„Ultima Generazione“

BMW M1 von Andy Warhol: Klimaaktivisten starten Attacke mit Mehl

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Der von Andy Warhol gestaltete BMW M1 ist Opfer der Gruppe „Ultima Generazione“ geworden. Die Klimaaktivisten verteilten 8 Kilogramm Mehl auf dem Sportwagen.

Der BMW M1 ist eine absolute Legende. Schon beim Marktstart im Jahr 1978 war der von Giugiaro entworfene Sportwagen kein Schnäppchen. Satte 113.000 D-Mark kostete eines der 460 Exemplare auf und machte den M1 damit zum damals teuersten deutschen Auto. Inzwischen kostet der M1 ein vielfaches dessen, so verlangte ein Anbieter satte 800.000 Euro für den keilförmigen Sportwagen und auch die Räder sind kein Schnäppchen. Besonders wertvoll dürfte wohl der BMW M1 sein, den Andy Warhol in ein automobiles Kunstwerk verwandelt hat. Genau jenes Fahrzeug wurde nun zum Ziel der Klimabewegung „Letzte Generation“.

Der von Warhol bemalte BMW M1 kam sogar bei den 24 Stunden von Le Mans zum Einsatz. Am Steuer saßen damals Hervé Poulain, Manfred Winkelhock und Marcel Mignot. Aktuell ist der Sportwagen im städtischen Kulturzentrum Fabbrica del Vapore in Mailand ausgestellt, wo er zum Opfer der „Ultima Generazione“ wurde.

Die Klimaaktivisten der „Ultima Generazione“ haben acht Kilogramm Mehl auf dem BMW M1 verteilt.

BMW M1 von Andy Warhol: Klimaaktivisten starten Attacke mit Mehl

Die Klimaaktivisten überwanden die Absperrungen und bedeckten den BMW M1 mit fast 8 Kilogramm Mehl. „Es ist absurd, sich darüber zu empören und gleichgültig gegenüber der Tatsache zu sein, dass bereits Tausende von Menschen an der Klimakrise sterben und die Regierung nichts unternimmt“, erklärte die „Ultima Generazione“ auf Twitter.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Weiter schrieben die Klimaaktivisten: „Unsere Gesellschaft ist besessen von Objekten, aber sie ist nicht daran interessiert, die Zukunft ihrer Kinder zu schützen. Das können wir nicht akzeptieren!“ Die Gruppe, die auch in Deutschland immer wieder Straßen blockiert und Autofahrer zur Weißglut treibt, fordert einen Kohleausstieg bis 2025.

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BMW M1 von Andy Warhol: Proteste auch bei Porsche

Der BMW M1 von Andy Warhol ist jedoch nicht das erste Opfer von Klimaaktivisten. Auf dem Pariser Autosalon hatte sich Demonstranten der Extinction Rebellion an Ferraris geklebt und diese mit einer schwarzen Flüssigkeit übergossen, wie carscoops.com berichtet.

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Zudem hatten sich Aktivisten der Scientist Rebellion im Porsche Pavillon in der Autostadt in Wolfsburg festgeklebt und wurden dort ohne Licht und Heizung zurückgelassen. Und auch in der BMW Welt in München klebten sich die Klimaaktivisten an einem M8 fest.

Rubriklistenbild: © Twitter (Ultima Generazione)

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