Versorgungslücke erkennen

Rentenlücke berechnen und schließen: So gelingt finanzielle Absicherung im Ruhestand

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Viele erwarten im Alter finanzielle Sicherheit. Doch oft klafft eine Rentenlücke. Um den Lebensstandard zu halten, ist es wichtig, Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen und zu schließen.

In der gesetzlichen Rentenversicherung kann sich über die Jahre eine spürbare Lücke zwischen der späteren Rente und dem tatsächlichen Bedarf ergeben. Wer diese sogenannte Rentenlücke schließen möchte, hat innerhalb des Systems verschiedene Möglichkeiten. Entscheidend ist, frühzeitig zu prüfen, wie hoch die eigene Rente ausfallen wird – und welche Stellschrauben zur Verfügung stehen, um die Ansprüche zu verbessern.

Um im Alter finanziell abgesichert zu sein, ist es wichtig, die Rentenlücke frühzeitig zu erkennen und gezielt zu schließen. (Symbolbild)

Rentenlücke in der gesetzlichen Rentenversicherung erkennen und schließen

Wer viele Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, erwartet im Ruhestand finanzielle Sicherheit. Doch nicht jeder erreicht die vollen 45 Beitragsjahre. Wie hoch die Standardrente ausfällt, hat echo24.de in einer Tabelle zusammengefasst. Wer diese Zeitspanne nicht erfüllt, muss mit einer geringeren Rente rechnen – und sollte frühzeitig prüfen, ob eine Versorgungslücke entsteht.

Die sogenannte Rentenlücke, auch Versorgungslücke genannt, beschreibt die Differenz zwischen dem letzten monatlichen Nettoeinkommen und der Rente, die nach dem Eintritt in den Ruhestand aus der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird. Diese deckt nur einen Teil des letzten Gehalts ab. Das Rentenniveau liegt aktuell bei rund 48 Prozent. Diese sogenannte Haltelinie will die Bundesregierung bis 2031 beibehalten.

Rentenlücke ermitteln: So lässt sich der Versorgungsengpass berechnen

Doch wie lässt sich feststellen, wie groß die eigene Rentenlücke aktuell ist oder künftig sein wird? Die Höhe der Versorgungslücke kann berechnet werden – dabei spielen verschiedene individuelle Faktoren eine Rolle. Folgende Liste zeigt, was bei der Berechnung berücksichtigt werden soll:

  • Das Vorhandensein einer betrieblichen oder privaten Altersversorgung
  • Die Inflation
  • Rentensteigerungen
  • Mögliche Kosteneinsparungen im Alter – beispielsweise weil das Haus abbezahlt ist
  • Spätere materielle Wünsche
  • Auszahlung der Lebensversicherung
  • Erbschaften
  • Mögliche Erwerbseinkünfte – beispielsweise Gehalt aus einem Minijob
  • Mögliche Mieterträge

(Quellen: VermögensZentrum, Volksbanken Raiffeisenbanken)

Als Nächstes ist es wichtig, die aktuellen Ausgaben genau zu erfassen und zu dokumentieren. Anschließend sollte geprüft werden, ob diese Aussagen im Ruhestand in ähnlicher Höhe vorhanden sein werden. Wie viel Geld Rentner für einen sorgenfreien Ruhestand brauchen, hat echo24.de bereits berichtet.

Rentenlücke schließen: Frühzeitig handeln lohnt sich

Sind die Rentenlücken bekannt, sollte im nächsten Schritt gezielt daran gearbeitet werden, diese zu verkleinern oder ganz zu schließen. Je früher Arbeitnehmer aktiv werden, desto mehr Handlungsspielraum haben sie. Laut dem Online-Portal Steuertipps können Lücken durch Schul- oder Ausbildungszeiten im Rentenkonto bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres ausgeglichen werden.

Grundsätzlich ist es jedoch möglich, Versorgungslücken bis zum Renteneintritt zu schließen. Dafür stehen innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung verschiedene Optionen zur Verfügung:

  • Frühzeitige private oder betriebliche Altersvorsorge
  • Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung
  • Kontoklärung bei der Deutschen Rentenversicherung: Wurden Kindererziehungszeiten angerechnet? Übrigens haben nicht nur Frauen Anspruch auf die Mütterrente, sondern auch Väter und andere Erziehungsberechtigte. Wurden Pflegezeiten von Angehörigen berücksichtigt?
  • Ab dem Alter von 50 Jahren können zusätzliche Rentenpunkte gekauft werden

(Quelle: Steuertipps, VermögensZentrum, Volksbanken Raiffeisenbanken, Deutsche Rentenversicherung)

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