Gewichtsreduktion

Abnehmen klappt nicht? Vier Anzeichen, dass Ihr Stoffwechsel gestört ist

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Gerät Ihr Abnehmvorhaben plötzlich ins Stocken, kann dies an Ihrem Stoffwechsel liegen. Arbeitet er ineffizient, klappt das Abnehmen meist nicht mehr.

Ein effizient arbeitender Stoffwechsel kann Abnehmwilligen dabei helfen, ein paar Kilos zu verlieren. Denn funktioniert Ihr Stoffwechsel gut, dann regt er die Fettverbrennung an und bildet eine ideale Grundlage zum Abnehmen. Klappt es trotz eiserner Disziplin und Willenskraft also einmal nicht mit der Gewichtsreduktion, kann dies an Ihrem Stoffwechsel liegen. Dabei gibt es mehrere Anzeichen, die darauf hinweisen, dass er gestört ist.

Abnehmen klappt nicht? Gestörter Stoffwechsel kann schuld sein – vier Anzeichen

Es gibt verschiedene Gründe, warum das Abnehmen manchmal nicht funktionieren will. Oft liegt es an einem gestörten Stoffwechsel, der sich an bestimmten Signalen erkennen lässt.

Arbeitet ein Stoffwechsel ineffizient, kann dies entweder genetisch bedingt oder eine Auswirkung von Diäten und einem Nährstoffmangel sein. Auch zu viel Stress, Schlafmangel, fehlende Erhohlung und einseitige Bewegung oder Ernährung können sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken. Da der Körper die Kalorien weniger gut verwertet, ist ein ineffizienter oder langsamer Stoffwechsel eher hinderlich beim Abnehmen. Zudem verfügt der Organismus über weniger Energie für wichtige Funktionen im Körper. Dazu zählt zum Beispiel das Immunsystem, kognitive Leistungen, Kraft, Ausdauer und Regeneration. Folgende Symptome können ein Warnzeichen dafür sein, dass Ihr Stoffwechsel nicht richtig arbeitet.

Gestörter Stoffwechsel – 1. Anzeichen: Betroffene sind ständig müde

Ein klassisches Zeichen für einen gestörten Stoffwechsel ist das Gefühl andauernder Müdigkeit. Betroffene wachen bereits müde und gerädert auf. Dieser Zustand hält dann meist den ganzen Tag über an. Um den Stoffwechsel in diesem Fall wieder anzukurbeln, hilft ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine kurze Yoga-Einheit. Bewegung und Sport unterstützen zudem nicht nur den Stoffwechsel und damit das Abnehmen, sondern sorgen in der Regel auch für einen gesünderen Schlaf.

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Gestörter Stoffwechsel – 2. Anzeichen: Trockene Haut

Wenn die Haut nicht nur in den Wintermonaten – wegen der kalten Luft draußen und der warmen Heizungsluft drinnen – trocken ist, dann kann trockene Haut auch ein Signal für einen gestörten Stoffwechsel sein. Sollte Ihr Abnehmvorhaben also ins Stocken geraten sein und sich Ihre Haut rau und spröde anfühlen, dann achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Denn auch genügend Wasser trinken (etwa zwei Liter am Tag) kann den Stoffwechsel wieder aktivieren. Nebenbei wird die Haut wieder mit mehr Feuchtigkeit versorgt.

Gestörter Stoffwechsel – 3. Anzeichen: Frieren und ständig Kälte verspüren

Manche Menschen ist ständig kalt, selbst wenn die Temperaturen draußen wieder steigen. Kalte Füße können dabei ein Hinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung sein. Sind die Hände und Füße immerzu eiskalt, kann dies jedoch auch an einem gestörten Stoffwechsel liegen. Der Organismus läuft dabei sozusagen auf Sparflamme und die Wärmeproduktion zählt dann nicht zu seinen obersten Prioritäten unter den überlebenswichtigen Vorgängen. Um die Durchblutung anzuregen, hilft Bewegung. Auch hier kann ein Spaziergang den Stoffwechsel wieder in Schwung bringen und dadurch eine Gewichtsabnahme fördern. Eine Runde Joggen oder anderer Ausdauersport sorgen ebenfalls dafür, dass einem wieder wärmer wird.

Gestörter Stoffwechsel – 4. Anzeichen: Haarausfall

Zwar kann Haarausfall auch bei manchen Menschen genetisch bedingt sein: Wenn die Haare ausfallen, dann kann dies jedoch auch ein Hinweis auf einen ineffizienten Stoffwechsel sein. Läuft der Körper nämlich auf Sparflamme, werden Kopfhaut und Haare schlechter versorgt, wodurch sie brüchiger werden und auch ausfallen können.

Wenn das Abnehmen nicht klappt: Zehn Fehler, die Sie vermeiden sollten

Frau liegt in Bett
Fehler 1 – nicht genug Schlaf: Wer schlank werden und abnehmen möchte, sollte während einer Diät oder Ernährungsumstellung auf genügend Schlaf achten. Denn für einen intakten Stoffwechsel benötigt der menschliche Körper genug Erhohlung, damit es dann auch mit dem Abnehmen klappt. Schlafen Sie hingegen zu wenig, dann schüttet der Körper das Stresshormon Cortisol aus. Die Folgen davon können Heißhungerattacken, verlangsamter Muskelaufbau und verlangsamter Fettabbau sein. © AntonioGuillem/IMAGO
Mann ist beim Sport außer Puste
Fehler 2 – falscher Sport: Zwar gehört Bewegung und Sport zu einem gesunden Lebensstil und kann auch beim Abnehmen unterstützen. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Sie den richtigen Sport treiben. Untersuchungen ergaben, dass nicht Ausdauersport am erfolgreichsten Fett verbrennt, sondern dass Krafttraining sich als Abnehm-Methode besser eignet. Das liegt unter anderem daran, dass aufbauende Muskelmasse den Stoffwechsel ankurbelt. Optimal ist allerdings eine Kombination aus Kraft- und Ausdauersport.  © McPHOTO/B. Leitner/IMAGO
Person steigt auf Waage
Fehler 3 – ausschließlich auf die Waage verlassen: Wer abnehmen möchte, sollte sein Gewicht immer wieder kontrollieren. Nur so erkennt man schließlich, ob man auf dem richtigen Weg ist und seinem Ziel bereits näher kommt. Es kann einen weiter anspornen oder aufzeigen, dass man möglicherweise an seiner Ernährung doch nochmals schrauben muss oder sich mehr bewegen sollte. Dabei ist es allerdings auch wichtig, nicht jedes Kilo zu ernst zu nehmen und sich nicht jeden Tag zu wiegen. Denn es gibt Tage, an denen die Waage aufgrund von beispielsweise Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt oder der Muskelmasse mehr anzeigt. Nicht immer bedeutet das allerdings einen Rückschlag. Außerdem ist neben dem Gewicht beispielsweise auch der Bauchumfang ein maßgeblicher Indikator für den Abnehmerfolg und sollte deshalb ebenfalls regelmäßig gemessen werden. © Andrii Danchuk/IMAGO
Nährwerttabelle
Fehler 4 – Nährwertangaben nicht prüfen: Meist haben wir eine Vorstellung davon, wie gesund ein Lebensmittel ist. Allerdings stimmt diese nicht immer mit der Realität überein. Damit das Abnehmen klappt, sollten Sie deshalb bereits vor dem Kauf von Produkten die Nährwerttabelle und Zutatenliste kontrollieren. So verhindern Sie, dass eine Kalorienbombe mit versteckten Kalorien in Ihrem Einkaufswagen landet. © agefotostock/IMAGO
Frau liegt erschöpft auf einem Laufband
Fehler 5 – unpassendes Kaloriendefizit: Wer abnehmen möchte, sollte für ein passendes Kaloriendefizit sorgen. Dabei sollten Sie nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Kalorien aufnehmen. Denn bei einem zu großen Kaloriendefizit fehlen Ihrem Körper wichtige Nährstoffe. Dies kann unter anderem zu Müdigkeit und Erschöpfung führen. Der Körper produziert zudem kaum Energie und greift schließlich auf Energiereserven wie Fett und Muskelmasse zurück. Außerdem wird der Stoffwechsel gebremst. © NomadSoul/IMAGO
Fleischstücke
Fehler 6 – zu viel Fett bei Low-Carb-Diät: Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung kann es zu einem reduzierten Appetitempfinden kommen, infolgedessen weniger Kalorien aufgenommen werden. Allerdings passiert es häufig, dass hierbei zu viel Fett gegessen wird. Dies kann den Abnehmerfolg jedoch schmälern. Um Balance zu halten, sollten Sie deshalb auf den Fettgehalt der Speisen achten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einem Erwachsenen täglich ungefähr 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht, wobei ein Gramm Protein einen Energiegehalt von etwa vier Kilokalorien hat. © Imaginechina-Tuchong/IMAGO
Lachs in einer Pfanne
Fehler 7 – zu wenige Proteine: Eiweiß ist sättigend und regt gleichzeitig den Stoffwechsel an. Deshalb sollte auch beim Abnehmen bei jeder Mahlzeit ein proteinreiches Lebensmittel auf dem Teller liegen, damit es mit der Gewichtsreduktion klappt. Fisch, Eier, Magerquark, Haferflocken, Mandeln und Kürbiskerne zählen zum Beispiel zu den proteinreichen Produkten. © Wavebreak Media Ltd/IMAGO
Vollkornbrot
Fehler 8 – zu wenige Ballaststoffe: Ballaststoffe, wie sie etwa in Vollkornbrot oder Hülsenfrüchten vorkommen, sollten Sie in ausreichender Menge verzehren, wenn Sie abnehmen möchten. Denn sie haben viele Vorteile: Aufgrund ihrer fettspaltenden Enzyme nimmt der Körper weniger Fett auf. Außerdem lassen sie den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Dadurch fühlen Sie sich länger gesättigt und Heißhungerattacken bleiben aus. © Dzinnik Darius/IMAGO
Zwei Gläser mit Limonade
Fehler 9 – zuckerhaltige Getränke: Von Softdrinks wie Limonade, Cola & Co. sollten Sie während einer Diät besser die Finger lassen. Der darin enthaltene Zucker ist ein Feind, wenn es um das Abnehmen geht. Selbst auf Fruchtsäfte sollten Sie besser verzichten, da auch sie eine hohe Menge an natürlichem Zucker aufweisen. Wasser und ungesüßter Tee sind stattdessen in ausreichender Menge zu empfehlen.  © Panthermedia/IMAGO
Frau hält sich Hand an Kopf
Fehler 10 – unrealistische Erwartungen: Abnehmwillige lassen sich häufig von Models auf Werbeplakaten oder Influencern auf Instagram beeinflussen. Derartige Schönheitsideale lassen sich jedoch nicht innerhalb weniger Wochen erreichen. Daher ist es wichtig, dass man sich realistische und individuelle Ziele für das Abnehmen sucht. Dann klappt es langfristig auch eher mit der Gewichtsreduktion und dem eigenen Wunschgewicht. © Wavebreak Media Ltd/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Westend61/IMAGO

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