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Felix Durach- Simon Schröder
Christian Stör
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiews Militär greift große Chemiefabrik im Süden Russlands an – Brand ausgelöst. Verhandlungen über Frieden. Der Ticker.
Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.
Update, 6:50 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist die Hafeninfrastruktur in der russischen Stadt Temrjuk am Asowschen Meer nach Behördenangaben beschädigt worden. „Ein Feuer ist ausgebrochen. Spezialeinheiten und Rettungsdienste sind vor Ort im Einsatz“, teilte das örtliche Katastrophenschutzzentrum auf Telegram mit. Das russische Verteidigungsministerium gab seinerseits bekannt, die Luftabwehr habe in der Nacht 41 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört, darunter eine über der Region Krasnodar.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Vermögenswerte – Merz und von der Leyen treffen belgischen Premier
Update, 5. Dezember, 5:25 Uhr: Kanzler Friedrich Merz reist heute nach Belgien, um dort EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den belgischen Premierminister Bart de Wever zu treffen. Merz werde bei einem Abendessen in „privatem Rahmen“ mit de Wever und von der Leyen die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Finanzierung der Ukraine besprechen, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.
Ukraine-Krieg aktuell: Chemiefabrik in Südrussland getroffen
Update, 22:22 Uhr: Die Ukraine hat eine strategisch wichtige Chemiefabrik in der russischen Region Stawropol angegriffen. Das Werk Nevinnomyssk Azot produziert Grundkomponenten für Sprengstoff und gilt als kritisches Element der russischen Militärindustrie.
Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks




Bei dem nächtlichen Angriff wurde eine Produktionshalle getroffen und ein Feuer ausgelöst, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Die Anlage kann jährlich über eine Million Tonnen Ammoniak und bis zu 1,4 Millionen Tonnen Ammoniumnitrat produzieren. Zusätzlich bestätigte das Militär Verluste von 60 russischen Soldaten bei einem separaten Angriff auf einen Truppenübungsplatz im besetzten Gebiet Donezk.
Ukraine-Krieg: Nach Angriffen im Schwarzen Meer – Türkei bestellt Botschafter ein
Update, 20:49 Uhr: Nach mehreren Angriffen auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer hat die Türkei die Botschafter Russlands und der Ukraine einbestellt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus dem türkischen Außenministerium. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die der Ukraine zugeschriebenen Angriffe auf mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte zuvor als „besorgniserregende Eskalation“ bezeichnet.
Der „Konflikt zwischen Russland und der Ukraine“ habe „offensichtlich ein derartiges Ausmaß erreicht, dass er die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedroht“, sagte Erdogan Anfang der Woche nach Angriffen auf zwei Öltanker. Die Türkei werde die „nötigen Warnungen an die betroffenen Parteien“ aussprechen.
USA lockern Sanktionen gegen russische Ölkonzerne teilweise
Update, 20:15 Uhr: Die USA haben ihre Sanktionen gegen den russischen Erdölkonzern Lukoil teilweise gelockert. Das Finanzministerium in Washington teilte am Donnerstag mit, Lukoil dürfe bis zum 29. April weiter unter eigenem Namen Tankstellen in den USA und anderen Ländern betreiben. Die Einnahmen dürften aber nicht an Russland fließen.
Den Angaben zufolge wollen die USA damit „Schaden von Verbrauchern und Lieferanten abwenden“. US-Präsident Donald Trump hatte im Oktober Sanktionen gegen die beiden größten russischen Erdöl-Konzerne Lukoil und Rosneft verkündet. Unter anderem wurden damit sämtliche Vermögenswerte der Unternehmen in den USA eingefroren. US-Unternehmen wurden zudem geschäftliche Beziehungen zu Lukoil und Rosneft untersagt. Lukoil und Rosneft stehen zusammen für 55 Prozent der gesamten Erdölfördermenge in Russland. Trump hatte die Sanktionen mit ausbleibenden Fortschritten bei den Bemühungen um Ukraine-Friedensgespräche mit Russland begründet.
Baltische Staaten skeptisch über möglichen Erfolg bei den Ukraine-Friedensverhandlungen
Update, 19:47 Uhr: Die Präsidenten der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zeigen sich skeptisch über die Aussichten der von den USA geführten Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Ich halte die Chancen, dass es eine Möglichkeit für einen Kompromiss und Konsens gibt, für minimal. Aber trotzdem müssen wir es versuchen“, sagte der litauische Präsident Gitanas Nauseda nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Riga.
Auch Gastgeber Edgars Rinkevics (Lettland) und Alar Karis (Estland) würdigten die Bemühungen und jüngsten Verhandlungen der Vereinigten Staaten. Doch wollten Russland und Präsident Wladimir Putin keinen Frieden und den Krieg fortsetzen, sagten die Staatsoberhäupter der drei EU- und NATO-Staaten unisono.
Update, 19:04 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat erneut Vorwürfe gegen die NATO wegen deren Osterweiterung erhoben und diese mit dem Ukraine-Krieg in Verbindung gebracht. In einem Interview mit dem indischen Medium India Today lehnte Putin eine erneute Osterweiterung des NATO-Bündnisses ab: „Wir fordern nichts Ungewöhnliches oder Unerwartetes, nichts, was vom Himmel fallen würde. Wir bestehen lediglich darauf, dass die uns bereits gemachten Versprechen eingehalten werden“, sagte Putin, wie die russische Nachrichtenagentur Tass zitiert. Der Kremlchef bezeichnete eine mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine als „völlig inakzeptabel“ und „ernsthafte Bedrohung“ für Russland.
Update, 18:22 Uhr: Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, ukrainische Kinder in „Umerziehungslager“ in Nordkorea geschickt zu haben. Es gebe ein Netzwerk von 165 solcher Lager in der besetzten Ukraine, in Belarus und in Russland – sowie in Nordkorea, sagte am Donnerstag der Menschenrechtsbeauftragte der ukrainischen Regierung, Dmytro Lubinets. Er berief sich dabei auf Erkenntnisse der in Kiew ansässigen Menschenrechtsgruppe RCHR.
Die ukrainische Regierung wirft Russland vor, seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 fast 20.000 Kinder entführt oder zwangsweise vertrieben zu haben. Ein Vertreter des Regionalen Zentrums für Menschenrechte (RCHR) hatte am Mittwoch in einer Anhörung vor dem US-Senat gesagt, dass zumindest einige der Kinder in ein Lager an der Ostküste Nordkoreas geschickt worden seien.
NATO überarbeitet Kommandostrukturen wegen der Bedrohungslage in Europa
Update, 17:36 Uhr: Die NATO passt angesichts der aktuellen Bedrohungslage ihre militärischen Kommandostrukturen an. Wie der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa ankündigte, wird die Zuständigkeit für die Verteidigungsplanungen für Dänemark, Schweden und Finnland vom operativen Hauptquartier im niederländischen Brunssum an das in Norfolk in den USA übertragen. Das JFC Norfolk kümmert sich bereits heute um den Atlantik, die Arktis, Grönland, Island, Norwegen und Großbritannien.
„Angesichts der weltweiten Koordinierung unserer Gegner ist es unerlässlich, den euro-atlantischen Raum so gut wie möglich zu stärken und unsere Präsenz im hohen Norden zu festigen“, sagte General Alexus G. Grynkewich im strategischen NATO-Hauptquartier im belgischen Mons. Mit dem Umbau werde dies erreicht. Norfolk bilde die strategische Brücke zwischen Nordamerika und Europa und verteidige weit mehr als nur die Seewege.
Unbekannte Drohne kommt Selenskyjs Regierungsflugzeug in Irland bedrohlich nahe
Update, 17:05 Uhr: Das irische Portal The Journal berichtete, dass unidentifizierte Drohnen dem Regierungsflugzeug des ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Irland bedrohlich nahe gekommen sein sollen. Der Vorfall habe sich bereits am Montag ereignet. Die ukrainische Regierungsmaschine sei früher als vorgesehen auf dem Flughafen in Dublin gelandet. Die Drohnen hätten das Flugzeug nur knapp verfehlt. Erste Informationen deuteten darauf hin, dass die unbekannten Flugobjekte nordöstlich von Dublin gestartet worden seien. Wer die Steuerung der Drohnen übernommen hatte, sei unklar.
Update, 16:32 Uhr: Ukrainische Spezialkräfte haben einen russischen MiG-29-Kampfjet auf dem Militärflugplatz Katscha auf der besetzten Krim zerstört. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda. Die Spezialeinheit „Prymary“ des ukrainischen Militärgeheimdienstes führte den Angriff am 4. Dezember durch, wie die Behörde mitteilte. In derselben Nacht trafen die ukrainischen Einheiten auch ein russisches Irtysch-Radarystem nahe der Stadt Simferopol. Unabhängig überprüfen lassen sich die ukrainischen Angaben nicht.
Update, 15:57 Uhr: Russland zeigt nach Ansicht von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) „keinerlei ernsthafte Absichten, seinen Angriffskrieg zu beenden“. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. „Putin intensiviert seine Rhetorik gegenüber Europa, hält an seinen Maximalforderungen fest und setzt weiter auf militärische Mittel.“
Wadephul sagte weiter: „Russland – unter seinem heutigen Regime – ist kein friedfertiger Staat.“ Der russische Angriffskrieg „richtet sich nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen das Fundament unserer gemeinsamen Sicherheitsordnung“. Dies bedeute neue Herausforderungen für die OSZE, die ja extra für die Sicherheit Europas geschaffen worden sei. „Nur wenn wir in internationalen Organisationen zusammenarbeiten, wenn wir auf multilaterale Kooperation setzen, sind wir stark“, betonte Wadephul.
Update, 15:24 Uhr: Die ukrainische Armeeführung hat erneut russische Erfolgsmeldungen an der Ukraine-Front zurückgewiesen. „Ukrainische Einheiten halten den nördlichen Teil von Pokrowsk weiter“, schrieb Armeeoberbefehlshaber Olexander Syrskyj bei Facebook. Der weitere russische Vormarsch und eine Umgehung von Pokrowsk und der Nachbarstadt Myrnohrad werde aufgehalten. In einer Beratung seien die Organisation zusätzlicher Nachschublinien, Evakuierungen von Verwundeten und Maßnahmen gegen die feindliche Artillerie und Drohnen besprochen worden.
Macron richtet deutliche Worte an Chinas Präsident Xi und fordert Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 14:43 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei einem Treffen in Peking seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping aufgefordert, sich stärker für ein Ende des Ukraine-Kriegs einzusetzen. China sei aufgerufen, „sich an unseren Anstrengungen zu beteiligen, um möglichst schnell zumindest eine Waffenruhe zu erreichen“, sagte Macron am Donnerstag. Xi reagierte verhalten und warnte davor, „irgendwem die Schuld zuzuschieben“.
„China unterstützt alle Bemühungen um Frieden“, sagte Xi sehr allgemein. Sein Land werde „weiter eine konstruktive Rolle für eine Lösung der Krise“ spielen, fügte der Präsident hinzu, ohne konkreter zu werden. China lehne „jeden unverantwortlichen Versuch ab, irgendwem die Schuld zuzuschieben oder irgendwen zu diffamieren“, betonte Xi.
Putin lobt Trump für seine Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 13:52 Uhr: Kreml-Chef Wladimir Putin hat betont, dass Donald Trump an einem ernsthaften Ende des Ukraine-Kriegs arbeite. Das sagte der russische Präsident vor seinem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi, dem indischen Medium India Today. „Das ist eine schwierige Aufgabe und eine schwierige Mission, die Präsident Trump übernommen hat“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass aus dem Interview. „Die Konfliktparteien zu einem Konsens zu bewegen, ist keine leichte Aufgabe. Aber Präsident Trump versucht das wirklich – da bin ich mir sicher – aufrichtig.“
Putin betonte, Russland werde die Regionen „Donbass und Noworossija (Neurussland, Anm. d. Red.) auf jeden Fall befreien – mit militärischen oder anderen Mitteln“. Neurussland ist ein historischer Begriff, der sich auf Gebiete des ehemaligen russischen Reiches bezieht. Putin hatte den Begriff 2014 verwendet, um die Krim-Halbinsel als Teil Russlands zu deklarieren.
Update, 12:55 Uhr: Die ukrainischen Truppen halten nach Angaben ihres Armeechefs Olexandr Syrskyj noch immer ihre Stellungen im Norden der erbittert umkämpften Stadt Pokrowsk im Osten des Landes. „Die Schlacht geht weiter. Ukrainische Einheiten halten weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowsk“, teilte Syrskyj auf Facebook mit. Das besondere Augenmerk gelte der Organisation zusätzlicher Versorgungsrouten, einer zeitnahen medizinischen Evakuierung und der Abwehr russischer Drohnen und Artillerie. Der russische Präsident Wladimir Putin hingegen hat vor einigen Tagen erklärt, Pokrowsk sei unter Kontrolle der russischen Truppen.
Ukraine-Krieg aktuell: Wadephul ruft Russland zur Verhandlungsbereitschaft auf
Update, 11:45 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zur heutigen Verhandlungsrunde zum Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. „Die Ukraine ist zum Dialog bereit“, sagte der CDU-Politiker beim Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Er rief auch Russland zur Verhandlungsbereitschaft auf. „Wir unterstützen die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf“, betonte der Minister zudem. Der Sanktionsdruck auf Russland werde weiter erhöht. Ziel sei, die Ukraine in eine „gute Verhandlungsposition“ zu bringen.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin nennt Treffen mit US-Gesandten „sehr nützlich“
Update, 10:55 Uhr: Wladimir Putin hat sein Treffen mit den US-Gesandtenn Steve Witkoff und Jared Kushner als „sehr nützlich“ bezeichnet. Es habe auf den Vorschlägen basiert, die mit Donald Trump in Alaska besprochen worden seien, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA.
Update, 10:10 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1140 Soldaten verloren. Insgesamt hat Putins Armee diesen Angaben zufolge bereits mehr als 1,17 Millionen Soldaten verloren. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Weitere Zahlen zu Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg im Überblick, die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen:
- Soldaten: 1.177.370
- Panzer: 11.396
- Artilleriesysteme: 34.809
- Drohnen: 86.476
Ukraine-Krieg aktuell: Macron wirbt um Chinas Hilfe
Erstmeldung: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in China für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg geworben. Er hoffe, dass sich Peking den französischen Bemühungen anschließen werde, so schnell wie möglich zumindest eine Feuerpause für die Angriffe auf kritische Infrastruktur zu erzielen, sagte Macron. Die EU erhofft sich von China Hilfe bei der Beendigung des Krieges.
Rubriklistenbild: © Sergei Chirikov/ALEXANDER NEMENOV/dpa/AFP


