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Starke Winde erschweren den Kampf gegen die Waldbrände auf der griechischen Ferieninsel Rhodos. Der deutsche Reiseveranstalter TUI ergreift weitere Maßnahmen.
Update vom 26. Juli, 7.47 Uhr: Starke Winde fachen Feuer auf Rhodos weiter an. Mehrere Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wie TUI und Easyjet schickten Flugzeuge nach Rhodos, um evakuierte Touristen auszufliegen. Inzwischen seien Tausende Urlauber aus verschiedenen Ländern vorzeitig nach Hause zurückgebracht worden, teilte ein TUI-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mit. Zudem werden bis einschließlich 28. Juli alle Buchungen von TUI Reisen nach Rhodos storniert. Gäste mit Buchungen, deren Urlaub in den kommenden Tagen bis einschließlich Sonntag, 30. Juli beginnt, können auf andere Ziele umbuchen oder ihre Reise kostenlos stornieren.
Rund 7.800 Touristen, die von der aktuellen Situation betroffen waren, wurden an andere Orte auf der Insel gebracht und sind in Hotels oder von den örtlichen Behörden zugewiesenen Unterkünften untergebracht. In einer Pressemitteilung des Reiseveranstalters sind alle betroffenen Hotels im südöstlichen Teil von Rhodos aufgelistet.
Waldbrände in Griechenland: Extra Flüge von TUI sollen Urlauber nach Hause bringen
Update vom 25. Juli, 12.41 Uhr: Noch immer hat die griechische Insel Rhodos mit Waldbränden zu kämpfen, die einen Urlaub auf der Insel für tausende Touristen unmöglich machen. Vor allem im Südosten der Insel sind die Brände trotz intensiven Löscheinsätzen per Flugzeug nicht unter Kontrolle. Der Reiseanbieter TUI kündigte an, keine Urlauber mehr auf die Insel zu fliegen. Die Maßnahme war zunächst nur bis Dienstag (25. Juli) geplant, wurde jetzt jedoch bis Freitag (28. Juli) verlängert. Stattdessen sollen zusätzliche Flugzeuge eingesetzt werden, um Urlauber von Rhodos zurück nach Hause zu bringen. Auch das Auswärtige Amt unterstützt Touristen vor Ort.
| Urlaubsland | Griechenland (Insel Rhodos) |
|---|---|
| Umstand | Brände |
| Betroffen | Tausende Touristen, auch aus Deutschland |
Wer die Pauschalreise nach Rhodos nicht antreten kann oder abbrechen muss, kann den Urlaub in der Regel gebührenfrei stornieren. Grund dafür ist, dass es sich bei den Bränden um unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände handelt, die einen Urlaub dort erheblich beeinträchtigen, erklärt Rechtsanwalt Roosbeh Karimi der Zeitung Focus. Dazu müssen Urlauber Kontakt zu dem jeweiligen Reiseanbieter aufnehmen. Treten die Umstände während des Urlaubs auf, haben Reisende die Möglichkeit den Urlaub zu stornieren und zurückzufliegen oder zu bleiben und den Preis des Urlaubs zu mindern.
Waldbrände auf griechischer Insel Rhodos: Viele europäische Urlaubsländer kämpfen mit dem Wetter
In diesem Jahr kam es in vielen Ländern Europas bereits zu Waldbränden, in Spanien gab es sogar bereits im März den ersten Brand. Doch Brände sind nicht die einzige Katastrophe, die sich auf die Urlaubspläne zahlreicher Touristen auswirkt – viele beliebte europäische Urlaubsländer haben in diesem Jahr mit Wetterereignissen zu kämpfen. So kämpft auch Italien aktuell mit Riesen-Hagel, der Urlauber massenhaft vom Strand fliehen lässt.
Spanien: Waldbrände wüten in der Region Valencia - Die Feuer in Bildern




Waldbrände in Griechenland: Urlaubsveranstalter TUI greift durch und sagt vorerst alle Reisen ab
Erstmeldung vom 23. Juli 2023, 14.35 Uhr: Hannover – Die Lage auf Rhodos ist kritisch, für Tausende Touristen mitunter undurchsichtig. Am Samstag (22. Juli) drehte und verstärkte sich der Wind, die seit Tagen lodernden Waldbrände gerieten außer Kontrolle und steuerten auf beliebte Urlaubsorte zu. Etliche mussten evakuiert werden und flüchteten mitunter auch zu Fuß, mit ihren Koffern und in Badekleidung.
Vielen, die einen Urlaub auf Rhodos gebucht haben und der ihnen noch bevorsteht, dürfte die Lage Sorge bereiten. Vor allem wer in den nächsten Tagen vorhatte, auf die Insel zu reisen, wird verunsichert sein und den geplanten Flug nicht antreten wollen. Mit TUI reagiert nun der erste deutsche Reiseveranstalter auf die Situation.
Urlaubsveranstalter TUI sagt wegen Waldbrände vorerst alle Reisen nach Rhodos ab
Der Reisekonzern TUI wird vorerst keine Touristen mehr auf die Ferieninsel bringen. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Flugverbindungen blieben aber bestehen, um Gäste zurück nach Deutschland fliegen zu können, sagte demnach Aage Dünhaupt, Leiter Kommunikation von TUI Deutschland.
Reisende aus Deutschland können damit kostenlos von ihrem Flug zurücktreten, was nur in Ausnahmesituationen rechtens ist. Ob sie das Geld für ihre gebuchte Reise vollständig zurückerhalten oder lieber auf ein anderes Reiseziel oder zu einem anderen Reisezeitraum umbuchen möchten, muss individuell geregelt werden. „Wir bieten allen Gästen an, die bis kommenden Freitag nach Rhodos gebucht sind, kostenfrei auf ein anderes Urlaubsziel umzubuchen oder zu stornieren“, so Dünhaupt.
Laut dpa-Informationen haben der TUI-Konzern derzeit etwa 39.000 Urlaubsgäste auf Rhodos. Rund 7800 von ihnen seien unmittelbar von den Waldbränden betroffen und mussten evakuiert werden. (rku/kiba/dpa)
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