Deutlich günstiger

Studie zeigt: Elektroauto schlägt Diesel und Benziner in Tankkosten

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Autofahren ist 2023 wieder günstiger geworden. Im Vergleich mit dem Verbrenner war das Elektroauto laut einer Auswertung deutlich günstiger. Zu Hause lässt sich am meisten sparen.

Elektroauto oder Verbrenner? Wer sich ein neues Auto kaufen will, sieht sich zwangsläufig mit dieser Frage konfrontiert .Der Kaufpreis spricht noch immer für Autos mit Diesel oder Benziner – auch wenn einige Elektro-Modelle von VW dank Rabatten sogar günstiger sind. Beim Kilometer-Vergleich haben die Stromer aber genauso die Nase vorne wie bei den Tankkosten für 2023.

Das ging aus einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox hervor. Wurde das Elektroauto zu Hause geladen, lag die Ersparnis gegenüber einem Diesel-Fahrzeug bei 36 Prozent. Im Vergleich mit einem Benziner war das Nachladen sogar satte 46 Prozent günstiger.

Verivox berechnet Tankkosten: Elektroauto lädt zu Hause am günstigsten

Für den Vergleich hat Verivox den durchschnittlichen Stromverbrauch der zehn Elektroauto-Modelle, die im letzten Jahr am häufigsten zugelassen wurden, ermittelt. Dieser lag bei rund 18 kWh pro 100 Kilometer. Legt man den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis für 2023 von 41,33 Cent pro Kilowattstunde zugrunde, liegen die Kosten bei 7,46 Euro pro 100 Kilometer. Bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometer sind das 895 Euro im Jahr.

Wer an einer öffentlichen Ladesäule lädt zahlt drauf.

Etwas teurer war es, wenn man an einer öffentlichen Ladesäule auftanken musste. „Hier lag der durchschnittliche Kilowattstundenpreis bei 52,1 Cent/kWh (normale Aufladung mit Wechselstrom) bzw. 62,55 Cent/kWh (Schnellladung mit Gleichstrom). Die Kosten für 100 km liegen dann bei 9,38 Euro bzw. 11,26 Euro“, heißt es in der Pressemitteilung des Vergleichsportals.

Verivox berechnet Tankkosten: Diesel schlägt Benziner

Beim Diesel gehen die Experten von einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Liter pro 100 Kilometer aus. Im Jahresmittel kostete der Liter 1,722 Euro. Das sind Kosten von 12,05 Euro. auf 100 KIlometer „Bei einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 km summieren sich die Kosten auf 1.446 Euro“, rechnet Verivox vor.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Noch teurer wird es derweil beim Benziner, die laut der Auswertung im Schnitt 7,7 Liter verbrauchen. Bei einem Durchschnittspreis von 1,791 Euro pro Liter sind das Kosten in Höhe vom 13,79 Euro pro 100 Kilometer. „Das entspricht 1.655 Euro für 12.000 km“, schreibt Verivox.

Autofahren 2023 wieder günstiger geworden: Elektroauto günstiger

„Der Energiepreisschock im Jahr 2022 hat das Autofahren insgesamt deutlich verteuert, im letzten Jahr hat der Preisdruck etwas nachgelassen“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Im Vergleich der Kraftstoffkosten fahren E-Autos deutlich günstiger als Verbrenner.“

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Exemplarisch rechnet das Vergleichsportal die Kostenunterschiede noch einmal am Beispiel eines VW Golf durch:

  • Der VW e-Golf (136 PS) verbraucht laut dem ADAC Ecotest (05/2019) rund 17,3 kWh auf 100 Kilometern. Im Jahr 2023 waren das im Schnitt Kosten von 7,17 Euro.
  • Der moderne Benziner VW Golf 1.5 eTSI (150 PS) verbraucht laut ADAC Ecotest (03/2020) 6,1 Liter Benzin auf 100 Kilometern, was im letzten Jahr durchschnittlich 10,93 Euro entsprach.
  • Beim sparsamen Diesel VW Golf 2.0 TDI (150 PS), der laut ADAC Ecotest (09/2021) einen Verbrauch von 4,8 Litern auf 100 km aufweist, lagen die Kosten bei 8,27 Euro und damit ebenfalls über den Stromkosten des vergleichbaren Modells.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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