Gesunder Lebensstil

Aktuelle Studie: Lebenserwartung von Männern und Frauen gleicht sich immer mehr an

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Männer werden immer öfter genauso alt wie Frauen. Zurückzuführen könnte dies auch auf einen Rückgang der rauch- und alkoholbedingten Todesfälle sein.

In den vergangenen Jahrzehnten war das Bild eindeutig: Frauen lebten im Durchschnitt deutlich länger als Männer. Veränderte Lebensgewohnheiten in den letzten Jahren könnten allerdings dazu beitragen, dass Männer allmählich aufholen. Zu dieser Erkenntnis kommen Forscher der Universität Alcalá in Spanien. In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler um David Atance die Sterblichkeitsraten in 194 Ländern zwischen 1990 und 2010. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin „PLoS One“ veröffentlicht.

Lebenserwartung steigt weltweit an

Auch in Deutschland werden Männer immer älter. Die Lebenserwartung von Frauen haben sie allerdings bisher noch nicht erreicht.

Weltweit hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen im letzten Jahrzehnt erhöht. Die Forscher gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Grund dafür ist vor allem die Zunahme an Wohlstand in vielen Ländern. Im Rahmen ihrer Studie teilten die Forscher die Länder in fünf Gruppen ein, abhängig von der Entwicklung der Lebenserwartung. Die Gruppe mit der höchsten durchschnittlichen Lebenserwartung bestand aus den Ländern mit den höchsten Einkommen, wie Australien, Japan, den USA, dem Vereinigten Königreich und anderen Teilen Westeuropas. In der Gruppe mit der niedrigsten Lebenserwartung waren nur Ruanda und Uganda vertreten.

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Vergleicht man die Lebenserwartung von Männern und Frauen in diesen Ländern, so ist der größte Sprung bei den Männern in Ruanda und Uganda zu verzeichnen: Die durchschnittliche Lebenserwartung lag 1990 bei nur 30,85 Jahren und stieg um 14,37 Jahre auf 45,22 Jahre im Jahr 2010. Bei den Frauen in diesen Ländern stieg die Lebenserwartung in diesem Zeitraum nur um 0,94 Jahre von 50,37 Jahren auf 51,31 Jahre.

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Schüssel mit Äpfeln
Gerade bei Obst sollte man gut aufpassen, wenn man zu einem Blähbauch neigt. Je mehr Fruchtzucker enthalten ist, desto unbekömmlicher ist es. Auf einen Apfel kommen im Schnitt bei 100 Gramm etwa sechs Gramm Fruchtzucker – zu viel für sensible Mägen. © Lili Basic/Imago
Wassermelonen in einer Kiste
Laut Dr. Jacqueline Wolf sollte man Wassermelone nur in Maßen essen, wenn man nicht ganz auf sie verzichten möchte. Sie liefert laut Onmeda.de etwa 2,9 Gramm Fruchtzucker auf 100 Gramm.  © Baloncici/Imago
Rosinen auf einer Steinplatte.
Rosinen, genau wie viele andere getrocknete Früchte, enthalten Zucker in konzentrierter Form. Mit fast 33 Gramm Fruktose pro 100 Gramm sollten sie vom Speiseplan entfernt werden. © Eva Gruendemann/Zoonar.com/Imago
Frische Zwetschgen auf einem Brett.
Auch auf Pflaumen oder Zwetschgen (s. Foto) sollte bei einem Blähbauch-Problem verzichtet werden. Sie enthalten etwa zwei Gramm Fruchtzucker (auf 100 g). © karin010759/Imago
Blaue Trauben an einem Weinstock
Weintrauben sind, genau wie Kirschen, schnell weggenascht. Bei etwa acht Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm können die Früchte jedoch schnell einen Blähbauch auslösen. © Chris Boswell/Zoonar.com/Imago
Reife Bananen in Nahaufnahme an einem Stand
Wer häufig unter einem Blähbauch leidet, sollte reife Bananen (3,4 g Fruchtzucker auf 100 g) von seinem Speiseplan streichen. © Baloncici/Imago
Nektarine, aufgeschnitten und saftig aussehend
Saftig, süß – und ein Sommer-Liebling. Nektarinen sollten trotzdem nur in Maßen gegessen werden, da ihr Zuckergehalt mit etwa zwölf pro 100 Gramm relativ hoch ist. © Torsten Schon/Imago
Hunderte Teller- oder Plattpfirsiche
Genau wie bei Nektarinen kommt es auch bei Pfirsichen auf die Menge an. Mit etwa 1,2 g (je 100 g) Zucker können sie den Blähbauch fördern. Das gilt übrigens für die Plattpfirsiche (s. Foto) genauso wie für die klassischen runden. © Hans-Roland Mueller/McPHOTO/Imago
Frische Kirschen in einer Schüssel
Bei Sauer- und Süßkirschen spielt wieder vor allem die Menge die Hauptrolle. Pro 100 Gramm wird bei diesen Früchte ein Fruchtzuckergehalt von fast 4,3 und 6,1 Gramm (Süßkirsche) gemessen. © galina sharapova/Imago
Ganze und aufgeschnittene Grapefruit-Früchte
Obwohl Grapefruits zu den Zitrusfrüchten gehören und nicht unbedingt klassisch süß sind, haben sie einen vergleichsweise hohen Fruchtzuckergehalt (2,5 g/100 g). © CSH/Imago

Gesünderer Lebensstil und gesteigertes Gesundheitsbewusstsein

In der Gruppe mit der höchsten Lebenserwartung betrug der durchschnittliche Unterschied im Jahr 1990 noch etwa 4,84 Jahre und fiel damit zugunsten der Frauen aus. Dieser Wert verringerte sich bereits im Jahr 2010 leicht auf 4,77 Jahre. Bis 2030 werde der Abstand den Wissenschaftlern zufolge wohl noch weiter abnehmen. Als mögliche Ursachen für diesen Trend sehen Experten neben den Fortschritten im Gesundheitswesen auch ein gesteigertes Bewusstsein für Krankheiten wie AIDS sowie ein insgesamt gesünderer Lebensstil.

Ähnliche Ergebnisse liefert auch eine aktuelle Datenauswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Die Forschenden untersuchten detaillierte Daten von Todesursachen für 228 Regionen in sieben europäischen Ländern – und fanden ebenfalls heraus, dass sich die Männer den Frauen angenähert haben. Allerdings gab es starke regionale Differenzen. So waren die Unterschiede zwischen der Lebenserwartung von Männern und Frauen in Süddeutschland, Dänemark und der Schweiz besonders gering, in München und Umland lagen die Geschlechter dagegen noch etwa dreieinhalb Jahre auseinander.

Covid-19 und Gene beeinflussen Lebenserwartung möglicherweise

Obwohl die Forscher in der aktuellen Studie nur Daten bis zum Jahr 2010 untersuchten, gehen sie davon aus, dass sich ähnliche Trends bis heute fortsetzen. Sie räumen gegenüber dem Wissenschaftsmagazin New Scientist jedoch ein, dass Covid-19 die Lebenserwartung der Menschen insgesamt und die der Männer im Besonderen beeinflusst haben könnte.

Darüber hinaus stellten die Studienautoren fest, dass es wohl immer einen geschlechterspezifischen Unterschied bei der Lebenserwartung geben werde. Da Männer mit ihrem Y-Chromosom eine genetisch schlechtere Veranlagung haben und von bestimmten Erkrankungen im Alter häufiger betroffen sind als Frauen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Science Photo Library/Imago

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