Es kann teuer werden

Autofahrer aufgepasst: Ab 1. Mai werden Bußgelder aus der Schweiz auch in Deutschland vollstreckt

  • schließen

Strafzettel aus der Schweiz blieben hierzulande bislang oft folgenlos. Ab 1. Mai ändert sich das: Bußgelder können dann auch in Deutschland eingetrieben werden.

Auch wenn es manchem Autofahrer nicht so vorkommen mag: In anderen Ländern werden Verkehrsverstöße teils deutlich härter bestraft als hierzulande. So gibt es in Dänemark das sogenannte Wahnsinnsfahrt-Gesetz: Bei extremen Vergehen am Steuer eines Fahrzeugs – beispielsweise, wenn das erlaubte Tempo um mehr als Doppelte überschritten wird – kann das Auto beschlagnahmt und sogar versteigert werden. Die Regel gilt auch für Ausländer. In Italien kann sogar der Betrieb der Klimaanlage im parkenden Fahrzeug richtig teuer werden: Mehr als 440 Euro können dafür fällig werden. Auch die Schweiz ist für ihre üppigen Geldbußen bekannt. Bislang konnten Deutsche die Bußgelder teilweise ignorieren – ab Mai ist es damit nun vorbei.

Neuer Polizeivertrag mit der Schweiz tritt am 1. Mai 2024 in Kraft

Am 1. Mai 2024 tritt der neue deutsch-schweizerische Polizeivertrag in Kraft, das bestätigte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der dpa. Und darin ist unter anderem geregelt, dass nicht bezahlte Bußgelder aus der Schweiz auch in Deutschland eingetrieben werden können. Bislang hatten Bußgeld-Sünder hierzulande nicht allzu viel zu befürchten, wenn sie das Knöllchen aus der Schweiz nicht bezahlten. Zumindest, solange sie nicht wieder in das Nicht-EU-Land einreisten. Falls doch, war dann an der Grenze unter Umständen mit scharfen Konsequenzen zu rechnen: laut ADAC vom Strafbefehl bis hin zu einem Gefängnisaufenthalt.

Die schnellsten deutschen Autos aller Zeiten: 9ff GT9 rast davon

Apollo IE
Platz 10 – Apollo Intensa Emozione (IE): Auch wenn der Name eher italienisch klingt, ist der Apollo IE ein waschechter Deutscher und der Nachfolger des Gumpert Apollo. Im Vergleich zu seinem Vorgänger von der – inzwischen insolventen – Gumpert Sportwagenmanufaktur ist der IE etwas langsamer: „lediglich“ 335 km/h sind drin. Für die Autobahn und die Rennstrecke sollte das jedoch immer noch ausreichen. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 959 S.
Platz 9 – Porsche 959 S: Der Ende der 1980er-Jahre gebaute Sportwagen ist alles andere als ein altes Eisen. Mit 339 km/h Höchstgeschwindigkeit braucht sich der 515 PS-starke Porsche 959 S auch vor modernen Fahrzeugen nicht verstecken. Den Sprint von null auf 100 legt er in grade einmal 3,7 Sekunden zurück. © Porsche
Porsche 911 GT2 RS
Platz 8 – Porsche 911 GT2 RS: Der 911 ist eine absolute Sportwagen-Ikone. Inzwischen gibt es ihn in unzähligen Varianten. Wer jedoch besonders schnell unterwegs sein will, der greift zum GT2 RS. Der Hardcore-Porsche beschleunigt mit seinen 700 PS in 2,8 Sekunden auf 100 km/h. Erst bei 340 km/h ist Schluss. © Porsche
Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition
Platz 7 – Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition: Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein ganz besonderer Sportwagen zu Ehren des ehemaligen Formel-1-Piloten Sir Stirling Moss (†). Im Vergleich zum regulären SLR McLaren wurde auf ein Dach und eine Windschutzscheibe verzichtet. Optisch lehnt sich der Supersportwagen an den 300 SLR von 1955 an. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h ist er jedoch deutlich schneller. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 918 Spyder
Platz 6 – Porsche 918 Spyder: Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 351,5 km/h hat es auch der Porsche 918 Spyder in die Top 10 der schnellsten deutschen Autos geschafft. Zwischen 2013 und 2015 wurde der Sportwagen 955 Mal gebaut. Die legendäre Nordschleife umrundete er in 6:57.00 Minuten. © Porsche
Mercedes-AMG One
Platz 5 – Mercedes-AMG ONE: Das Hypercar wurde 2017 auf der IAA in Frankfurt als „Project One“ vorgestellt und sollte ab 2019 in Serie gehen. Erst drei Jahre später rollte der Mercedes-AMG ONE zu den Kunden, die sich auf Formel-1-Technologie und 352 km/h Topspeed freuen dürfen.  © Mercedes-Benz AG
RUF CTR Anniversary
Platz 4 – Ruf CTR Anniversary: Sieht aus wie ein Porsche 911 (Baureihe 964), ist aber keiner. Zumindest nicht ganz. Denn der CTR Anniversary ist das erste Auto, das Ruf selbst entwickelt hat. Angetrieben wird der Sportwagen aus Pfaffenhausen von einem Sechs-Zylinder-Boxermotor mit 710 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 360 km/h. Für den Sprint von null auf Tempo 100 braucht der auf 50 Exemplare limitierte Sportwagen 3,5 Sekunden. © Sebastian Geisler/Imago
Gumpert Apollo
Platz 3 – Gumpert Apollo: Der Sportwagen von Ex-Audi-Motorsport-Chef Roland Gumpert wurde von 2005 bis 2016 in vier verschiedenen Versionen angeboten und war sowohl für Straße als auch die Rennstrecke zugelassen. In den Top-Versionen Apollo (650 PS) und Apollo S (750 PS) lag die Höchstgeschwindigkeit bei 360 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
RUF CTR3 Clubsport.
Platz 2 – Ruf CTR3 (Clubsport): Wie der CTR Anniversary handelt es sich auch beim CTR3 (Clubsport) um eine Eigenentwicklung im Porsche-Look. Der 777 PS-starke Sechszylinder-Boxer peitscht den Sportwagen auf bis zu 380 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
9ff GT9 Vmax
Platz 1 – 9ff GT9 Vmax: Auch von der Spitzenposition grüßt ein aufgemotzter Porsche 911 von der Dortmunder Firma 9ff. Angetrieben wird der Sportwagen von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 1.400 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 437 km/h. Doch auch der "normale“ 9ff GT9 (409 km/h) und der GT9-R (414 km/h) sind kaum langsamer. © Sebastian Geisler/Imago

Geldbußen für Verkehrssünder: In der Schweiz deutlich höher als hierzulande

Was alle Schweiz-Reisenden beachten sollten: Geldbußen für Verkehrsverstöße können bei den Eidgenossen deutlich höher ausfallen als in Deutschland. Laut bussgeldkatalog.org kann beispielsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung zwischen 11 und 15 km/h zwischen 120 und 250 Schweizer Franken kosten – umgerechnet zwischen rund 122 und 255 Euro (Stand: Mitte April 2024). In Deutschland werden dafür höchstens 50 Euro fällig. Dennoch gilt: Einen Strafzettel aus dem Ausland sollte man kritisch prüfen: In manchen Fällen kann auch hier ein Einspruch sinnvoll sein.

In der Schweiz können Verkehrsverstöße enorm teuer werden. (Symbolbild)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter.

Die Vollstreckungsmöglichkeiten gelten allerdings auch umgekehrt, wie der ADAC betont. Heißt: Auch Schweizer, die in Deutschland Verkehrsverstöße begehen, kommen um eine Bezahlung nicht mehr herum.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

Kommentare