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Gereizte, trockene Augen: Acht Tipps helfen gegen Beschwerden durch Computer-Arbeit

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Der lange Blick in den Computer oder ins Smartphone geht ganz schön auf die Augen. Die Gefahr von Computer-Vision-Syndrom besteht. Welche Tipps helfen.

Computer, Smartphones und Tablets sind aus unserer heutigen, modernen Zeit nicht mehr wegzudenken. Was in vielerlei Hinsicht einen Fortschritt bedeutet – Wissen ist schnell digital verfügbar, Produkte können bequem von zu Hause am Bildschirm über Online-Shopping geordert werden und vieles mehr – kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

„Wie lange arbeiten Sie pro Tag und pro Woche am Computer?“ – Eine von Ärzten häufig gestellte Frage an Patienten, die mit Rückenproblemen kämpfen. Doch das Sitzen am Computer und der Blick in den Bildschirm bedeuten nicht nur für den Rücken eine Herausforderung. Die mitunter stundenlange Bildschirm- und Smartphone-Nutzung schadet auch unseren Augen. Das sogenannte Computer-Vision-Syndrom kann die Folge sein.

Trockene Augen: Was ist das Computer-Vision-Syndrom?

Bei viel Computerarbeit können Augentropfen oder künstliche Tränenflüssigkeit sinnvoll sein. (Symbolbild)

Digitale Medien spielen eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben, ob nun im Privatleben oder im Beruf. Laut einer aktuellen Studie surfen die Deutschen durchschnittlich 65 Stunden pro Woche in der digitalen Welt. Dies ist mit neun Stunden mehr ein wöchentlicher Zuwachs von 15 Prozent, im Vergleich zum Jahr 2020.

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Das sogenannte Computer-Vision-Syndrom steht für den starren Blick auf den Bildschirm, durch den sich unser Lidschlag auf fünf bis sieben Mal pro Minute reduziert. Zum Vergleich: normalerweise blinzeln wir zehn bis 15 Mal pro Minute. Durch den verminderten Lidschlag laufen die Augen eher Gefahr, mit zu wenig Feuchtigkeit versorgt zu werden.

Trockene Augen: Welchen Effekt der Bildschirm auf das Sehen hat

Der Lidschlag ist wichtig, damit das Auge im wahrsten Sinne des Wortes nicht austrocknet. Ist das Auge erstmal trocken, rötet es sich, fängt an zu brennen sowie tränt und kann sogar schmerzen. Trockene Luft kann diesen Effekt noch verstärken.

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

Zudem ist ein Computer-Bildschirm an sich eine Herausforderung. Pixel, über die Computer und Smartphones Farben und Formen darstellen, haben keine scharfen Kanten wie Buchstaben. Das hat zur Folge, dass unser Auge permanent die Schärfe des Gesehenen korrigieren möchte. Hinzu kommt, dass die Helligkeit, der Kontrast und der Blaulichtanteil am Bildschirm meist mit zu hohem Wert eingestellt sind. Das belastet die Augen auf lange Sicht so stark, dass es zu chronisch trockenen Augen kommen kann. Bindehautentzündungen und sogar eine Sehverschlechterung könnten die Folge sein.

Trockene Augen: Acht Tipps, die beim „Computer-Vision-Syndrom“ helfen

Acht hilfreiche Alltagstipps können Ihnen helfen, die Augen trotz langer Arbeit am Bildschirm zu entlasten und feucht zu halten:

  1. 20-20-20 Regel als Hilfestellung: Nach ca. 20 Minuten am Bildschirm stehen Sie auf und blicken mindestens 20 Sekunden lang in die Ferne, beispielsweise aus dem Fenster. Lassen Sie Ihre Augen schweifen und gefühlt entspannen. Zudem ist das regelmäßige Aufstehen auch entlastend für den Rücken. Das Sitzen am PC fördert eine schlechte Haltung und kann Nacken- und Rückenproblemen sowie daraus resultierend Kopfschmerzen begünstigen.
  2. Augenübungen für zwischendurch: Die Augen länger schließen und dann plötzlich öffnen. Oder abwechselnd jeweils ein Auge mit einer Hand abdecken.
  3. Abstand halten zum Monitor: Vorbeugend gegen überanstrengte Augen ist es, wenn Ihr Sichtfeld zum Bildschirm 50 Zentimeter beträgt.
  4. Bildschirmeinstellungen optimieren: Am Monitor oder Smartphone sollten Helligkeit, Kontraste und Blaulicht heruntergeregelt werden, das schont die Augen.
  5. Spiegelungen und Lichteinfall von vorne vermeiden: Beim Blick in den Computer oder das Smartphone ist es besser, wenn kein Gegenlicht von vorne kommt. Das strengt die Augen sehr an, da sie das Kontrastverhältnis permanent versuchen, auszugleichen. Achten Sie auch darauf, dass sich nichts aus der Umgebung im Bildschirm spiegelt. Das erschwert die Sicht.
  6. Eine mögliche Unterstützung kann auch ein Office-Brille oder eine Brille mit Blaulichtfilter sein.
  7. Regelmäßig lüften: Dadurch erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum und hilft Ihnen, trockenen Augen vorzubeugen. Eine Luftfeuchtigkeit von 50% ist ideal für Augen und Schleimhäute.
  8. Regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt vereinbaren, insbesondere auch, wenn Sie Brillen- und/oder Kontaktlinsenträger sind. Für die Arbeit am Computer können Augentropfen oder künstliche Tränenflüssigkeit zusätzlich unterstützen, zu denen Sie sich mit Ihrem Arzt besprechen können.

Rubriklistenbild: © Martin Novak/Imago

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