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Altern: Diese Gehgeschwindigkeit kann Sie um 16 Jahre verjüngen

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Aktivität ist das Geheimnis für ein langes und gesundes Dasein. Aber es ist nicht nur wichtig, dass Sie sich bewegen, sondern auch wie schnell.

Viele Menschen streben nach einem langen und gesunden Leben – und es gibt tatsächlich Möglichkeiten, den Alterungsprozess aktiv zu beeinflussen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Ernährung. Es gibt verschiedene Verhaltensweisen, die verjüngend wirken können: Eine davon ist die Reduzierung der Kalorienzufuhr, die wissenschaftlich als lebensverlängernder Faktor nachgewiesen wurde. Die Moderatorin Nina Ruge beispielsweise folgt dieser Ernährungsregel und hört mit dem Essen auf, bevor sie satt ist. Eine weitere wichtige Komponente für ein längeres Leben ist Bewegung. Eine Studie hat ergeben, dass schnelles Gehen einen positiven Effekt auf das biologische Alter hat.

Langsamer altern durch schnelles Gehen: Kann um bis zu 16 Jahre jünger machen

Die Anzahl der täglich geleisteten Schritte hat Einfluss auf das Risiko für Krebs und Herzkrankheiten. Auch die Gehgeschwindigkeit wirkt sich dabei auf die Lebenserwartung aus.

Gehen hat generell einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Schon weniger als 10.000 Schritte pro Tag können das Risiko für Krebs oder Herzkrankheiten senken. Wer den Alterungsprozess verlangsamen möchte, sollte jedoch auf seine Gehgeschwindigkeit achten. Forscher der Universität Leicester in Großbritannien haben in einer in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Menschen, die schneller gehen, länger jung bleiben. Die Gehgeschwindigkeit eines Menschen beeinflusst demnach, wie schnell seine Zellen altern. Schnelles Gehen hat also einen positiven Einfluss auf das biologische Alter.

Gesund altern: Zehn Gewohnheiten, die Sie länger leben lassen

Motivierte Frau hebt die Arme in die Höhe
Wer gesund alt werden und lange leben möchte, sollte schon morgens auf seine Gewohnheiten achten. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Langlebigkeit unterstützt wird, wenn man mit einem gewissen Ziel in den Tag startet. Weiß man also, wofür man Tag für Tag aufsteht, kann man sich meist einer besseren Lebensqualität erfreuen. Dies kann sich wiederum positiv auf die Gesundheit und folglich auf das Lebensalter auswirken.  © Kniel Synnatzschke/IMAGO
Schüssel mit Haferflocken-Müsli
Ein gesundes Frühstück spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Langlebigkeit und zählt zu den entscheidenden Gewohnheiten für ein langes Leben. Die erste Mahlzeit am Tag sollte aus komplexen Kohlenhydraten bestehen und mit Proteinen sowie Omega-3-Fettsäuren kombiniert werden. Dafür eignen sich beispielsweise Haferflocken mit Nüssen und Sojamilch.  © imageBROKER/Herbert Berger/IMAGO
Mann trinkt Kaffee
Eine Tasse Kaffee am Morgen ist ein guter Start in den Tag, den viele Menschen, die besonders alt werden, praktizieren. Viele von ihnen trinken ihn schwarz, in jedem Fall jedoch ohne Zucker, Sirup und Süßstoff.  © Cavan Images/IMAGO
Mann hält Pfanne in der Hand
Viele Menschen, die besonders alt werden, achten darauf, regelmäßig am Tag zu essen. Dabei lassen sie keine Mahlzeiten aus. Wichtig ist allerdings, nicht über den Hunger zu essen.  © Vira Simon/IMAGO
Gemüse
Während auf Fleisch weitestgehend verzichtet werden sollte, wenn man ein langes und gesundes Leben anstrebt, sollten stattdessen vor allem pflanzliche Lebensmittel auf dem Teller landen. Auch künstliche oder stark verarbeitete Produkte sollten vermieden werden.  © Wolfilser/IMAGO
Rotwein
Menschen, die besonders lange leben, verzichten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge meist nicht vollkommen auf Alkohol. Anstatt Bier und Schnaps gönnen sie sich jedoch manchmal nur ein kleines Glas Rotwein.  © Anna Bogush/IMAGO
Fahrradfahren
Viel Bewegung an der frischen Luft ist ein weiterer Faktor, der Langlebigkeit begünstigt. Menschen, die überdurchschnittlich alt werden, bauen Aktivitäten in ihren Alltag ein, indem sie zum Beispiel regelmäßig Fahrrad fahren, viel zu Fuß erledigen oder Treppenstufen anstatt einem Aufzug nehmen. © Gabriele Hanke/IMAGO
Familie
Das Familienleben kann ebenfalls die Langlebigkeit fördern. Dafür sollten familiäre Beziehungen eng in den Alltag integriert werden. Zudem werden in Regionen, in denen Menschen besonders alt werden, Familienangehörige häufig zu Hause gepflegt anstatt in einem Heim untergebracht. Wenn diese nicht mehr fit genug sind, um alleine zu leben. © Bonninstudio/IMAGO
Freundinnen sitzen zusammen auf einer Couch
Neben der Familie spielen Freundschaften auch eine wichtige Rolle für ein langes Leben. Freundschaften sollten gepflegt werden. Denn Freunde, denen man blind vertrauen kann und die einem in einer Notlage helfen, verschaffen ein Gefühl von Sicherheit. Dies wirkt sich positiv auf die Lebensqualität aus und trägt somit wiederum zu einem steigenden Lebensalter bei.  © OneInchPunch/IMAGO
Frau meditiert
Menschen, die überdurchschnittlich lange leben, versuchen bei Stress, schnell wieder zur Ruhe zu kommen. Dafür machen sie beispielsweise einen Spaziergang im Freien oder halten ein kurzes Schläfchen und finden so wieder zur Entspannung. Dabei treten sie dem Stress nicht entgegen, sondern entziehen sich der Situation vielmehr.  © Kate Bagler/IMAGO

Das Forscherteam unter der Leitung von Dr. Paddy C. Dempsey untersuchte DNA-Proben von mehr als 400.000 Menschen mittleren Alters, die an einer Langzeitstudie teilgenommen hatten. Sie verglichen die Proben mit den Angaben zur Gehgeschwindigkeit der Teilnehmer. Im Mittelpunkt der genetischen Analyse standen die sogenannten Telomere, die sich an den Enden der Chromosomen befinden und diese schützen. Da die Telomere bei jeder Zellteilung kürzer werden und mit zunehmendem Alter schrumpfen, sind sie ein zuverlässiger Biomarker für den Gesundheitszustand einer Person. Die Teilnehmer wurden auch gebeten, ihre eigene Gehgeschwindigkeit einzuschätzen.

Studie zum Altern: Laut Forschern lebt man länger, wenn man schneller geht

Für ihre Studie teilten die Forscher die Gehgeschwindigkeit in drei Kategorien ein. Ein Tempo von weniger als etwa 4,83 Kilometern pro Stunde galt als langsam. Ein Tempo von über etwa 6,44 Kilometern pro Stunde wurde als schnell eingestuft. Alle Werte dazwischen wurden als durchschnittlich schnell eingestuft. Es stellte sich heraus, dass schnelle Geher, unabhängig von anderen Faktoren, deutlich langsamer alterten. Aus den Ergebnissen konnte eine kausale Wirkung der Gehgeschwindigkeit auf die Länge der Telomere als Biomarker abgeleitet werden. Daher kann ein schnelles Gehtempo im Laufe des Lebens dazu führen, dass das biologische Alter einer Person 16 Jahre jünger ist als ihr chronologisches Alter, so die Erkenntnisse der Studie.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © zhao kai/IMAGO

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