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Dem Volksmund zufolge haben Katzen sieben Leben. Trotzdem müssen wir gut auf unsere Gefährten aufpassen: Bestimmte Lebensmittel sind lebensbedrohlich.
Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen: 2022 lebten über 15 Millionen Stubentiger in den deutschen Haushalten. Wer kann dem unschuldigen Blick einer verschmusten Fellnase schon widerstehen? Haustierbesitzer übernehmen jedoch eine große Verantwortung, wenn sie einen Stubentiger bei sich aufnehmen. Katzen brauchen ausreichend Bewegung und wollen mit Spielen oder Kuscheln beschäftigt werden. Außerdem müssen sie regelmäßig fressen.
Manche Besitzer meinen es besonders gut mit ihren flauschigen Lieblingen und bieten ihnen neben dem handelsüblichen Nass- und Trockenfutter andere Leckereien an. Doch Vorsicht: Was für uns Menschen gut ist, kann Ihrer Katze das Leben kosten. Passen Sie unbedingt darauf auf, dass Ihre Samtpfote nicht zufällig über die folgenden Lebensmittel stolpert. Ansonsten drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen.
1. Alkohol
Selbst geringe Mengen Alkohol sind äußerst schädlich für Katzen. Ihr Stoffwechsel kann Alkohol nicht verarbeiten, was zu Vergiftungen führen kann. Zu den Symptomen gehören Erbrechen, Koordinationsstörungen, Krämpfe und Atembeschwerden. In schweren Fällen kann es zum Atemstillstand und Tod kommen. Alkoholische Getränke sollten sich deshalb stets außer Reichweite von Katzen befinden, da sie versehentlich davon trinken könnten.
2. Schokolade
So sehr wir Menschen Schokolade auch lieben: Unseren Stubentigern tut die Süßigkeit gar nicht gut. Vor allem dunkle Schokolade ist giftig für Katzen. Das enthaltene Theobromin ruft Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Krämpfe herbei. Schlimmstenfalls kann Ihr vierbeiniger Freund nach dem Verzehr sogar sterben. Auch hier gilt: Bewahren Sie schokoladenhaltige Produkte unbedingt an einem Ort auf, wo selbst neugierige Näschen keinen Zugriff haben.
3. Avocado
Avocados enthalten neben gesunden Fetten außerdem Persin, das für Katzen und andere Tiere toxisch ist. Die Folge können Herzmuskelschäden und Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden sein.
4. Zwiebeln und Knoblauch
Zugegeben: Normalerweise reißen sich Katzen nicht gerade um die intensiv riechenden Knollen. Trotzdem sollten Besitzer aufpassen, dass sich die Haustiere von Zwiebeln und Knoblauch fernhalten. Die toxischen Verbindungen schaden den roten Blutkörperchen von Katzen, wodurch diese eine Anämie entwickeln können. Verdächtige Anzeichen sind Lethargie, Schwäche und Atembeschwerden. Selbst eine kleine Menge ist in diesem Fall schon zu viel.
5. Trauben und Rosinen
Wenn Sie Trauben in frischer oder getrockneter Form zuhause haben, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihre Fellnase nicht damit in Berührung kommt. Im schlimmsten Fall kann es zu einem akuten Nierenversagen kommen. Auch „harmlosere“ Symptome wie Durchfall und Erbrechen wollen Sie Ihrer Katze sicher ersparen. Es wird angenommen, dass die Vierbeiner empfindlich auf die enthaltene Oxalsäure reagieren. In Rosinen steckt übrigens eine noch konzentriertere Menge dieses Stoffes, weshalb sie umso gefährlicher sind.
6. Milch
Noch immer hält sich der hartnäckige Irrglaube, dass Milch das richtige Nahrungsmittel für Katzen ist. Auf dem Bauernhof wurden die Vierbeiner schließlich schon immer mit Milch gefüttert – oder nicht? Tatsächlich haben viele Katzen eine Laktoseintoleranz und bekommen Durchfall nach dem Verzehr von Kuhmilch.
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7. Rohe Eier
Verfüttern Sie nur gekochte Eier an Ihre Katze. Rohe Eier können Salmonellen enthalten, die für Samtpfoten giftig sind. Neben Symptomen wie Erbrechen und Durchfall kann es schlimmstenfalls zum Tod kommen. Zudem enthalten rohe Eiweißbestandteile das Enzym Avidin, welches die Aufnahme von Biotin (Vitamin B7) blockiert. In der Folge können sich Haut- und Fellprobleme wie Schuppen, Juckreiz und Ekzeme entwickeln.
8. Nachtschattengewächse
Paprika, Tomaten und Auberginen sind tabu für Katzen. Grund dafür ist das enthaltene Solanin, das schleimhautreizend wirkt und zu Atemproblemen oder sogar zum Herzstillstand führen kann. Auch Verdauungsstörungen kommen nach dem Verzehr von Nachtschattengewächsen häufig vor. Übrigens ist es egal, ob das Gemüse roh ist oder gekocht wird – für Katzen ist es so oder so giftig.
9. Roher Hefeteig
Roher Hefeteig kann im Magen der Katze aufblähen und zu einem lebensgefährlichen Zustand führen, da die Magenwand möglicherweise überdehnt wird. Halten Sie Teig daher fern von neugierigen Katzenpfoten.
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10. Koffeinhaltige Getränke
Egal ob Kaffee, Tee oder Energy-Drink: Koffeinhaltige Getränke können Vergiftungen bei Katzen auslösen. Schon geringe Mengen führen zu Symptomen wie Herzrasen und Durchfall. Im schlimmsten Fall droht ein Herz-Kreislauf-Versagen bzw. der Tod.
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