Internationale Politik

Wien: FPÖ-Präsidentschaftskandidat steht parteiinternen Turbulenzen gelassen gegenüber

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Dr Walter Rosenkranz

Der FPÖ-Kandidat für die Bundespräsidentenwahl in Österreich, Walter Rosenkranz, sieht jüngste parteiinterne Turbulenzen gelassen.

Wien - «Es wird keine Auswirkungen haben und Herbert Kickl sitzt fest im Sattel», sagte Walter Rosenkranz am Dienstag in Wien. Die FPÖ sei «massiv im Aufwind» und starte voller Kraft in den Wahlkampf, sagte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Am 9. Oktober wählen die Bürger in Österreich ein neues Staatsoberhaupt. Die Rechtspopulisten sind die einzige Parlamentspartei, die einen Gegenkandidaten zu Amtsinhaber Alexander Van der Bellen aufgestellt hat.

In den vergangenen Tagen prägten Vorgänge rund um den ehemaligen FPÖ-Abgeordneten Hans-Jörg Jenewein die innenpolitische Diskussion. Der 48-Jährige hatte jüngst seinen Job in der Parlamentsfraktion verloren und war aus der Partei ausgetreten. Am vergangenen Wochenende war er laut Medien in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Seine Schwester, die Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch, dementierte, dass ihr Bruder im Koma liege und Abschiedsbriefe hinterlassen habe.

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Auf einem 2021 von Behörden sichergestellten elektronischen Gerät Jeneweins wurde der Entwurf einer Anzeige gegen die FPÖ-Landespartei Wien wegen Missbrauchs von Fördermitteln gefunden. Dieser Entwurf sei fast deckungsgleich mit einer kurz darauf eingegangenen anonymen Anzeige gewesen, sagte Schnedlitz. Deshalb habe die Partei dienstrechtliche Konsequenzen gezogen. FPÖ-Parteichef Herbert Kickl hat erklärt, er habe von diesem Anzeigen-Entwurf nichts gewusst. Die Wiener FPÖ gilt als gegenüber Kickl kritisch eingestellt. (dpa)

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