen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew will russisches Luftabwehrsystem zerstört haben
Update, 16:08 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst meldet die Zerstörung eines russischen Luftabwehrsystems im besetzten Gebiet in der Ostukraine. Die Spezialeinheit „Prymary“ des ukrainischen Militärgeheimdienstes traf nach eigenen Angaben am Samstag ein russisches Buk-M3-Flugabwehrsystem bei Swjatotrojske in der besetzten Region Saporischschja. „Geschickte Operateure der DIU-Spezialeinheit Prymary spürten ein feindliches Buk-M3-Flugabwehrsystem auf und führten einen erfolgreichen Angriff durch“, teilte der Geheimdienst mit. Das teure russische Luftverteidigungssystem sei im Ukraine-Krieg vollständig zerstört worden.
Update, 15:11 Uhr: Die Ukraine hat erneut eine russische Ölraffinerie angegriffen und dabei die Anlage in Rjasan südöstlich von Moskau getroffen. Der Kiewer Generalstab bestätigte den erfolgreichen Drohnenangriff auf die strategisch wichtige Raffinerie des Rosneft-Konzerns, die russische Streitkräfte mit Kraftstoff versorgt. Es ist bereits der zweite ukrainische Angriff auf dieselbe Anlage binnen weniger Wochen – Ende Oktober war die Raffinerie schon einmal Ziel ukrainischer Drohnen gewesen. Die systematischen Gegenangriffe auf Russlands Öl- und Gasindustrie sind Teil der ukrainischen Verteidigungsstrategie im Ukraine-Krieg, um sowohl den Militärnachschub als auch Moskaus Kriegsfinanzierung zu schwächen.
Update, 13:35 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat Moskau erneut Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine vorgeworfen. Nach Attacken mit mehr als 650 Drohnen sowie 51 Raketen und Marschflugkörpern gebe es Verletzte und Zerstörungen, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Medien. Das Hauptziel sei die Energieinfrastruktur des Landes gewesen. Russland wolle Millionen Ukrainern schaden und feuere am Nikolaustag Raketen auf friedliche Städte, sagte Selenskyj und forderte erneut Druck auf Russland.
Das Hauptgebäude des Bahnhofs von Fastiw im Kiewer Umland sei niedergebrannt. „Aus militärischer Sicht war dieser Angriff sinnlos“, so Selenskyj. In der Region Kiew seien Unternehmen und Wohnhäuser angegriffen worden. Außerdem gab es demnach Attacken in den Gebieten Dnipropetrowsk im Osten, Tschernihiw im Norden, Saporischschja, Odessa und Mykolajiw im Süden sowie in den an Polen grenzenden Regionen Wolhynien und Lwiw (Lemberg).
Wegen der russischen Luftangriffe auf die Ukraine ließ Polen Kampfflugzeuge aufsteigen. Auch die Luftabwehrsysteme wurden in Bereitschaft versetzt, wie das Oberkommando der Streitkräfte auf der Plattform X meldete.
Ukraine-Krieg aktuell: Angriffe der Ukraine auf Russland
Update, 12:10 Uhr: Russland hat ukrainische Drohnenangriffe auf die Regionen Rjasan und Woronesch gemeldet. Dabei habe es Schäden, jedoch keine Verletzten gegeben, teilten die örtlichen Behörden mit. So hat die Luftabwehr dem russischen Verteidigungsministerium zufolge in der Nacht insgesamt 116 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland verstärkt und dabei vor allem Raffinerien, Öldepots und Pipelines attackiert. Dabei wurden in diesem Jahr mindestens siebzehn große Raffinerien getroffen.
Update, 10:45 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1180 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits fast 1,18 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Weitere Zahlen zu Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg im Überblick, die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen:
- Soldaten: 1.179.790
- Drohnen: 87.387
- Artilleriesysteme: 34.874
- Panzer: 11.398
Ukraine-Krieg aktuell: Bahnknotenpunkt nahe Kiew bei russischem Luftangriff beschädigt
Update, 10:00 Uhr: Bei einem neuen russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf die Ukraine sind auf einem Eisenbahnknotenpunkt in der Nähe von Kiew in der Nacht ein Depot und mehrere Waggons beschädigt worden. Wegen der Schäden seien mehrere Vorortzüge in der Nähe der Hauptstadt und der Stadt Tschernihiw im Nordosten des Landes ausgefallen, teilt die staatliche ukrainische Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja mit. Rettungsdienste berichten von einem Brand und Zerstörungen auf dem Bahnhofsgelände in der Stadt Fastiw. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks




Ukraine-Krieg aktuell: USA und Kiew setzen Friedensgespräche heute fort
Erstmeldung: Kiew – Die USA und die Ukraine setzen ihre Gespräche über einen Friedensplan für das von Russland angegriffene Land heute fort. Das teilten das US-Außenministerium und der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X mit. Beide Seiten waren sich US-Angaben zufolge einig, dass ein Ende des Kriegs von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt.
„Echte Fortschritte hin zu einer Einigung“ beruhten darauf, ob der Kreml „ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden“ zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Außenministerium mit. Dazu zählten auch „Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen.“
Bei den Gesprächen in Miami hätten sich die Vertreter der Vereinigten Staaten und der Ukraine auf „Eckpunkte bei Sicherheitsvereinbarungen“ und „notwendige Abschreckungsmittel zur Sicherung eines dauerhaften Friedens“ geeinigt, hieß es weiter. Details zu den „Sicherheitsvereinbarungen“ wurden nicht genannt. Vermieden wurde das Wort Sicherheitsgarantien. Die Ukraine und ihre Verbündeten verlangen diese immer wieder, um einen möglichen Frieden dauerhaft abzusichern und künftige Aggressionen Russlands zu verhindern.
Die Ukraine, die von amerikanischer und europäischer Unterstützung abhängt, hat sich verhandlungsbereit erklärt. Auch Moskau gibt sich gesprächsbereit. Kremlchef Wladimir Putin hält aber an seinen harten Forderungen fest, er besteht unter anderem auf Gebietsabtretungen der Ukraine und den Verzicht einer Nato-Mitgliedschaft. Die Schuld für mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen gibt er Brüssel und Kiew.
Ungeachtet der Gespräche hat Russland seine Angriffe in der Ukraine auch in der Nacht fortgesetzt. Bei einem russischen Raketen- und Drohnenangriff auf den Bezirk Kiew wurden drei Menschen verletzt, wie lokale Behörden mitteilten.
Die ukrainische Luftwaffe berichtete laut Medienangaben, dass russische Streitkräfte Raketen, darunter Hyperschallraketen vom Typ Kinschal, sowie Dutzende Drohnen auf Städte am Rande der ukrainischen Hauptstadt abgefeuert hätten. Dabei sei auch der Hauptbahnhof der Stadt getroffen worden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (red)
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