Katzenernährung

Teilen erlaubt? Welche Lebensmittel Ihre Katze naschen darf und welche tabu sind

Katzen sind Schlemmermäulchen. Nicht selten verschmähen sie ihr eigenes Futter und stibitzen lieber vom Essenstisch. Doch das kann äußerst gefährlich sein.

Katzen sind Jäger und benötigen eine leicht verdauliche und proteinreiche Nahrung. Qualitativ hochwertiges Katzenfutter ist bereits darauf abgestimmt, Ihre Samtpfote mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Außerdem belastet ein häufiger Futterwechsel den Magen-Darm-Trakt der Tiere, darum sollten Sie bei der Ernährung auf Beständigkeit achten. Es ist also generell keine gute Idee, die Katze regelmäßig von Ihrem Teller naschen zu lassen. Bei einigen Nahrungsmitteln ist allerdings besondere Vorsicht geboten, da sie ungesund oder sogar giftig für Katzen sind.

Teilen erlaubt – diese Lebensmittel darf Ihre Katze ab und zu naschen

Manche Nahrungsmittel sind gefährlich für Katzen. (Symbolbild)

Belohnen Sie Ihre Katze niemals dafür, wenn Sie am Tisch nach Futter bettelt oder sogar auf den Essenstisch springt. So sorgen Sie für eine falsche Konditionierung. Wenn Sie Ihrem Liebling jedoch ab und an ein kleines Leckerli gönnen möchten, greifen Sie zu folgenden Lebensmitteln:

  • Fisch: Ungewürzten Fisch können Sie Ihrem Liebling gerne ab und zu kochen oder braten. Entfernen Sie aber größere Gräten, bevor Sie ihn verfüttern. Rollmops und andere eingelegte Fischsorten sind jedoch viel zu salzig für Katzen.
  • Fleisch: Ungewürztes Fleisch ist ein nettes Goodie für zwischendurch. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie Schweine- und Geflügelfleisch stets gut durchbraten. Denn ansonsten besteht Infektionsgefahr durch Salmonellen und bestimmte Viren.

Lieber nicht verfüttern – diese Nahrungsmittel sind ungesund für Katzen

Manche Lebensmittel sind zwar nicht direkt giftig für Katzen, führen auf Dauer aber zu Verdauungsproblemen oder anderen Krankheiten. Wenn Ihre Samtpfote sie mal stibitzt, ist dies kein Notfall, aber sie sollte sich nicht regelmäßig davon ernähren:

  • Backwaren: Getreideprodukte gehören nicht auf den Speiseplan von Katzen. Als Fleischfresser können sie Kohlenhydrate nur in kleinen Mengen verdauen und auf das enthaltene Gluten reagieren sie besonders empfindlich.
  • Wurstwaren: Würstchen, Salami und andere gewürzte oder marinierte Fleischprodukte sind für Katzen viel zu fettig und salzig. Und die beigesetzten Gewürze könnten zusätzlich problematisch sein.
  • Gemüse: Einige Gemüsesorten können bei Katzen ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen. Dies gilt vor allem für Auberginen, Tomaten, Kartoffeln und andere Nachtschattengewächse. Diese können bei Katzen Atemstörungen, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen auslösen. Auch Avocados enthalten Stoffe, die dem Herzmuskel Ihrer Fellnase schaden.
    Obst: Fruchtzucker kann bei Katzen in größeren Mengen Verdauungsprobleme verursachen. Deshalb gehört besonders Steinobst nicht auf ihren Speiseplan.
  • Gewürze: Mit Gewürzen sollten Sie bei Ihrer Katze generell aufpassen. Und auch alle Lauchgewächse wie Zwiebeln oder Knoblauch sind wegen ihrer giftigen Schwefelverbindungen tabu.
  • Milch: Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind ausgewachsene Katzen laktoseintolerant. Das heißt, sie vertragen die in Milchprodukten enthaltene Laktose nicht. Diese kann zu Blähungen, Durchfall und anderen Verdauungsproblemen führen.

Die schnurrende Crème de la Crème: acht Katzenrassen, die mit ihrer Klugheit beeindrucken

Eine Siamkatze spielt auf einer Wiese und steht auf ihren Hinterbeinen.
Mit ihren eisblauen Augen gehört die Siamkatze nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den klügsten Katzenrassen. Sie wird oft als Hund unter den Katzen beschrieben, da sie gerne apportiert und auch für Clickertraining geeignet ist. Die anhänglichen Stubentiger sind außerdem wahre Meister der Kommunikation mit ihren Menschen. Um Langeweile und zerkratzten Möbeln vorzubeugen, sollten Halter ihre Tiere ausreichend fordern und fördern. © Imagebroker / Imago
Junge Abessinier-Katze auf Kissen
Die geschmeidigen Abessinierkatzen sind nicht nur selbstbewusst, sondern gelten auch als besonders intelligent. Sie lieben es, mit ihren Menschen zu interagieren und sind zufrieden, wenn sie geistig ausgelastet sind. Sie klettern gerne und mögen es, ihre Umgebung zu erkunden. Besitzer sollten einer Abessinier daher ausreichend Platz und Erkundungsmöglichkeiten bieten, damit sie ausreichend gefordert ist. © CSP_Anobis/Imago
Eine karamellfarbene Tonkanese-Katze sitzt in Lauerstellung auf dem Boden.
Zu den klügsten Katzenrassen zählt auch die Tonkanese. Sie schätzen die Gesellschaft von Menschen sehr und wollen stets beschäftigt sein. Nicht selten wird ihnen ein Spielzeug schnell langweilig. Um Tonkanesen zufriedenzustellen, benötigen sie abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. Oft wird auch diese Katzenrasse mit Hunden verglichen, die ihren Menschen unbedingt gefallen wollen. Daher lässt sich mit der Tonkanese sogar der ein oder andere Trick einstudieren. © Image Source/Imago
Bengal-Katze sitzt auf dem Boden.
Bengalkatzen sind ausgesprochen intelligent, sodass Spielen und Kuscheln alleine noch keine Garantie für einen glücklichen Stubentiger sind. Verschiedene Trainingsarten wie Katzen-Agility, Target- oder Clicker-Training ist genau das Richtige für diese lernfreudige Katzenrasse. © Zoonar/Imago
Eine Burma-Katze schaut kopfüber in die Kamera.
Orientalische Katzenrassen gelten als äußerst clever. Dazu zählt auch die Burma-Katze. Sie ist nicht nur neugierig, sondern auch temperamentvoll und gesellig. Die orientalische Kurzhaarkatze baut eine starke Bindung zu ihren Menschen auf und hat eine Gabe dafür, ihre Stimmungen zu lesen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, die Burma körperlich und geistig ausreichend auszulasten. © Pond5 Images/Imago
Eine Savannah-Katze sitzt auf einem Katzenbett.
Intelligent, aktiv und wild: Da die Savannah-Katze keine domestizierte Hauskatze ist, sollte sie nur von fachkundigen Katzenbesitzern gehalten werden. Beachten Sie, dass Tiere erst ab der fünften Generation (F5) in Deutschland legal gehalten werden dürfen. Um ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang gerecht zu werden, braucht ihr Haushalt viel Platz, damit sie sich austoben kann. Langweilt sich die Savannah, wird sie schnell frech. Viel lieber lernen sie Tricks – jedoch stets zu ihren eigenen Bedingungen. Auch Intelligenz-Spiele und viele Spaziergänge an der frischen Luft sorgen für eine zufriedene Katze. © Pond5 Images/Imago
Cornish Rex
Die Cornish Rex gilt als neugierige und intelligente, aber auch verschmuste Katzenrasse. Aufgrund ihres zarten Fells wird die Cornish Rex oftmals als reine Wohnungskatze gehalten. Gerade dann sollten Halter darauf achten, ihrem Liebling ausreichend Beschäftigung zu bieten: Das können Spiele mit ihrem Menschen genauso wie Kletter- und Versteckmöglichkeiten sein – Hauptsache Herausforderung und Aufmerksamkeit sind garantiert. © Anka Agency International/imago
Eine Maine Coon liegt auf dem Sofa und spielt mit einer Katzenangel.
Die Maine Coon ist zwar in erster Linie als größte Katzenrasse der Welt bekannt, doch auch ihre Intelligenz sollte nicht unterschätzt werden. Viele Exemplare sollen sogar Wasserhähne und Türen öffnen können. Apportieren wird da fast zur Selbstverständlichkeit. Kenner schätzen die Maine Coon zudem als besonders liebenswert und verspielt. © Pond5 Images / Imago

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Achtung giftig – was Ihre Katze auf keinen Fall essen darf

In jedem Haushalt gibt es auch einige Dinge, auf die sie besonders achtgeben müssen. Diese Lebensmittel führen bei Katzen zu akuten Vergiftungen und stellen eine ernste Gefahr für Ihre Fellnase dar:

  • Alkohol, Kaffee und Tee: Alkohol führt bei Katzen zu schweren Leberschäden. Auch Koffein ist für sie besonders giftig und schon in kleinen Mengen gefährlich. Stellen Sie Ihre Tasse also immer außerhalb der Reichweite Ihrer Katze ab.
  • Weintrauben und Rosinen: Trauben enthalten Stoffe, die bei Katzen schon in kleinen Mengen zu Nierenversagen führen können.
  • Kakao und Schokolade: Auch bei Schokolade ist äußerste Vorsicht geboten: Schon geringe Mengen lösen bei Katzen Krämpfe, Muskelzittern und Herzrhythmusstörungen aus. Lassen Sie kakaohaltige Lebensmittel also nie unbeaufsichtigt in deren Reichweite liegen.

Rubriklistenbild: © Imago/Cristina Villar Martin

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