VonKilian Bäumlschließen
Verbotene Pestizide wurden in einem Basmati-Reis entdeckt. Eines kann potenziell das Nervensystem schädigen. Der Produzent hat einen Rückruf gestartet.
München – Reis stellt einen wichtigen Bestandteil zahlreicher Speisen dar. Daher ist es besonders beunruhigend, wenn ein Produkt nicht bedenkenlos konsumiert werden kann. 2023 erhielt Reis ein katastrophales Urteil von Öko-Test. Aktuell warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vor einem Reis-Produkt, in dem verbotene Pestizide festgestellt wurden. Es handelt sich dabei um Basmati-Reis der Marke Schani. Das betroffene Produkt ist momentan im Rückruf.
| Produkt | Schani Original Basmati Rice (Basmatireis) |
|---|---|
| Hersteller | Global Foods Trading GmbH |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 02/2026 |
| Chargennummer / Los-Kennzeichnung | L1000/GFT/KW26 |
| Größe | 1 kg |
Acht Bundesländer von Reis-Rückruf betroffen – Vom Verzehr wird abgeraten
Der Produzent erklärt in einer Mitteilung, dass das Produkt „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ zurückgezogen wird. Betroffen sind Reis-Packungen mit der Chargennummer L1000/GFT/KW26 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02/2026. Der Basmati-Reis wurde vorwiegend in Asia-Supermärkten angeboten. Das zurückgerufene Produkt war in folgenden acht Bundesländern erhältlich:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Hessen
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
Basmati-Reis im Rückruf: Verbotene Pestizide nachgewiesen
Der Rückruf erfolgt aufgrund der im Produkt nachgewiesenen Pestizide Thiamethoxam und Tricyclazol, deren Verwendung in der EU untersagt ist. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erläutert, dass Dutzende Substanzen unter den Begriff Pestizide fallen. Pestizide sind nicht nur für die Umwelt und Natur gefährlich, sondern auch für Menschen schädlich und können die Gesundheit beeinträchtigen. Daher wird auf Regierungsebene immer wieder über ein Verbot von Pestiziden diskutiert.
Auch wenn die spezifischen Gesundheitsrisiken nicht aus der Mitteilung des Herstellers hervorkommen, schreibt etwa utopia.de, dass Thiamethoxam das Nervensystem schädigt. Der Basmati-Reis sollte deshalb nicht verzehrt werden. Wer den Hersteller kontaktieren möchte, kann dies per Telefon von Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr unter der Nummer 0800-950 950 9, oder per E-Mail an info@gft.group tun. In der Regel können bei einem Rückruf die betroffenen Produkte problemlos zurückgegeben werden. (kiba)
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