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Reaktionen auf Trump-Putin-Treffen: Selenskyj nennt „Schlüsselelement“ für Ende des Ukraine-Kriegs

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Nach dem Trump-Putin-Gipfel in Alaska sieht Merz große Fortschritte bei den Ukraine-Verhandlungen, doch Selenskyj sieht die Lage düster. Reaktionen im Ticker.

Update vom 17. August, 7.12 Uhr: Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach dem Treffen von Putin und Trump in Alaska pessimistisch zu einem baldigen Ende des Ukraine-Kriegs geäußert.: „Wir sehen, dass Russland zahlreiche Rufe nach einer Waffenruhe zurückweist und noch nicht entschieden hat, wann es mit dem Töten aufhört. Das erschwert die Situation“, schrieb er in einem Beitrag am späten Samstagabend auf X. „Wenn der Wille fehlt, einem einfachen Befehl zum Stopp der Angriffe zu folgen, wird es vermutlich große Anstrengungen erfordern, Russland dazu zu bringen, einen noch viel größeren Willen aufzubringen – nämlich für ein friedliches Zusammenleben mit seinen Nachbarn über Jahrzehnte. Das Töten zu beenden, ist ein Schlüsselelement, um den Krieg zu beenden.“

n Alaska haben Trump und Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln, ohne Wolodymyr Selenskyj.

Merz sieht nach Alaska-Treffen „großen Fortschritt“ für Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 17.44 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin einen „wirklich großen Fortschritt“ für einen Ukraine-Frieden. Er erklärte in einem RTL/ntv-Interview, US-Präsident Trump habe der Ukraine Sicherheitsgarantien angeboten. Der amerikanische Präsident habe nach dem Treffen mit dem Kreml-Chef „sehr ausführlich dargelegt, wie intensiv er mit Putin über Modalitäten eines Friedensabkommens gesprochen hat“. Die USA seien bereit, „Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu geben“.

Nach Alaska-Gipfel von Trump und Putin: Europäische Regierungschefs um Merz mit Erklärung

Update, 17.32 Uhr: Nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Machthaber Wladimir Putin haben europäische Staats- und Regierungschefs eine Erklärung veröffentlicht. Dazu gehören Frankreichs Präsident Macron, Italiens Ministerpräsidentin Meloni, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premierminister Keir Starmer, Finnlands Präsident Alexander Stubb, Polens Ministerpräsident Donald Tusk, EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Mit Blick auf das gemeinsame Telefonat mit Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem Gipfel hieß es: „Die Staats- und Regierungschefs begrüßten die Bemühungen von Präsident Trump, das Töten in der Ukraine zu beenden, den russischen Angriffskrieg zu beenden und einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen.“ Die Erklärung forderte „weitere Gespräche unter Einbeziehung von Präsident Selenskyj“. Man sei bereit, mit Trump und Selenskyj „auf einen trilateralen Gipfel mit europäischer Unterstützung hinzuarbeiten“.

Weiter hieß es, die Ukraine benötige „unumstößliche Sicherheitsgarantien“. Die sogenannte „Koalition der Willigen“ sei bereit, eine aktive Rolle zu spielen. „Den ukrainischen Streitkräften und ihrer Zusammenarbeit mit Drittstaaten sollten keine Beschränkungen auferlegt werden. Russland kann kein Veto gegen den Weg der Ukraine in die EU und die Nato einlegen“, betonten die Staats- und Regierungschefs und ergänzten: „Es ist Sache der Ukraine, Entscheidungen über ihr Territorium zu treffen. Internationale Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verändert werden.“

Update, 14.10 Uhr: Das Trump-Putin-Treffen stößt in der Ukraine auf Kritik. Der US-Präsident vertrete mit seinem Vorschlag, eine Waffenruhe zugunsten eines Friedensabkommens aufzugeben, Putins Position, sagte Oleksandr Mereschko, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des ukrainischen Parlaments, gegenüber Reuters. „Leider hat Trump Putins Position eingenommen. Das war es, was Putin wollte.“

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Update, 12.49 Uhr: Erstmals nach dem Alaska-Gipfel von Putin und Trump meldet sich ein europäisches Staatsoberhaupt zum weiteren Vorgehen zu Wort. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Alaska-Gipfel betont, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse. Gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen sei er der Meinung, dass dies notwendig sei, solange der russische Angriffskrieg auf die Ukraine laufe und ein solider und dauerhafter Frieden, der die Rechte der Ukraine respektiere, nicht geschlossen worden sei, schrieb der französische Staatschef auf X.

Macron schrieb auch, die Europäer seien sich einig, dass jeder solide Frieden von unerschütterlichen Sicherheitsgarantien begleitet werden müsse. „Ich begrüße mit Blick darauf die Bereitschaft der USA, dazu beizutragen“, schrieb Macron. Um dabei konkret voranzukommen, solle es bald ein neues Treffen der „Koalition der Willigen“ geben.

Der französische Präsident mahnte zudem, die Lehren aus den vergangenen 30 Jahren zu ziehen „und besonders aus der gut bekannten Neigung Russlands, seine eigenen Verpflichtungen nicht einzuhalten“. 

Emmanuel Macron hat öffentlich auf das Alaska-Treffen von Putin und Trump reagiert.

Update, 12.30 Uhr: Russland bewertet das Putin-Trump-Treffen positiv. Ex-Präsident Dmitri Medwedew schrieb bei Telegram, Verhandlungen ohne Vorbedingungen seien parallel zur militärischen Spezialoperation möglich. Ein Kontaktmechanismus auf höchster Staatsebene sei ohne Ultimaten etabliert worden. Putin habe Russlands Bedingungen für ein Kriegsende vorgelegt. Die USA verzichteten zunächst auf weiteren Druck gegen Russland.

Reaktionen auf Alaska-Treffen: Kritik aus den USA und Europa

Update, 11.30 Uhr: Norwegens Außenminister Espen Barth Eide kritisierte Putin nach dem Alaska-Treffen. Putin habe beim Ukraine-Krieg „alte Sprüche wiederholt“, sagte Eide in Oslo vor der Presse. Diese seien „Codewörter für Russlands Rechtfertigung der illegalen Invasion“. Norwegen bekräftigte seine Position: „Wir brauchen ein klareres Signal, dass dies einen Preis für Russland hat.“ Der Druck auf Russland müsse aufrechterhalten werden.

Update 10.25 Uhr: Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, kritisierte Trumps Treffen mit Putin scharf. „Donald Trump hat heute dem autokratischen Schurken Wladimir Putin den roten Teppich ausgerollt“, sagte Schumer. Während Details zum Gesprächsinhalt noch ausstünden, scheine es, als hätte Trump dem Russen Legitimität auf internationaler Bühne verliehen und keinerlei Rechenschaftspflicht abverlangt – aber im Gegenzug nichts erhalten. „Wir befürchten, dass es keine Diplomatie war, sondern reines Theater.“

Reaktionen auf Alaska-Treffen: CDU-Politiker Kiesewetter spricht von „schwarzem Freitag“

Update, 9.21 Uhr: Nach dem Alaska-Treffen von Putin und Trump hat der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter ein deutliches Fazit gezogen. Der Gipfel habe „kein gutes Ergebnis“ gebracht, sagte er im ARD-Morgenmagazin. „Es ist eher ein schwarzer Freitag gewesen.“ Es gebe weder einen Waffenstillstand noch ernsthafte Konsequenzen, „sondern eine Einladung von Trump nach Moskau“. Putin habe kein Interesse an Verhandlungen, außer, um sich wieder auf Augenhöhe auf der internationalen Bühne zu präsentieren, sagte Kiesewetter. „Das ist Putin eindeutig gelungen. Er wirkt rehabilitiert, während der Krieg fortgesetzt wird.“

Reaktionen auf Alaska-Treffen: Trump-Berater fällt deutliches Urteil

Update, 7.55 Uhr: Für John Bolton gibt es einen klaren Sieger des Alaska-Treffens: „Putin hat eindeutig gewonnen“, sagte der frühere Trump-Berater dem TV-Sender CNN. „Putin hat meiner Meinung nach schon viel erreicht, um die Beziehungen wiederherzustellen, was ich immer für sein wichtigstes Ziel gehalten habe. Er ist den Sanktionen entgangen, es steht kein Waffenstillstand bevor, das nächste Treffen steht noch nicht fest, und Selenskyj wurde vor dieser Pressekonferenz nichts davon mitgeteilt. Es ist noch lange nicht vorbei, aber ich würde sagen, Putin hat das meiste von dem erreicht, was er wollte, und Trump hat sehr wenig erreicht.“

Update, 6.35 Uhr: Der frühere Top-Diplomat Wolfgang Ischinger reagierte enttäuscht auf den Alaska-Gipfel zwischen Trump und Putin. Der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz schrieb auf X: „Kein wirklicher Fortschritt – ganz klar 1:0 für Putin – keine neuen Sanktionen. Für die Ukrainer: nichts. Für Europa: tiefst enttäuschend.“ Putin habe seinen roten Teppich mit Trump erhalten, Trump dagegen nichts. Wie befürchtet worden sei, gebe es keinen Waffenstillstand und keinen Frieden.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Reaktionen auf Alaska-Treffen von Putin und Trump: Verbitterung in der Ukraine

Update, 5.15 Uhr: Das englischsprachige ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent reagierte äußerst verbittert auf das Treffen von Trump und Putin in Alaska: „Widerwärtig. Beschämend. Und letztendlich nutzlos. Trump hat nicht bekommen, was er wollte. Aber Putin? Der schon. Er war nicht länger ein internationaler Paria, sondern wurde endlich vom Führer der freien Welt akzeptiert – und respektiert. Trumps Vorgänger (Joe Biden) hat Putin einmal als Mörder bezeichnet; Trump bereitete ihm einen königlichen Empfang.“

Update, 4.30 Uhr: Die Bundesregierung reagiert zunächst einmal abwartend nach dem Ende des Treffens von Donald Trump mit Wladimir Putin in Alaska. Kanzler Friedrich Merz (CDU) werde laufend über die Vorgänge in Anchorage informiert, hieß es nur aus deutschen Regierungskreisen in Berlin. Sein Team stehe in engem Kontakt mit den Verbündeten. Trump habe zugesagt, die europäischen Partner zügig zu informieren. Zunächst gab es keine Angaben darüber, wann diese Information stattfinden sollte.

Reaktionen auf Treffen von Trump und Putin in Alaska fallen zurückhaltend aus

Update, 3.33 Uhr: Statt Friedrich Merz äußert sich nun ein anderes Mitglied des Bundestags: Ralf Stegner (SPD) schreibt via X: „Es ist schwer, die politische Substanz des Trump-Putin Gipfels zu beurteilen, weil man darüber beim Pressetermin nahezu nichts erfahren konnte“. Weiter befindet Stegner, dass es besser sei, wenn die USA und Russland miteinander reden würden, sofern das hieße, „dass der furchtbare Krieg hoffentlich endlich aufhört“.

Update, 3.07 Uhr: Ganz im Stil der wortkargen Pressekonferenz zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hält sich auch Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X bedeckt. Zum Auftritt der beiden Staatschefs postet er lediglich eine amerikanische Flagge. Unter einem weiteren Beitrag, der ihn gemeinsam mit US-Soldaten zeigt, schreibt der 45-Jährige: „Selig sind die Friedfertigen. Möge Gott unsere Truppen und unseren Präsidenten segnen.“ Konkrete Aussagen zu den Gesprächen mit dem Kremlchef? Fehlanzeige.

Update, 2.20 Uhr: „Trump hat außer weiteren Treffen nichts erreicht. Putin hat meiner Meinung nach viel dafür getan, um die Beziehungen wiederherzustellen, was meiner Meinung nach immer sein Hauptziel war. Er ist den Sanktionen entgangen, muss keinen Waffenstillstand eingehen und das nächste Treffen ist noch nicht festgelegt. Selenskyj wurde vor dieser Pressekonferenz nichts davon gesagt“. Der ehemalige US-Botschafter für die UN und nationale Sicherheitsberater, verkündet gegenüber CNN ein vernichtendes Urteil für den US-Präsidenten: „Trump hat nicht verloren, aber Putin hat eindeutig gewonnen.“

Nach Trumps Alaska-Gipfel mit Putin: Verwirrung um Ergebnisse bei Ukraine-Verhandlungen

Update, 1.54 Uhr: Auch in Deutschland zeigt sich Politikwissenschaftler Carlo Masala verwirrt. Via X zitiert der Sicherheitsexperte Trump, und zeigt sich ernüchtert: „Wir haben uns in vielen Punkten geeinigt! In welchen?“

Update, 1.45 Uhr: In der Ukraine fallen die Reaktionen auf die knappe Pressekonferenz resigniert aus. Wie CNN berichtet, erklärt der ukrainische Abgeordnete Oleksiy Goncharenko auf Telegram: „Es scheint, dass Putin mehr Zeit gewonnen hat. Es wurde weder ein Waffenstillstand noch eine Deeskalation vereinbart“.

Update vom 16. August, 1.37 Uhr: Die russischen Staatsmedien reagieren auf die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin „positiv“, wie die Nachrichtenagentur RBC-Ukraine berichtet.

In einem Kommentar gegenüber dem russischen Propagandisten Pawel Zarubin sagte der russische Botschafter in den USA, Alexander Darchejew, die Atmosphäre der Gespräche sei „im Allgemeinen positiv“ gewesen. Darchajew lehnte es ab, Einzelheiten zu nennen. Auf die Frage nach den Fortschritten in den diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und Russland erklärt er: „Wir versuchen es, aber bisher gibt es keine größeren Durchbrüche.“

Update, 23.49 Uhr:  Wie wirkte Trump beim Putin-Handshake? „Es ist sein natürliches Lächeln, klein und an den Mundwinkeln leicht nach unten gezogen. Seine Schultern sind mehr als gewöhnlich nach hinten gezogen; möglicherweise trägt er eng anliegende Unterwäsche, da seine Haltung ungewöhnlich aufrecht ist. All dies deutet auf Selbstbewusstsein hin.“ 

Körpersprachexpertin Patty Ann Wood betrachtete für Newsweek, die erste Begegnung zwischen den Staatschefs. In Bezug auf Putin erklärt sie: „Während Trump wartet, lächelt er – ein Zeichen dafür, dass er sich wohlfühlt und sich auf das Ereignis freut.“ 

Sie konstatiert, dass die erste Begegnung zwischen Trump und Putin von ersten Gesten zeigte, welche eine Mischung aus Ehrerbietung, Kontrolle und Vertrautheit zeigten.

Update, 23.03 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur vermeldet, dass sich der Gipfel in Alaska nun auch in der Börse bemerkbar macht: Vor den Gesprächen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtiger geworden – dabei gab es bei den neuen US-Konjunkturdaten kaum Änderungen.

Update, 20:38 Uhr: Während Donald Trump in Anchorage landet, äußert sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Auf X erklärt er: „Am Tag der Verhandlungen töten auch die Russen. Und das spricht Bände. Vor kurzem haben wir mit den USA und Europa darüber diskutiert, was wirklich funktionieren kann. Alle wollen ein gerechtes Ende des Krieges. Die Ukraine ist bereit, so produktiv wie möglich daran zu arbeiten, den Krieg zu beenden, und wir zählen auf eine starke Position Amerikas. Alles wird davon abhängen – die Russen berücksichtigen die Stärke Amerikas. Machen Sie keinen Fehler – Stärke.”

Ob Selenskyjs Erwartungen an Donald Trump gerechtfertigt sind, bleibt ungewiss. Laut der Deutschen Presse-Agentur unterstrich der US-Präsident, dass die europäischen Partner ihm keine Anweisungen geben könnten, obwohl sie eng zusammenarbeiten: „Europa sagt mir nicht, was ich zu tun habe, aber sie werden natürlich auch in den Prozess eingebunden sein.“

Erstmeldung: Moskau/Kiew – Die Ukraine und Europa schauen mit hohen Hoffnungen auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska. Die beiden Regierungschefs kommen laut Informationen des US-Senders NBC am Freitag in dem Elmendorf-Richardson-Militärstützpunkt in Anchorage zusammen – der größten Stadt des 49. US-Bundesstaats.

Die Lage in Alaska ist angespannt: Proteste gegen Putin und für die Ukraine dominieren das Treffen.

Der Beginn ist für 11:30 Ortszeit angesetzt, wie russische Nachrichtenagenturen am Donnerstag (14. August) berichteten. Das entspricht 21:30 Uhr deutscher Zeit. Danach planen beide Seiten eine Pressekonferenz zu geben. Putins Delegation umfasst seinen außenpolitischen Berater Juri Uschakow, Außenminister Sergej Lawrow, Verteidigungsminister Andrej Beloussow, Finanzminister Anton Siluanow sowie Kirill Dmitrijew, der für die US-Verhandlungen verantwortlich ist, die am Ukraine-Gipfel teilnehmen werden.

Bereits vor der Zusammenkunft von Trump und Putin in Alaska hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem digitalen Gespräch eingeladen. Am Mittwoch (13. August) kamen Vertreter der EU, Selenskyj und Trump selbst zusammen, um das bevorstehende Treffen vorzubereiten. In einer darauffolgenden Pressekonferenz unterstrich Merz, dass ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg „am Anfang“ der Verhandlungen in Alaska stehen müsse. Darüber hinaus verlangte der Kanzler: „Die Ukraine muss mit am Tisch sitzen, sobald es dann Folgetreffen gibt.“ Gleichzeitig müssten grundlegende Sicherheitsinteressen der Ukraine und Europas gewahrt werden.

Selenskyj selbst rechnet nicht damit, dass Russland bei dem Alaska-Gipfel Zugeständnisse machen wird. „Alle sehen, dass Russland keinen einzigen konkreten Schritt in Richtung Frieden unternimmt, keinen einzigen Schritt zu Lande oder in der Luft, der Leben retten könnte“, erklärte er in seiner Abendansprache am vergangenen Sonntag. Nach seiner Einschätzung will Putin die USA bei dem Treffen täuschen, machte jedoch deutlich, dass die Ukraine dies „nicht zulassen“ werde. „Wir werden unser Land und unsere Unabhängigkeit auf jeden Fall verteidigen.“

Am Dienstag warnte Selenskyj vor einer neuen russischen Offensive. Aus ukrainischer Sicht plant Moskau neue Vorstöße an drei Frontabschnitten, sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten. Außerdem berichtete er von russischen Gebietsgewinnen. Als Ziele der Offensiven nannte Selenskyj Saporischschja, Pokrowsk und Nowpawliwka. Zugleich wies er die Möglichkeit zurück, eigene Truppen aus der Region Donbass zurückzuziehen, da dies „den Russen eindeutig einen Brückenkopf bieten“ würde, „um eine Offensive vorzubereiten“.

EU und Nato bleiben zuversichtlich vor Trump-Putin-Treffen in Alaska

An dem virtuellen Treffen vor dem Gipfel nahm auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil. „Heute haben Europa, die USA und die Nato ihre gemeinsame Basis für die Ukraine gestärkt“, schrieb sie anschließend auf X. „Wir werden weiterhin eng zusammenarbeiten. Niemand wünscht sich Frieden mehr als wir, einen gerechten und dauerhaften Frieden.“

Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete das Gespräch als einen Erfolg. „Wir sind uns einig darin, dass dieser schreckliche Krieg gegen die Ukraine beendet werden muss und ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht werden muss“, erklärte Rutte auf X. Er würdigte Donald Trumps Führungsrolle und die enge Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten. „Jetzt ist Putin am Zug“. (Redaktion mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/ZUMA Presss/Bernd Elmenthaler/Depositphotos/AFP/dpa (Montage)

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