Verzicht auf Nikotin

Aktuelle Untersuchung offenbart: So viel Lebenszeit kostet Sie bereits eine Zigarette

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Das Rauchen reduziert nicht nur die Lebensspanne, sondern begünstigt auch das Auftreten von Krankheiten. Eine neue Studie bringt alarmierende Zahlen hervor.

Zu Beginn eines neuen Jahres setzen sich viele Menschen ambitionierte Ziele: Sie wollen weniger Zucker konsumieren, mehr körperliche Aktivität betreiben oder ihren Alkoholkonsum reduzieren. Einige planen auch, das Rauchen aufzugeben. Dieser Entschluss bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Verfärbungen an Fingern und Zähnen verschwinden, die Haut verbessert sich und das gesamte Erscheinungsbild wirkt frischer. Natürlich hat es auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Wie Wissenschaftler des University College London herausgefunden haben, kann man dadurch sogar eine beträchtliche Menge an Lebenszeit gewinnen.

Nikotin verkürzt das Leben: Eine Zigarettenpackung raubt bereits sieben Stunden

Eine Zigarette verkürzt die Lebenszeit bei Männern um 17 Minuten, bei Frauen sogar um 22 Minuten.

Vor etwa 25 Jahren ergab eine Studie, dass der Konsum einer einzigen Zigarette die Lebenserwartung um elf Minuten reduziert. Eine aktuelle Untersuchung legt jedoch nahe, dass diese Zeitspanne tatsächlich doppelt so lang ist. Demnach verlieren Männer 17 Minuten und Frauen 22 Minuten ihrer Lebenszeit pro Zigarette. Das bedeutet, dass eine Packung mit 20 Zigaretten insgesamt sieben Stunden Lebenszeit rauben kann. Die Studie wurde vom britischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben, das der britischen Bevölkerung daher empfiehlt, zum Jahreswechsel das Rauchen aufzugeben.

Obwohl die Menschen wissen, dass Rauchen schädlich ist, unterschätzen sie oft das Ausmaß der Schäden, sagt Dr. Sarah Jackson, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin der Alkohol- und Tabakforschungsgruppe des UCL, gegenüber britischen Medien. Raucher, die nicht aufhören, könnten durch diese Gewohnheit etwa ein Jahrzehnt ihres Lebens verlieren. Rauchen verkürze nicht nur die ungesunde Zeit am Ende des Lebens, sondern gehe laut Jackson „in erster Linie auf Kosten der gesunden Jahre in der Lebensmitte und beschleunigt den Beginn von Krankheiten. Das bedeutet, dass ein 60-jähriger Raucher das Gesundheitsprofil eines 70-jährigen Nichtrauchers hat.“

Der menschliche Körper kann sich nach dem Rauchstopp erholen

Es ist in jedem Alter vorteilhaft, mit dem Rauchen aufzuhören. Je früher dies geschieht, desto besser, so die Autoren der Studie. Denn der menschliche Körper hat die Fähigkeit, sich zu erholen. Selbst hartgesottene Raucher, die jahrzehntelang Zigaretten konsumiert haben, können laut der Deutschen Herzstiftung von einem Rauchstopp profitieren. Nach nur fünf Jahren ohne Nikotin sinkt das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, um fast die Hälfte. Ab dem Alter von 60 Jahren verlängert der Verzicht auf Nikotin statistisch gesehen das Leben um drei Jahre, ab 50 Jahren sind es sechs Jahre und ab 40 sogar etwa neun Jahre.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/IMAGO

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