Schädlings-Quartett

Die häufigsten Hortensien-Schädlinge und wie Sie sie bekämpfen können

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Läuse, Dickmaulrüssler und Spinnmilben können Hortensien in die Knie zwingen. Wer die Schädlinge nicht rechtzeitig bekämpft, kann die Pflanzen verlieren.

Hortensien sind beliebte Zierpflanzen, die aufgrund ihrer prächtigen Blüten und vielfältigen Farben in vielen Gärten – aber auch im Topf als Zimmerpflanzen zu finden sind. Leider sind sie auch anfällig für verschiedene Schädlinge, die ihre Schönheit und Gesundheit bedrohen können. An kränklichen oder befallenen Trieben und Blattspitzen sieht man meist zuerst, dass etwas nicht stimmt. Um Schädlinge rechtzeitig zu entdecken und ohne Chemie zu bekämpfen, sollte man die Pflanzen regelmäßig kontrollieren. Hier erfahren Sie, wie Sie die häufigsten Hortensien-Schädlinge erkennen und mit umweltfreundlichen Methoden wirkungsvoll gegen sie vorgehen.

1. Wollläuse

Wollläuse zählen zu den häufigsten Schädlingen, die Hortensien befallen.

Wollläuse sind etwa fünf Millimeter kleine Schädlinge, die mit einer wachsartigen Substanz bedeckt sind, die wie Watte aussieht. Sie saugen den Pflanzensaft und schwächen die Hortensien, sodass sich deren Blätter einrollen. Oft kommen sie bei überwinterten Hortensien im Haus vor. Ein bewährter Ansatz zur Bekämpfung von Wollläusen besteht darin, sie mit einem weichen Pinsel und Seifenwasser-Speiseöl-Mischung vorsichtig abzutupfen. Ist der Befall stärker, kann man die Mischung auch sprühen. Auch ein Wattestäbchen mit Spiritus oder Speiseöl liefert gute Dienste. Als natürliche Feinde kommen der Australische Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen infrage.

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2. Blattläuse

Blattläuse sind winzige, grüne oder schwarze Insekten, die sich an Blättern, Blüten und Trieben saugend von den Pflanzensäften ernähren. Sie hinterlassen klebrige Rückstände auf den Blättern und locken Ameisen an. Eine bewährte Methode, Blattläuse zu bekämpfen, ist die wiederholte Verwendung von Neem-Öl oder einer milden Seifenlösung – oder einfach ein kräftiger Wasserstrahl.

3. Dickmaulrüssler

Dickmaulrüssler sind nachtaktive Käfer, die halbkreisförmige Bisse an den Blatträndern hinterlassen. Ihre Larven können Wurzeln beschädigen. Die Käfer selbst sollte man in der Dämmerung absammeln, wenn sie auftauchen. Ein Topf mit Holzwolle oder ein feuchtes Brett unter der Pflanze zieht die Käfer an und man kann sie morgens dort abklauben. Nematoden, winzige Fadenwürmer, können im Boden eingesetzt werden, um die Larven des Dickmaulrüssler dort zu bekämpfen, wo andere Hausmittel nicht hinkommen.

Freund oder Feind? Schädliche und harmlose Raupen im heimischen Garten

Schmetterlingsraupe des Großen Kohlweißlings mit Hand
Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gut zu erkennen und treten oft in Scharen auf. Am besten setzt man die Tiere weit entfernt vom Gemüse wieder aus, damit sich der schöne Falter daraus entwickeln kann. © Shotshop/Imago
Baumstamm mit Raupen des Eichenprozessionsspinners
Nicht jeder hat eine Eiche oder Buche im Garten, aber wenn Sie die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sichten, nehmen Sie sich in Acht: Ihre Brennhaare enthalten ein Gift, das zu Haut- und Atemwegsreizungen bis hin zu einem allergischen Schock führen kann. Beauftragen Sie Profis mit der Beseitigung. © Shotshop/Imago
Raupen des Kleinen Fuchses auf Brennnesseln
Sieht gefährlich aus, tut aber nix: Aus den Eiern des Kleinen Fuchses schlüpfen schwarz-gelbe stachelige Raupen, die sich selten von ihren Futterpflanzen, den Brennnesseln, wegbewegen. Dafür hat man bald bildschöne Schmetterlinge im Garten. © blickwinkel/Imago
Grüne Raupe vom Kleinen Frostspanner ( Operophtera brumata )
Ach, irgendwie ganz putzig? Mitnichten! Die Raupe des Kleinen Frostspanners frisst ganze Obstbäume und Ziergehölze bis auf die Rippen kahl. © Zoonar/Imago
Raupe des Schwalbenschwanzes auf Doldenblüter
Aber hallo! Die auffällige Raupe des Schwalbenschwanzes bevorzugt Doldenblüter wie Wilde Möhre, Fenchel, Dill und Giersch als Nahrungsquelle. Gönnen Sie der harmlosen Raupe den Schmaus. © Panthermedia/Imago
Raupen der Gespinstmotte in einem Baum
Die Raupen der Gespinstmotte sitzen zum Beispiel an Obstbäumen, Pfaffenhütchen oder Schlehen. Wenn sie in Massen auftreten, fressen sie ganze Bäume kahl ... © Steinach/Imago
Gespinstmotten haben einen Baum mit einem weißen Gespinst überzogen.
... deswegen sollte man sie im Garten absammeln, sobald man sie findet. Denn sonst wird es bald sehr gespenstisch. Es ist aber nicht so tragisch, wie es aussieht: Irgendwann verschwinden die Raupen und die Pflanzen treiben danach wieder aus. © blickwinkel/Imago
Raupe der Kohleule (Barathra brassicae) auf einer Blüte
Eine eher unscheinbare grüne Raupe mit unangenehmen Eigenschaften: Die Abkömmlinge der Kohleule zählen zu den häufigsten Gemüseschädlingen im Garten. Sie verschmutzen die Kohlköpfe mit Kot und diese faulen daraufhin schnell. © Steffen Schellhorn/Imago
Raupe des Landkärtchens
Bitte leben lassen: Das Landkärtchen ist Schmetterling des Jahres 2023 und legt seine Eier gerne auf Doldenblüter. Die dornigen schwarzen Raupen wirken bedrohlich, richten aber keinen nennenswerten Schaden an. © CHROMORANGE/Imago
Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) frisst Buchsbaum kahl.
Sie haben einen Buchsbaumzünsler gesichtet? Dann ist Gefahr in Verzug und Sie sollten mit Schädlingsbekämpfungsmitteln dagegen vorgehen, sonst ist Ihr Buchsbaum verloren. In dem Fall muss er sofort entsorgt werden. © localpic/Imago

4. Spinnmilben

Spinnmilben sind winzige, saugende Schädlinge, die ein feines Gespinst auf den Blättern erzeugen. Sie entziehen den Pflanzen Feuchtigkeit und verursachen gelbliche Flecken. Meist sind Hortensien als Zimmerpflanzen befallen. Ein regelmäßiges Besprühen der Unterseiten der Blätter mit Wasser kann die Milbenpopulation reduzieren. Manchmal hilft es auch einfach, befallene Pflanzenteile abzuschneiden und den Pflanzen einen zugfreien Standort im Halbschatten zu gönnen. Raubmilben sind natürliche Feinde von Spinnmilben und können im Garten eingesetzt werden.

Den besten Schutz vor Schädlingen bieten gesunde Pflanzen. Daher sollte man Hortensien ausreichend gießen und düngen. Auch natürliche Pflanzenstärkungsmittel wie ein Schachtelhalm-Sud oder Brennnesselbrühe sind empfehlenswert. Das Mulchen des Bodens ist ebenfalls sinnvoll. Die Schicht sollte aber dünn und mit etwas Stroh vermischt sein, um nicht zu viele Schnecken anzulocken.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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