- VonMichel Guddatschließen
Betrugsmaschen werden immer ausgefallener. Um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen, werden nun gefälschte Amazon-E-Mails verwendet.
Kassel – Amazon boomt: Im letzten Jahr konnte der Onlineversandhändler einen Gesamtumsatz von 575 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Doch der Erfolg bringt auch seine Schattenseiten hervor. Immer öfter wird der US-amerikanische Konzern von Betrügern ausgenutzt – die teilweise mit dreisten Tricks versuchen, die Kunden abzuzocken. Nun wird vor einer erneuten Betrugswelle gewarnt.
Betrugsmasche bei Onlineriese Amazon: Scheinbare Probleme bei der Zahlungsabwicklung
Das gewünschte Produkt kommt in den virtuellen Einkaufswagen, es folgt der Zahlungsvorgang. Die Bestätigungsmail über die erfolgreiche Abwicklung landet kurz darauf im Posteingang. So lautet zumindest der übliche und ideale Ablauf bei einem Kauf über Amazon. Aber Achtung, es kann auch anders kommen.
Nach dem Kauf unterschiedlichster Artikel sollen Kunden eine Mail vom Verkäufer erhalten haben, in der über scheinbare Probleme bei der Zahlungsabwicklung berichtet wird. Der Kunde wird aufgefordert, den fehlenden Betrag direkt auf das angegebene Bankkonto zu überweisen. Wer darauf hereinfällt: Das Geld ist weg und die Ware kommt nicht an.
Bereits 2022 warnte die Verbraucherzentrale Niedersachsen vor der Betrugsmasche. Sie empfahlen: „Gehen Sie darauf nicht ein. Wickeln Sie Käufe immer direkt auf der Verkaufsplattform ab, niemals auf anderem Weg.“
Betrüger warnen vor ungewöhnlichen Aktivitäten auf dem Amazon-Kundenkonto
Doch es ist nicht die einzige Trickserei, die bei Amazon die Runde macht. Denn wie der Instagram-Channel „finance_made_simple“ verrät, bekommen Kunden noch weitere E-Mails zugeschickt, bei denen Vorsicht geboten ist. Die Mail, die scheinbar von Amazon selbst kommt, enthält die Nachricht, dass der Kunde Opfer einer Betrugsmasche geworden ist und ungewöhnliche Aktivitäten auf seinem Konto stattgefunden haben. Um einer dauerhaften Sperre des Kontos zu entgehen, wird der Kunde aufgefordert, seinen Account zu verifizieren.
In einem weiteren Schritt soll nun auf einen Link geklickt werden, um das Konto zu verifizieren. Daraufhin sollen alle persönlichen Daten eingegeben werden. Die täuschend echt aussehende Mail hat mit Amazon aber nichts zu tun.
Diese Tipps helfen, um betrügerischen Kontakt zu identifizieren:
- Amazon fragt in E-Mails niemals nach persönlichen Informationen
- Amazon fordert niemals, Zahlungsinformationen zu aktualisieren
- Überprüfe die Adresse des Absenders
- Links zu legitimen Amazon-Websites beginnen mit „https://www.amazon.de“
- Amazon fordert niemals, eine Zahlung außerhalb der Website zu tätigen
- Die Abfrage über ein Passwort oder persönliche Informationen geschieht nicht per SMS
Quelle: Amazon.de
Bei verdächtigem Kontakt sollte umgehend der Support kontaktiert werden. (mg)
Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Markus Mainka/Imago
