VonLisa Kleinschließen
Papier, Pappe und Kartons gehören in die blaue Tonne. Bei der Mülltrennung werden oft Fehler gemacht. Was ins Altpapier darf – und was nicht.
In Deutschland gibt es je nach Region verschiedene Mülltonnen für die richtige Trennung: Eine für Restmüll, Biomüll, Altpapier und die gelbe Tonne, beziehungsweise den gelben Sack. Alles andere gehört auf den Recycling- und Wertstoffhof oder ist Sperrmüll. Dabei ist bei so manchem Abfall nicht immer allen eindeutig klar, in welche Tonne der Müll gehört.
Generell gibt es beim Thema Müll Unsicherheiten. So lautet zum Beispiel eine beliebte Frage: Muss der Deckel vor dem Entsorgen von Altglas abgeschraubt werden? Und auch beim Altpapier gibt es beliebte Fehler. Was wirklich ins Altpapier gehört – und was nicht.
Was gehört ins Altpapier? Liste zeigt, was in die Papiertonne gehört
„In die Papiertonne kommt alles rein, was aus Papier, Pappe oder Karton ist“, erklärt „muelltrennung-wirkt.de“. Das Umweltbundesamt gibt einen Überblick, was alles ins Altpapier gehört:
- Papier
- Zeitungen
- Zeitschriften
- Broschüren
- Bücher
- Geschenkpapier und –karton
- Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton
- Eierkartons
Kataloge aus Hochglanzpapier können ebenfalls in den Papiermüll, Fotopapier allerdings nicht, erklärt „muelltrennung-wirkt.de“.
Liste zeigt, was im Altpapier nicht erlaubt diese: Diese Dinge gehören in den Restmüll
Einer der wohl beliebteren Müll-Fehlern ist es, Pizzakartons in Papiertonne zu entsorgen. Doch Achtung: Da sich häufig Essensreste und Fett an den Pizzakartons befindet, gehören diese in den Restmüll. Die Liste an Dingen, die häufig im Altpapier landen, dort aber nichts zu suchen haben, ist deutlich länger.
Das sollte laut Umweltbundesamt nicht in die Altpapier-Tonne, sondern in den Restmüll:
- Tapeten
- Wachs-, Paraffin-, Bitumen- und Ölpapiere beziehungsweise -pappen
- Thermopapier wie Kassenzettel, Fahrkarten
- Selbstdurchschreibepapier, nassfeste und/oder fettdicht imprägnierte und/oder geleimte Papiere und Pappen
- gebrauchte Taschentücher
- Plakate
- Coffee-to-go-Becher, Hamburger-Verpackungen, Backpapier, Muffinförmchen, Trinkhalme
- Mit Kunststofflacken oder -folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen
- Papiere mit Klebstoffanwendungen, die sich nicht leicht abtrennen lassen (Haftnotizen, Adressetiketten, Selbstklebeverschluss bei Kuverts)
Ausnahmen beim Thermopapier und Papierprodukten mit Klebstoffen gibt es, wenn diese mit einem „Blauen Engel“ gekennzeichnet sind. Dann dürfen diese Papiere dennoch im Altpapier entsorgt werden.
Beim Thema Restmüll gibt eine Änderung. echo24.de erklärt, welche Stoffe 2025 nicht mehr in den Restmüll gehören.
Nicht im Altpapier entsorgen: Diese Dinge gehören in den gelben Sack
Diese Dinge gehören laut Umweltbundesamt in den gelben Sack:
- Verbundmaterialien – Getränkekartons, Coffee-to-go-Becher
- Verschmutzte, restentleerte Papierverpackungen – Pappschalen für Ofengerichte wie Lasagne oder Fisch (gelber Sack)
Übrigens: Die blaue Tonne zum Entsorgen von Papier gibt es kostenfrei. Grundsätzlich ist die Nutzung einer Papiertonne freiwillig. Alternativ gibt es Abgabemöglichkeiten für Altpapier und Kartonagen auf allen Recyclinghöfen.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer
