Wespen mit Kaffeepulver bekämpfen – es gelingt nur mit der richtigen Methode
VonInes Alms
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Viele Hausmittel sollen gegen lästige Wespen helfen, so auch Kaffeesatz. Entscheidend ist hierbei jedoch, dass die Geruchsintensität hoch genug ist. Wie das gelingt.
Wespen sind sehr klein, haben aber auch sehr scharfe Sinne. Sie können Farben unterscheiden und haben einen ausgeprägten Geruchsinn. Um sie von dem Kaffeetisch zu vertreiben, werden viele Hausmittel und Tricks angewendet, die sich das zunutze machen, doch das Ergebnis ist nicht immer zufriedenstellend. Kaffeesatz oder -pulver können wirken, aber nur, wenn man sie richtig anwendet.
Sanfte Gerüche helfen nicht viel gegen Wespen – der Kaffeesatz muss stark riechen
Angeblich sollen Basilikum und Lavendelpflanzen abschreckend auf Wespen wirken. Ebenso wie Kupfermünzen auf dem Tisch, die eine Geruchsbarriere bilden. Oftmals ist es jedoch Zufall, wenn eine Wespe einen Bogen um diese Gerüche macht. Auch Kaffeepulver soll die Tiere vertreiben. Um die Plagegeister zu beeindrucken, hilft aber weder eine duftende Tasse Kaffee noch das Verteilen von Kaffeepulver oder -satz auf dem Tisch.
Um die Wespen von einem Stück Kuchen abzulenken, sollte man die Geruchsintensität verstärken, indem man das Kaffeepulver anzündet, empfiehlt Aktion-wespenschutz.de. Denn das erzeugt Rauch und Qualm, den Insekten grundsätzlich nicht mögen. Hierfür gibt man etwa zwei Esslöffel Kaffeepulver oder trockenen Kaffeesatz in ein feuerfestes Gefäß und zündet es in der Mitte an.
Diese Methode kann für etwa zwei Stunden wirken – aber ohne Garantie. Und rauchender Kaffee ist auch nicht für jeden ein Inbegriff von Gemütlichkeit. Noch besser bewährt hat sich ein anderes harmloses Manöver, die Ablenkungsfütterung: Hierfür wird mindestens fünf Meter entfernt ein Teller mit Fallobst, Obstschalen oder reifen Trauben aufgestellt, der die Tiere magisch anzieht. In der Hoffnung, dass sie dafür den eigenen Kuchen oder Getränke ignorieren.
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Zu häufig sollte man diesen Trick wiederum nicht anwenden, denn ähnlich wie Schnecken von weither eine Bierfalle riechen können, fühlen sich Wespen von dieser tollen Futterstelle angezogen, können sich besser vermehren und kommen in größerer Zahl wieder, erklärte der Biologe und Wespenberater Bernhard Traulich in der Frankfurter Allgemeinen.