VonVivian Wergschließen
Kriminelle scheuen bei ihren Betrugsmaschen weder Aufwand noch Mühe. Jetzt warnt die Polizei vor gefälschten Benachrichtigungskarten im Postfach.
Kassel – Kriminelle lassen sich immer wieder neue Betrugsmaschen einfallen, um ihre Opfer zu täuschen. Dabei sind Betrugsversuche über das Telefon und das Internet weit verbreitet. Das Bundeskriminalamt warnte kürzlich vor einer dreisten Betrugsmasche auf Kleinanzeigen.
Aktuell versuchen Betrüger es wieder über den Briefkasten: gefälschte Benachrichtigungskarten sollen dabei helfen, ihre potenziellen Opfer um ihre persönlichen Daten und ihr Geld zu bringen, schreibt die Informationsplattform Watchlist Internet.
Neue Betrugsmasche in Österreich: Polizei warnt vor gefälschten Benachrichtigungskarten
Dem österreichischen Dienst zufolge warnt die Polizei derzeit vor gefälschten Benachrichtigungskarten, die vermehrt in den Briefkästen landen. Diese sehen auf den ersten Blick harmlos aus – aber auch täuschend echt. Alle mit einem QR-Code versehen führen diese nach dem Scannen auf einen betrügerischen Nachbau der Website des Zentralen Melderegister (ZMR), wo persönliche Daten abgefragt werden.
Die Masche ist zwar simpel, aber raffiniert, da nicht sofort erkennbar ist, dass es sich um einen Betrug handelt. Betroffenen wird daher geraten, zunächst die Echtheit des Zettels zu überprüfen. Alternativ zum QR-Code gibt es in der Regel auch noch eine Website, die manuell abgerufen werden kann. Es lohnt sich immer, die Webseite zur Überprüfung auch nochmal über eine Suchmaschine aufzurufen. Auch gefälschte E-Mails sorgen immer wieder für Verunsicherung. Zuletzt war eine falsche BKA-Mail im Umlauf.
Phishing-Betrug: So können Sie sich vor einem Betrug mit QR-Codes schützen
Ob diese Betrugsmasche auch in Deutschland oder anderen Ländern im Umlauf ist, geht aus der Plattform nicht hervor. Da aber Kriminelle auch im Ausland verkehren, wird zur generellen Vorsicht geraten. Kriminelle versuchten zuvor auch schon mit einer DHL-Betrugsmasche Geld abzuzocken.
QR-Codes sind mittlerweile gängige Mittel, um Informationen schnell und bequem zu teilen. Leider nutzen Cyberkriminelle das für ihre betrügerische Machenschaften aus. Um sich davor zu schützen, gibt die Polizei Duisburg folgende Tipps:
- Vorsicht beim Scannen: QR-Codes, die Ihnen unerwartet zugesandt werden, sollten Sie generell vorsichtig und misstrauisch sein. Prüfen Sie vorher die Quelle des QR-Codes, um sicherzustellen, dass es von einer vertrauenswürdigen Quelle kommt.
- QR-Code-Sanner mit Sicherheitsfunktion: Nutzen Sie QR-Code-Scanner mit integrierten Sicherheitsfunktionen, die verdächtige URLs erkennen und warnen, bevor sie geöffnet werden.
- Überprüfen der URL: Stellen Sie sicher, dass die URL, auf die der QR-Code verweist, die offizielle Webseite der Organisation ist, die er vorgibt zu sein. Achten Sie dabei auf die Rechtschreibung und das Erscheinungsbild der Webseite.
- Verwendung von aktualisierten Sicherheitssoftware: Halten Sie Ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand, um sich vor Malware und Phishing-Angriffen zu schützen, die über QR-Codes verbreitet werden können.
Um sensible Daten abzugreifen, setzen Betrüger auch gezielt auf die Vorgehensweise „Social Engineering“ ein, um ihre Opfer gezielt zu manipulieren. Auch mit Whatsapp klauen Kriminelle sensible Daten – daher warnt die Polizei davor, keine persönlichen Daten über den Messengerdienst zu teilen. (vw)
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