Vorsicht vor „ACDC“: ADAC warnt vor Betrügern in Pannenhilfe-Fahrzeugen
VonSimon Mones
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Eine Panne im Ausland kann schnell zur Kostenfalle werden. Der ADAC warnt vor Betrügern, die sich als Pannenhelfer ausgeben. Doch wie kann man sich schützen?
Eine Panne am Auto tritt gefühlt immer dann auf, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Sei es auf dem Weg zu einem Konzert oder eben im Urlaub. Die meisten Autofahrer rufen dann den ADAC oder einen anderen Pannendienst. In den meisten Fällen ist die Batterie der Übeltäter und die Fahrt kann schnell fortgesetzt werden – wenn man denn an einen echten Pannenhelfer gerät.
Der ADAC warnt aktuell vor einer Betrugsmasche, die in verschiedenen Ländern Ost- und Südosteuropas auftritt. Betroffen sind unter anderem Ungarn, Serbien, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, die Slowakei, Litauen und Polen. Falsche Pannenhelfer geben sich als ADAC-Mitarbeiter aus und verlangen überhöhte Preise für ihre Dienste.
Vorsicht vor falschen Pannenhelfern: Betrüger nutzen ADAC-Logo
Die Betrüger nutzen Fahrzeuge, die den offiziellen Pannenhilfsfahrzeugen des Automobilklubs täuschend ähnlich sehen. Diese sind oft mit dem ADAC-Logo und der Aufschrift „Im Auftrag des ADAC“ versehen. Einige Betrüger sind weniger sorgfältig und beschriften ihre Fahrzeuge mit „ACDC“, was auf den ersten Blick ebenfalls vertrauenswürdig wirkt. Wichtig zu wissen: Der ADAC betreibt im Ausland keine eigene Straßenwachtflotte. Vertragspartner dürfen keine ADAC-Logos verwenden, außer in Norditalien, wo ein Gelber Engel ganzjährig als Pannenhelfer tätig ist.
Die Kriminellen warten oft an Autobahnen und tauchen sofort nach einer Panne auf, um ihre Dienste anzubieten. Besonders perfide ist der Einsatz von Störsendern, die Anrufe bei der ADAC-Notrufzentrale verhindern. Dadurch geraten die Betroffenen in eine hilflose Lage.
Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten
ADAC warnt vor Betrügern: So schützen Sie sich bei einer Panne
Der ADAC rät Reisenden, bei einer Panne das Fahrzeug zu verschließen und sich einige Meter zu entfernen, bevor man den ADAC kontaktiert. Zudem sollte das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt gelassen und nicht auf unbewachten Parkplätzen übernachtet werden. In einigen Fällen manipulieren die Betrüger Fahrzeuge nachts, um am nächsten Tag teure und unnötige Reparaturen anzubieten.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Bereits 2020 warnte der Automobilklub vor den falschen Helfern. Der ADAC versucht, die Täter anhand von Fotos der Kennzeichen zu identifizieren und geht mit Unterstützung lokaler Partnerclubs juristisch gegen sie vor. Wichtig: Betrugsanzeigen können nur von den Geschädigten selbst erstattet werden.