Der ADAC wird von den meisten Autofahrern in Deutschland für den Auto-Notfall genutzt. Allerdings sind Herstellergarantien oder andere Autoclubs ebenfalls eine Option.
Wenn man mit dem Auto wegen einer Panne oder einem Schaden irgendwo liegen bleibt, tritt in aller Regel erstmal Ratlosigkeit ein. Wichtig ist dabei zunächst einmal, elementare Dinge zu beachten: Also beispielsweise vor dem Verlassen des Wagens Warnwesten anzulegen und eventuell ein Warndreieck aufzustellen. Doch dann stellt sich die Frage: Was tun? Wen anrufen? Wie bezahlen? Dann ist es gut, wenn man eine Pannen-Versicherung hat. Die wohl bekannteste bietet der ADAC an, aber es gibt noch zahlreiche – und oft kostengünstigere – Alternativen, die in einem Auto-Notfall ebenfalls zur Seite stehen.
Der Klassiker: Was der ADAC für mindestens 54 Euro im Jahr anbietet
Bleibt man mit dem Auto liegen, dann greifen die meisten Deutschen zum Telefon und rufen den ADAC an. Laut den Zahlen für das Geschäftsjahr 2022, die der ADAC im Mai 2023 veröffentlichte, zählt der Verein aktuell über 21,4 Millionen Mitglieder. Das ist ein Großteil aller Menschen mit Führerschein in Deutschland, was laut Adac.de im Jahr 2021 knapp 58 Millionen waren.
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Will man, dass im Notfall der ADAC kommt, dann muss man dort eine Mitgliedschaft abschließen. Diese gibt es in verschiedenen Staffelungen, angefangen bei „Basis“ für 54 Euro über „Plus“ für 94 Euro bis hin zu „Premium“ für 139 Euro im Jahr. Das Basis-Paket beinhaltet Pannenhilfe, den Abschleppdienst und einige kleine Extras deutschlandweit. Plus-Mitglieder können europaweit auf Hilfe zurückgreifen und Premium-Mitglieder sogar weltweit.
Je teurer der Mitgliedsbeitrag, desto mehr Annehmlichkeiten bietet der ADAC und desto mehr Kosten übernimmt er – dazu gehören zum Beispiel auch die Kosten für einen Mietwagen, Hotelübernachtungen, Transportkosten, Verschrottung, Auslandskrankenversicherung, Krankentransport, Unfallsofortleistungen, Krankenbesuche, Arzneimittel- und Brillenversand, Haftpflichtversicherungen, Reise-Vertrags-Rechtsschutz und zahlreiche andere Leistungen.
Seit dem 1. Juni 2022 bietet der ADAC außerdem die Pannenhilfe auch für das Fahrrad an.
Alternativen: Andere Automobilclubs
Der ADAC mag der Autoclub sein, der den meisten Deutschen bekannt ist und am häufigsten genutzt wird. Es gibt allerdings auch noch Alternativen. Laut Finanztip.de sind sieben weitere Anbieter in Deutschland tätig, deren Tarife dem Plus-Paket des ADAC sehr ähnlich sind – allerdings deutlich weniger Geld kosten.
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Am günstigsten ist dabei die KS-Club-Mitgliedschaft für 49 Euro im Kraftfahrer-Schutz (KS/Auxilia), gefolgt von dem Tarif „Mobilschutz Basis“ vom Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub (BAVC) für 54 Euro, dem Premium-Paket von Mobil in Deutschland (mobil) für 58 Euro und dem Komfort-Tarif des Automobil-Club Verkehrs (ACV) für 59 Euro. Ebenfalls günstiger als der ADAC sind der Classic-Tarif des Auto-Club Europa (ACE) für 72 Euro, das Paket „AvD Help Plus“ des Automobilclubs von Deutschland (AvD) für 79 Euro und die Voll-Mitgliedschaft im Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) für 90 Euro im Jahr.
All diese Tarife beinhalten ebenfalls europaweiten Einsatz und die Kostenübernahme von Pannenhilfe und Abschleppdienst, Übernachtungen und Mietwagen.
Schutzbrief oder Mobilitätsgarantie: Pannenhilfe per Versicherung oder Herstellergarantie
Wer nicht Mitglied in einem Autoclub werden möchte, der kann aber auch auf andere Weise für den Fall einer Panne vorsorgen. Zu diesem Zweck gibt es zum Beispiel Schutzbriefe, die laut Dieversicherer.de als Zusatz bei der Kfz-Versicherung abgeschlossen werden können. Für einen bestimmten Betrag im Monat, der je nach Versicherungsunternehmen und Leistungsumfang variiert, haben Autofahrer auch mit einem solchen Schutzbrief für den Notfall Anspruch auf Pannen- und Unfallhilfe vor Ort, Weiter- oder Rückfahrservice und die Organisation eines Mietwagens.
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Eine weitere Möglichkeit ist laut Pannenhilfevergleich.de die Mobilitätsgarantie des Herstellers. Auf diese hat in der Regel aber nur Anspruch, wer einen Neuwagen fährt. Diese Garantie übernimmt im Falle einer Panne ebenfalls das Abschleppen des Fahrzeugs und die Pannenhilfe sowie je nach Hersteller und Angebot noch einige weitere Leistungen. Die Mobilitätsgarantie kann durch die regelmäßigen Inspektionen verlängert werden. Auch für Gebrauchtwagen kann man eine Mobilitätsgarantie bekommen, wenn man zum Beispiel in Vertragswerkstätten die Inspektionen durchführen lässt. Anders als beim ADAC, der einen Fahrer versichert, deckt eine Mobilitätsgarantie aber nur dieses eine Auto ab. Passiert eine Panne mit einem anderen Wagen, greift die Mobilitätsgarantie nicht.
Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago
