Einen Versuch wert

Wespen mit Kaffeepulver bekämpfen – es gelingt nur mit der richtigen Methode

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Viele Hausmittel sollen gegen lästige Wespen helfen, so auch Kaffeesatz. Entscheidend ist hierbei jedoch, dass die Geruchsintensität hoch genug ist. Wie das gelingt.

Wespen sind sehr klein, haben aber auch sehr scharfe Sinne. Sie können Farben unterscheiden und haben einen ausgeprägten Geruchsinn. Um sie von dem Kaffeetisch zu vertreiben, werden viele Hausmittel und Tricks angewendet, die sich das zunutze machen, doch das Ergebnis ist nicht immer zufriedenstellend. Kaffeesatz oder -pulver können wirken, aber nur, wenn man sie richtig anwendet.

Sanfte Gerüche helfen nicht viel gegen Wespen – der Kaffeesatz muss stark riechen

Eine Tasse Kaffee allein verschreckt Wespen keinesfalls. Damit der Geruch Wirkung zeigt, muss er intensiver sein.

Angeblich sollen Basilikum und Lavendelpflanzen abschreckend auf Wespen wirken. Ebenso wie Kupfermünzen auf dem Tisch, die eine Geruchsbarriere bilden. Oftmals ist es jedoch Zufall, wenn eine Wespe einen Bogen um diese Gerüche macht. Auch Kaffeepulver soll die Tiere vertreiben. Um die Plagegeister zu beeindrucken, hilft aber weder eine duftende Tasse Kaffee noch das Verteilen von Kaffeepulver oder -satz auf dem Tisch.  

Um die Wespen von einem Stück Kuchen abzulenken, sollte man die Geruchsintensität verstärken, indem man das Kaffeepulver anzündet, empfiehlt Aktion-wespenschutz.de. Denn das erzeugt Rauch und Qualm, den Insekten grundsätzlich nicht mögen. Hierfür gibt man etwa zwei Esslöffel Kaffeepulver oder trockenen Kaffeesatz in ein feuerfestes Gefäß und zündet es in der Mitte an.

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Noch besser wirksam: Die Ablenkungsfütterung

Diese Methode kann für etwa zwei Stunden wirken – aber ohne Garantie. Und rauchender Kaffee ist auch nicht für jeden ein Inbegriff von Gemütlichkeit. Noch besser bewährt hat sich ein anderes harmloses Manöver, die Ablenkungsfütterung: Hierfür wird mindestens fünf Meter entfernt ein Teller mit Fallobst, Obstschalen oder reifen Trauben aufgestellt, der die Tiere magisch anzieht. In der Hoffnung, dass sie dafür den eigenen Kuchen oder Getränke ignorieren.  

Zehn Mücken und Bremsenarten, um die Sie einen großen Bogen machen sollten

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Die zu den Hausmücken zählende Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) ist eine der häufigsten Arten in Deutschland. Sie kann vermutlich Viren von Vögeln auf den Menschen übertragen. © Westend61/Imago
Kriebelmücke auf Grashalm
Sie sieht aus wie eine Fliege: Spätestens, wenn eine der 57 Kriebelmückenarten in Deutschland schmerzhaft zubeißt, erkennt man seinen Irrtum. Es folgen starker Juckreiz, Schwellungen oder sogar Blutergüsse.  © Pond5 Images/Imago
Zwei Tigermücken auf Haut, eine mit Blut vollgesaugt
Die invasive Tigermücke wurde erstmals im Jahr 2007 in Deutschland nachgewiesen. Heute gibt es sie schon in mehreren Bundesländern. Sie trägt eine schwarz-weiße Musterung mit fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen – und kann das Chikungunya- und Dengue-Virus auf den Menschen übertragen. © agefotostock/Imago
Ringelmücke Culiseta annulata an Blüte
Die sehr häufige Ringelmücke (Culiseta annulata) wird mit ihren etwa 13 Millimetern Körpergröße und den weißen Streifen oft mit der Tigermücke verwechselt. Ihr Stich ist sehr schmerzhaft. © blickwinkel/Imago
Asiatische Buschmuecke, Japanischer Buschmoskito Aedes japonicus
Ursprünglich in Asien heimisch, ist der Japanische Buschmoskito (Aedes japonicus) seit 2008 auch in Deutschland etabliert. Die Mücke könnte das West-Nil-Virus, das Dengue- und das Chikungunya-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Stechmücke Aedes vexans
Die auch „Rheinschnake“ genannte Stechmücke Aedes vexans tritt in Feuchtgebieten und bei Überschwemmungen massenhaft auf. Sie kann das West-Nil-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Gnitze, Bartmücke ( Ceratopogonidae ) auf Blatt
Die dämmerungs- und nachtaktiven Gnitzen (Bartmücken) sind mit etwa drei Millimetern sehr klein, mit rund 200 Arten in Deutschland aber auch sehr zahlreich. Stiche sind ziemlich schmerzhaft. © STAR-MEDIA / Imago
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) sitzt auf einem Blatt
Eigentlich sieht die Pferdebremse (Tabanus sudeticus) eher unscheinbar aus. Aber ebenso wie die Rinderbremse kann sie mit ihren großen Mundwerkzeugen sehr empfindlich stechen. Erst entstehen Quaddeln, dann eine stark juckende Rötung. © IMAGO/M. Woike
Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Die Regenbremse (Haematopota pluvialis) ist hierzulande die häufigste Bremsenart. Theoretisch kann sie Borreliose übertragen, daher sollte man Einstichstellen im Auge behalten. © Karina Hessland/Imago
Goldaugenbremse (Chrysops relictus)
An ihren schillernden Augen erkennt man die Goldaugenbremse (Chrysops relictus) recht gut. Sie bevorzugt beim Stechen die Hals- und Kopfregion. Juckende Stellen nicht aufkratzen! © Pond5 Images/Imago


Zu häufig sollte man diesen Trick wiederum nicht anwenden, denn ähnlich wie Schnecken von weither eine Bierfalle riechen können, fühlen sich Wespen von dieser tollen Futterstelle angezogen, können sich besser vermehren und kommen in größerer Zahl wieder, erklärte der Biologe und Wespenberater Bernhard Traulich in der Frankfurter Allgemeinen

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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