Von der Deutschen Rentenversicherung

Was jeder ab 27 Jahren für die Rente erhält und unbedingt prüfen sollte

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Die jährliche Renteninformation beginnt mit 27. Sie zeigt den aktuellen Stand der Altersvorsorge. Wer frühzeitig handelt, kann seine finanzielle Sicherheit erhöhen.

Ab 27 Jahren verändert sich für viele ein wichtiger Aspekt der Altersvorsorge. Oft fällt das zunächst gar nicht auf. Dann erhalten Versicherte von der Deutschen Rentenversicherung Informationen, die zeigen, wie viel Rente bisher angespart wurde. Außerdem wird deutlich, welche Leistungen im Alter zu erwarten sind.

Im Juli 2025 müssen Rentner Beitragssätze zur Pflege rückwirkend zahlen. Vor allem für Neurentner könnte sich das ungerecht anfühlen.

Die Angaben helfen dabei, die eigene Vorsorge besser zu planen. Wer frühzeitig weiß, wo er steht, kann gezielter handeln und mögliche Rentenlücken erkennen und schließen. So lassen sich rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um später finanziell abgesichert zu sein. Gerade in einer Zeit, in der Altersvorsorge immer wichtiger wird, lohnt es sich, diese Informationen ernst zu nehmen.

Renteninformation ab 27: Diese Angaben erhalten Versicherte

Ab dem 27. Geburtstag erhalten Versicherte automatisch ein wichtiges Schreiben von der Deutschen Rentenversicherung: die jährliche Renteninformation. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens fünf Jahre lang Beiträge eingezahlt wurden, so die Deutsche Rentenversicherung.

Mit der Renteninformation erfahren Versicherte erstmals, wie hoch ihre bisher erworbenen Rentenansprüche sind und welche Leistungen im Alter zu erwarten sind. Das Dokument dient als zentrale Orientierung für die Altersvorsorge und sollte deshalb sorgfältig geprüft werden. Die Renteninformation bietet einen Überblick über:

  • Den aktuellen Stand der erworbenen Rentenansprüche – also wie viel gesetzliche Rente durch die bisherigen Einzahlungen bereits angesammelt wurde
  • Die Rentenansprüche bei voller Erwerbsminderung – also der Betrag, den man erhalten würde, falls man dauerhaft aus gesundheitlichen Gründen weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kann
  • Eine Hochrechnung der zu erwartenden Altersrente – sowohl für den Fall, dass ab sofort keine weiteren Beiträge mehr eingezahlt werden, als auch bei einer Fortsetzung der Zahlungen wie bisher (Durchschnitt der letzten fünf Jahre) bis zum gesetzlichen Renteneintritt
  • Den frühestmöglichen Beginn der regulären Altersrente
  • Hinweise auf Abzüge durch Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern und Informationen zum möglichen Kaufkraftverlust durch Inflation

(Quellen: Deutsche Rentenversicherung, Allianz Versicherung, Sparda-Bank Baden-Württemberg)

Erste Renteninformation: Versicherungsverlauf prüfen und Fehler vermeiden

Zusammen mit der ersten Renteninformation erhalten Versicherte auch einen Versicherungsverlauf. Dieser listet alle bisher gemeldeten Zeiten und Verdienste auf, die im Rentenkonto gespeichert sind. Den Verlauf sollten Versicherte sorgfältig auf Vollständigkeit prüfen.

Besonders wichtig ist, dass Zeiten fürs Studium und Auslandsaufenthalte korrekt erfasst sind. Wer bereits Kinder hat, sollte kontrollieren, ob die Kindererziehungszeiten richtig eingetragen wurden. Das gilt nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter und andere Erziehungsberechtigte, die dauerhaft Kinder erzogen haben. Unabhängig von der Renteninformation gibt es Renten-Fehler, die vermieden werden sollten.

Doch warum ist dieses Schreiben überhaupt so wichtig? Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist die Renteninformation eine entscheidende Grundlage für die eigene finanzielle Altersvorsorge. Werden Lücken oder Fehler entdeckt, bleibt genug Zeit, diese zu korrigieren – denn auch bei der Deutschen Rentenversicherung müssen Fristen eingehalten werden.

Rubriklistenbild: © Kira Hofmann/Imago

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