Gefahr durch Blutgerinnsel

Thrombose rechtzeitig erkennen: Warnzeichen gehen häufig nur von einem Bein aus

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Eine Thrombose entsteht durch Blutgerinnung im Gefäß. Je größer das Blutgerinnsel ist, das zur Thrombose führt, desto höher ist das Risiko für gefährliche Folgereaktionen.

Neben der arteriellen Thrombose, die durch eine Arteriosklerose hervorgerufen wird, gibt es die Venenthrombose, die in häufigen Fällen im Bein, Arm, Schultergürtel, Becken, in der Pfortader oder auch im Gehirn entsteht. Eine Venenthrombose kann durch Krampfadern, Flüssigkeitsmangel, im Rahmen von Operationen sowie als Hinweis auf einen Tumor oder auch während einer Krebserkrankung entstehen. Von einer Thrombose sprechen Mediziner, wenn ein Blutgerinnsel – das heißt ein Blutklumpen beziehungsweise -Pfropf (griechisch Thrombus) – ein Blutgefäß, also eine Arterie oder Vene, verstopft. Löst sich der Thrombus – ein Teil davon ist bereits ausreichend – wird er mit dem Blutstrom bis ins Herz oder auch die Lunge transportiert. Im Herzen kann das Blutgerinnsel einen Herzinfarkt zur Folge haben, in der Lunge verschließt der Thrombus die für die Atmung lebenswichtigen Adern und kann so zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Es gibt Möglichkeiten, einer Thrombose vorzubeugen – kommt es dennoch zu einem Blutgerinnsel, achten Sie auf körperliche Anzeichen.

Thrombose: Wie es dazu kommt und wo die Blutgerinnsel im Körper zum Problem werden

Beinvenenthrombosen zählen zu den häufigsten Formen und können zu einem geschwollen und heißen Bein führen, das stark schmerzt.

Ein Thrombus entsteht dann, sobald Blut gerinnt. Die Blutgerinnung ist im Grunde ein natürlicher Vorgang und Schutzmechanismus im Körper. Kommt es zu einer äußeren Verletzung, wird der Körper durch das Gerinnungssystem vor dem Verbluten geschützt, indem das Blut verklumpt und die Wunde verschließt. In den Blutgefäßen kann das Gerinnsel jedoch zum Hindernis und zur Gefahr werden.

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Gefahr für einen Herzinfarkt: Sieben Angewohnheiten erhöhen Ihr Risiko

Frau am Computer unter Stress mit Kopfschmerzen
Stress ist ein nicht zu vernachlässigender Auslöser für einen Herzinfarkt. Steht ein Mensch unter psychischer Belastung und fühlt sich permanent gestresst, aufgrund von Arbeit, der Familie oder Partnerschaft, steigt der Blutdruck an. Ein hoher Blutdruck stellt einen Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Reagiert der Körper kurzzeitig mit diesen Symptomen auf Stress, muss dadurch nicht zwangsläufig eine gesundheitliche Gefahr verbunden sein. Hält der Stresspegel jedoch an und wird chronisch, hat dies dauerhaft Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen, den Blutdruck und das Immunsystem. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein Herzinfarkt sind nicht selten die Folge, laut Deutsche Herzstiftung. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago
Frau mit Schlafproblemen
Schlafmangel erschöpft nicht nur enorm, es wirkt sich auch negativ auf die Konzentration, das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System aus. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schüttet vermehrt Stresshormone aus, die den Körper belasten und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt begünstigen können. Zu spätes Zubettgehen, ausgedehnte, abendliche Zeit am Smartphone, Konfliktgespräche oder aufwühlende Spielfilme vor dem Schlafengehen können zu Einschlafproblemen und unruhigen Nächte führen. Laut Studien erhöht sich dadurch das Risiko für die Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen um über 45 Prozent. Ein erholsamer Schlaf von im Durchschnitt sieben bis acht Stunden ist für einen gesunden Körper und das Herz unabdingbar. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Frau greift nach Hamburger
Die Ernährung ist tatsächlich ein wesentlicher Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Für Menschen, die sehr fett- und kalorienreich essen, erhöht sich die Gefahr für Übergewicht, was wiederum ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarkts ist. Durch eine Anpassung der Ernährung mit Fokus auf mehr sekundäre Pflanzenstoffe in Obst, Gemüse, Kaffee und Tee sowie regelmäßig Vollkorn und Eiweiß auf dem Speiseplan, sinkt die Gefahr für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt signifikant. (Symbolbild) © NomadSoul/Imago
Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln
Mahlzeiten wie ein herzhaftes Roastbeef, mit Gemüse und Kartoffeln in Butter geschwenkt, bedeuten ebenfalls ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Je regelmäßiger Sie gesättigte Fette wie in tierischen Lebensmitteln zu sich nehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr LDL-Cholesterinspiegel erhöht. Damit verbunden ist die Gefahr von Gefäßablagerungen durch das überschüssige Blutfett, ein erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose, Thrombosen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © Monkey Business/Imago
Mann mit Übergewicht auf der Couch mit Chips
Wer sich kaum bewegt, viel Zeit im Sitzen oder Liegen verbringt und wenig an die frische Luft geht, setzt sich einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Kommt dann noch eine ungesunde Ernährung mit fettem und süßem Essen sowie Arteriosklerose hinzu, steigt die Gefahr für beispielsweise einen Herzinfarkt noch zusätzlich. Je weniger sich jemand bewegt, desto eher kann es zu Übergewicht und den damit verbundenen Folgeerkrankungen wie Diabetes, hoher Blutdruck und Herzschwäche kommen. Wer regelmäßig Sport treibt, kann das eigene kardiovaskuläre Risikoprofil für koronare Herzkrankheiten um fast 50 Prozent reduzieren. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Rauchen erhöht das Risiko für viele Krankheiten.
Auch Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Myokardinfarkts. Laut einer Studie steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, mit jeder weiteren Zigarette um über sechs Prozent. Regelmäßiger Tabakkonsum fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Symbolbild) © dpa/(Symbolbild)
Alkohl
Bereits geringe Mengen an Alkohol können zu Herzrhythmusstörungen führen, wie eine Studie des Herz- und Gefäßzentrums am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) belegt. Schon ein kleines Glas Wein oder ein Bier pro Tag können Vorhofflimmern auflösen. Zudem führt Alkohol im Körper dazu, dass der Blutdruck ansteigt, was bei regelmäßigem Konsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt erhöht. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO

Ein entstehender Gefäßverschluss kann vor allen Dingen in den tiefen Bein- und Beckenvenen sehr gefährlich werden, so die Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e. V. In Deutschland sterben jährlich etwa 100.000 Menschen an einer Lungenembolie, als Folge einer Thrombose. Die Lungenembolie ist damit nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Mit Knallfarben gegen Thrombose

Wer denkt, Thrombose- bzw. Kompressionsstrümpfe gibt es nur in langweiligem Beige und Schwarz, irrt. Denn längst haben auch Sportler die wohltuende Wirkung der Kompression zur Regeneration nach dem Training entdeckt. Mit Kompressionsstrümpfen in knalligen Farben (werblicher Link) sind diese auch modisch absolut vertretbar.

Thrombose: Welche Symptome sich zeigen

Beinvenenthrombosen zählen mit 60 Prozent zu den häufigsten Thrombose-Formen, gefolgt von Venenthrombosen im Becken mit 30 Prozent. Was typisch für eine Thrombose im Gegensatz zu einem Muskelkater ist: nur ein Bein ist betroffen.

Erste Hinweise auf eine mögliche Thrombose im Bein sind:

  • Schwellung am Bein
  • Hitzegefühl im Bein
  • Wiederholt unerklärlich starke Schmerzen im Bein
  • Mitunter starke Schmerzen beim Auftreten
  • Unterschiedlich warme Beine
  • Haut am Bein zeigt bläuliche Verfärbung

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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