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Autobahn-Auffahrt: Darauf müssen Sie achten

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Für einige Autofahrer ist das Auffahren auf die Autobahn ein Stress-Moment. Dies könnte auf Missverständnisse zurückzuführen sein, die zu Fehlern führen.

Speziell auf der Autobahn gibt es Situationen, die bei Autofahrern den Puls in die Höhe schnellen lassen – laut einer Umfrage sind es besonders „Drängler“, die Stress auslösen. Ebenfalls gefürchtet sind Ereignisse wie etwa ein platzender Reifen oder die Begegnung mit einem Geisterfahrer. Nervös macht viele aber auch etwas eigentlich eher Unspektakuläres: das Auffahren auf die Autobahn. Dabei gibt es eigentlich keinen Grund für schwitzige Hände, wenn man die richtige Vorgehensweise kennt. Hier sind drei Fehler, die Sie auf dem Beschleunigungsstreifen vermeiden sollten.

Fehler beim Auffahren auf die Autobahn: Vorfahrt nicht beachten

Eine Situation, die man immer wieder beobachten kann – oder die vielleicht einige sogar schon einmal selbst erlebt haben: Man fährt auf der rechten Spur der Autobahn und rechts von einem fährt ein Auto auf dem Beschleunigungsstreifen. Kurz vor dem Ende wechselt das Auto einfach vom Beschleunigungsstreifen auf die rechte Autobahnspur und bremst die dort fahrenden Fahrzeuge mehr oder weniger aus. Diese äußerst gefährliche Situation entsteht vermutlich deswegen so oft, weil viele Fahrer überzeugt sind, dass die bereits auf der Autobahn fahrenden Fahrzeuge ein Auto vom Beschleunigungsstreifen einfädeln lassen müssen – und zum Beispiel auf die linke Spur ausweichen müssen. Aber das ist ein Irrtum, hier gilt eben nicht das Reißverschlussverfahren. Wenn ein sicheres Einfädeln nicht möglich ist, müssen Autos am Ende des Beschleunigungsstreifens anhalten und warten, bis eine geeignete Lücke entsteht.

Das Auffahren auf die Autobahn macht manchen Autofahrer nervös. (Symbolbild)

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Fehler beim Auffahren auf die Autobahn: Zu langsam fahren

Auch wenn der ein oder andere Autofahrer fest davon überzeugt ist: Auf der Autobahn gibt es keine vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit. Trotzdem hat der Beschleunigungsstreifen seinen Namen nicht ohne Grund. Hier sollte man genügend Geschwindigkeit aufbauen, um sich dann möglichst nahtlos in den fließenden Verkehr einfügen zu können. Was viele aus Gewohnheit oft nicht wagen: Rechts überholen. Dies ist auf dem Beschleunigungsstreifen tatsächlich erlaubt – natürlich nur, wenn das Manöver sicher durchgeführt werden kann. Auf dem Einfädelungsstreifen darf außerhalb geschlossener Ortschaften schneller gefahren werden als auf den durchgehenden Fahrspuren von Autobahnen – das ist in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO, §7a) festgelegt.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Fehler beim Auffahren auf die Autobahn: Abstand nicht einhalten

Besonders wenn man eine Autobahnauffahrt noch nicht kennt, kann der Puls auf dem Beschleunigungsstreifen bei einigen Fahrern deutlich schneller schlagen als normal. Schließlich muss man das Tempo erhöhen und gleichzeitig eine Lücke im Verkehr suchen. Dabei muss man jedoch auch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug im Auge behalten. Denn wenn dieser keinen Platz zum Einscheren findet, könnte ein Bremsmanöver folgen – und bei unzureichendem Abstand könnte man auffahren.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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